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Automatische Waschmaschine, insbesondere für
Selbstbedienungs-Waschanstalten
Die Erfindung betrifft eine automatische Waschmaschine, Insbesondere fürSelbstbedienungs-Wasch- anstalten, mit einer mittels einer Lochkarte steuerbaren Betätigungsvorrichtung für die bei der Durchführung eines Waschprogrammes zu betätigenden Organe der Maschine, wobei die Lochkarte mit in Zeilen angeordneten Löchern versehen ist, die das Waschprogramm bestimmen.
Man hat derartige Waschmaschinen schon in Selbstbedienungs-Waschanstalten aufgestellt, und in die elektrische Stromzuführungsleitung zur Waschmaschine einen Münzkassierautomaten eingebaut, der nach Einwurf von Münzen, die Anschlussklemmen der Waschmaschine für eine dem gezahlten Betrag proportionale Zeitdauer an die Netzspannung legt. Diese Anordnung hat den Nachteil, dass unter Umständen diese Zeitdauer geringer ist als die Zeitdauer des Waschprogrammes, das durch die gewählte Lochkarte festgelegt ist. Dies hat zur Folge, dass dann mitten im Ablauf des Programmes der elektrische Strom abgeschaltet wird, so dass dann eine Nachzahlung erfolgen muss. Die vorliegende Erfindung bezweckt, diesen Nachteil zu vermeiden, d. h. es soll unter allen Umständen mindestens der Betrag bezahlt werden, der dem gewählten Programm entspricht.
Ferner soll auch der weitere Nachteil vermieden werden, dass bei den vorliegenden Waschmaschinen die Lochkarten der Gefahr ausgesetzt sind, von den Benützern versehentlich oder absichtlich mitgenommen oder beschädigt zu werden.
Diese Nachteile sind bei der Waschmaschine nach der Erfindung vermieden durch eine drehbare, prismaische Trommel, deren Seiten von verschiedenen Waschprogrammen entsprechenden Lochkarten gebildet sind und die mit einem Einstellorgan verbunden ist, mit dem die gewünschte Lochkarte zwischen einen Abtastkopf und eine im Inneren der Lochkartentrommel angeordnete Lichtquelle gebracht werden kann ; durch einen Abtastkopf vorgesehene, den Zeilen der Lochkarte zugeordnete lichtempfindliche Elemente, die über Verstärker Relais steuern, deren Kontakte ihrerseits die Betätigungsvorrichtung steuern ; durch eine Münzkassiervorrichtung ;
durch eine Vergleichsschaltvorrichtung, welche die Einstellung der Lochkartentrommel mit dem durch Einwurf vo Münzen in die Münzkassiervorrichtung bezahlten Betrag vergleicht und bei dem Preis des gewählten Waschprogrammes genügender Zahlung eine elektrische Verbindung herstellt, deren Herstellung für die automatische Durchführung des der gewählten Lochkarte entsprechenden Waschprogrammes notwendig ist.
Solche Waschmaschinen können mit Vorteil auch in Mietshäusern aufgestellt werden, in denen dann das von den Mietern bezahlte Geld vom Hausbesitzer eingezogen wird.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform dieser Waschmaschine ist ferner dafür gesorgt, dass im Falle eines Fehlens der Netzspannung die in die Münzkassiervorrichtung eingeworfenen Münzen automatisch wieder in eine Rückgabeschale befördert werden, während die üblichen Münzkassierautomaten das Geld behalten.
In der Zeichnung Ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es ist ; Fig. l eine perspektivische Ansicht einer automatischen Waschmaschine ; Fig. 2 eine schematisch vereinfachte Unten-
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Linie IV-IV von Fig. 3 ; Fig. 5 ein Schnitt gemäss Linie V-V von Fig. 4 ; Fig. 6 ein die Programmwahl und die Steuerung der Maschine betreffendes, elektrisches Schaltungsschema ; Fig. 7 ein Schema das Ein- zelheiten einer Vergleichsschaltvorrichtung und einer Baueinheit zeigt, die in Fig. 6 als Blöcke darge- stellt sind, und Fig. 8 ein Schema, das Einzelheiten des Abtastkopfes und einer andern in Fig. 6 als
Block dargestellten Baueinheit zeigt.
Die in Fig. 1 dargestellte Waschmaschine weist ein Gehäuse 1 auf, das die Hauptteile einer wohl- bekannten, von der Patentinhaberin in grosser Serie hergestellten Waschmaschine enthält, insbesondere
Waschtrommel, einen Antriebsmotor für diese Trommel,. Schaltschützen, Ventile usw. Bei dieser be- kannten Maschine können mit Hilfe von Lochkarten verschiedene Waschprogramme gewählt werden, wie dies in der Schweizer Patentschrift Nr. 344393 beschrieben ist.
Wenn man die dem gewünschtenprogramm entsprechende Lochkarte in eine auf dem Gehäusedeckel angeordnete Abtastvorrichtung einführt und einen Startknopf betätigt, werden in der Lochkarte befindliche, schlitzförmige Löcher mechanisch abgetastet und dadurch elektrische Kontakte betätigt, welche den ganzenAblauf desProgrammes automatisch steuern und am Schluss des Programmes die Maschine abschalten.
Bei der vorliegenden Maschine ist nun auf dem Gehäusedeckel 2 an Stelle der erwähnten, mechanischen Abtastvorrichtung, die kaum über den Deckel vorragt, ein Nebengehäuse 3 angeordnet, das eine Programmwählvorrichtung 4 und eine Münzkassiervorrichtung 5 enthält (s. Fig. 2). Die Wählvorrichtung 4 weist eine Trommel 6 in Form eines regelmässigen, sechseckigen Prismas auf, dessen Seiten durch sechs Lochkarten 7 gebildet sind, die verschiedenen Waschprogrammen entsprechen. Einige in je fünf Zeilen angeordnete schlitzförmige Löcher 8 sind in den beiden in Fig. 2 sichtbaren Lochkarten 7 rein schematisch angedeutet. Der Benützer der Waschmaschine kann nur. die Lochkarte 7 sehen, die in Fig. 3 oben liegt, und sich hinter einem mit einer Glasscheibe versehenen Fenster 9 befindet, das in einer Frontplatte 10 vorgesehen ist.
