AT224341B - Verfahren zur Herstellung von Polymeren mit regulärer Struktur von Alkoxystyrolen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polymeren mit regulärer Struktur von Alkoxystyrolen

Info

Publication number
AT224341B
AT224341B AT920260A AT920260A AT224341B AT 224341 B AT224341 B AT 224341B AT 920260 A AT920260 A AT 920260A AT 920260 A AT920260 A AT 920260A AT 224341 B AT224341 B AT 224341B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
polymers
regular structure
alkoxystyrenes
catalyst
polymerization
Prior art date
Application number
AT920260A
Other languages
English (en)
Inventor
Giulio Natta
Giorgio Mazzanti
Gino Dall Asta
Original Assignee
Montedison Spa
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Montedison Spa filed Critical Montedison Spa
Application granted granted Critical
Publication of AT224341B publication Critical patent/AT224341B/de

Links

Landscapes

  • Transition And Organic Metals Composition Catalysts For Addition Polymerization (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Polymeren mit regulärer
Struktur von Alkoxystyrolen 
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf lineare Polymere mit regelmässiger Struktur aus zykli- schen, Alkoxysubstituenten enthaltenden Monomeren und auf deren Herstellung. 



   Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf   0- Alkoxystyrole, wobei der Alkylrest   in der Alkoxygruppe   1 - 5   Kohlenstoffatome enthält. 



  Kristalline Styrolpolymere mit stereoregulärer Struktur, die durch Polymerisation des Monomers in
Anwesenheit von Katalysatoren aus Übergangsmetallhalogeniden und Organometallverbindungenvon Ele- 
 EMI1.1 
 kannt. 



   Es ist weiterhin bekannt, dass kristallisierbare Polymere, die sich vom Styrol durch Substitution eines oder mehrerer Wasserstoffatome des aromatischen Rings mit Alkylgruppen oder mit Halogenatomen   ablet   ten. in Anwesenheit ähnlicher katalytischer Systeme ebenfalls hergestellt werden können. Monomere, die ein ätherartig gebundenes Sauerstoffatom in ihrem Molekül enthalten, polymerisieren aber mit der oberwähnten Katalysatorart nicht   stereospezifisch. In   Anwesenheit der oberwähnten Katalysatorart, hergestellt beispielsweise aus Aluminiumtrialkyl und Titanhalogeniden, hängt das ätherische Sauerstoffatom stark an der Aluminiumalkylverbindung und gibt eine donorartige Bindung. Die Aktivität des Katalysators geht daher völlig verloren oder wird beträchtlich vermindert. 



   Wenn man beispielsweise o-Methoxystyrolin Anwesenheit derartiger katalytischer Systeme polymerisiert, werden nur sehr geringe Mengen amorpher Polymere erhalten. 



   Polymere von Alkoxystyrolen mit regulärer Struktur waren bisher nicht bekannt. Wenn man die Polymerisation nach den üblichen Verfahren,   d. h.   nach kationischem oder Freiradikalmechanismus durchführt, zeigen die erhaltenen Polymere keine reguläre Struktur. 



   Es wurde nun überraschenderweise gefunden, dass bei Verwendung von geeigneten Katalysatorsystemen Alkoxystyrolpolymere mit   regulärer-Struktur   erhalten werden können. 



   Die katalytischen Systeme, die diese stereospezifische Polymerisation katalysieren können, sind solche, wie sie bisher für die Polymerisation von Vinyläthern bekannt waren, beispielsweise Verbindungen der allgemeinen Formel : 
X MeR, n m worin Me   Aluminium, vierwertiges Titan, vierwertiges   Zinn, vier-oder fünfwertiges Vanadium, dreiwertiges Chrom oder dreiwertiges Eisen ; X ein   Hnlogenatom, R ein   Alkyl-, Aryl-oder Alkoxyrest oder einen Monocarbonsäurerest bedeuten und n und m gleich oder grösser als 1 sind, wobei die Summe   I1   + m gleich der Wertigkeit von Me ist. Bei der Hydrierung von Polymeren von   Alkoxystyrolen können   Alkoxyvinylcyclohexanpolymere mit regulärer Struktur und röntgenanalytisch gezeigter hoher Kristallinität erhalten werden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



     Erfindungsgemäss   wird daher ein Verfahren zur   Herstellung der oberwähnten   linearen hochmolekularen Polymeren mit regulärer Struktur vorgesehen. 



