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Anzeigevorrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf die elektromagnetisch-mechanische kurzzeitige Auslösung und Ein- stellung von nebeneinander angeordneten Ziffern-, Buchstaben-oder Symbolleisten zur Sichtanzeige mit- tels einer Zehner-Tastatur manuell eingetasteter oder automatisch abgefühlte Daten, beispielsweise bei
Registrierkassen, Saldiermaschinen, Lochkartenabfühleinrichtungen und ähnlichen Maschinen.
Bei im allgemeinen mit einer Volltastatur ausgerüsteten Registrierkassen und ähnlichen Maschinen wird auf eine gesonderte Sofortanzeige der eingetasteten Ziffern verzichtet, da hiebei für jede Ziffernstelle getrennte Zifferntasten vorgesehen sind, die so lange im eingerasteten Zustand bleiben, bis die durch die Eintastung erfolgte Voreinstellung mittels mechanischer oder elektrischer Funktionsteile abgegriffen und die entsprechenden Werte in dem Ziffernanzeige (Indikator) übernommen worden sind.
Eine visuelle Kontrolle hinsichtlich der richtigen Eintastung ist damit bis zur Auslösung des Maschinenganges an Hand der Stellungen der eingedrückten Zifferntasten gewährleistet.
Anders ist die Situation bei Verwendung einer Zehnertastatur zurDateneingabe. Hier ist für alle entsprechend der Ausrüstung der Maschine vorgesehenen Ziffernstelle (Dekaden) nur jeweils eine Zifferntaste 0... 9 angeordnet. Dadurch ist bedingt, dass nach Drücken einer Zifferntaste und der damit verbundenen Ziffernvorwahl, die gedrückte Zifferntaste unmittelbar wieder in die Ausgangsstellung zurückgehen muss. Eine visuelle Kontrolle, wie sie bei der Volltastatur möglich ist, entfällt damit zunächst.
In der Praxis sind bisher vorzugsweise zwei Methoden üblich, um eine Sichtkontrolle zu erreichen.
Benutzt wird einmal unter Verzicht auf eine direkte Ziffernanzeige ausschliesslich ein Stellenanzeiger, der nach jeder Tastung eine Marke an einer Strichskala mit oder ohne laufender Numerierung schrittweise entlang führt. Hier ist dem Bedienenden eine Kontrolle darüber möglich, wieviel Ziffern von der zu übernehmenden Zahl bereits eingetastet sind. Zum andern kann nach einem ähnlichen Prinzip eine direkte Ziffernanzeige vorgenommen werden. Hiebei ist jede Dekade mit einem Stellsegment versehen, das die Ziffern 0... 9 sowie die gleiche Anzahl Raststifte trägt. Eine ganze Anzahl dieser Stellsegmente je nach anzuzeigender Stellenzahl befindet sich auf dem Stellstiftwagen. Bei jeder Tastung einer Ziffer 0... 9 wird der jeder Ziffer zugehörige Vorwahlstift eingedrückt.
Das Stellsegment fällt hiebei durch Federkraft auf den Vorwahlstift, während der Stellstiftwagen einen Schritt weiterschaltet. Der gleiche Vorgang wiederholt sich bei der nächsten Tastung.
Die vorbeschriebene übliche Anordnung hat u. a. den grossen Nachteil, dass bei der reinen Stellenanzeige als auch bei der direkten Ziffernanzeige-bedingt durch die prinzipielle Ausführung-die Schrittschaltung von rechts nach links erfolgen muss, d. h. bei jeweils nachgeordneter Zifferntastung rücken die bereits eingestellten Ziffern um einen Schritt nach links. Für beispielsweise reine Preiseintastungen wäre diese Tatsache belanglos. Handelt es sich darübei hinaus jedoch um Kenndaten für verschiedene Begriffe, wie bei Verkaufsvorgängen um Warennummern, Haftungsbereiche und anderes, so würden je nach Ziffernanzahl bei den zuletzt eingetasteten Werten die einzelnen Begriffe unterschiedliche Stellungen aufweisen innerhalb der Sichtanzeige.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe ist mit den vorhandenen technischen Mitteln licht oder nur unvollkommen zu lösen. Es wird daher vorgeschlagen, eine Anzeigevorrichtung für Ziffern, Buchstaben oder Symbole zu schaffen, die während eines Einstellablaufes unabhängig von der Wahl und dem zeitlichen Verlauf sowie dem Intervall der Kommandogabe arbeitet und eine Einstellung von links nach rechts
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ermöglicht, um die in Kenndaten festgelegten Begriffe stets sofort an der dafür vorgesehenen Stelle an- zuzeigen.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, entgegen den bestehenden ähnlichen Anzeigegeräten, bei- spielsweise Indikatoren, die Verwendung finden in Registrierkassen und ähnlichen Maschinen, hier die mechanische Trennung der Anzeigeeinrichtung vom Kommandogeber herbeizuführen.