Die Trommel 6 weist an einem Ende eine Stirnplatte 11 und am andern Ende einen aussen sechseckigen Ring 12 auf, an welcher Platte und Ring die aus Blech bestehenden Lochkarten 7 auswechselbar befestigt sind, z. B. mittels nicht dargestellter Schrauben. Eine Auswechslung der Lochkartenwird obenim allgemeinen nicht nötig sein, und wenn schon eine solche durchgeführt werden soll, dann keinesfalls durch die Benützer der Maschine, sondern durch das Personal der Selbstbedienungs-Waschanstalt, in der die Maschine aufgestellt wird, oder durch das Personal der Lieferfirma selbst.
Die Stimplatte 11 ist in ihrer Mitte durch eine Welle 13 mit einem Bedienungsgriff 14 verbunden und an ihrer Durchführungsstelle durch die Seitenwand 15 des Nebengehäuses 3 In dieser Wand gelagert. Der am andern Ende der Trommel 6 vorgesehene Ring 12 ist an einem Hohlzylinder 16 abgestützt, der fliegend an einer Zwischenwand 17 befestigt ist.
Auf der Welle 13 ist der bewegliche Teil eines Umschalters 18 montiert, der zugleich mit einer nicht dargestellten Rastvörrichtung üblicher Art versehen ist, um die Trommel 6 in sechs um 600 gegeneinander verdrehten Lagen festzuhalten, so dass durch Drehen am Handgriff 14 das eine oder das andere der in den sechs Lochkarten 7 festgelegten Programme bequem genau vor das Fenster 9 gebracht werden kann.
In der oberen rechten Ecke der Frontplatte 10 sind zwei Schlitze 19 und 20 vorgesehen, die zum Einwurf von 1-Franken- bzw. 20-Rappenstücken in die Münzkassiervorrichtung 5 dienen. Für die Durch-
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her erläutert werden wird, setzt sich die Maschine automatisch in Bewegung, wenn man nach Einstellung der gewünschten Lochkarte 7 hinter dem Fenster 9 die dem auf dieser Lochkarte angeschriebenen Preis entsprechenden Münzen in die Schlitze 19 und 20 einwirft.
Nicht passende Münzen, z. B. 2-oder 10-Rappenstücke, fallen automatisch in eine an der Vorderseite desGehäuses 1 vorgesehene Geldrückgabeschale 21. Unter den Schlitzen 19 und 20 ist an der Frontplatte 10 eine Korrekturtaste 22 vorgesehen. Nach dem Einwurf der Münzen in den einen oder den ändern der Schlitze 19 und 20 wird auf später näher erläuterte Art die Trommel 6 automatisch in der gewählten Lage verriegelt. Bemerkt man beim Einwurf der Münzen, dass man bei der Programmeinstellung einen Fehler gemacht hat, oder weiss man beispielsweise-infolge irgendeiner Störung-nicht mehr genau, was für Münzen man bereits in die Schlitze 19 und 20 eingeworfen hat, so genügt es, auf die Korrekturtaste 22 zu drücken, um die Geldrückgabe und damit auch die Entriegelung der Trommel 6 zu bewirken.
Die Korrekturtaste 22 ist aber nur solange wirksam, als der Start des gewählten Waschprogrammes noch nicht erfolgt ist oder höchstens noch eine Minute nach dem Start. Später kann man die Maschine in keiner
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Weise mehr beeinflussen und auch die im Gehäuse l vorgesehene Türe 23, die wie üblich zum Beschicken und Entleeren der Waschtrommel dient, nicht mehr öffnen, bis das Programm durchgeführt worden ist.
Unter der Korrekturtaste 22 befindet sich eine durchscheinende Scheibe 24 mit der Inschrift Münz- einwurf richtig". Wenn die eingeworfenen Münzen dem Preis des eingestellten Programmes entsprechen, leuchtet diese Inschrift auf und mit einer kleinen Verzögerung erfolgt dann der Start der Maschine. Eine an der Vorderseite des Gehäuses 1 vorgesehene Signallampe 25 zeigt in üblicher Weise an, dass die Ma- schine Im Betrieb ist.
Die Abtastung der Lochkarten 7 erfolgt nun nicht, wie bei der bekannten Waschmaschine, auf me- chanisch-elektrischem, sondern auf photoelektrischem Wege. Hiezu ist im Inneren des Hohlzylinders 16 längs der Achse der Trommel 6 eine Fluoreszenzröhre 26 (s. Fig. 3) angeordnet, die sich nahezu über die ganze Länge der Trommel 6 erstreckt und über nicht dargestellte elektrische Leitungen gespeist wird.
Längs der Fluoreszenzröhre 26 ist in dem Hohlzylinder 16 ein Reflektor 217 angeordnet, der das von der Fluoreszenzröhre auf ihn einfallende Licht in Richtung des Fensters 9 reflektiert, wobei es zuerst durch ein im Hohlzylinder 16 vorgesehenes Fenster 28 und dann durch die Schlitze 8 der gewählten Lochkarte 7 hin- durch geht.
Selbstverständlich kann an Stelle des Hohlzylinders 16 auch irgendein anders geformtes Montageelement an der Zwischenwand 17 befestigt sein, in dem die Fluoreszenzröhre 26 und der Reflektor 27 montiert sind.