   Hiebei wird ein Alkoxystyrol, bei welchem der Alkylrest in der Alkoxygruppe bis zu 5 Kohlenstcffatome enthält, in Anwesenheit eines Katalysators der Type : 
X MeR n m worin Me, X, R, n und m die oberwähnte Bedeutung haben, polymerisiert. 



   Im Fall von beispielsweise o-Methoxystyrol eignet sich besonders Monoalkylaluminiumdichlorid zur stereospezifischen Polymerisation. Die stereospezifische Polymerisation der Alkoxystyrole kann in Anwesenheit des obigen Katalysators bei Temperaturen von 0   bis -1000C   in Ab- oder Anwesenheit eines Verdünnungsmittels, beispielsweise eines aliphatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffs, durchgeführt werden. 



   Obwohl bekannt war, dass die obigen katalytischen Systeme die stereospezifischen Polymerisation von Vinyläthern bewirken können, konnte doch nicht vorhergesehen werden, dass mit den gleichen katalytisehen Systemen auch stereospezifische Polymerisation von Alkoxystyrolen bewirkt werden kann. 



   Die Stereospezifität bei der Polymerisation von Vinyläthern wurde der Tatsache zugeschrieben, dass das an die Vinylgruppe gebundene Sauerstoffatom eine besondere Assoziation des Monomers mit dem Katalysator bei der Polymerisation bewirkt. Die Assoziation bewirkt, dass die   Monomermoleküle in die wach-   sende Polymerkette in gleicher Stellung eintreten. 



   Es ergibt sich die logische Schlussfolgerung, dass die orientierende Wirkung infolge der Anwesenheit eines ätherischen Sauerstoffatoms im Molekül nur dann vorhanden sein kann, wenn das Sauerstoffatom an die Vinylgruppe gebunden ist. 



   Es konnte daher nicht vorgesehen werden, dass bei der Polymerisation von Monomeren, bei welchen das ätherische Sauerstoffatom relativ weit entfernt von der polymerisierbaren Doppelbindung ist, eine orientierende Wirkung der gleichen Art existieren und daher Stereospezifität erhalten werden kann. 



   Gemäss der vorliegenden Erfindungwerdenlineare Polymere mit regulärer Struktur von zyklischen Al- koxysubstituenten enthaltenden Vinylmonomeren vorgesehen, insbesondere von Methoxystyrolpolymeren die nicht nur eine regelmässige Struktur sondern auch einen hohen Kristallinitätsgrad besitzen. 



   Die reguläre Struktur der Methoxystyrole ergibt sich aus der Tatsache, dass bei katalytiseherHydrierung stereoreguläre kristalline Polymere von Methoxyvinylcyclohexanen erhalten werden. Insbesondere wurde gefunden, dass durch Hydrierung von Polymethoxystyrol hochmolekulare lineare Polymere von   Methoxyvinylcyclohexanen   mit stereoregulärer Struktur erhalten werden können, die bei der Röntgenanalyse einen hohen Kristallinitätsgrad zeigen. 



   Aus dem Röntgenspektrum (CuK   a. -Strahlung)   aufgenommen mit Hilfe eines Geigerzählers an Poly- - o-methoxyvinylcyclohexan, wird eine Hauptspitze bei einem Winkel 2   0   =   8, 20   festgestellt. 



    Beispiel l : 100 ml wasserfreies Toluol und 0, 21 ml (1, 95 mMole) Monoäthylaluminiumdichlorid    werden unter wasserfreiem Stickstoff in einen 250   ml-Kolben   eingebracht, der mit Rührer, Tropftrichter und Einleitungsrohr für Stickstoff versehen ist. Die Mischung wird dann unter Rühren   auf -780C gekühlt.   



