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Energievernichter
Die Erfindung bezieht sich auf einen Energievernichter für in geschlossenen Leitungen strömende Flüssigkeit, insbesondere bei Triebwasserbeileitungen von Wasserkraftanlagen, bei Grundablässen und bei Schleusenfüllkanälen, mit einer den Strom der Flüssigkeit sperrenden Querwand an einem koaxial zur Leitung liegenden Rohrstück, das Kanäle zum Durchtritt der Flüssigkeit aufweist.
Es ist bereits eine Absperrvorrichtung für Ausläufe oder Rohrleitungen bei Talsperrablässen u. dgl bekannt, die sich durch ein mit radial beginnenden, in die Achsenrichtung übergeführten und dann vereinigten Kanälen versehenen Einlaufstück, das von einem die Einlauföffnungen abdeckenden verschiebbaren oder drehbaren Ringschieber umgeben ist, kennzeichnet. Diese Anordnung ist für Zwecke der Energievernichtung ungeeignet. Weiterhin ist ein hydraulischer Energievernichter bekannt, bei dem ein Druckwasserrohr von oben nach unten in ein Beruhigungsbecken eintaucht und den ihm entströmenden Wasserstrahl gegen den Boden dieses Beckens richtet, wobei der Strahl durch die darüberliegende Wassermenge belastet ist.
Demgegenüber ist der erfindungsgemässe Energievernichter dadurch gekennzeichnet, dass die vor bzw. hinter der Querwand des Rohrstückes liegenden Kanäle durch gerade und radial nach innen bzw 4 aussen verlaufende Öffnungen gebildet sind, wobei die Führung der Flüssigkeitsstrahlen so angeordnet ist, dass die gegenüberliegende Öffnungen des Rohrstückes durchsetzenden Flüssigkeitsstrahlen senkrecht aufeinander prallen bzw. auseinander gegen eine Prallwand treffen.
Zweckmässig ist das Rohrstück als von einer Querwand beiderseitig vorragender Hohlkörper mit ge-
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bevorzugten Ausführungsform ist das von der Querwand getragene Formstück als Rohr mit paarweise einander gegenüberliegenden Durchtrittsöffnungen ausgebildet. Gegebenenfalls können die Durchtrittsöffnungen im Rohrstück, wie an sich bekannt, durch einen Schieber od. dgl. abschliessbar sein.
Der erfindungsgemässe Energievernichter lässt sich einfach herstellen und einbauen, erfordert keine besondere Wartung und kann mit geringstem Raumbedarf in die Leitung eingebaut werden. Seine Leistungsfähigkeit kann durch die Zahl und die Ausbildung der Durchtrittsöffnungen für die Flüssigkeit innerhalb grosser Bereiche und für verschiedene Durchflussmengen bemessen werden ; die Flüssigkeit erfährt dabei im Energievernichter eine Ablenkung um etwa 900 durch Austreten aus der Leitung in einen lusse- ren, mit Prallwänden versehenen Ringraum oder durch Eintreten in das zentrale Formstück, wobei in letzterem Falle die Flüssigkeitsstrahlen gegeneinander treffen.
Weitere Merkmale und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der Zeichnung, die eine beispielsweise Ausführungsform eines erfindungsgemässen Energievernichters darstellt, u. zw. in Fig. 1 in einem Längsschnitt und in Fig. 2 in einem Querschnitt nach der Linie IN-IL der Fig. 1. Die Fig. 3 und 4 veranschaulichen abgeänderte Ausführungen im Längsschnitt.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 1 und 2 handelt es sich um einen Energievernichter, der in der Triebwasserbeileitung einer Wasserkraftanlage vorgesehen ist und dessen Gehäuse aus zwei Teilen 1 und 2 besteht. Der Gehäuseteil l besitzt einen Flansch 3 zum Anschluss an das Druckrohr der Leitung und erweitert sich in Fliessrichtung auf einen grösseren Durchmesser ; der Gehäuseteil 2 ist mittels einer durch Schraubbolzen 4 und Muttern gesicherten Flanschverbindung 5 an den Teil 1 angeschlossen, u. zw. unter Zwischenschaltung eines besonders ausgebildeten Formstückes 6, das aus einer kreisringförmigen Tragplatte 7. mit dem das Formstück zwischen den Flanschen 5 der Gehämetei-
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