Um die gewählte Lochkarte 7 abzutasten, ist ein Photowiderstand enthaltender Abtastkopf 29 vorgesehen, der mittels eines Scharniers 30 um eine Achse 31 schwenkbar gelagert und auf derselben verschiebbar ist. Eine schwache Feder 32 ist bestrebt, den Abtastkopf 29 auf der abzutastenden Lochkarte 7 zu halten, gestattet aber ein Zurückweichen des Abtastkopfes 29, wenn man die Trommel 6 dreht. Das Scharnier 30 ist durch einen Flachstab 33 mit einer Mutter 34 fest verbunden, die auf einer Gewindespindel 35 sitzt, so dass bei Drehung dieser Spindel 35 der Abtastkopf 29 in Längsrichtung der Lochkarte 7 bewegt wird.
Die Gewindespindel 35 wird über ein Reduktionsgetriebe 36 durch einen Synchron-Reversiermotor 37 angetrieben. Das Getriebe 36 ist so ausgelegt, dass bei der einen Drehrichtung des Reversiermotors 37 die Spindel 35 langsam angetrieben wird, u. zw. so, dass der Abtastkopf 29 etwa 90 Minuten braucht, um die ganze Länge einer Lochkarte 7 in Richtung des Pfeiles 38 abzutasten, also nicht vor dem Ende der Lochkarte automatisch abgeschaltet wird. Wenn der Reversiermotor 37 sich in der ändern Richtung dreht, wird dagegen ein Teil des Reduktionsgetriebes unwirksam, so dass der Abtastkopf 29 sehr schnell, z.
B. in zirka 1 - 2 Minuten, in seine Ausgangslage zurückgebracht wird, in deren Nähe zwei Mikroschalter 39 und 40 angeordnet sind, die durch die Mutter 34 betätigt werden und deren Funktion später erläutert wird.
Um bei Umkehr der Drehrichtung die Geschwindigkeitsänderung zu bewirken, weist das Getriebe 36 beispielsweise eine erste zwischen seiner Eingangswelle und einer ersten Vorgelegewelle angeordnete Reduktionsstufe und eine zweite zwischen dieser ersten und einer zweiten Vorgelegewelle angeordnete Reduktionsstufe auf (nicht dargestellt) ; auf jeder der beiden Vorgelegewellen ist ein Zahnrad drehbar gelagert, das mit seiner Welle über eine richtungsabhängige Kupplung gekuppelt Ist und In ein auf der Ausgangswelle sitzendes Zahnrad eingreift, wobei die Mitnahmerichtungen der beiden Kupplungen einander entgegengesetzt sind.
Im Nebengehäuse 3 sind gemäss Fig. 2 ferner noch zwei Verstärker-Relais-Baueinheiten 41 und 42 angeordnet, deren Zweck ebenfalls später erläutert wird.
Zunächst soll nun an Hand der schematischen Fig. 4 und 5 die Konstruktion und Wirkungsweise der Münzkassiervorrichtung 5 beschrieben werden. Die Vorrichtung 5 weist hinter dem Schlitz 19 einen vertikalen Schacht 43 von dem l-Frankenstück 44 angepassten, flachem Querschnitt auf, der unten in einen leicht geneigten Kanal 45 gleichen Querschnittes übergeht, der unten mit einer Öffnung 46 versehen ist, durch den die Münze 44 entweder über einen geneigten Kanal 47 in eine Kassette 48 oder über einen geneigten Kanal 49 in die Rückgabeschale 21 fallen kann.
Ein Sperrorgan 50 ist am Anker 51 einer Elektromagnetwicklung 52 befestigt. Solange die Wicklung 52 erregt und der Anker 51 mit dem Sperrorgan 50 sich demzufolge in der in Fig. 4 und 5 in vollen Linien gezeichneten Lage befindet, kann die In der Lage 44'befindliche Münze nicht durch die Öff- ! lung 46 fallen. Wenn die aus diesem Grunde als "Münzhaltewicklung" bezeichnete Wicklung 52 nicht mehr erregt wird, kommt das Sperrorgan 50 unter der Einwirkung einer nicht gezeichneten Feder in die in Fig. 4 strichpunktiert gezeichnete Lage 50', in der es die Öffnung 46 freigibt, so dass die in der La- e 44'befindliche Münze 44 und eventuell weitere im Kanal 45 befindliche Münzen gleicher Art, aus diesem Kanal 45 nach unten austreten können.
Um die Münze 44 in die Kassette 48 oder in die Rückgabeschale 21 zu leiten, ist eine Münzweiche 53
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vorgesehen, die einen kurzen, horizontalen Ablenkstift 54 aufweist, der am Anker 55 einer Elektromagnetwicklung 56 befestigt ist. Ist diese, als"Münzweichenwicklung"bezeichnete Wicklung 56 erregt, und befindet sich derStift 54 demzufolge in der in Fig. 4 ausgezogen dargestellten Lage, so lenkt er, wie ersichtlich, die aus der Öffnung 46 fallende Münze 44 in den Kanal 47 ab. Ist die Wicklung 56 nicht erregt, so dass der Stift 54 sich in der stirchpunktiert gezeichneten Lage 54'befindet, so lenkt er dagegen die Münze 44 in den Kanal 49 ab.
Hinter dem Einwurfschlitz 19 ist ein Tasthebel 57 vorgesehen, der bei 58 schwenkbar gelagert und an seinem vorderen freien Ende mit einem zu ihm senkrecht verlaufenden Taststift 59 versehen ist, der sich unmittelbar hinter einem oberen Teil des Schlitzes 19 befindet. Das andere freie Ende des Tasthebels 57 wirkt auf einenMikroschalter 60 ein, so dass beim Einwurf einer im Durchmesser passenden Münze 44 der Schalter 60 kurzzeitig geschlossen wird. Münzen, die zu dünn sind, werden durch nicht dargestellte, an sich bekannte Mittel seitlich abgelenkt, bevor sie in den Münzkanal 45 gelangen können, und ebenfalls der Rückgabeschale 21 zugeführt.
