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Einspritzpumpe für Brennkraftmaschinen
Das Stammpatent bezieht sich auf eine Einspritzpumpe für Brennkraftmaschinen, bei der das Ende der Förderung durch eine eine Rückströmbohrung der Pumpenkolbenbüchse aufsteuernde Steuerkante einer den Pumpenkolben segmentartig anschneidenden Schrägnut bestimmt wird.
Gegenstand des Stammpatentes ist eine Ausbildung, bei der diejenige Wand der Schrägnut, die der die Steuerkante tragenden Wand gegenüberliegt, im Querschnitt senkrecht zur Längsausdehnung der Schrägnut gesehen, mit der Kolbenachse einen Winkel einschliesst, der grösser als 900 ist, wodurch diese Nutwand mit der Zylinderfläche des Kolbens eine Verschneidung ergibt, die in ihrem vom Förderende des Kolbens entfernteren Bereich mit einem
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denlen Leckölverluste vermieden werden, indem das in die Ringnut gelangende Lecköl wieder in den Ansaugoder Überströmraum der Pumpe zurückgefördert wird. Da die Ringnut nun druckentlastet ist, besteht bei entsprechender Dichtungslänge des Kolbenteiles unterhalb dieser Ringnut keine Gefahr, dass aus dieser Ringnut noch Brennstoff nach unten austritt.
Dies ist insbesondere bei sogenannten Einbaupumpen von
Wichtigkeit, bei denen das Lecköl in das Motorgehäuse gelangen und in gefährlicher Weise das Schmieröl verdünnen würde. Um einen solchen Austritt des Brennstoffes nach unten zu verhindern, muss die Dichtungslänge des Kolbens unterhalb der Ringnut ausreichend gross bemessen sein. Vor allem aber muss auch eine Abdichtung der Ringnut gegenüber dem Arbeitsraum des Kolbens, in dem hohe Drücke auftreten, gewähr- leistetsein. Die schräge Steuernut steht ständig unter dem Druck im Arbeitsraum des Kolbens und es muss daher eine ausreichende Dichtungslänge zwischen dem untersten Ende dieser Schrägnut und der Ringnut aufrecht erhalten werden.
Die Ausbildung der Schrägnut gemäss Stammpatent ermöglicht nun die axiale Erstreckung der Schrägnut zu verringern und es wird das nach unten ragende Ende der Schrägnut verkürzt. Durch die Verkürzung dieses nach unten ragenden Endes der Schrägnut kann nun auch die Ringnut unter Aufrechterhaltung der erforderlichen Dichtungslänge höher angeordnet werden und es wird damit eine Verkürzung der Baulänge des Pumpenkolbens und der Pumpenkolbenbüchse und damit der Bauhöhe der Einspritzpumpe gegenüber den bekannten Ausbildungen einer Einspritzpumpe mit schräger Steuernut und Entlastungsnut im Kolben erreicht.
Die gegenständliche Erfindung besteht daher darin, dass bei einer Ausbildung gemäss dem Stammpatent, bei der diejenige Wand der Schrägnut, die der die Steuerkante tragenden Wand gegenüberliegt, im Querschnitt senkrecht zur Längsausdehnung der Schrägnut gesehen, mit der Kolbenachse einen Winkel einschliesst, der grösser ist als 900, in an sich bekannter Weise im Kolben unterhalb der Schrägnut eine Ringnut vorgesehen ist und die Pumpenkolbenbüchse eine Ausnehmung aufweist, die mit einem Raum niedrigen Druckes, vorzugsweise mit dem Ansaug- oder Überströmraum der Pumpe, ständig verbunden ist und zumindest während des Druckhubes des Kolbens mit der Ringnut in Verbindung steht.
Durch die Kombination dieser an sich bekannten Massnahme mit dem Gegenstand des Stammpatentes wird die Verwendung einer solchen an sich bekannten Entlastungsnut im Kolben ermöglicht, ohne die Baulänge des Pum-
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penkolbens und der Büchse und damit die Bauhöhe der Pumpe in untunlicher Weise zu vergrössern.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen erläutert. Fig. 1 und 2 zeigen einen Axialschnitt durch den oberen Teil einer Einspritzpumpe. Hiebei zeigt Fig. 1 eine Ausführungs- form, bei der die Ringnut mit dem Ansaugram über eine Bohrung in der Pumpenbüchse in Verbindung i steht und Fig. 2 eine Ausführungsform, bei der die Ringnut mit dem Ansaugraum über eine Bohrung im
Pumpenkolben in Verbindung steht. Fig. 3 und 4 zeigen den erfindungsgemäss ausgebildeten Kolben in
Ansicht, wobei Fig. 3 eine Ansicht der die Steuernut aufweisenden Seite des Kolbens und Fig. 4 eine Sei- tenansicht desselben in Richtung des Pfeiles IV darstellt.
