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Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet. eine Hutschleifmaschine, bei welcher der zu bearbeitende Hut nicht nur eine Dreh-, sondern auch eine Wondebewegung erblt, so dass es nicht mehr nötig wird, das Werkzeug um denselben zu bewegen. Nach der vorliegenden Erfindung wird dem Werkzeug eine kreisförmige, gegebenenfalls ovale oder elliptische Bewegung erteilt, wobei dasselbe völlig selbsttätig wirkt und. sich als Ganzes bewegend, den Hut an allen Stellen gleichmässig bearbeitet. Weiters sind Mittel vorgesehen, auch dem Hut in der Ebene seiner Drehung einen elliptischen Weg zu geben.
Auf den Zeichnungen sind einige Ausführungsformen der Erfindung veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht der Maschine im senkrechten mittleren Schnitt, Fig. 2 eine Endansicht, Fig. 3 einen Grundriss, während die Fig. 4-10 Einzelansichten und die Fig. 11--17 ähnliche Ansichten abgeänderter Ausführungsformcn einzelner Maschinenteile veranschaulichen.
Nach der in Fig. 1-10 veranschaulichten Ausführungsform der Maschine wird der zu bearbeitende Hut auf einen Klotz 14 gesteckt, welchem einerseits eine Drehbewegung um seine eigene Achse, andererseits eine Wendebewegung um die Achse 7 erteilt wird. ih'r Antrieb des Klotzes 14 erfolgt von der Welle 4 aus unter Vermittlung der konischen Harder 5 und 6, welch letzteres auf dem unteren Ende einer in der hohlen Säule des Maschinengestells 1 senkrecht gelagerten Wolle 7 festgekeilt ist.
An dem oberen Ende dieser Welle ist ein Stirnrad 8 befestigt, mittelst dessen die Drehbewegung des Hutes
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tragende Platte j ? 5, welche mit einem Flansch 13* zum Stützen der Hutkrämpe versehen sein kann, ist mittelst ihres hohlen Zapfens 73 in der Lagerung des oberen beweglichen Maschinenteiles 2 drehbar angeordnet. Die Wendebewegung des Klotzes 14 erfolgt von der hohlen Welle 15 aus, an deren unterem Ende sich ein Stirnrad 20 befindet, welches mit dem feststehenden Stirnrad 22 sowie dem auf der Stirnfläche des Rades (i
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kann. Das Kissen 30 ist zwischen dem federnden oberen Haken 46 und dem verstellbaren unteren Haken 47 eingespannt, welche beide Haken am oberen Ende der Stange 29 befestigt sind.
Der letzteren wird eine kreisförmige oder elliptische Bewegung in der Ebene des Kissens 30 erteilt, indem das untere Ende 28 an dem Klotze 27 eines Kurbelzapfens'-) 6
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der Spindel 41 befestigt ist.'Am oberen', Ende der Spindel 41 ist ein Hebelarm 40 vorgesehen, dessen freies Ende durch die Zugstange 99 mit dem oberen Ende des durch die Arme 31 gebildeten Rahmens verbunden ist. Die Feder 43 hat das Bestreben ; den Hebelarm 40 in der Weise zu drehen, dass das Kissen 5C federnd gegen den Hut angezogen wird.
Das Kissen, welches die Tätigkeit der menschlichen Hand nachahmt, wirkt mit einer verltältmsmagig grossen Arbeitsfläche, jedoch stets nachgiebig auf den Hut ein, so dass eine rasche und trotzdem vollkommene Arbeit-erzielt wird. Wenn der Klotz 14 seine Wendebewegung vollendet hat, kommt eine Kammfläche 55 in Berührung mit einem drehbar auf-
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den Hebel 56 nach aussen, wodurch der Rahmen 31 verschwenkt und das Kissen 30 von dem Hut zurückgeschoben wird. Das den Hut tragende Gestell 2 wird nunmehr von Hand aus'in seine Anfangsstellung zurückbewegt, und zwar ohne die hohle Welle 15 mit zurückzunehmen.
