AT223196B - Verfahren zur Herstellung von neuen, 2-araliphatischen 3,4-Dihydro-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen, 2-araliphatischen 3,4-Dihydro-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyden

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AT223196B AT432160A AT432160A AT223196B AT 223196 B AT223196 B AT 223196B AT 432160 A AT432160 A AT 432160A AT 432160 A AT432160 A AT 432160A AT 223196 B AT223196 B AT 223196B
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  Verfahren zur Herstellung von neuen, 2-araliphatischen 3,4-Dihydro-1,2,4-benzothia- diazin-l, l-dioxyden 
Es ist bekannt, dass 3,4-Dihydro-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyde, welche in 2-Stellung unsubstituiert oder durch einen Alkylrest substituiert sind, und deren Salze eine diuretische und natriuretische Wirksamkeit aufweisen.

   Es wurde nun gefunden, dass 3,4-Dihydro-1,2,4-benzothiadiazin-1,1,-dioxyde, welche in 2-Stellung eine araliphatischen Rest tragen, und der Formel : 
 EMI1.1 
 worin Ri für unsubstituierte oder substituierte, araliphatische Kohlenwasserstoffreste, R2 für Wasserstoff, unsubstituierte oder substituierte aliphatische, aromatische, araliphatische, heterocyclische oder heterocyclisch-aliphatische Kohlenwasserstoffreste,   Rg   für Wasserstoff oder Alkyl und   R4   für Halogen, Alkyl oder Halogenalkyl stehen, entsprechen, sowie die Salze dieser Verbindungen, besonders mit Alkalimetallen, eine besonders starke Wirksamkeit aufweisen. Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen. 



   Der Rest Ri steht besonders für einen monocyclischen Aralkylrest, worin der Alkylrest vorzugsweise 1-3 Kohlenstoffatome enthält, wie der Benzyl-,   l-Phenyläthyl-,   2-Phenylpropyl-, 3-Phenylpropyl-,   &alpha;,&alpha;-Dimethylbenzyl-   oder der   2-Phenylisopropylrest.   Diese Reste können im aromatischen Teil auch substituiert sein, z. B. durch Alkylgruppen, wie Methyl-, Äthyl-, Propyl- oder Isopropyl-, oder Halogen- 
 EMI1.2 
 
Trifluormethyl-,N, N-dialkylamino-substituierte Benzyl-, z. B. die 3-N,N-Dimethylamino-benzyl- oder 4-Dimethylaminobenzyl-, oder halogen-substituierte Benzyl-, z. B. 3-Fluorobenzyl-, 4-Chlorbenzyl-, 4-Brombenzyl-, 3, 4-Di- 
 EMI1.3 
 
5-Dibrombenzylreste. Substituierte2-Phenyläthylrestesindz.methylamino-phenyl)-äthyl-, oder2-(halogen-substituierte Phenyl)-äthyl-, z.

   B. 2- (3-Fluorphenyl)-äthyl-, 2-   (4-Chlorphenyl)-äthyl-, 2- (4-Bromphenyl)-äthyl, 2- (3, 4-Dichlorphenyl)-äthyl-   oder 2- (2, 5-Dibromphenyl)- äthylreste. In anderen monocyclischen Aralkylresten, wie den oben genannten, kann der aromatische Rest ebenfalls in dieser Weise substituiert sein, wie beispielsweise der   l- (4-Chlorphenyl)-äthyl-, 1- (3, 4, 5-     Trimethoxyphenyl)-äthyl-, 2- (3-Methylphenyl)-propyl-, 3- (3, 4-Dimethoxyphenyl)-propyI-, 2- (3, 4-Di-    chlorphenyl)-isopropyl-oder der 1-(3-Fluorphenyl)-isoproylrest. 



   Der Rest Ri kann auch für bicyclische Aralkylreste stehen, wie 1-Naphthylmethyl-, 2-Naphthylmethyl-,   2- (1-Naphthyl) -äthyl- oder 2-(2-Naphthyl)-äthylreste, welche ebenfalls die oben genannten weiteren Substituenten aufweisen können.   

