<Desc/Clms Page number 1>
Einspritzkolbenpumpe für Dieselmotoren
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einspritzkolbenpumpe für Dieselmotoren. Beim Betrieb solcher
Motoren mit Kraftstoffen von niedriger Viskosität, z. B. mit Benzin, dringt Kraftstoff am Pumpenkolben vorbei in den Ölraum der Maschine.
Das führt zu Verlusten an Kraftstoff und beeinträchtigt die Schmiereigenschaften des Öles und anderseits kommt es zu direkten Kraftstoffverlusten. Ausserdem bilden sich zufolge des hohen Verdampfungsvermögens des Benzins im Druckraum der Pumpe und in der Leitung, besonders bei höheren Temperaturen Dampf- und Luftblasen, welche die Menge des eingespritzten Kraftstoffes beeinflussen, die ja von der Temperatur und dem Druck des Kraftstoffes abhängt. Es kommt zu einer nachteiligen Verminderung des volumetrischen Wirkungsgrades der Einspritzpumpe.
Um diesem Übelstand abzuhelfen, hat man in der Wand des Pumpenzylinders einen Niederdruckkanal ausgebildet und am Kolben der Pumpe eine Ringnut vorgesehen, die den zwischen Kolben und Zylinder durchleckendes Kraftstoff sammelt und durch den Niederdruckkanal abführt.
Die Erfindung betrifft eine weitere, vorteilhafte Ausgestaltung dieser Anordnung und besteht im wesentlichen darin, dass der Abstand der steuernden Kante von der Stirnseite des Kolbens so bemessen ist, dass sie in der unteren Kolbentotlage bei geöffnetem Ladekanal den Niederdruckkanal kurzzeitig für eine Kraftstoffströmung aus dem Pumpendruckraum in denNiederdruckkanal freilegt.
Diese Strömung trägt in vorteilhafter Weise zur Beseitigung von Luft- und Dampfblasen bei und kühlt die Pumpe, so dass ihr volumetrischer Wirkungsgrad und die Gleichmässigkeit der Kraftstofflieferung wesentlich verbessert werden.
Die Zeichnung stellt in den Fig. 1-3 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar. Fig. 1 zeigt einen Axialschnitt durch die Einspritzkolbenpumpe, Fig. 2 und 3 zeigen im Axialschnitt Einzelheiten des Pumpenzylinders und Kolbens in zwei verschiedenen Stellungen.
Im Körper 1 der Einspritzpumpe ist ein Zylinder 2 eingesetzt, in dessen Bohrung der Kolben 3 geführt ist. Der Zylinder 2 ist gegen den Pumpenkörper 1 durch einen Gummiring 8 abgedichtet und in seiner Stellung durch einen Stift 13 gesichert. In der Wand des Zylinders 2 ist der Ladekanal 4 ausgebildet, der den Druckraum 2'des Zylinders 2 mit dem Laderaum 6 im Körper 1 der Pumpe verbindet. Die gegen-
EMI1.1
Zylinders über eine Bohrung 10 mit dem Sammelkanal 11 im Pumpenkörper verbindet. Im Abfallkanal 9, in der Bohrung 10 und in dem Sammelkanal 11 ist der Kraftstoffdruck im Vergleich zu jenem im Druckraum 2'beträchtlich niedriger.
Am Kopf des Kolbens 3 ist die bekannte Regulierkante 3'und die Ausnehmung 3" angeordnet, die mit dem Druckraum 2'verbunden und in Richtung des Saughubs durch die kreisförmige Kante 15 des Bundes 16 begrenzt ist, hinter dem am Kolben die ringförmige Sammelnut 14 ausgebildet ist. Der Abstand der Kante 15 von der Kolbenstirnseite ist so bemessen, dass sie bei Stellung des Kolbens im unteren Tot-
EMI1.2
Kolben gesteuerten Kraftstoffausflusses gewährleistet ist.
Beim Saug- und Druckhub des Kolbens verbindet sich die ringförmige Nut 14 mit dem Niederdruck-
<Desc/Clms Page number 2>
kanal9 und weiter durch die Bohrung 10 mit dem Niederdruckraum 11, so dass der Kraftstoff, der an dem Kolben 3 vorbei durchgedrungen ist und sich in der Nut 14 gesammelt hat, in den Abfall (Fig. 3) abgeführt wird. Ausserdem kommt es bei jedesmaliger Freilegung des Niederdruckkanals 9 durch die Kante 15 zu einer kurzzeitigen Kraftstoffströmung aus dem Pumpendruckraum 2'in den Hilfskanal 10 (Fig. 2), von wo der Kraftstoff entweder über den Sammelkanal 11 in den Kraftstoffbehälter oder in den Saugraum der Förderpumpe abgeführt wird. Es ist auch möglich, durch die in Fig. 1 gestrichelt eingezeichnete Bohrung 12 den Hilfskanal 10 mit dem Niederdruckraum 7 zu verbinden.
Durch diese Kraftstoffströmungen werden aus der Pumpe 1 die Luft- und Dampfblasen beseitigt und ausserdem wird die Pumpe gekühlt, so dass der volumetrische Wirkungsgrad der Pumpe und die Gleichmässigkeit derKraftstofflieferung beträchtlich verbessert werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einspritzkolbenpumpe für Dieselmotoren, bei der in der Wand des Pumpenzylinders ein Niederdruckkanal und am Kolben hinter der steuernden Kante desselben eine ringförmige Sammelnut für den durchleckenden Kraftstoff ausgebildet ist, die bei jedem Kolbenhub an den Niederdruckkanal angeschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der steuernden Kante (15) von der Stirnseite des Kolbens so bemessen ist, dass sie in der unteren Kolbentotlage bei geöffnetem Ladekanal (4) den Niederdruckkanal (9, 10,11) kurzzeitig für eine Kraftstromströmung aus dem Pumpendruckraum (2') inden Niederdruckkanal freilegt.