   Hierauf werden während eines Zeitraumes von 5 Stunden durch den Tropftrichter 10 g (75 mMole) reines o-Methoxystyrol (Molverhältnis Monomer : Katalysator =   38 : l) eingeführt.   



   Die Mischung, deren Viskosität mit der Zufuhr des Monomers zunimmt, wird weitere 3 Stunden lang   bei -78oC gerührt..    



   Hierauf wird die Reaktion durch Zusatz von 5mlMethanolabgebrochen und nach Erreichen der Raumtemperatur wird die so erhaltene   sirupose   Lösung in 500 ml Methanol gegossen. 



   Der weisse Niederschlag wird abfiltriert, mit Methanol gewaschen und unter vermindertem Druck auf einem Wasserbad getrocknet. 



   Das so erhaltene Poly-o-methoxystyrol besteht aus 7, 5 g eines pulvrigen weissen Produkts, das in aromatischen Kohlenwasserstoffen löslich, in Äther und aliphatischen Kohlenwasserstoffen teilweise löslich (unlöslich in heissem n-Pentan, löslich bis zu ungefähr   SOlo   in heissem n-Oktan) und unlöslich in Alkoholen (Methanol, Äthanol) auch bei deren Siedetemperatur ist. Die Grenzviskosität des Produkts, bestimmt in Toluol bei 30 C, beträgt 0, 14 ; der Erweichungspunkt liegt bei ungefähr   1200C.   



   Beispiel 2 : Nach der in Beispiel l beschriebenen Arbeitsweise, aber unter Verwendung von 0,54 ml (5 mMole) an Stelle von 0, 21 ml   (1, 95 mMole)   Monoäthylaluminiumdichlorid   (Molverhältnis Mono-   mer   : Katalysator = 15 : 1)   und bei Einführen des Monomers während eines Zeitraumes von 9 Stunden an Stelle von 5 Stunden und bei 14stündiger Polymerisation an Stelle von 3stündiger werden 9, 9 g eines Po- 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 lymers erhalten, dessen Eigenschaften ähnlich denen des nach Beispiel 1 erhaltenen Polymers sind. 



   Beispiel 3 : Nach der in Beispiel 2 beschriebenen Arbeitsweise aber unter Verwendung von 0, 1 ml (0, 9 mMole) an Stelle von 0,   54mlMonoäthylaluminiumdichlorid (MolverhältnisMonomer : Katalysator =   80 : 1) beim   Einführen des Monomerswährend einer halben   Stunde und bei 5stündiger Polymerisation werden 9, 7 g (entsprechend einem Umsatz von   97je)   eines Polymers erhalten, dessen Eigenschaften ähnlich denen des in Beispiel 1 erhaltenen Polymers sind. Die Grenzviskosität, bestimmt in Toluol bei 30 C, beträgt   0,     15.   



     Beispiel 4 : Nach derinBeispielSbeschriebenen Arbeitsweise aber unter   Verwendung von n-Heptan an Stelle von Toluol als Lösungsmittel und 0,27 ml (2,5   mMole)   an Stelle von 0, 1 ml Monoäthylaluminiumdichlorid (Molverhältnis Monomer : Katalysator =   30 : l) fällt   das Polymer während der Polymerisation aus der Lösung aus. Nach Reinigung durch Auflösen des Niederschlags in Benzol und Ausfallen mit Methanol werden 3,2 g (entsprechend   32%   Umsatz) eines Polymers mit ähnlichen Eigenschaften wie das nach Beispiel 1 erhaltene Polymer erhalten. Die Grenzviskosität, bestimmt in Toluol bei   30 C,   beträgt   0,   09. 



     Beispiel 5 :   Nach der in Beispiel 1 beschriebenen Arbeitsweise aber unter Verwendung von 0,   23 ml   (1,95 mMole) Diäthylaluminiummonochlorid als Katalysator werden 0,5 g eines Polymers mit ähnlichen Eigenschaften wie das in Beispiel 1 beschriebene Polymer erhalten. Der Umsatz entspricht   5%.   