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 EMI2.1 
 
Weitere Substituenten, die an den aliphatischen Kohlenwasserstoffresten, vorzugsweise an Alkylresten, sitzen können, sind z. B. Hydroxylgruppen, Acyl-, N-Acylamino-oder Acyloxygruppen, worin der Acylrest den Rest einer organischen Carbonsäure, z. B. einer substituierten Kohlensäure, wie Methoxy-kohlensäure,   Äthoxy-kohlensäure   oder Benzyloxy-kohlensäure, einer aliphatischen Carbonsäure, wie einer Alkancarbonsäure, z. B. Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure oder Pivalinsäure, einer Alkencarbonsäure, z. B.

   Acrylsäure oder Methylacrylsäure, einer aliphatischen Dicarbonsäure, z. B. Oxalsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Maleinsäure oder Fumarsäure, oder Halbester dieser   SäurenmitAlkanolen,   z. B. mit Methanol oder Äthanol, einer Arylcarbonsäure, besonders einer monocyclischen Arylcarbonsäure, z. B. Benzoe- oder substituierte Benzoesäuren, einer araliphatischen Carbonsäure, besonders einer monocyclischen Aralkancarbonsäure, z. B. Phenylessigsäure, Diphenylessigsäure oder Dihydrozimtsäure, welche im aromatischen Teil auch weitere Substituenten enthalten können, oder monocyclische Aralkencarbonsäuren, wie Zimtsäure oder substituierte   Zimtsäure.   Als Substituenten, die an diesen Carbonsäuren 
 EMI2.2 
 oderHalogenalkyl, wie Trifluormethyl. 



   Ferner können diese Kohlenwasserstoffe, besonders die Alkylreste, auch durch verätherte Hydroxy- 
 EMI2.3 
 

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   bzw.l-Phenyläthyl- oder 2-Phenyläthyl-, oder substituierte Aralkylgruppen. Die aliphatischen Kohlenwasserstoffreste und ganz besonders die Arylreste der verätherten Hydroxyl- bzw. Mercaptogruppen können noch weitere Substituenten tragen, wie Alkylreste, z. B. Methyl oder Äthyl, Alkoxygruppen, z. B. Methoxy- oder Äthoxygruppen, Alkylendioxy-, z. B. Dimethylen-dioxygruppen, Nitro- oder Amino-, besonders tertiäre Aminogruppen, wie N, N-Dialkyl-amino-, z. B. N, N-Dimethylamino- oder N, N-Diäthylaminogruppen, Halogenatome, z. B. Fluor, Chlor oder Brom, oder Halogenalkyl-, wie Trifluormethylreste. 



  Der Rest R2 kann aber auch Arylgruppen, wie monocyclische Aryl-, z. B. Phenyl-, oder substituierte   
 EMI3.1 
 captogruppen genannt wurden. Die am Arylrest sitzenden Substituenten, besonders im monocyclischen
Arylrest, können an irgendeiner der verfügbaren Stellungen sitzen, wobei ein oder mehrere von den genannten, gleichen oder verschiedenen Substituenten vorhanden sein können. 



   Weiterhin kann der Rest R2 auch für einen heterocyclischen, Rest stehen, besonders einen mono- cyclischen oder bicyclischen, heterocyclischen Rest, welcher 5-6 Ringkohlenstoffatome enthält, wie ein
Pyridylrest, z. B. der 2-Pyridyl-, 3-Pyridyl-, 4-Pyridyl-, oder ein Piperidylrest, z. B. den l-Methyl-4- piperidyl-, ein Thienylrest, z. B. der   2-Thienyl-,   ein Furylrest, z. B. der 2-Furyl-, ein Chinolylrest, z. B. 



  6-Chinolyl-, oder heterocyclisch-aliphatische Kohlenwasserstoffreste, wie monocyclische Heterocyclylal- kylreste, z. B. Thenyl-, wie der   2-Thenylrest,   oder der   l-Methyl-3-pyrrolidyl-methyl-,   1-Methyl-3-   piperidyl-methyl- oder 2- (I-Methyl-2-piperidyl) -äthylrest.   Diese Reste können auch weitere Substi- tuenten, besonders Alkylgruppen, wie Methyl- oder Äthylgruppen, niedere Alkoxy-, z. B. Dimethoxy- oder Äthoxygruppen, oder Halogenatome, z. B. Fluor, Chlor oder Brom, tragen. 



   Der Rest   Rg   steht besonders für ein Wasserstoffatom, kann aber auch für einen Alkyl-, z. B. den Methyl- oder Äthylrest, stehen. 