Zu diesem Zwecke ist die Welle 15 in einer Hülse befestigt, die mit der Hülse 3 des Gestelles 2 mittelst einer mit Einkerbungen versehenen Scheibe 16 (Fig. 6) und einer Klinke 18 gekuppelt ist. Die Klinke 18 wird von dem unter Federwirkung stehenden Hebel 19 unter Mitwirkung des an dem Teil 2 befestigten Hebelarmes 17 betätigt. Der Arbeiter greift den Griff 17, rückt die Klinke 18 ausser Eingriff mit der Scheibe 16 und dreht den Gestellteil 2 in seine Anfangsstellung zurück, wonach beim Loslassen des Hebels 19 die Klinke 18 mit dem Rad 16 wieder in Eingriff fällt und der Klotz 14 seine Wendebewegung wiederholt.
Der Klotz 14 ist in folgender Weise an der Platte 13 befestigt : In dem hohlen Zapfen 73 sind drei Klauen 78 mittelst eines Bundes an der Spindel 76 so befestigt und in Öffnungen der unbeweglichen Platte 77 (Fig. 4) geführt, dass beim Anziehen bezw. Verstellen der Spindel 76 nach links (Fig. 1) die Klauen sich über einen Zapfen des Klotzes 14 festziehen und letzteren gegen die Platte 13 fest anziehen. Das Verstellen der Spindel 76 erfolgt durch die Griffe 74. Beim Drehen dieser Griffe 74 in der einen oder der anderen Richtung können die Klauen 78 angezogen oder gelöst werden.
Die Einrichtung des Kissens ist aus den Fig. 1, 9 und 10 ersichtlich ; dasselbe besteht aus einer biegsamen Unterlage 49 (vorteilhaft aus Leder) mit einer aus weichem, vulkanisierten Gummi bestehenden Deckplatte, über welcher das zur Bearbeitung des Hutes geeignete Sandpapier befestigt wird. Die an beiden Enden des Kissens 30 befindlichen
Metallplatten 48 sind mit Querausschnitten bei 52 versehen, in welchen die mit je einer
Abflachung versehenen Kämmwalzen 50 mittelst Flügelschraube 51 drehbar gelagert sind.
Das Sandpapier wird auf eine Rolle 54 (Fig. 1) aufgewickelt, von hinten durch den unteren
Schlitz 52 geführt, sodann über das Kissen 49 durch die Walzen 50 gespannt. Das Fest- klemmen des Papierstreifens an beiden Enden des Kissens geschieht dadurch, dass die Walze 50 zunächst so gedreht wird, dass die abgeflachte Seite gegenüber der oberen Kante des Aus- schnittes 52 zu liegen kommt ; das Papier wird nun hindurcbgesteckt und Walze 50 ge- dreht, so dass der Papierstreifen von dem runden Walzenteil gegen die obere Kante des Ausschnittes festgeklemmt wird.
In Fig. 3 ist eine zum Spannen der konischen Schraubenfeder 43 dienende Vorrichtung dargestellt ; diese besteht beispielsweise aus einem gebräuchlichen Schaltwerk mit festem Zahnbogen 45 und einem mit der Spindel 41 verbundenen Schalthebel 40, dessen Schaltklinke 44 in den Zahnbogen eingreift. Besonderes Gewicht wird auf die konische Form der Schraubenfeder 43 gelegt, da eine zylindrische Schraubenfeder einer Beanspruchung auf Torsion nicht in demselben Masse Widerstand zu leisten imstande ist.
Die Welle 4 ist mit Riemenscheiben versehen und mittelst Räderwerk 24 mit der
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Um nach vollendeten Wendebewegung des Klotzes 14 den Antrieb der Welle 4 selbsttätig auszuschalten und dadurch die Maschine zum Stillstand zu bringen, während der Klotz von Hand in seine Anfangslage zurückbewegt wird, ist folgende Einrichtung vorgesehen : Die Riemengl1. bel 58 ist bei 61 (Fig. 3) drehbar gelagert und wird unter Vermittlung des Hebelwerkes 62, 64 umgestellt. Die Feder 63 hat das Bestreben, den Hebel 62 so umzustellen, dass der Riemen 5% 9 auf der losen Scheibe läuft.
