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Verfahren und Vorrichtung zum Verschliessen von
Flaschen u. dgl. Behältern aus Kunststoff
Gegenstand des Stammpatentes ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verschliessen von Behältern und Flaschen aus Kunststoff, wobei die Innenwand des Flaschenhalses unter Verwendung eines mit Abstand davon eingeführten hohlen Tauchkolbens mit Austrittsöffnungen für heissen Luft- oder Gasstrom bis zum Schmelzpunkt erhitzt und nach Entfernung des Kolbens zusammengepresst wird.
Es wurde nun gefunden, dass das Verfahren gemäss dem Stammpatent derart ausgestaltet und verbessert werden kann, dass erfindungsgemäss der Heissgasstrom in Richtung zur Flaschenmündung an der Halsinnenwand geführt und um den Rand des Flaschenhalses auf die Aussenseite des Flaschenhalses umgelenkt wird.
Hiedurch wird eine sehr wirksame Erhitzung erreicht, ohne dass das Füllgut von der eingeblasenen Heissluft stark berührt wird.
Die Durchführung dieses Verfahrens wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass ein Zuführungsrohr für den Heissgasstrom, das einen kolbenartigen, in den Flaschenhals zu tauchenden, aus einem pfannenartigen Kolbenboden als Umlenkplatte und mehreren den Kolbenboden und das Zuführungsrohr verbindenden Abstandstegen gebildeten Fortsatz trägt und mit einem den Fortsatz im Abstand umgebenden Leitring versehen ist, der in Tauchstellung des Fortsatzes die Aussenwand des Flaschenhalses im Abstand umgibt.
Zur Erzielung eines gleichmässigen und gerichteten Heissluft- oder Heissgasstromes ist es vorteilhaft, die Mündung des Zuführrohres als Düse auszubilden. Ferner kann der Kolbenboden zweckmässig nach unten verlängert sein, um ein sicheres Einführen zu gewährleisten und allenfalls die Flaschenöffnung zum Heizkörper zu zentrieren, falls die Flasche ausnahmsweise in der Verschlussvorrichtung nicht exakt ausgerichtet sein sollte.
An Hand der Zeichnungen soll das Verfahren und die Vorrichtung näher erläutert werden. Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch die Vorrichtung während des Schmelzvorganges, Fig. 2 einen entsprechenden
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einen Hals 2 mit etwa ovalem Querschnitt auf. In diesen Hals wird während des Schmelzvorganges ein Körper 3 eingetaucht, der als Boden eines hohlen Tauchkolbens aufzufassen ist, nach oben 10 also pfannenartig ausgebildet ist. Er ist so eingetaucht, dass er den Flaschenhals von innen nicht berührt. Mittels Verbindungsstegen 4 von sehr kleinem Querschnitt ist dieser Körper 3 an der Mündung 5 eines Zuführrohres 6 befestigt, durch welches ein heisser Gas- oder Luftstrom geleitet wird. Es ist mit einer nicht gezeichneten Wärmequelle verbunden, welche zum Aufschmelzen des oberen Teiles des Flaschenhalses dient.
Mittels Muttern 7 ist das Zuführrohr 6 an einem Halter 8 befestigt, der sich im Takt auf-und niederbewegt.
Ausserhalb des Flaschenhalses 2 ist ein Pressbackenpaar 9 angeordnet, das, sobald der Körper 3 aus dem Flaschenhals gezogen ist, den aufgeweichten Teil desselben zusammendrückt und somit einen dichten Flaschenverschluss erzeugt.
Der Körper 3 ist, wie gesagt, nach oben 10 pfannenartig ausgebildet und nach unten zu schwertförmig ausgezogen. Hiedurch lässt sich ein Zentrieren wesentlich erleichtern, auch wenn die Flaschen nicht am richtigen Ort stehen. Die Oberfläche 10 des Körpers 3 kann auch plan ausgeführt sein. Sie liegt in der
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Verlängerung des Zuführrohres 6 und reflektiert den Luftstrom gegen die Innenwand des Flaschenhalses in
Richtung zur Flaschenhalsöffnung.
Am unteren Teil des Zuführrohres 6 nahe der Mündung 5 ist eine Glocke 11 befestigt, die so gestaltet ist, dass sie über den Flaschenhals gestülpt-werden kann, ohne diesen zuberühren. Der Umfang der Glocke hat zweckmässigerweise die ungefähre Form des Flaschenhalsquerschnitts. In vereinfachter Form kann die
Glocke auch als Kragen ausgeführt sein.
Die Arbeitsweise ist wie folgt : Der Körper 3 wird in den Flaschenhals eingetaucht und dieser dabei gleichzeitig von der Glocke 11 im Schweissbereich über die Länge a umschlossen. Durch das Zuführrohr
6 wird heisse Luft oder Gas eingeblasen, von der Oberfläche 10 des Körpers 3 reflektiert und gegen den oberen Teil des Flaschenhalses an dessen Innenwand entlang zur Flaschenhalsöffnung geleitet (vgl. Strö- mungspfeile in Fig. l und 2).
Zur Erhöhung der Umlenkwirkung ist es vorteilhaft, wenn die Mündung 5 des Zuführrohres 6 düsenför- mig ausgebildet ist. Die immer noch heisse Luft wird von der Glocke 11 erneut umgelenkt und streicht nun aussen am Flaschenhals entlang. So wird unter grösstmöglicher Ausnutzung der Wärmeenergie eine sehr gleichmässige und wirksame Erhitzung des Flaschenhalses bei einer möglichst geringen Zeitdauer erzielt.
Wenn der Flaschenhals zu schmelzen beginnt, wird der Körper 3 herausgezogen und der Flaschenhals mittels Pressbacken 9 zusammengedrückt und somit fest verschlossen. Ein besonderer Vorteil der für dieses Verfahren entwickelten Vorrichtung besteht auch darin, dass der Körper 3 leicht zugänglich, einfach herstellbar und bequem zu reinigen ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Verschliessen von Flaschen u. dgl. Behältern aus thermoplatischem Kunststoff, bei dem. gegen die Innenwand des Flaschen-bzw. Behälterhals'es allseitig Heissluft geblasen und der Hals, nachdem die Innenwand bis zum Schmelzpunkt erhitzt ist, von aussen fest zusammengedrückt wird, nach Patent Nr. 217334, dadurch gekennzeichnet, dass der Heissgasstrom in Richtung zur Flaschenmündung an der Halsinnenwand geführt und um den Rand des Flaschenhalses auf die Aussenseite des Flaschenhalses umgelenkt wird.