Der Kanal 45 wird von zwei verhältnismässig dünnen, z. B. aus Blech bestehenden Wänden 61 und 62 begrenzt, in denen je zwei paarweise korrespondierende Löcher 63 vorgesehen sind, denen gegenüber auf
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so gelangt Licht nur zum Photowiderstand PWI, nicht aber zum Photowiderstand PW2. Befinden sich zwei (oder mehr) Münzen 44 im Kanal 45 so werden dagegen beide Photowiderstände PW1 und PW2 durch diese Münzen 44 abgeschaltet.
Hinter dem 20-Rappen-Einwurfschlitz 20 befindet sich wieder ein (nicht dargestellter) vertikaler Schacht, der die Münze in einen geneigten Kanal 65 (s. Fig. 5) leitet, der von zwei Wänden 66 und 67, begrenzt ist, und zum Kanal 45 parallel verläuft. In den Wänden 66 und 67 sind je drei paarweise korrespondierende Löcher 63a vorgesehen, denen gegenüber auf der Aussenseite der Wand 68 drei Photowiderstände PW3, PW4, und PW5 angeordnet sind. Die Abstände zwischen den Paaren von Löchern 68 bzw. diesen Photowiderständen PW3 - PW5 sind jedoch so bemessen, dass mindestens vier Münzen im Kanal
65 nötig sind, um den Photowiderstand PW3 abzuschatten, mindestens drei Münzen, um den Photowiderstand PW4 abzuschatten, und mindestens eine Münze um den Photowiderstand PW5 abzuschatten.
Die Glühlampe 64, die Münzhaltewicklung 52, die Münzweichenwicklung 56 und der Schalter 60 sindzwischendenebenen derkanäle 45 und 65 angeordnet und sind beidenMünzwegen zugeordnet. derart, dass der dem verschiedenenDurchmesser der l-Franken-und 20-Rappenstücke entsprechend, leicht abgekröpfte Taststift 59 den Schalter 60 beim Einwurf einer Münze in den Schlitz 19 oder in den Schlitz 20 kurzzeitig schliesst, dass das Sperrorgan 50 beide Kanäle 45 und 65 gemeinsam sperrt bzw. freigibt, und dass der Ablenkstift 54 die von diesen beiden Kanälen kommenden Münzen gemeinsam entweder der Kassette 48 oder der Rückgabeschale 21 zuführt.
Die Photowiderstände PWl-PW5 steuern gemäss Fig. 7 je einen Verstärker V1-V5, dessen Ausgang mit einem Relais R1-R5 verbunden ist. Die Verstärker V1-V5 und die Relais Rl-R5 sind in der VerstärkerRelais-Baueinheit 42 angeordnet, die als Ganzes in das Nebengehäuse 3 einsetzbar ist.
Die Verstärker V1-V5, die als Verstärkungselement z. B. Kaltkathodenröhren oder Transistoren enthalten können, sind so ausgelegt, dass die Relais R1-R5 erregt werden, wenn die entsprechenden Photowiderstände PW1-PW5 sich im Dunkeln befinden, also durch eine Münze abgeschattet sind.
Die Kontakte der Relais Rl-R5 sind mit rl'und rl"bzw. r2'und r2"bzw. r3 bzw. r4 bzw. r5 bezeichnet. Diese Kontakte sind in Fig. 7 in der Ruhelage dargestellt und zu einer logischen Schaltung 69 miteinander verbunden, die eine Eingangsklemme KO und sechs Ausgangsklemmen K1-K6 besitzt, die den sechs mittels der Trommel 6 wählbaren Programmen zugeordnet sind. Die Preise dieser Programme sind in Fig. 7 über den Klemmen Kl-K6 angeschrieben und betragen Fr. 2, 80 bzw. 2, 00 bzw. 1, 80 bzw.
1, 60 bzw. 0, 80 bzw. 0, 60. Es ist leicht ersichtlich, dass in der dargestellten Ruhelage, also bei belichteten Photowiderständen PW1-PW5, keine der Ausgangsklemme K1-K6 mit der Eingangsklemme KO verbunden ist.
Angenommen, dass sich im Münzenkanal 45 zwei 1-Frankenstücke und im Münzenkanal 65 vier 20Rappenstücke befinden, so dass alle Photowiderstände PW1-PW5 abgeschattet und alle Relais R1-R5 erregt, somit alleRelaiskontakte umgelegtsind, so ist es ebenfalls leicht ersichtlich, dass die Ausgangsklemme KL u. zw. nur diese Ausgangsklemme, mit der Eingangsklemme KO verbunden ist, entsprechend dem angegebenen Preis von Fr. 2,80. In gleicher Weise wird auch jede der andern Ausgangsklemmen K2-K6 mit der Eingangsklemme KO verbunden, wenn sich die entsprechenden Münzen in den Kanälen 45 und 65 befinden.
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Im linken Teil von Fig. 7 ist der Umschalter 18 schematisch dargestellt, dessen beweglicher Kontaktarm 70 mit der Trommelwelle 13 und einem auf derselben sitzenden Schleifring 71 fest verbunden ist. Auf dem Schleifring 71 gleitet ein Gleitkontakt 72, der mit einer Eingangsklemme KO'verbunden ist. Der Umschalter 18 weist ferner sechs im Kreis angeordnete, unbewegliche, nicht bezeichnete Kontakte auf, die um 600 gegeneinander versetzt und je mit einer Ausgangsklemme K1'-K6'verbunden sind. In den sechs Rastlagen des Umschalters 18 liegt der Kontaktarm 70 auf dem einen oder dem ändern der unbeweglichen Kontakte, so dass die Eingangsklemme KO'je nach dem gewählten Programm mit der einen oder der andern Ausgangsklemme K1'-K6'verbunden ist.