   Beispiel 6 : Nach der in Beispiel 1 beschriebenen Arbeitsweise aber unter Verwendung von   470mg     (1, 95 mMole) Diacetattitandichlorid als KatalysatOr wird ein   Polymer mit ähnlichen Eigenschaften wie das in Beispiel 1 beschriebene erhalten. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von Polymeren mit regulärer Struktur von Alkoxystyrolen der Formel : 
 EMI3.1 
 worin Reine Alkylgruppe mit 1-5 Kohlenstoffatomen bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass das Monomer in Anwesenheit eines Katalysators der Formel :   XMeR',   n m worin Me Aluminium, vierwertiges Titan, vier-oder fünfwertiges Vanadium, dreiwertiges Chrom oder dreiwertiges Eisen bedeutet, X ein Halogenatom,   R'eine   Alkyl-, Aryl-, Alkoxy- oder Carboxylgruppe 
 EMI3.2 


Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerisation bei einer Temperatur von 0 bis-100 C durchgeführt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerisation in Anwesenheit eines Verdünnungsmittels, wie eines aromatischen oder aliphatischen Kohlenwasserstoffs durchgeführt wird.
    4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysator Monoäthylaluminiumdichlorid oder Titandiazetatdichlorid verwendet wird.
    5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Monomer o-Methoxystyrol verwendet wird.
AT920260A 1959-12-11 1960-12-09 Verfahren zur Herstellung von Polymeren mit regulärer Struktur von Alkoxystyrolen AT224341B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
IT224341X 1959-12-11

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT224341B true AT224341B (de) 1962-11-12

Family

ID=11196253

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT920260A AT224341B (de) 1959-12-11 1960-12-09 Verfahren zur Herstellung von Polymeren mit regulärer Struktur von Alkoxystyrolen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT224341B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2231982C3 (de) Verfahren zum Polymerisieren von Olefinen
DE2230672A1 (de) Verfahren zur stereoregulären Polymerisation von alpha-Olefinen
DE1420365A1 (de) Verfahren zur Herstellung fester kristalliner Polymerisate aus Olefinen
DE2347577A1 (de) Verfahren zur stereospezifischen polymerisation von alpha-olefinen
DE69026283T2 (de) Ein Ziegler-Nattakatalysatorbestandteil
EP0584586A2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Polypropylenwachses
DE2216357C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Katalysatoren für die Polymerisation und Copolymerisation von Olefinen und Verwendung dieser Katalysatoren zur Äthylenpolymerisation
DE2731241A1 (de) Verfahren zur herstellung von violettem titantrichlorid und dessen verwendung
DE3012272A1 (de) Katalytische titankomponente, verfahren zu deren herstellung und verfahren zur polymerisation von alkylenen-1 unter anwendung einer solchen titankomponente
EP0652224A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Metallocenen in einem Reaktionsschritt
DE2218692A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Polyme nsationskatalysatoren und deren Verwendung
AT224341B (de) Verfahren zur Herstellung von Polymeren mit regulärer Struktur von Alkoxystyrolen
DE2232685A1 (de) Organische aluminium-magnesium komplexverbindungen, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung als polymerisationskatalysatoren
DE1128140B (de) Verfahren zur Herstellung von Polymeren mit regulaerer Struktur
DE1942734B2 (de) Verfahren zur Polymerisation von alpha-Olefinen
DE2625858A1 (de) Verfahren zur erzeugung von violettem titantrichlorid
EP0157297B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Magnesiumhydrid
DE2807361A1 (de) Verfahren zur herstellung von katalysatoren fuer die polymerisation von alpha-olefinen
DE2615351C2 (de) Organomagnesiumkomplexe und Verfahren zu ihrer Herstellung
EP0008764B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Katalysators auf einem festen Träger und seine Verwendung zur Polymerisation von Propylen
DE1958585B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Äthylenhomopolymerisaten oder -copolymerisaten mit a-Olefinen
DE2024558A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Katalysators für die Olefinpolymerisation
AT206645B (de) Verfahren zum Polymerisieren von aliphatischen α -Olefinen
DE1302896B (de) Verfahren zur selektiven Polymerisation von alpha-Olefinen
AT230625B (de) Verfahren zur Herstellung von Polymeren