Durch die Lösung der Aufgabe wird eine beliebige Anordnung innerhalb oder ausserhalb der Gesamt- apparatur gewährleistet, die es gestattet, eine Anzeige über Entfernungen vorzunehmen, die aussch1i ; ss- lich durch die Wahl der Zuleitungen und der Spannungen zu den Kraftmagneten begrenzt wird.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der folgenden Beschreibung und den Ansprüchen in Verbin- dung mit der Zeichnung zu entnehmen, die ein Ausführungsbeispiel bringt.
Der prinzipielle Aufbau besteht im wesentlichen aus den Ziffernleisten 1, an denen die für die An- zeige vorgesehenen Ziffern, Buchstaben oder Symbole 2 befestigt sind, den Anschlagleisten 3, den Führungsachsen 4,5, den Kraftmagneten 6, 7, den Verriegelungsstiften 8 und den Zugfedern 9,10, 11. Die
Ziffernleisten 1 sind mit Arretierungsverzahnungen 13 versehen, in die-entsprechend ihrer jeweiligen
Stellung - die Verriegelungsstifte 8 eingreifen. Die Teilung der Arretierungsverzahnungen 13 an den Ziffemleisten 1 entspricht dem gewählten äusseren Abmass der auf den Ziffernleisten 1 vorgesehenen Zahlen 2. Die Führung der Ziffernleisten 1 erfolgt in Langlöchern 14 durch die Achsen 4. Die Anschlagleisten 3 sind mit zwei um 30 zur Längsachse liegenden Langlöchern 12 versehen, durch die die Achsen 5 führen.
Die Abstände der Anschlagleisten 3 entsprechen der gewählten Teilung der Arretierungsverzahnungen 13.
Beschreibung einer Einstellfunktion :
In der Ausgangsposition befinden sich sämtliche Ziffernleisten 1 in der obersten Position. Zur Einstellung einer gewählten Ziffernleiste 1 auf einen gegebenen Wert sind zwei elektrische Signale nötig : Das eine für den Magneten 6 und das zweite für den Magneten 7. Bei Anzug des Kraftmagneten 6 führt die Anschlagleiste 3 neben einer Bewegung in Längsrichtung gleichzeitig infolge der schräg liegenden Langlöcher2 eine Bewegung in Richtung auf die Ziffernleisten 1 zu aus. Ferner wird bei Anzug des Kraftmagneten 7 über den Verriegelungsstift 8 die Ziffernleiste 1 freigegeben und führt, unterstützt durch die Zugfeder 9, eine Senkrechtbewegung aus.
Bei Kommandogabe auf je einen der Kraftmagnete 6,7 wird die Anschlagleiste 3 in die Endlage gebracht und die Zahlenleiste 1 durch das Zurückziehen des Verriegelungsstiftes 8 freigegeben.'Nach dem Anschlag der Zahlenleiste 1 auf die in Endlage gebrachte Anschlagleiste 3 (s. Zahlenleiste la) wird der Erregerstrom des Kraftmagneten 6 unterbrochen und der Verriegelungsstift 8 arretiert die gezogene Ziffernleiste 1. Nach Beendigung des Eingangskommandos geht die Anschlagleiste 3 durch die Federkraft der Zugfeder 10 in ihre Ausgangsstellung zurück. Die Betätigung der Ziffernleisten 1 erfolgt in der Reihenfolge der auf die Kraftmagnete 7 gegebenen Kommandos, die Auswahl der anzuzeigenden Ziffern, Buchstaben oder Symbole erfolgt dagegen durch Betätigung der Kraftmagnete 6.
Die Rückstellung des Indikators erfolgt für alle Ziffernleisten 1 gemeinsam mit Hilfe von in der Zeichnung nicht dargestelltem motorischen Antrieb, wobei bis zur Inbetriebsetzung dieser Einrichtung alle eingestellt. en Ziffernfolgen über eine ausgewählte Zeit als Festwerte bestehen bleiben.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anzeigevorrichtung für Ziffern, Buchstaben oder Symbole, dadurch gekennzeichnet, dass die Ziffernleisten (1) mit Arretierungsverzahnungen (13) ausgebildet sind, in die Über Kraftmagnete (7) betätigbare Verriegelungsstifte (8) eingreifen, wobei die Auswahl der anzuzeigenden Ziffern über weitere Kraftmagnete (6) erreicht wird, die entsprechende Anschlagleisten (3) einstellen, bevor die Verriegelungsstifte (8) ausgelöst werden, während die Rückstellung des Indikators für alle Ziffernleisten (1) gemeinsam durch motorischen Antrieb erfolgt.