AT221469B - Verfahren zum Naßknitterfestmachen von Garnen oder textilen Gebilden - Google Patents
Verfahren zum Naßknitterfestmachen von Garnen oder textilen GebildenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Nassknitterfestmachen von Garnen oder textilen Gebilden Es wurde gefunden, dass man nassknitterfest veredelte Garne und textile Gebilde, welche aus Cellulose oder regenerierter Cellulose bestehen oder solche vorwiegend enthalten, herstellen kann, wenn man sie im alkalisierten Zustand mit Verbindungen umsetzt, die mehr als einmal, vorzugsweise zweibis viermal den Rest cri, =CH-CO-N < enthalten, wobei die Umsetzung unter Vermeidung wesentlicher Wasserverluste durchgeführt wird. Das erfindungsgemäss erhaltene Gewebe zeichnet sich durch eine sehr gute Nassknitterfestigkeit aus, insbesondere weist es gegenüber den nach den bekannten Verfahren ausgerüsteten Textilien den technisch wertvollen Vorteil auf, dass die während des Ausdrücken im nassen oder feuchten Zustand eingedrückten Knitter sich in kurzer Zeit während des Trocknens wieder verlieren, so dass das getrocknete Gewebe ein sehr glattes und weisses Aussehen zeigt. Die Veredelung der Cellulose kann praktisch so durchgeführt werden, dass man das Gewebe zuerst in Gegenwart eines geeigneten handelsüblichen Mercerisier-Netzmittels alkalisiert und danach die CH-CH-CO-N < -Gruppen enthaltenden Verbindungen aufträgt. Das Auftragen kann aus wässerigen Lösungen oder aus Lösungen in indifferenten organischen Lösungsmitteln, wie z. B. Aceton, Dioxan, vorgenommen werden. Es ist auch möglich, die Verbindungen in Form von vorzugsweise wässerigen Suspensionen, Dispersionen oder Pasten aufzutragen. Die Lösungen, Suspensionen oder Pasten können auf beliebige Weise, z. B. mittels einer Auftragswalze, auf das Gewebe aufgebracht, sie können auch z. B. aufgesprüht oder aufgerakelt werden. Es ist ferner möglich, feste Substanzen, eventuell mit Hilfe einer geeigneten siebmaschine, aufzustäuben. Werden die CH-CH-CO-N < -Gruppen enthaltenden Verbindungen in Form von Lösungen in Wasser oder indifferenten organischen Lösungsmitteln angewendet, so werden möglichst hochkonzentrierte Lösungen gewählt. Oft ist die Löslichkeit der Verbindungen zu gering, um Lösungen der gewünschten Konzentration zu erhalten ; in solchen Fällen werden zweckmässig Suspensionen oder Dispersionen der Verbindungen vorzugsweise in Wasser verwendet. Hiebei wird die Konzentration im allgemeinen auf etwa 3 bis etwa 50 Gew.-% eingestellt. Die Konzentration und die aufzutragende Menge der Lösungen Suspensionen, Dispersionen bzw. Pasten richtet sich nach dem gewünschten Auftrag der die CH=CH-CO-N < -Gruppen enthaltenden Verbindungen auf das Fasermaterial. Im allgemeinen wird der Auftrag so eingestellt, dass sich etwa 1 bis etwa 30glu, vorzugsweise 5-15%, der Verbindungen auf dem Fasermaterial, bezogen auf das Gewicht der trockenen Ware, befinden. Man kann natürlich auch umgekehrt vorgehen und zuerst die CH, =CH-CO-N < -Gruppen enthaltenden Verbindungen und dann die Alkalilauge bzw. andere basische Verbindungen auftragen. Ausserdem ist es möglich, Alkalilauge und die die Reste CH=CH-CO-N < enthaltenden Verbindungen gleichzeitig in einer Suspension aufzubringen. Zweckmässig werden die gemäss dem Verfahren der Erfindung behandelten Gewebe in einem sowohl in Kett- als auch in Schussrichtung leicht gespannten Zustand