   Der Rest   R4   ist besonders ein Halogenatom, wie Fluor, Brom oder Jod und in erster Linie Chlor. 
 EMI3.2 
 oder Äthyl-den Trifluormethylrest, stehen. 



   Die neuen 2-araliphatischen   3, 4-Dihydro-1, 2, 4-benzo-thiadiazin-1, 1-dioxyde   zeigen eine diuretische und natriuretische Wirksamkeit und sollen als Heilmittel Verwendung finden. In erster Linie sind Ver- bindungen der Formel : 
 EMI3.3 
 und deren Salze, z. B. die Natrium- oder Kaliumsalze, durch eine hervorragende diuretische Wirksamkeit, die mit einer ausgesprochenen blutdrucksenkenden Wirksamkeit verbunden ist, ausgezeichnet. Darin stehen Ri besonders für Phenylalkyl, wie Benzyl,   l-Phenyläthyl,   2-Phenyläthyl, R2 für Wasserstoff,
Alkyl, z. B. Methyl, Äthyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl oder Isobutyl, Halogenalkyl, z. B. Chlormethyl oder Dichlormethyl, Phenylalkyl-mercaptoalkyl, z. B.

   Benzylmercapto-methyl, oder Phenylalkyl, wie   Benzyl, l-Phenyläthyl   oder 2-Phenyläthyl, und R4 für Halogen, wie Fluor, Brom und in erster Linie für Chlor oder Halogenalkyl, wie Trifluormethyl. Aus dieser Gruppe ragen in bezug auf ihre Wirksamkeit noch die Verbindungen der Formeln : 
 EMI3.4 
 

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 EMI4.1 
 worin R4 für Chlor oder Trifluormethyl steht und niederalkyl einen Alkylrest mit 1-4 Kohlenstoffatomen darstellt. Als besonders wirksame Verbindungen sollen z. B. genannt werden das 2-Benzyl-6-chlor-7- 
 EMI4.2 
 
Die neuen Verbindungen sollen als Heilmittel in Form von pharmazeutischen Präparaten verwendet werden, welche diese Verbindungen zusammen mit den pharmazeutischen organischen oder anorganischen festen oder flüssigen Trägersubstanzen, die für enterale, z. B. orale, oder parenterale Gabe geeignet sind, enthalten.

   Für die Bildung derselben kommen solche Stoffe in Frage, die mit den neuen Verbindungen nicht reagieren, wie z. B. Wasser, Gelatine, Milchzucker, Stärke, Stearylalkohol, Magnesiumstearat, Talk, pflanzliche Öle, Benzylalkohole, Gummi, Propylenglykol, Polyalkylenglykole, oder andere bekannte Arzneimittelträger. Die pharmazeutischen Präparate können z. B. als Tabletten, Dragées, Kapseln oder in flüssiger Form als Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen vorliegen. Gegebenenfalls sind sie sterisiliert und bzw. oder enthalten Hilfsstoffe, wie Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netz-oder Emulgiermittel, Salze zur Veränderung des osmotischen Druckes oder Puffer. Sie können auch noch andere therapeutisch wertvolle Stoffe, z.

   B. hypotensive Mittel, enthalten, wie Rauwolfia- oder Veratrum-Alkaloide, beispielsweise Reserpin, Rescinnamin, Deserpidin, halb synthetische Rauwolfia-Analoge, z. B. Syringopin, Germin oder Protoveratrin, synthetische hypotensive Mittel, z. B. 1-Hydrazino-phthalazin,   1, 4-Dihydrazino-   phthalazin, oder Ganglienblocker, wie 2-Dimethylamino-äthyl-4,5,6,7-tetrachlor-isoindolin-dimethochlorid. 



   Die neuen Verbindungen werden erhalten, wenn man ein   2, 4-Disulfamyl-anilin   der Formel : 
 EMI4.3 
 worin   R1, Ra und R4   die oben genannte Bedeutung besitzen, mit einem Aldehyd der Formel R2-CHO, worin R2 die oben genannte Bedeutung besitzt, oder einem Polymeren oder reaktionsfähigen Derivat davon umsetzt und, wenn erwünscht, erhaltene Salze in die freien Verbindungen und bzw. oder erhaltene freie Verbindungen in ihre Salze umwandelt. Vorzugsweise nimmt man die Umsetzung mit dem Aldehyd in Gegenwart einer Säure, wie einer Mineralsäure, beispielsweise einer Halogenwasserstoffsäure, z. B. 