Die Ausgangsklemmen K1'-K6'des Umschalters 18 sind durch Leiter L1-L6 mit den entsprechend numerierten Ausgangsklemmen der logischen Schaltung 69 verbunden und es ist ersichtlich, dass die beiden Klemmen KO und KO'dann miteinander in Verbindung kommen, wenn der eingezahlte Betrag dem Preis des eingestellten Programmes entspricht. Die Herstellung dieser Verbindung ist, wie noch gezeigt werden wird, Voraussetzung für das automatische Inbetriebsetzen der Maschine. Es Ist gleichgültig, ob man zuerst die 1-Frankenstücke oder die 20-Rappenstücke einwirft. Man darf aber nicht z. B. acht 20-Rappenstücke einwerfen wollen, um auf den Betrag von Fr. 1, 60 zu kommen, sondern muss für die Wahl des vierten Programmes ein 1-Frankenstück und drei 20-Rappenstücke einwerfen.
Beim Einwerfen der Münzen vorkommende Fehler können, wie schon erwähnt, mittels der Korrekturtaste 22 behoben werden. Wenn ein geringerer Betrag eingeworfen wird, als dem gewählten Programm entspricht, so kommt die Maschine auf keinen Fall in Betrieb ; ebenso auch nicht, wenn ein grösserer Betrag bezahlt wird als nötig, vorausgesetzt, dass dieser grössere Betrag dem Preis eines andern Programmes entspricht, also wenn
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B.20-Rappenstücke einwirft und dann zwei 1-FrankenstUcke, und dass damit das nur Fr. 2, 80 kostende Programm in Gang gesetzt wird. Ein derartiger Fall wird aber praktisch nur selten vorkommen und ist dem Benützer dieser durch seine Unaufmerksamkeit verursachte kleine Schaden auch zumutbar.
Die ganze in Fig. 7 dargestellte Schaltvorrichtung, welche die Lage der Trommel 6 mit dem bezahlten Betrag vergleicht, und daher als Vergleichs-Schaltvorrichtung bezeichnet wird, ist im Schaltungsschema nach Fig. 6 durch einen Block 73 auf dem die Leiter LI-L6 und zwei symmetrische Umschalter angedeutet sind, welche den Umschalter 18 und die logische Schaltung 69 darstellen. Diese Schaltvorrichtung könnte auch etwa als Koinzidenz-Schaltvorrichtung bezeichnet werden.
Das Schaltungsschema nach Fig. 6 zeigt zwei Eingangsklemmen 74 und 75, die an das übliche Niederspannungsnetz von 220 Volt, 50 Hz, angeschlossen sind. Über einen ersten Kontakt vr eines Verrie- gelungsrelais VR ist die Primärwicklung 76 eines Transformators 77 mit den an die Eingangsklemmen 74 und 75 angeschlossenen Leitern 78 und 79 angeschlossen. An eine erste, eine Spannung von z. B. 24 Volt liefernde Sekundärwicklung 80 des Transformators 77 ist eine Gleichrichterbrücke 81 angeschlossen, deren positiver Pol 82 über eine Elektromagnetwicklung 83 mit dem Leiter 79 verbunden ist, an den auch der negative Brückenpol 84 angeschlossen ist.
Der Anker 85 der Wicklung 83 ist als Riegel ausgebildet und so am Umschalter 18 angebracht, dass er bei erregter Wicklung 83 ein Drehen der Trommel 6 verhindert, so dass eine Änderung der Trommeleinstellung während des Ablaufens des Programmes unmöglich ist.
Der positive Pol 82 ist ferner über-einen zweiten Kontakt vr des Verriegelungsrelais VR, solange dieses Relais VR nicht erregt ist, mit der Münzhaltewicklung 52 verbunden, dessen Anker 51 mit dem Sperrorgan 50 (S. Fig. 4 und 5) versehen ist. Bei Erregung des Verriegelungsrelais VR ist der positive Pol 82 einerseits über den Schalter 39 (s. Fig. 3) und die Münzweichenwicklung 56 (s. Fig. 4 und 5), und anderseits, parallel dazu, durch über eine Elektromagnetwicklung 86 mit dem Leiter 79 verbunden.
Der Anker 87 der Wicklung 86 ist als Riegel ausgebildet und so bei der Türe 23 (s. Fig. 1) angebracht, dass ein Öffnen dieser Türe 23 unmöglich ist, solange die Wicklung 86 erregt ist.
Eine zweite, eine Spannung von z. B. 5 Volt liefernde Sekundärwicklung 88 des Transformators 77 ist einerseits direkt, und anderseits über die in der Münzkassiervorrichtung 5 angeordnete Glühlampe 64 mit dem Leiter 79 verbunden.
Parallel zur Primärwicklung 76. liegen die beiden Verstärker-Relais-Einheiten 41 und 42, von denen die Einheit 42 bereits an Hand von Fig. 7 erläutert worden ist. Die Einheit 41, die ganz ähnlich aufgebaut wie die Baueinheit 42, ist in Fig. 8 näher dargestellt. Sie umfasst wiederum fünf Verstärker V6-V10, deren Eingänge an fünf Photowiderstände PW6-PW10, und deren Ausgänge an fünf Relais R6-R10 angeschlossen sind. Die Photowiderstände PW6-PW10 sind im Abtastkopf 29 untergebracht und den fünf Zeilen der jeweils abgetasteten Lochkarte 7 zugeordnet, in denen sich die Schlitze 8 befinden.
