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Einrichtung für die Steuerung der Zufuhr von Umhüllungen zu einer Maschine, welche in diese Umhüllungen gepresste Einsätze einbringt
Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Verpacken gepresster Einsätze, die z. B. Eier oder andere zerbrechliche oder leicht beschädigbare Gegenstände wie Obst enthalten, in einer äusseren Umhül- lung.
Produkte, die in gepressten Einsätzen verpackt werden, sind gewöhnlich sortiert und jeder Einsatz ist mit Kennzeichen versehen, die eine Unterscheidung der Sorten der in den Einsätzen enthaltenen Produkte ermöglichen. In der Regel haben die Einsätze, welche die aus der Sortiermaschine kommenden Produkte aufnehmen, unabhängig von der Sorte der Gegenstände dieselbe Grösse. Dagegen sind die äusseren Um- hüllungen der Einsätze für die einzelnen Sorten, beispielsweise durch verschiedene Farben, voneinander unterschieden.
Nun werden die gefüllten Einsätze der Verpackungsmaschine in einer hinsichtlich der Sorte zufäl- ligen, willkürlich wechselnden Reihenfolge geführt. Daraus ergibt sich die Aufgabe, die bei der Verpackungsmaschine eintreffenden Einsätze automatisch mit den richtigen, der jeweiligen Sorte entspre- chenden Umhüllungen zu versehen.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass der Verpackungsmaschine eine Vorrichtung zugeordnet ist, welche die Sortenkennzeichen an den Einsätzen abtastet, während ein Förderband dieselben nacheinander an der Tastvorrichtung vorbei in eine Stellung führt, aus der sie in die Umhüllungen eingebracht werden, die ein von Aufgabevorrichtungen beschickter Förderer darbietet. Dabei arbeitet jede Aufgabeeinrichtung mit einem von mindestens zwei Magazinen zusammen, deren jedes Umhüllungen für mit bestimmten Sorten beschickte Einsätze enthält, wobei jede Aufgabeeinrichtung mit der Tastvorrichtung verbunden ist und unter ihrem Einfluss dem Förderer eine Umhüllung dann zuführt, wenn die Tasteinrichtung bestimmt, dass ein von ihr getasteter Einsatz in eine Umhüllung aus demjenigen Magazin eingebracht werden soll, mit dem die Aufgabeeinrichtung zusammenarbeitet.
Dadurch wird erreicht, dass trotz der willkürlichen Reihenfolge der Sorten in den gepressten Einsätzen jeder Einsatz die richtige, seinem Sortenkennzeichen entsprechende Umhüllung bekommt, d. h. man kann die Sorte, die in jedem Einsatz enthalten ist, an der Umhüllung des Einsatzes erkennen.
Die Zeichnung stellt in den Fig. l-10 mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dar. Es zeigt Fig. l schaubildlich einen Einsatz, der mit der erfindungsgemässen Vorrichtung verwendet werden kann, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. l ; Fig. 3 zeigt in einem ähnlichen Schnitt eine andere Ausführungsform des Einsatzes, Fig. 4 eine Umhüllung im zusammengelegten Zustand, in dem sie einem Magazin der erfindungsgemässen Vorrichtung entnommen wird. Fig. 5 zeigt im Grundriss eine mit der erfin- dungsgemässenVorrichtung versehene Maschine, Fig. 6 einen Aufriss in Richtung des Pfeiles VI und Fig. 7 einen Aufriss in der Richtung des Pfeiles VII der Fig. 5 gesehen.
Fig. 8 zeigt im Aufriss, teilweise geschnitten, eine Vorrichtung zur Zuführung von Umhüllungen aus zwei Magazinen, Fig. 9 im Schnitt nach der Linie IX- IX der Fig. 8 einen Teil dieser Vorrichtung und Fig. 10 die Vorrichtung in Richtung des Pfeiles X der Fig. 8 gesehen.
Es sei angenommen, dass das in den Einsätzen 1 (Fig. l) verpackte Produkt aus Eiern besteht und dass
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u. zw."grosse"und"normale"Eier unterscheidenSeite 3 des Einsatzes entsprechend der Sorte der in den Einsatz eingebrachten Eier. Dieses Profil umfasst zwei übereinanderliegende, im wesentlichen vertikale Kanten 5,6 an einer Seite oder an jeder von zwei einander entgegengesetzten Seitenwänden 3,4 wobei die eine Kante der Mitte des Einsatzes näher ist als die andere.