  Salzsäure oder Bromwasserstoffsäure oder Schwefelsäure, wenn erwünscht, in wasserfreier Form vor. Der Aldehyd der   Formel R2-CHO   kann auch in Form seiner Polymeren oder reaktionsfähigen funktionellen Derivate, z. B. Paraformaldehyd, Trioxan, Hexamethylentetramin, oder eines Acetals, z. B. Dimethoxymethan,   1, 1-Diäthoxymethan, 1, 1-Dimethoxyäthan, 1, 1-Dimethoxy-isobutan, 1, 1-Diäthoxy-isobutan,     2, 2-Dichlor-l, l-dimethoxymethan   oder   2, 2-Dichlor-l, l-diäthoxyäthan,   oder anderer funktioneller Derivate des diesen zugrunde liegenden Dioxymethans verwendet werden. Die Reaktion wird in erster Linie mit ungefähr äquivalenten Mengen der Reaktionskomponenten durchgeführt.

   Durch höhere Mengen an Aldehyd werden gegebenenfalls die Ausbeuten durch Bildung-von höheren Kondensationsprodukten ver- 

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 EMI5.1 
 
 EMI5.2 
 
 EMI5.3 
 
 EMI5.4 
 mit Ammoniak reagieren lässt. Der erste Schritt dieser Reaktion lässt sich in einem Lösungsmittel, wie in halogeniertem Alkan, z. B. Chloroform oder Methylenchlorid, oder Alkanonen, z. B. Aceton, durchführen. Die erhaltenen 2-Sulfamyl-anilin-4-sulfonyl-halogenide können von gegebenenfalls gebildeten   2, 4-Disulfamyl-anilinen   auf Grund ihrer verschiedenen Löslichkeiten in einem bestimmten Lösungsmittel getrennt werden. So lässt sich z.

   B. das   2, 4-Bis- (N-R1-sulfamyl) -anilin   aus der Reaktionsmischung ausfällen und durch Filtrieren entfernen, während das gewünschte   2- (N-R1-Sulfamyl) -anilin-4-sulfonyl-   halogenid im Filtrat verbleibt. Das letztere reagiert dann mit Ammoniak. Dazu kann man flüssigen Ammoniak verwenden, der gleichzeitig auch als Lösungsmittel dienen kann, oder man löst die Verbindungen in einem organischen Lösungsmittel, wie Aceton oder weniger günstig in Wasser, und setzt mit einer konzentrierten wässerigen Lösung von Ammoniak um. Dabei kann man auch die Trennung des   2- (N-R1-Sulfamyl) -   anilin-4-sulfonylchlorids von gegebenenfalls gebildeten   2, 4-Bis- (N-R1-sulfamyl) -anilinverbindungen   erst nach der Reaktion mit Ammoniak vornehmen.

   Besonders wertvoll als Zwischenprodukte sind die Verbindungen der Formel : 
 EMI5.5 
 
 EMI5.6 
 Auch die Verbindungen der Formel : 
 EMI5.7 
 worin   R1, R3, R4   und Hal die oben genannte Bedeutung besitzen, sind neu. Als Zwischenprodukte sind solche Verbindungen besonders wertvoll, worin Hal für ein Chloratom steht und worin Ri einen Phenylalkyl-, 

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 EMI6.1 
 Mineralsäure, z. B. Halogenwasserstoffsäure, beispielsweise Salzsäure oder Schwefelsäure, in die freien Verbindungen übergeführt werden. Diese wiederum lassen sich in die Metallsalze, wie Alkalimetallsalze, überführen durch Behandeln z. B. mit einem Metallhydroxyd, wie Natrium-oder Kaliumhydroxyd, in einem Lösungsmittel, wie einem Alkanol, z. B. Methanol oder Äthanol, oder in Wasser und anschliessendem Abdampfen des Lösungsmittels.

   Dabei können Mono- oder Polysalze gebildet werden. 



   Die neuen Verbindungen können auch in Form ihrer optischen Antipoden vorliegen. Erhaltene Racemate lassen sich in üblicher Weise in ihre Antipoden überführen. 



   Die Erfindung betrifft insbesondere solche Ausführungsformen des Verfahrens, in denen man von solchen Ausgangsstoffen ausgeht, und so verfährt, dass die eingangs als besonders wertvoll geschilderten Verbindungen erhalten werden. 



