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Skiroller
Der Skiroller ist für Sportzwecke bestimmt u. zw. in erster Linie für Wintersportler, die in der schnee- losen Zeit üben wollen.
Es sind wohl schon zahlreiche ähnliche Geräte bekanntgeworden, aber keines erfüllt die gestellte
Aufgabe so vollkommen wie der Erfindungsgegenstand, denn nur mit diesem können alle Bewegungen in gleicher Weise ausgeführt werden wie bei Schneelage. Der Skiroller besitzt ein mit Bremseinrichtungen versehenes Vorderrad, ein gelenkig an der Hauptstahlschiene angebrachtes Hinterrad und eine gelenkig an der
Hauptstahlschiene angebrachte Bindungsplatte.
Die Erfindung ist darin zu erblicken, dass die mit d (r Bindung- platte unlösbar verbundene vordere Querschiene, die das Vorderrad steuert, schwenkbar auf der Hauptstahl- schiene sitzt und vermittels zweier gekreuzter Gelenkbänder mit der hinteren Querschiene gekoppelt ist, welch letztere über Verbindungsglieder das Hinterrad in entgegengesetztem Sinne zur seitlichen Bewegung der Bindungsplatte steuert und dass am Vorderrad in an sich bekannter Weise eine Bremskugel als Rücklauf- bremse angeordnet ist und am Kotschirm des Vorderrades an der Unterseite zwei Gummiklötze vorgesehen sind, von denen sich der hintere durch Druck auf den Kotschirm auf die Bremskugel presst, während der vorde- re unmittelbar das Vorderrad bremst.
Die weitere erfindungsgemässe Ausbildung des Gegenstandes wird nachstehend geschildert.
In der Zeichnung ist der Skiroller in einer beispielsweisen Ausführungsform schematisch dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Ansicht von der Seite und Fig. 2 einen Grundriss mit abgehobener Bindungsplatte und abgehobenen Kotschirmen ; unwesentliche Einzelheiten sind weggelassen.
Der Grundkörper des Skirollers ist eine Stahlschiene l, die die verschiedenen Einzelteile trägt.
Am vorderen Ende der Stahlschiene 1 ist das Vorderrad 3 mittels eines Stahlgehauses 5 schwenkbar angeordnet. Das Vorderrad ist mit zwei Bremseinrichtungen ausgerüstet, u. zw. einer Rücklaufbremse und einer normalen Bremse. Die Rücklaufbremse wird durch eine Bremskugel 6 gebildet, die auch durch einen Gummiklotz 10 an der Unterseite der Kotschiene 7 abwärts gedrückt werden kann. Die normale Bremse ist ebenfalls durch einen an der Unterseite des Kotschirmes 7 angebrachten vorderen Gummiklotz 11 gebildet, der sich an das Rad 3 pressen kann. Der Kotschirm 7 ist gelenkig (8) am Stahlgehäuse 5 befestigt und wird durch eine Doppelfeder 9 hochgehalten. Das Herabdrücken des Kotschirmes 7 wird mittels des Skistockes vorgenommen.
Oberhalb der Stahlschiene 1 ist die Bindungsplatte 14 schwenkbar um den Punkt 22 angeordnet Ein bogenförmiges Steuerglied 21 ist in der Mitte am Stahlgehäuse 5 befestigt und verschwenkt das Vorderrad 3.
An der Bindungsplatte 14 ist vorne eine Querschiene 2a unbeweglich befestigt, die Stahlschiene 1 trägt hinten eine schwenkbar gelagerte Querschiene 2b, welche beide durch gekreuzte Gelenkbänder 15,16 verbunden sind. Durch das seitliche Ausschwenken der Bindungsplatte 14wird hiedurch eine entgegensetzte Bewegung des Hinterrades erzielt, so dass Bogen gefahren werden können.
Die beiden Querschienen 2a und 2b sind ferner durch zwei seitlich angeordnete parallel liegende Wendelfedern 13 verbunden, deren Mitte 19 verstellbar mit der Bindungsplatte verbindbar ist. Hindurch wird ermöglicht, den Fuss d. h. die Bindungsplatte 14 in gleicher Weise wie bei normalen Skibindungen abschwenken zu können die Bindungen 12 entsprechen normalen Skibindungen. Durch Verlegung des Punktes 19 kann die Federkraft eingestellt werden.