Die Zuführungseinrichtung S bringt die Einsätze in die Bahn eines Zubringers, der endlose Ketten 7 (Fig,5) und nicht dargestellte Mimehmer aufweist, die von den Ketten 7 getragen werden und die Ein- sätze nacheinander zu einem Förderer 8 bewegen, der in einer Richtung intermittierend bewegbar ist. Die
Zuführung der Einsätze zu dem Förderer erfolgt an einer Stelle 9, die der Stelle folgt, an der die Umhül- lungen dem Förderer zugeführt werden.
Die Umhüllungen sind in zusammengelegtem Zustand (Fig. 4) in zwei Magazinen 10, 11 angeordnet, von denen jedes nur Umhüllungen einer Sorte enthält und die längs der Bahn des Förderers im Abstand voneinander angeordnet sind, so dass von jedem Magazin, während der Förderer kurzzeitig stillsteht, eine
Umhüllung auf den Förderer aufgegeben und dann geöffnet wird. Durch wahlweise Betätigung einer Auf- gabeeinrichtung wird festgestellt, welchem der Magazine eine Umhüllung entnommen und auf dem Förderer
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an die Stelle t) bewegthüllung eingebracht wird.
Die Aufgabeeinrichtung umfasst für jedes Magazin vier Sauger 12 (Fig. 8-10), die über ein Ventil 13 und biegsame Rohre 14,15 mit einer Luftpumpe 16 (Fig. 6) verbunden sind. Die Sauger 12 werden von einem Sauger 17 getragen, der axial längs einer ortsfesten Führung verschiebbar ist, die als Säule 18 aus- gebildet ist und das Ventil 13 sowie ein Solenoid 19 und ein Verbindungsorgan 20 trägt, das als ein bei 21 am Träger 17 schwenkbar gelagerter Winkelhebel ausgebildet ist.
In seiner untersten Stellung wird der
Träger 17 durch einen einstellbaren Anschlag 22 mit einem festen Vorsprung 23 (Fig. 8) angehalten. Die vom Vorsprung 23 wegführende Aufwärtsbewcgung bewirkt ein Betätigungsorgan in Form einer Platte 24, die am oberen Ende einer Stange 25 befestigt ist, die vertikal hin-und herbewegbar gelagert ist und von einem Arm 26 und einem Kurbelarm 29 hin-und herbewegt wird. Der Arm 26 ist bei 27 (Fig. 7) am Rah- men 28 schwenkbar gelagert. Der Kurbclarm 29 ist mit einer Kurbel 30 verbunden, die mit der Hauptwel- le 31 drehbar ist, die-vom Motor 32 über die Kette 33 (Fig. 6) angetrieben wird.
Das beiden Magazinen 10. 11 gemeinsame Betätigungsorgan 24 ist mit Kerben 34 (Fig. 8) versehen, in die das V-förmige Ende eines Armes eines der Winkelhebel 20 eingreift, je nachdem, welcher Satz der
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den. Ist das Solenoid stromlos, so wird der Winkelhebel durch die Feder 120 in die in Fig. 8 strichpunktiert gezeichnete Stellung bewegt, wo er vom Betätigungsorgan 24 abgerückt ist. Daher wird das Solenoid eingeschaltet, wenn der Träger 17 von dem genannten festen Vorsprung 23 wegbewegt wird, um eine Umhüllung aus dem Magazin abzugeben.
Die Solenoide 19 sind elektrisch mit je einem von zwei Tasteinrichtungen verbunden, die als Mikroschalter 36. 37 (Fig. 5) dargestellt sind, welche Druckknöpfe 38, 39 haben, die in die Bahn der Einsätze 1 vorstehen, die vonder Einsatzzuführungseinrichtung zum Förderer 8 hin bewegt werden. Die Mikroschalter sind in der Längsrichtung der Bahn der Einsätze im Abstand voneinander und in einer in bezug auf die die Einsätze 2 vertikalen Ebene in verschiedenen Höhen angeordnet, so dass an einem der beiden Druckknöpfe 38, 39 ein von der Mitte des Einsatzes weiter entfernter oberer Profilseitenteil 6 eines Einsatzes angreift und ihn drückt, während am andern Druckknopf ein von der Mitte des Einsatzes weiter entfernter unterer Profilseitenteil 6 angreift und ihn drückt.