   Die Erfindung betrifft auch Ausführungsformen des Verfahrens, nach denen man auch auf irgendeiner Stufe des Verfahrens als Zwischenprodukte erhältlichen Verbindungen ausgeht, und die fehlenden Verfahrensschritte vornimmt oder bei denen ein Ausgangsstoff unter den Reaktionsbedingungen gebildet wird. 



   Die Erfindung wird in den nachfolgenden Beispielen näher beschrieben. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. 



   Beispiel 1 : Zu einer Lösung von   0, 9g 2- (N-Benzyl-sulfamyl)-5-chlor-4-sulfamyl-anilin   in 5 cm3   Diäthylenglykol-dimethyläther   gibt man 0, 075g Paraformaldehyd und   0, 1 cm3 mit   Salzsäuregas gesättigten Essigsäureäthylester. Man erwärmt die Reaktionsmischung 1 Stunde auf dem Dampfbad, engt unter vermindertem Druck ein, gibt Wasser zum Rückstand, filtriert den festen Niederschlag ab und kristallisiert ihn dreimal aus Äthanol um. Das   2-Benzyl-6-chlor-7-sulfamyl-3, 4-dihydro-1, 2, 4-benzothiadiazin-1, 1-   dioxyd schmilzt bei   231-233   und   nach weiterem Umkristallisieren bei   238-244 o.   



   Das in diesem Beispiel verwendete Ausgangsmaterial lässt sich wie folgt herstellen :
Zu einer Lösung von 16, 5 g   5-Chlor-anilin-2, 4-disulfonylchlorid   in 250 cm3 Chloroform gibt man bei   200 20 cm3   Wasser. Eine Lösung von 10, 7 g Benzylamin in 20   cm3   Chloroform wird tropfenweise innerhalb 1 Stunde unter gutem Rühren und bei einer Temperatur von 15 bis   200 zugegeben.   Man rührt eine weitere Stunde, stellt die   Lösung auf ein PH von 6 bis   7, wäscht die Lösung mit Wasser, um vorhandenes Benzylamin-hydrochlorid zu entfernen, trocknet die organische Lösung und dampft ein.

   Zum Rückstand gibt man 50 cm3 Benzol, wobei der Rückstand kristallisiert, filtriert ab und kristallisiert das   2- (N-Benzyl-     sulfamyl) -5-chlor-anilin-4-sulfonylchlorid   dreimal aus Benzol ; F.   130-132 .   



   Eine Lösung von 2, 9 g dieser Verbindung in 10 cm3 Aceton wird   auf 0 0 gekühlt. 1, 7 cm3   konzentriertes wässeriges Ammoniak tropfenweise unter gutem Rühren zugegeben und die Reaktionsmischung eine weitere Stunde bei 0'stehen gelassen. Dann fügt man Wasser zu, dampft das organische Lösungsmittel unter vermindertem Druck ab und filtriert den Niederschlag ab. Das erhaltene   2- (N-Benzylsulfamyl)-5-   chlor-4-sulfamyl-anilin wird aus Methanol und dann aus einer 7 : 3-Mischung von Methanol und Wasser umkristallisiert. Es schmilzt bei   156-160  .   
 EMI6.2 
 (N-Bs3,4-dihydro-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyd. 



   Beispiel 2 : Eine Mischung von 3, 6 g 2-N-Benzylsulfamyl-5-chlor-4-sulfamylanilin,   1, 53   g Chloracetaldehyd-diäthylacetat und 0, 5 cm3 einer gesättigten Salzsäure-Essigsäureäthylesterlösung in 15 cm3   Diäthylenglykol-dimethyläther   wird 1 Stunde auf   80-90'erhitzt   und dann unter vermindertem Druck 
 EMI6.3 
 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 



   Beispiel 4 : Zu einer Lösung von   3,     6 g   2-N-Benzylsulfamyl-5-chlor-4-sulfamylanilin in 15 cm3Diäthylenglykol-dimethyläther gibt man 1, 2 g Phenylacetaldehyd und   0, 5 cm3   einer gesättigten Lösung von Salzsäuregas in wasserfreiem Essigsäureäthylester. Man erhitzt die Reaktionsmischung 2 Stunden auf   90-100  ,   engt unter vermindertem Druck ein, fügt Wasser zu, wobei sich ein sirupähnlicher Niederschlag bildet. Man trennt das Lösungsmittel ab, worauf der Rückstand kristallisiert. 