Die hintere Querschiene 2b ist mittels Verbindungsglieder 17, 18 mit dem Gehäuse des Hinterra-
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des 4 verbunden. wodurch dieses in Abhängigkeit von der Schwenkung der Bindungsplatte 14 gelenkt wird.
Diese Verbindungsglieder 17. 18 sind von der hinteren Querschiene 2b abnehmbar und an der Stahlschie- ne 1 befestigbar ; hiedurch kann die Beweglichkeit bzw. Ausschwenkbarkeit des Hinterrades aufgehoben werden, so dass es nur in gerader Fahrt verbleibt
Des weiteren ist eine Fixierverbindung 20 zwischen Bindungsplatte 14 und Stahlschiene 1 vorgesehen, wodurch die Ausschwenkbarkeit der Bindungsplatte verriegelt werden kann, so dass der gesamte Skiroller wie ein Schlittschuh wirkt und jedwede Verstellung ausgeschaltet ist.
Die Einzelteile des Skirollers müssen nicht flache Schienen sein, sie können auch als Stahlrohre aus- geführt werden. Ebenso kann die Rücklaufbremse aus mehreren Bremskugeln, Aluminiumkugeln oder
Keilen bestehen ; es können auch Sperrklinken mit Zahnrädern Verwendung finden. Statt der flachen Ge- lenkbänder können auch Ketten oder Stahlstangen Verwendung finden.
Es ist auch möglich, die beiden Skiroller mittels der Skistöcke zu verbinden, um darauf sitzen zu können. In diesem Falle können die Vorderradbremsen mit der Hand bedient werden.
Naturgemäss sind die beiden Bindungen 12 zwecks Anpassung an verschiedenen Schuhgrösse, verstell- bar.
Bei der Verbindung der beiden Skiroller durch die Skistöcke können, Sitzflächen bildende Stahlbü- gel, welche über den Hinterrädern angeordnet sind, seitlich heruntergeklappt und miteinander verbunden werden ; welche Sitzflächen auch mit Lehnen ausgerüstet sein können.
Die zu den Skirollern gehörenden Skistöcke können vorteilhafterweise dreiteilig ausgebildet werden, wobei die Einzelteile mittels Rohrhülse untereinander verbunden werden.
Ferner können die Skistöcke an jedem Einzelteil mit Schrauben und Muttern versehen sein, um die verschiedenen Muttern und Schrauben des Gerätes lösen und wieder festziehen zu können.
Ebenso werden an den unteren Enden der Skistöcke gegebenenfalls Gummiballen angeordnet, die auf der Bodenfläche nicht rutschen können, sondern bestens haften. Die Anordnung einer Signalglocke und eines Stoplichtes für die Fahrt auf Strassen ist gegebenenfalls erforderlich.
Die Betätigung der Vorderradbremsen kann zusätzlich auch durch eine Schnurverbindung erfolgen, die über eine Umlenkrolle geführt ist, so dass ihre Betätigung durch Ziehen erfolgen kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Skiroller, der ein mit Bremseinrichtungen versehenes Vorderrad, ein gelenkig an der Hauptstahlschiene angebrachtes Hinterrad und eine gelenkig an der Hauptstahlschiene angebrachte Bindungsplatte aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Bindungsplatte (14) unlösbar verbundene vordere Querschiene (2a), die das Vorderrad (3) steuert, schwenkbar auf der Hauptstahlschiene (1) sitzt und vermittels zweier gekreuzter Gelenkbänder (15,16) mit der hinteren Querschiene (2b) gekoppelt ist, welch letztere über Verbindungsglieder (17,18) das Hinterrad (4) in entgegengesetztem Sinne zur seitlichen Bewegung der Bindungsplatte (14) steuert und dass am Vorderrad (3) in an sich bekannterweise eine Brems- kugel (6) als Rücklaufbremse angeordnet ist und am Kotschirm (7)
des Vorderrades (3) an der Unterseite zwei Gummiklötze (10, 11) vorgesehen sind, von denen sich der hintere (10) durch DrucK auf den Kotschirm (7) auf die Bremskugel (6) presst, während der vordere (11) unmittelbar das Vorderrad (3) bremst.