Jeder Druckknopf kann nur von einem entsprechenden Einsatzprofil gedrückt werden. Wenn ein Einsatz einen Mikroschalter betätigt, schliesst dieser den Stromkreis des entsprechenden Solenoids 19. Ein von der Hauptwelle 31 der Maschine betätigter Zeitschalter 40 (Fig. 5) gewährleistet, dass dies nur erfolgt, wenn sich das Betätigungsorgan 24 annähernd in seiner voll zurückgezogenen oder niedrigsten Stellung befindet. Das Ausmass der Schwenkbewegung des Winkelhebels 20 kann mit einem Anschlag 41 und einer Schraube 42 eingestellt werden.
Greift ein Winkelhebel 20 in die Kerbe 34 des Betätigungsorganes 24 ein, so wird der Träger 17 vom Betätigungsorgan angehoben. Kurz nach Beginn der Aufwärtsbewegung des Trägers greift eine das Ventil 13 steuernde Rolle 43 an der Erhöhung einer festen Nocke 44 an, so dass an die Sauger 12 ein Saugdruck angelegt wird. Die Sauger 12 werden vom Träger bis zur Anlage an die unterste Umhüllung des Magazins bewegt und haften an dieser an. Wenn sich das Betätigungsorgan 24 abwärtsbewegt, folgt ihm der Träger unter
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Schwerkraftwirkung und zieht die Umhüllung aus dem Magazin zum Förderer hin, die sich dabei über feste
Führungen 45 (Fig. 8 und 10) bewegt, so dass sie geöffnet wird und einen Einsatz 1 aufnehmen kann.
Wenn sich der Träger dem festen Anschlag 23 nähert, bewegt sich die Rolle weiter zum niedrigen
Teil der Nocke 44, so dass der Saugdruck von den Saugern 12 weggenommen wird, wenn die Unterseite der
Umhüllung den Förderer 8 berührt. Dagegen bewegt sich das Betätigungsorgan 24 weiter abwärts, bis es von dem Winkelhebel 20 abrückt, so dass es erforderlichenfalls die Rückstellung des Winkelhebels gestattet, damit das Organ 24 bei seiner nächsten Aufwärtsbewegung nicht am Winkelhebel angreifen kann.
Beim beschriebenen Ausführungsbeispiel hat der Einsatz 1 eine profilierte Seitenwand, mit der eine einen Fühler aufweisende Abtasteinrichtung zusammenwirkt. Die Einsätze können aber auch durch farbige
Sortenkennzeichen unterschieden sein, die photoelektrisch abgetastet werden. In diesem Falle werden die
Solenoide 19 von einer photoelektrischen Abtastvorrichtung gesteuert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung für die Steuerung der Zufuhr von Umhüllungen zu einer Maschine, die in diese Um- hüllungen gepresste Einsätze von gleicher Grösse einbringt. Gegenstände vorbestimmter Sorten enthalten, denen bestimmte Kennzeichen an den Einsätzen zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vor- richtung (36-39) vorgesehen ist, welche die Sortenkennzeichen an den Einsätzen (l) abtastet, während ein
Förderband (2) dieselben nacheinander an der Tastvorrichtung, vorbei in eine Stellung führt, aus der sie in die Umhüllungen eingebracht werden, die ein von Aufgabeeinri.
htungen (12, 17, 20, 24) beschickter Förderer (8) darbietet, und dass jede Aufgabeeinrichtul1g mit einem von mindestens zwei Magazinen zusammenarbeitet, deren jedes Umhüllungen für mit bestimmten Sorten beschickte Einsätze enthält, wobei jede Aufgabeeinrichtung mit der Tastvorrichtung verbunden ist und unter ihrem Einfluss dem Förderer (8) eine Umhüllung dann zuführt, wenn die Tasteinrichtung bestimmt. dass ein von ihr getasteter Einsatz in eine Umhüllung aus demjenigen Magazin eingebracht werden soll, mit dem die Aufgabeeinrichtung zusammenarbeitet.