  Die erhaltenen Kristalle nimmt man in einer Mischung von Methanol und Wasser   (9 : I)   auf und engt, bis die Kristallisation einsetzt, unter vermindertem Druck ein. Das 2, 3-Dibenzyl-6-chlor-7-sulfamyl-3, 4-   dihydro-l, 2, 4-benzothiadiazin-l, l-dioxyd   wird noch zweimal in der eben beschriebenen Weise umkristallisiert. Es schmilzt bei   234-235 o.   



   Beispiel 5 : Man erwärmt eine Mischung von 7, 1 g   2-N-Benzyl-sulfamyl-4-sulfamyl-5-chlor-anilin,     2, 2   g Dichloracetaldehyd, 2 cm3 einer mit Salzsäuregas gesättigten Essigsäureäthylesterlösung und 30 cm3   Diäthylenglykol-dimethyläther l Stunden   auf   90 ,   kühlt die Reaktionsmischung, fügt   200 cm3 Wasser   zu und dekantiert. Der Rückstand wird mit Wasser durchgeknetet, der Niederschlag in wenig Äthanol aufgenommen und die Lösung über Nacht stehen gelassen, wobei das 2-Benzyl-6-chlor-3-dichlormethyl-7sulfamyl-3,4-dihydro-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyd auskristallisiert. Man filtriert ab und kristallisiert aus Äthanol um. F.   268-270 .   



   PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von neuen, 2-araliphatischen   3, 4-Dihydro-1, 2, 4-benzothiadiazin-1, 1-   dioxyden der allgemeinen Formel : 
 EMI7.1 
 worin Ri für unsubstituierte oder substituierte araliphatische Kohlenwasserstoffreste,   R2   für Wasserstoff, unsubstituierte oder substituierte aliphatische, araliphatische, aromatische, heterocyclische oder heterocyclisch-aliphatische Kohlenwasserstoffreste, R3 für Wasserstoff oder Alkyl und   R4   für Halogen, Alkyl oder Halogenalkyl stehen, und den Salzen dieser Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 2, 4-Disulfamyl-anilin der Formel :

   
 EMI7.2 
 worin   R1, R3   und   R4   die oben genannte Bedeutung besitzen, mit einem Aldehyd der Formel R2-CHO, worin R2 die oben genannte Bedeutung besitzt, mit einem Polymeren oder einem reaktionsfähigen Derivat davon umsetzt und, wenn erwünscht, erhaltene Salze in die freien Verbindungen oder erhaltene freie Verbindungen in ihre Salze überführt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel : EMI7.3 worin Rl für Phenylalkyl und R4 für Halogen oder Halogenalkyl stehen, als Ausgangsstoffe verwendet.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel : EMI7.4 worin R4 für Chlor oder Trifluormethyl steht, als Ausgangsstoffe verwendet. <Desc/Clms Page number 8>
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man mit einem Aldehyd der Formel R2-CHO, worin R2 für Wasserstoff, Alkyl-, Halogenalkyl, Phenylalkyl-mercaptoalkyl oder Phenylalkyl steht, mit einem Polymeren oder einem reaktionsfähigen Derivat davon umsetzt.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man mit Formaldehyd, einem Polymeren oder einem reaktionsfähigen Derivat davon umsetzt.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man mit einem Aldehyd der Formel Niederalkyl-CHO, worin Niederalkyl für einen Alkylrest mit 1-4 Kohlenstoffatomen steht, oder einem reaktionsfähigen Derivat davon umsetzt.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man mit einem Aldehyd der Formel Halogenniederalkyl-CHO, worin Niederalkyl für einen Alkylrest mit 1-4 Kohlenstoffatomen steht, oder einem reaktionsfähigen Derivat davon umsetzt.
    8. Verfahren nach den Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man mit einem Aldehyd der Formel Phenyl-niederalkyl-CHO, worin Niederalkyl für einen Alkylrest mit 1-4 Kohlenstoffatomen steht, oder einem reaktionsfähigen Derivat davon umsetzt.
AT432160A 1959-11-27 1959-11-27 Verfahren zur Herstellung von neuen, 2-araliphatischen 3,4-Dihydro-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyden AT223196B (de)

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