In der in Fig. 8 willkürlich angenommenen Lage der Im Querschnitt längs der Abtastlinie dargestellten Lochkarte 7 werden nur die Photowiderstände PW7 und PW8 von der Fluoreszenzröhre 26 durch in zwei Zeilen vorge-
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sehene Schlitze 8 beleuchtet, während die Schlitze 8 der ändern drei Zeilen sich nicht durch den dargestellten Querschnitt hindurch erstrecken.
Zum Unterschied gegenüber den Verstärkern V1-V5 der Einheit 42 sind die Verstärker V6-V10 der Einheit 41 so ausgelegt, dass die Relais R6-R10 erregt werden, wenn die ihnen zugeordneten Photowiderstände PW6-PW10 beleuchtet sind. Die Kontakte der Relais R6-R10 dienen zur Steuerung der Betätigungsorgane der Waschmaschine, wie z. B. Schaltschützen für den Waschtrommel-Antriebsmotor, Elektroven- tile, Betätigungsorgane einer Waschmittel-Einführungsvorrichtung, einer elektrischen Heizung usw. genau so, wie diese Organe bei der bekannten, eingangs erwähnten Waschmaschine der Patentinhaberin durch die mittels der Lochkarte mechanisch betätigten Kontakte gesteuert werden. Diese ganze bekannte Betätigungsvorrichtung ist in Fig. 6 durch einen Block 89 dargestellt, der somit auch die nicht gezeigten Kontakte der Relais R6-R10 enthält.
Ausser den die bekannten, mechanisch gesteuerten Kontakte ersetzen-
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ter 78 dagegen über das Rückstellrelais RR mit dem Leiter 79.
Parallel zu den an Hand von Fig. 7 und 8 erläuterten Einheiten 42 bzw. 41 ist die Serieschaltung einer Vorschaltdrosselspule 90 und der Fluoreszenzröhre 26 angeordnet, wobei die Elektroden dieser Fluo-
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Halterelais HR offen ist.
Ein Startrelais ST weist einen ersten Kontakt st auf, das bei Erregung dieses Relais ST den Leiter 78 mit einem zweitenKontakt rr des Rückstellrelais RR verbindet, der je nach dem Erregungszustande dieses Relais RR mit der einen oder mit der andem von zwei Anschlussklemmen 92 und 93 des Synchron-Reversiermotors 37 (s. Fig. 2) verbunden ist. Die Klemmen 92 und 93 sind in üblicher Weise über einen Kondensator 94 miteinander verbunden, während eine dritte Motoranschlussklemme 95 an den Leiter 79 angeschlossen ist, so dass der Motor 37 sich in der einen oder in der ändern Richtung dreht je nachdem der Strom von der Klemme 92 oder von der Klemme 93 zur Klemme 95 fliesst.
Das Rückstellrelais RR steht einerseits über einen dritten, normalerweise offenen Kontakt rr, desselben und den ebenfalls normalerweise offenen Schalter 40' (s. Fig. 3) mit dem Leiter 78, und anderseits direkt mit dem Leiter 79 in Verbindung. Das Halterelais HR steht einerseits über einen normalerweise geschlos-
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derschaltet..
Parallel zur Serieschaltung des Kontaktes 96 und des Halterelais HR liegt eine von der Vergleichs- Schaltvorrichtung 73 und der Primärwicklung 97 eines Transformators 98 gebildete Serieschaltung. Die eine Spannung von z. B. 5 Volt liefernden Sekundärwicklung 99 speist eine Meldelampe 100, die hinter der Scheibe 24 mit der Inschrift"Münzeinwurf richtig"angeordnet ist.
Parallel zurprimärwicklung 97 isteinevomStartrelais ST und einem Verzögerungswiderstand 101mit negativem Temperaturkoeffizienten gebildete Serieschaltung. Ein zweiter Kontakt st des Startrelais ST schliesst in seiner Arbeitslage. den Verzögerungswiderstand 101 kurz, während er in der Ruhelage einen Belastungswiderstand 102 parallel zum Startrelais ST schaltet.
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Leiter 78 in Verbindung.
Die beschriebene Schaltung, deren Kontakte in Fig. 6 in der Ruhelage der Maschine bzw. bei nichterregtem Relais dargestellt sind, arbeitet wie folgt :
Durch Einwurf einer Münze in einen der Schlitze 19 oder 20 wird der Münzeinwurfschalter 60 kurzzeitig geschlossen, so dass-falls an den Eingangsklemmen 74 und 75 Spannung vorhanden ist-das Halterelais HR im Stromkreis 74,78, r10, rr, 60,96, HR, 79,75 erregt wird und sich nach Öffnen des Schalters 60 über seinen nun geschlossenen hr selbst hält. Über den nun ebenfalls geschlossenen Kontakt hrt werden die Primärwicklung 76 des Transformators 77, die Verstärker-Relais-Einheiten 41 und 42 sowie die Fluoreszenzröhre 26 mit ihrer Vorschaltdrosselspule 90 an Spannung gelegt.
Mittels des Zündungstarters 91 wird die Röhre 26 gezündet, so dass sie über die Schlitze 8 der gewählten Lochkarte 7 auf den Abtastkopf 29 einwirkt. Zugleich wird über die Sekundärwicklung 88 des Transformators 77 auch die
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Anker 51 angebrachte Sperrorgan 50 die Ausgangsöffnungen 46 der Münzkanäle 45 und 65 sperrt. Zugleich wird im Stromkreis 82, 83, 79, 84 die Wicklung 83 erregt, so dass deren Anker 85 die Trommel 6 in der gewählten Lage verriegelt.