Das obere Ende der Zugstange 64 ist mit dem kurzen Arm eines an der Saute- ! drehbar gelagerten Winkel- hebels 65 verbunden, dessen oberer Arm in dem Bereich eines Anschlagstiftes 66 liegt, welcher an dem Teil 2 des Maschinengestells vorgesehen ist. Der obere Arm des Hebels 65
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Der Hebel 72 wird gegen Ende der Wendebewegung des Klotzes 14 von einem nach unten gerichteten Stift 57 in der Weise betätigt, dass er den Arm 6S nach aussen (Fig. 7) schlägt und den durch den Lenker 70 und den unteren Arm des Hebels 68 gebildeten Kniehebel, nach oben einknickt, so dass die Feder 63 den Riemen 59 auf, die leere Scheibe schiebt. Ist der Klotz 14 in seine Anfangsstelle zurückgelegt worden, so schiebt der Anschlagstift 66 den oberen Art. uses Hebels 65 nach links (Fig. 7), wobei der Kniehebel 70,68 auf einen Stift 71 zu liegen kommt, welcher in dem Konsol 69 befestigt ist.
Der Kniehebel befindet sich in diesem Zustande etwas unterhalb der Strecklage, so dass der Hebel 65 in der Arbeitsstellung verbleibt, bis das Kniegelenk 70,68 von dem Stift 57 und dem Hebel 72 am Ende der Wendebewegang wieder ausgelöst wird.
In den Fig. 11-13 ist eine abgeänderte Ausführungsform der Vorrichtung zur Betätigung des Klotzes dargestellt, wonach derselbe nicht nur eine Drehbewegung um seine eigene Achse erfährt, sondern auch dieser letzteren eine kreisförmig schwingende Bewegung erteilt wird. Eine solche Bewegung ist wegen der elliptischen Form des Hutkörpers vorteilhaft, damit der Druck des Kissens an sämtlichen Stellen des Hutes ein gleichmässiger bleibt.
Fig. 11 ist eine Seitenansicht der Maschine, teilweise im Schnitt mit dem Kissen in der Ruhestellung, Fig. 12 ist eine Endansieht in grösserem Massstabe gezeichnet mit den Teilen in der Arbeitsstellung und Fig. 13 eine Seitenansicht von der entgegengesetzten Seite der Maschine aus gesehen. Fig. 14 ist eine Einzelansicht einer abgeänderten Aus-
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des Klotzsupportes sitzt. Die den Klotz tragende Hülse 85 ist in einem Lager 86 angeordnet, welches frei um die Welle 82 schwingen kann. Die rechtzeitige Schwingung des Lagers 86 bezw. Klotzes der Form des Hutes entsprechend wird durch das Hebelwerk 91, 92 (Fig. 13) mit dem Lenker S9 sowie dem Einstellhebel 88 vermittelt. Der Arm 92 greift auf den Exzenter 93 der Welle 82 an und überträgt seine Bewegung, wie aus der
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Armes 91 verbunden ist.
Der Arm 88 ist an einem Ende mit dem starren Arm 87 des Gestells 2 drehbar verbunden, während dessen äusseres Ende mittelst Stellschraube 90 in einem Schlitz des Lenkers 89 verstellbar ist. Das Verhältnis der Zahnräder 83, 84 ist so gewählt, dass das Lager der Klotzspindel bei einmaliger Umdrehung des Hutes zweimal hin und her verschoben wird. Der Hub dieser Bewegung wird durch die Einstellung des Hobels SS an dem Lenker 89 bestimmt.
Um ein gleichmässiges Arbeiten des Kissens 30 bei Hüten, in weichem der Deckel unter einem verhältnismässig scharfen Winkel an den Seitenteilen anschliesst, zu erzielen, wird das Kissen an beiden Enden mit Platten 94 verbunden, die mittelst Schrauben M einerseits an dem oberen Haken 97, andererseits an dem unteren Haken der Stange 29 in der Weise befestigt sind, dass das Kissen an beiden Enden um Bolzen 96 bezw. um seine Längsachse gedreht werden kann, wie ohne weiteres aus der Zeichnung ersichtlich.
Nach dieser Ausführungsform wird der Rahmen 31 vorteilhaft durch die Ausschalt-
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so wirft der Hebel 65 den Arm 98 um und schiebt den Rahmen 31 mit der Stange 29 des Kissens zurück. Um eine genaue Einstellung des Hebels 65 zu erzielen, ist derselbe am oberen Ende mit einer Stellschraube 33 versehen.
