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Anordnung zur Erzeugung einer Regelspannung in einer Mittelfrequenzverstärkerstufe
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Erzeugung einer Regelspannung in einer Mittelfrequenzver- stärkerstufe zur verzögerten automatischen Verstärkungsregelung einer vorangehenden Verstärkerstufe, wo- bei der Stromkreis zur Speisung der Ausgangselektrode der Mittelfrequenzverstärkerstufe einen Gleich- stromwiderstand enthält, über welchem eine dem zugeführten Strom proportionale Spannung entsteht ; eine solche Anordnung kann mit besonderem Vorteil in Rundfunkempfängern Verwendung finden und wird daher nachstehend in einer entsprechenden Ausführungsform erläutert.
Die automatische Verstärkungsregelung benutzt üblicherweise eine der mittleren signalstärkepropor- tionale Regelspannung, die durch Gleichrichtung des Empfangssignals gewonnen wird. Die Regelspannung wird den Gittern einer oder mehrerer Verstärkerstufen derart zugeführt, dass die Verstärkung bei zuneh- mender Signalstärke abnimmt. Es ist ferner bekannt, eine verzögerte Verstärkungsregelung dadurch zu erzeugen, dass ein Teil des verstärkten Signals einer gesonderten Diode zugeführt wird, die an einer Vorspannung liegt, durch die die Diode undurchlässig bleibt, bis die Amplitude des zugeführten Signalteils einen vorbestimmten Wert überschreitet. Bei den bekannten Schaltungen liess sich jedoch das erwünschte
Ergebnis nur mit einem Mehraufwand an Schaltungsteilen erreichen. Schaltungen dieser Art enthielten z.
B. eine Diode, einen den Gleichstrom sperrenden Kondensator, eine Vorspannungsquelle für die Diode und einen'Widerstand für die Zurückleitung des Gleichstroms an Masse. Diese Teile waren erforderlich, um die der Diode zugeführte Vorspannung von dem Punkt der Schaltung, wo der genannte Signalteil entnommen wurde, fernzuhalten, und auch, um die Diode gegenüber in diesem Punkt etwa vorhandenen Gleichspannungen zu isolieren.
Die Erfindung betrifft eine Anordnung von einfachem Aufbau und mit niedrigen Herstellungskosten ; sie lässt sich mit Vorteil in Transistorempfingern anwenden.
Die erfindungsgemässe Anordnung unterscheidet sich bekannten gegenüber dadurch, dass mit der Ausgangselektrode der Mittelfrequenzverstärkerstufe ein derart durch die Spannung über dem Gleichstromwiderstand vorgespannter Gleichrichter verbunden ist, dass der Gleichrichter nur dann durchlässig wird, wenn die Amplitude der Spannung an der Ausgangselektrode einen vorbestimmten Wert überschreitet, wobei der durch den Gleichrichter fliessende Strom über einem zweiten Widerstand die Regelspannung erzeugt.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird an Hand der Zeichnung erläutert, die die Anwendung der Erfindung bei einem Rundfunkempfänger zeigt.
In der Zeichnung bezeichnet 10 eine Antenne zum Empfang eines Rundfunksignals, das einer Oszilla- tor-M'odulatorstufellzur Erzeugung eines Zwischenfrequenzsignals zugeführt wird. Das zwischenfrequente Signal gelangt zu einem Zwischenfrequenzverstärker 12 und von dort zu einer nach der Erfindung ausgebildeten Anordnung zur Erzeugung einer verzögerten Verstärkungsregelspannung. Diese Spannung gelangt über den Leiter 17 zum Verstärker 12 und steuert dessen Verstärkungsmass. Das Zwischenfrequenzsignal gelangt von der Anordnung 13 zu einem Detektor 14, in dem ein tonfrequentes Signal entsteht. Dieses wird einem Tonfrequenzverstärker 15 zugeführt, an dessen Ausgang ein Lautsprecher 16 liegt.
Die Anordnung 13 umfasst einen Verstärker 20 mit einem Transistor 21 in Emitterschaltung, d. h. einer Schaltung, bei der der Eingangskreis von der Basiselektrode und dem Emitter gebildet wird. Widerstände 22 und 23 bilden einen an der Basiselektrode liegenden Spannungsteiler, der den Emitter-Basiskreis in der Durchlassrichtung vorspannt und ein Kondensator 24 dient zur Erdung des Emitters in bezug auf
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die Zwischenfrequenz. Ein Widerstand 25 ist an den Emitter angeschlossen. Ein Kreis 26, der mit einem Gleichstromwiderstand und einem abgestimmten Wechselstromwiderstand gleichwertig ist, liegt zwischen Kollektor und Masse. In der gezeigten Ausführungsform umfasst der Kreis 26 die Erstwicklung eines Transformators 27, dessen Zweitwicklung 28 an Ausgangsklemmen 29 liegt.
Die Anordnung 13 umfasst ferner einen Gleichrichter 30, der in der Ausführungsform aus einer Diode 31 besteht. Sie liegt am Kollektor des Transistors 21 sowie an einem Nebenschlusskondensator 32 für die Zwischenfrequenz mit einem dazu parallelgeschalteten Widerstand 33 für den Gleichstrom. Die Diode 31 liegt ferner an einer Anschlussklemme 34, die mit dem Leiter 17 in Verbindung steht, der zur Rückfüh- rung der Regelspannung dient.
Wie schon erwähnt, arbeitet die Anordnung 13 bei der gezeigten Ausführungsform als Zwischenfrequenzverstärker, wodurch das an den Klemmen18 zugeführte Zwischenfrequenzsignal nach erfolgter Verstärkung in dem Verstärker 20 an den Ausgangsklemmen 29 erscheint.
Aus obigem ist ersichtlich, dass der für den Verstärker 20 erforderliche Gleichstrom durch den Kreis 26 fliesst. Hiedurch entsteht Über dem Wirkwiderstandsteil des Gesamtwiderstandes des Kreises 26 eine Gleichvorspannung.
Es ist ferner aus der Darstellung ersichtlich, dass diese Gleichvorspannung direkt an die Diode 31 gelangt. Ihre Grösse und Richtung sind so gewählt, dass die Diode 31 normalerweise undurchlässig ist und nur dann durchlässig wird, wenn das Zwischenfrequenzsignal über den Kreis 26 eine die genannte Vorspannung übersteigende Spannung erzeugt.
Es entsteht somit eine Verstärkungsregelspannung, wenn das Zwischenfrequenzsignal ein vorbestimmtes Niveau überschreitet. Die Regelspannung wird in der üblichen Weise durch den Kondensator 32 und den Widerstand 33 geglättet und gelangt zur Klemme 34.
Durch passende Bemessung des Kreises 26 und des Verstärkers 20 kann erreicht werden, dass die zur Verzögerung dienende Gleichspannung einen erwünschten Wert bei normaler Betriebsweise besitzt.
Die erzeugte Regelspannung hat eine derartige Polarität, dass sie sich besonders zur Steuerung der npn-Transistoren in vorhergehenden Verstärkerstufen eignet. Wenn die Steuerung von pnp-Transistoren erwünscht ist, kann in dem Verstärker 20 ein npn-Transistor verwendet werden, wobei die Polarität der Spannungsquelle B entsprechend geändert wird.
Die Erfindung ermöglicht somit die Erzeugung einer verzögerten Regelspannung unter Heranziehung nur einer kleinen Anzahl von zusätzlichen Schaltungsteilen, welche den Gleichspannungspegel am Ausgang des Detektors nicht beeinflussen und auch nicht davon abhängig sind.