Wenn nach Einwurf von weiteren Münzen die Vergleichs-Schaltvorrichtung 73 auf die an Hand von Fig. 7 bereits ausführlich beschriebene Weise feststellt, dass der richtige Preis für das gewählte Programm bezahlt worden ist und somit die beiden Eingangsklemmen KO und KO'der logischen Schaltung 69 bzw. des Umschalters 18 über einen der Leiter L1-L6 miteinander verbindet, fliesst ein Strom im Stromkreis 74,
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Zahlung des richtigen Betrages meldet. In dem parallel zur Transformator-Primärwicklung 97 liegenden Stromzweig 101, St/1102 fliesst nun ebenfalls ein Strom, der Infolge des negativen Temperaturkoeffizienten des Verzögerungswiderstandes 101 nach einer kurzen Verzögerung auf einen Wert zunimmt, der zur Erregung des Startrelais ST genügt.
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abgeschaltet wird.
Durch Umlegen des Kon-taktes stl wird der Stromkreis 74, 78, stl, rr, 93, 37, 95, 79,75 geschlossen, so dass der Motor 37 sich in Vorwärtsrichtung dreht und die von ihm über das Getriebe 36 langsam angetriebene Gewindespindel 35 den Abtastkopf 29 in der durch den Pfeil 38 (s. Fig. 2) angegebenen Abtastrichtung über die Lochkarte 7 bewegt. Das gleichzeitig erfolgende Schliessen des Kontaktes st, bewirkt, dass die Betätigungsvonich- tung 89 im Stromzweig KO, si3, vr,, 89, 79 Strom erhält und somit das gewählte Programm durchführt, wobei die in dieser Betätigungsvorrichtung 89 enthaltenen Kontakte der Relais R6-R10 auf die bereits be- schriebene Weise über den Abtastkopf 29 von der Lochkarte 7 gesteuert werden.
Nach zirka einer Minute wird durch die auf der Gewindespindel 35 sitzende Mutter 34 der Schal- ter 40 geschlossen, so dass das Verriegelungsrelais VR im Stromkreis 74,78, 40, VR, 79,75 erregt wird.
Dadurch wird der Kontakt vr, geschlossen, was ein eventuelles Öffnen des Kontaktes hors unwirksam macht.
Ferner wird derKontaktvr umgelegt, so dass die Münzhaltewicklung 52 stromlos wird und dass das Sperr- organ 50 die Ausgangsöffnungen 46 der Münzkanäle 45 und 65 freigibt. Dagegen wird nun die Münzwei- chenwicklung 56 im Stromkreis 82, VIz'39, 56,79, 75 erregt, so dass der an dessen Anker 55 angebrachte
Ablenkstift 54 die aus den Kanälen 45 und 65 fallenden Münzen in die Kassette 48 leitet.
Durch das Umlegen des Kontaktes vr wird auch die Wicklung 86 im Stromkreis 82, vr, 86,79, 84 erregt, so dass ihr Anker 87 die Türe 23 verriegelt, die nun bis zum Ablauf des Programmes nicht mehr gessffnet werden kann. Durch das Ansprechen des Verriegelungsrelais VR wird ferner dessen Kontakt V11 um- gelegt, so dass die Steuervorrichtung 89 nun unter Umgehung der Vergleichs-Schaltvorrichtung 73 und des
Halterelaiskontaktes hr2 über rrl'r10 und 78 mit der Eingangsklemme 74 verbunden ist. Es ist nun nicht mehr möglich, das ablaufende Programm mittels der Korrekturtaste 22 zu beeinflussen.
Vor dem Ansprechen des Verriegelungsrelais VR, also wenn sich dessen Kontakte vxl - vi noch in der in Fig. 6 dargestellten Lage befinden, kann man dagegen durch Drücken der Korrekturtaste 22 den Kontakt 96 öffnen und damit den Stromkreis des Halterelais HR unterbrechen ; dann kehren dessen Kontakte hr und hr2 in die dargestellte Lage zurück, so dass der Transformator 77, die Einheiten 41 und 42, die Fluores- zenzröhre 26 des Transformators 98, das Startrelais ST und die Betätigungsvorrichtung 89 stromlos werden, und ferner das Halterelais HT auch bei Loslassen der Korrekturtaste 22 stromlos bleibt.
Da die Münzhaltewicklung 52 wegen der Abschaltung des Transformators 77 ebenfalls stromlos wird, kehrt das an dessen Anker 51 angebrachte Sperrorgan 50 in die Freigabestellung zurück und in den Kanä- len 45 und 65 befindlichenMünzen fallen durch die Öffnungen 46 und den Kanal 49 in die Rückgabeschale 21, weil die Münzweichenwicklung 56 nicht erregt ist und der Ablenkstift 54 sich demzufolge in der Lage 54'befindet. Nun kann die Programmwahl berichtigt werden, oder man kann irgendwelche nicht zum gewählten Programm passende Wäschestücke noch aus der Waschtrommel wieder herausnehmen.
Wenige Sekunden nach dem Schliessen des Schalters 40 und dem dadurch bewirkten, weiter oben erläuterten Ansprechen des Verriegelungsrelais VR, wird durch die Mutter 34 der Schalter 39 geöffnet, wodurch dieMünzweichenwicklung 56 stromlos wird. Wenn man während desAblaufens des Programms Münzen in die Schlitze 19 und 20 einwirft, so fallen dieselben daher sofort in die Rückgabeschale 21.
Wenn das Programm durchgeführt worden ist, wird schliesslich durch Ansprechen des lochkartengesteuerten Relais RIO der Relaiskontakt r10 umgelegt, wodurch einerseits die Stromzufuhr zur Betätigungvorrichtung 89 und zum Halterelais HR unterbrochen und anderseits das Rückstellrelais RR im Stromkreis 74, 78, r10, RR, 79,75 erregt wird, das sich dann über seinen Kontakt rr, selbst hält. Der Kontakt rr
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wird geöffnet und verhindert daher bei Abfallen des Relais RIO eine Wiederherstellung der Stromzufuhr zur Betätigungsvorrichtung 89 und zum Halterelais HR.