aufgewickelt und die Veredelung vorteilhaft bei leicht erhöhter Temperatur durchgeführt. Es kann jedoch auch bei normaler Temperatur gearbeitet werden. Im allgemeinen kommen Temperaturen in dem Bereich zwischen etwa 18 und etwa 1500C zur Anwendung. Je höher man die Temperatur wählt, desto kürzer ist <Desc/Clms Page number 2> die Umsetzungszeit anzusetzen. Bei Raumtemperatur ist die Umsetzung in etwa 6 - 20 Stunden beendet, während man bei 100-130 C nur wenige Minuten benötigt. Bei Temperaturen um und über 1000C verwendet man zweckmässigerweise Dampf zum Erhitzen. Hiebei tritt ein Wasserverlust praktisch nicht ein, so dass die Gewebestücke auch in ausgebreiteter Form in kurzer Zeit veredelt werden können. Es kann vorteilhaft sein, einen Polymerisationsinhibitor zu verwenden, aber selbst in Gegenwart eines Polymerisationskatalysators erhält man brauchbare Ergebnisse. Werden die aufgerollten Gewebe ohne Anwendung von Dampf auf höhere Temperaturen erhitzt, so kann es angebracht sein, die Geweberolle mit einer . wasserundurchlässigen Folie zu umwickeln, um Wasserverluste nach Möglichkeit zu vermeiden. Für das erfindungsgemässe Verfahren kommen Garne, Gewebe, Gewirke u. dgl., die aus nativer oder auch aus regenerierter Cellulose bestehen oder solche enthalten, in Frage. Man kann auch aus Cellulose enthaltenden Mischgespinsten hergestellte textile Gebilde zur Veredelung heranziehen. Als geeignete Basen zur Alkalisierung der Cellulose, die vorzugsweise bei Raumtemperatur vorgenommen wird, seien in erster Linie wässerige Alkalilaugen, insbesondere Natronlauge sowie Kalilauge in Konzentrationen von 1 bis 30 Gew.-% genannt. Ferner sind jedoch beispielsweise auch Alkalisalze schwacher Säuren, deren Dissoziationskonstante kleiner als k = 10-10 ist und deren Anion keine störenden Nebenreaktionen mit den CH-CH-CO-N < -Gruppen eingehen und deren Alkalisalze in wässeriger Lösung genügend hydrolysieren, geeignet. BeispielsweiseseiengenanntNatriumsilikat,-aluminat,-zinkat, - borat, tertiäres Natriumphosphat oder die entsprechenden Kalium- oder Lithiumsalze. Man kann jedoch EMI2.1 Die Alkalisierung der Cellulose-Fasermaterialien wird in üblicher Weise z. B. durch Tauchen und nachfolgendes Abquetschen oder durch Aufsprühen oder Auftragen der Basen durch Walzen u. dgl. vorgenommen. EMI2.2 weise Verbindungen der allgemeinen Formel : EMI2.3 in Betracht, in der X für ein Wasserstoffatom, einen Rest der Konstitution : EMI2.4 oder einen niederen Alkylrest, insbesondere-CnH2n+1. wobei n = 1 oder 2 ist, R1 für einen Alkylrest mit 1 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen oder einen Rest der Konstitution : EMI2.5 EMI2.6 tetramid, Bis-(acroylamidopropyl)-äther. Man kann auch Verbindungen einsetzen, welche unter den Reaktionsbedingungen CH =CH-CO-N < - Gruppen ausbilden. Als derartige Verbindungen seien beispielsweise die Halogenwasserstoff-Anlagemngs- produkte, wie beispielsweise N,N#-Methylen-bis-ss-chlorpropionamid und Tris-ss-chlorpropionyl-s-perhydrotriazin genannt. Es ist natürlich auch möglich, an Stelle der Halogenwasserstoff-Anlagerungspro- dukte, welche chemisch betrachtet auch als Halogenwassetstoffsäureester der entsprechenden gesättigten Hydroxylverbindung, z. B. <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 EMI3.2 <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1
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