Die Fig. 15-17 veranschaulichen eine abgeänderte Ausführungsform der Vorrichtung zum Bewegen des Hutklotzes 14, sowie einer Vorrichtung (Fig. 17) zum Abhalten des Werkzeuges von dem Hut während desjenigen Teiles seiner Bewegung, in welchem es sonst gegen den Strich des Hutmaterials wirken würde. Diese Vorrichtung wird bei solchen Ilüten angewendet, die nur in einer Richtung bearbeitet werden dürfen.
Fig. 15 ist ein Längsschnitt durch die Hülse, welche den Hutklotz 14 trägt, Hienach
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mittest der an letzterer angebrachten, bei 107'drehbar gelagerten Greifer 109, deren rückwärtige Enden in die spiralförmige Nut 108 des Rades 106 eingreifen. Bei Drehung des letzteren um die Achse 102 werden die Greifer je nach der Drehrichtung angezogen bezw. ausgerückt.
Die in Fig. 17 gezeichnete Vorrichtung zum Abheben des'Kissens von dem Hut während seiner Bewegung gegen den Strich des letzteren besteht darin, dass der Rahmen 31 mittelst einer gekröpften Stange 111 und einer Verbindungsstange 110 mit dem Hebel 40 verbunden ist. Diese beiden Stangen sind an dem T-förmigen Ende der Zugstange 112 drehbar befestigt, deren unteres Ende mit einem Exzenter 113 verbunden ist. Während eines bestimmten Teiles des Hubes der Stange 29 wird die Zugstange 112 von dem Exzenter 113 abwärts gezogen, so dass die letztere die Stange 29 und mit ihr das Kissen 30 von dem Hut entfernt.
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Hutschleifmaschine mit zur Aufnahme des Arbeitsstückes dienendem Klotz, welcher eine Drehung um die eigene Achse und gleichzeitig eine Wendebewegung ausführt, dadurch gekennzeichnet, dass das den Hut bearbeitende Kissen federnd gegen den Hut gedrückt wird und gleichzeitig als Ganzes eine kreisförmige oder elliptische Bewegung auf demselben ausführt, so dass alle Teile des Kissens eine gleich grosse Bahn beschreiben und daher auch der Hut an allen Stellen gleichförmig bearbeitet wird.
2. Eine Ausführungsform der unter 1 angegebenen Maschine, dadurch gekennzeichnet, dass der Klotz zum Aufstecken des Hutes in einem an der Säule (1) des Maschinengestelles drehbaren Oberteil (2) gelagert ist, welcher mittelst einer in der Säule angeordneten Hohlwelle (15) und eines Differentialgetriebes (20, 21, 22) schwingende Bewegung erhält, während
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bewegung des Klotzes durch Verstellung des Rahmens 31 das Werkzeug vom Werkstück wogdrückt.
3. Bei der unter 1 und 2 gekennzeichneten Maschine die Vorrichtung zur Befestigung des Klotzes (14) an der Platte (13), dadurch gekennzeichnet, dass die an den inneren Klotzzapfen angreifenden, an der Spindel (76) befestigten Klauen (78) in der Weise durch eine feste Scheibe (77) geführt werden, dass sie bei Acbsialverstellung der diese Klauen tragenden Spindel (76) angezogen bezw. gelöst worden können.
4. Eine Abänderung der unter 3 gekennzeichneten Vorrichtung, nach welcher die an der achsialen Spindel des Klotzes befestigten drehbaren Klauen (109) mittelst ihrer rück-
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eingreifen, so dass durch Drehung der letzteren die Klauen den Klotz fassen oder freigeben.
5. Bei der unter 1 und 2 gekennzeichneten Maschine eine Vorrichtung zum Schwingen der Achse dos Klotzes (14), bestehend aus einer horizontal gelagerten Welle (82), welche von der vertikalen Welle 7 angetrieben wird und der Klotzspindel vermittelst konischer Räder (80, 81) und Zahnräder (83, 84) ihre Drebbewegung mitteilt, wobei die Klotzspindel
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Zahnkranz (103) versehen ist, welcher mit einem in einem stillstehenden Lager drehbaren Zahnrad (104) zusammenwirkt.
7. Bei der unter 1 und 2 gekennzeichneten Maschine die Vorrichtung zum zeitweisen
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bunden sind und die Verbindung zwischen dem Rahmen 31 und dem unter Federwirkung stehenden Hebel 40 herstellen, während das andere Ende der Stange 112 mit einem Exzenter ) zusammenwirkt und auf diese Weise die Verbindung 110, 111 zeitweise verlängert wird.
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