Das Umlegen des Kontaktes rr2 bewirkt, dass die Phasenverschiebung zwischen den beiden durch den Motor 37 fliessenden Ströme in den Stromzweigen 92,95 und 83,95 die Drehrichtung des von diesen Strömen erzeugten Drehfeldes, also die Drehrichtung des Motors 37. Die Gewindespindel 35 wird nun durch das Getriebe 36 schnell in der umgekehrten Richtung angetrieben, so dass der Abtastkopf 29 schnell in seine Ausgangslage zurückkehrt. Kurz vor dem Ende dieser Rückstellbewegung des Abtastkopfes 29 schliesst die Mutter 34 den Schalter 39 und unmittelbar nachher öffnet sie den Schalter 40.
Dadurch wird die Stromzufuhr zum Motor 37, die nach dem Abfallen des Relais ST über diesen Schalter 40 und den in Ruhestellung befindlichen Kontakt st, erfolgte, unterbrochen, so dass der Motor 37 ausläuft, wobei der Abtastkopf 29 wieder in die Ausgangslage kommt. Zugleich wird auch die Stromzufuhr zum Rückstellrelais RR unterbrochen, so dass letzteres abfällt, wodurch die in Fig. 6 dargestellte Ausgangslage sämtlicher Kontakte wiederhergestellt ist.
Nach Herausnahme der sauberen Wäsche aus der Waschtrommel steht die Waschmaschine nun zur
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Es ist nicht unbedingt nötig, dass alle Steuerkreise der Betätigungsvorrichtung 89 unter dem Einfluss des Abtastkopfes 29 durch die Relais R6-RI0 der Einheit 42 geschaltet werden, wie. beim beschriebenen
Ausführungsbeispiel. Es ist z. B. auch möglich, ausser dem Schalter 18 noch einen ändern Schalter durch
Drehung der Trommel 6 zu betätigen und durch diesen Schalter gewisse Steuerfunktionen auszuüben, z. B. bei einigen Programmen ein Betätigungsorgan dauernd einzuschalten und bei ändern Programmen dieses
Betätigungsorgan dauernd auszuschalten.
Man kann auf diese Weise unter Umständen auf den Lochkarten eine mit Schlitzen versehene Zeile sparen und dadurch einerseits die Trommel 6 verkleinern und ander- seits auch einenPhotowiderstand im Abtastkopf 29 sowie einen Verstärker und ein Relais in der Einheit 42 erübrigen. Selbstverständlich kann so ein zusätzlich er, mit der Welle 13 gekuppelter oder mit dem Schalter 18 zusammengebauterSchalter auch dann vorgesehen werden, wenn Lochkarten 7 fünf Zellen aufweisen, wie beim beschriebenen Beispiel, oder auch mehr oder weniger Zeilen.
Es ist klar, dass die Kassette 48 mit einem Schloss versehen wird. Vorzugsweise werden sogar zwei Schlösser vorgesehen, ein etstes Schloss, nach dessen Öffnung die Kassette von dem Maschinengehäuse 1 gelöst werden kann, und ein zweites Schloss, das zum Abschliessen der Kassette selbst dient. Man kann dann den Schlüssel des ersten Schlosses einem Laufburschen anvertrauen, der nur Kassetten einzusammeln hat, und den Schlüssel des zweiten Schlosses einer Vertrauensperson, z. B. einem Kassier einer Bank.
Obwohl im beschriebenen Beispiel die im Inneren der Lochkartentrommel 6 angeordnete Fluoreszenzröhre 26feststeht, könnte dieselbe auch mit der Trommel 6 selbst drehbar sein. Falls ein Reflektor 27 angewendet wird, muss derselbe aber fest stehen, um das von der Röhre 26 kommende Licht immer auf die zwischen den Abtastkopf 29 und diese Röhre 26 in Abtaststellung gebrachte, gewählte Lochkarte 7 zu reflektieren.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Automatische Waschmaschine, insbesondere für Selbstbedienungs-Waschanstalten, mit einer mittels einer Lochkarte steuerbaren Betätigungsvorrichtung für die bei der Durchführung eines Waschprogrammes zu betätigenden Organe der Maschine, wobei die Lochkarte mit in Zeilen angeordneten Löchern versehen ist. die das Waschprogramm bestimmen, gekennzeichnet durch eine drehbare, prismatische Trommel (6), deren Seiten von verschiedenen Waschprogrammen entsprechenden Lochkarten (7) gebildet sind, wobei die Trommel (6) mit einem Einstellorgan (14) verbunden ist, mit dem die gewünschte Lochkarte zwischen einen Abtastkopf (29) und eine im Inneren der Lochkartentrommel angeordnete Lichtquelle (26) gebracht werden kann ;
durch im Abtastkopfvorgesehene, den Zeilen der Lochkarte zugeordnete lichtemfindlicheElemente (P6-P10), die über Verstärker (V6-V10) Relais (R6-R10) steuern, deren Kontakte ihrerseits die Betätigungsvorrichtung (89) steuern ; durch eine Münzkassiervorrichtung (5) ; durch eine VergleichsSchaltvorrichtung (73), welche die Einstellung der Lochkartentrommel mit dem durch Einwurf von Münzen in die Münzkassiervorrichtung bezahlten Betrag vergleicht und bei dem Preis des gewählten Waschprogrammes genügender Zahlung eine elektrische Verbindung (KO-KO') herstellt, deren Herstellung für die automatische Durchführung des der gewählten Lochkarte entsprechenden Waschprogrammes notwendig ist.