In Fig. 1 der Zeichnung stellt 1 die Pumpenkolbenbüchse, 2 das Pumpengehäuse und 3 den in der Pumpenkolbenbüchse l geführten Pumpenkolben dar. 4 ist der Ansaugraum, der über eine vom Kolben gesteuerte Ansaugbohrung 5 mit dem Arbeitsraum 6 des Kolbens in Verbindung steht und 7 ist die Rück- strömbohrung, die zum Rückströmraum 8 führt. 10 ist die Schrägnut, die über die Axialnut 9 mit dem Ar- beitsraum 6 in Verbindung steht und entsprechend der jeweiligen Verdrehstellung des Kolbens mit einer
Steuerkante 11 die Rückströmbohrung früher oder später freigibt und damit die Einspritzmenge regelt.
Unterhalb der Schrägnut 10 ist in den Pumpenkolben 3 eine Ringnut 12 eingearbeitet, die zumindest wäh- rend des Förderns des Kolbens mit einer in der Pumpenkolbenbüchse 1 vorgesehenen Ausnehmung, die mit dem Ansaugraum 4 verbunden ist, in Verbindung tritt. Bei dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung ist diese Ausnehmung und ihre Verbindung mit dem Ansaugraum 4 von einer schrägen Bohrung 13 gebildet.
Durch diese Verbindung der Ringnut 12 mit dem Ansaugraum 4 ist somit während des gesamten Förder- hubes des Kolbens 1 die Ringnut 12 druckentlastet, so dass nun der unterhalb dieser Ringnut befindliche
Teil 3'des Kolbens 3, der bis zur unteren Kante 15 der Pumpenkolbenbüchse 1 über die Länge L dich- tend geführt ist, nur gegenüber einem kleinen Druckgefälle abdichten muss,
Der Abstand der Steuerkante 11 der Schrägnut 10 von der Oberkante (bzw. Stirnfläche) 14 des förder- seitigen Endes des Kolbens ist durch die Funktion der Pumpe festgelegt. Der Abstand zwischen der tiefsten
Stelle der Schrägnut 10 und der Ringut 12 darf ein Mindestmass nicht unterschreiten, um eine Dichtung zwischen der druckbeaufschlagten Schrägnut 10 und der Ringnut 12 sicher zu stellen.
Fig. 3 und 4 zei- gen nun die Ausbildung der Schrägnut 10 nach dem Stammpatent. Die der Steuerkante 11 gegenüber- liegende Kante 16 der Schrägnut 10 weist an dem der Oberkante 14 des Kolbens 3 entfernteren Ende des- selben, nämlich an dem mit 10'bezeichneten Ende der Schrägnut, eine geringere Steigung auf als die
Steuerkante 11. Dadurch wird unter Aufrechterhaltung der erforderlichen Breite der Schrägnut 10 mitmitt- leren Bereich die axiale Erstreckung dieser Schrägnut nach unten verringert und es kann die Ringnut 12 höher angeordnet werden.
Der Abstand b der untersten Kante der Schrägnut 10 von der Oberkante 14 des
Kolbens wird somit verringert und unter Aufrechterhaltung des erforderlichen Mindestabstandes c der Ring- nut 12 yom untersten Ende der Schrägnut 10 ergibt sich somit ein Abstand d der Schrägnut 12 von der
Oberkante 14 des Kolbens, der kleiner ist als der entsprechende Abstand bei der bekannten und üblichen
Ausbildung der Schrägnut. Auf diese Weise kann somit entweder die Länge des Kolbens und der Pumpen- kolbenbüchse und damit die Bauhöhe der Pumpe verringert werden oder es kann die Dichtungslänge L weiter vergrössert werden, so dass sich eine noch bessere Abdichtung gegen Leckölverlust ergibt.
In Fig. 2 ist nun eine andere Ausführungsform dargestellt. Der Kolben 17 weist wieder die Ringnut 12 auf, durch die eine druckentlastete Zone geschaffen wird. Von dieser Ringnut 12 führt eine schräge Boh- rung 18 im Kolben zu einer Ausnehmung 19 an der Mantelfläche desselben, die nun so hoch angeordnet ist, dass sie während des Druckhubes des Kolbens mit der Ansaugbohrung 5 in der Pumpenkolbenbüchse 1 zusammenwirkt und somit die Verbindung der Ringnut 12 mit dem Ansaugraum 4 herstellt, der den Raum niedrigen Druckes bildet. 20 stellt eine der Schrägnut 10 gegenüberliegende Enilasiungsnut dar, die in gleicher Weise wie die Schrägnut 10 geformt ist und über eine Ringnut 21 mit der Schrägnut 10 verbunden ist.