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Feuerwehrfahrzeug mit Löschwasserbehälter
Kleinere Feuerwehrfahrzeuge, die bei grösseren Bränden als Vorauskommando oder im Gebirge auch allein eingesetzt werden sollen, müssen einerseits leicht und wendig, anderseits aber für ein wirksames
Eingreifen genügend gerüstet sein. Zur Ausrüstung gehört unbedingt ein Löschwasserbehälter, der einen so grossen Inhalt aufweisen soll, dass der Wasservorrat ausreicht, bis die Schlauchleitung zur nächsten Was- serstelle gelegt ist. Ein solcher Löschwasserbehälter belastet daher im gefüllten Zustand das Fahrzeug am meisten, weshalb anzustreben ist, wenigstens das Eigengewicht des Behälters auf ein Mindestmass herabzusetzen.
Nun sind aber die Behälter zufolge der auftretenden starken Verwindungen des Fahrgestelles im Feuerwehreinsatz auf schlechten Wegen grossen Beanspruchungen ausgesetzt, weshalb die bisherigen Blechbehälter, sollen sie nicht bald schadhaft werden, verhältnismässig schwer ausgeführt werden müssen. Eine solche Behälterausführung setzt aber wieder schwerere Fahrzeugtypen voraus, die den Anforderungen auf Wendigkeit, Schnelligkeit und Einsatzfähigkeit auf schlechten Wegen kaum genügen. Soll trotzdem mit kleinen, leichteren Fahrzeugen das Auslangen gefunden werden, geht dies nur auf Kosten notwendiger Ausrüstung.
Es ist zwar schon bekannt, die Tanks von Löschfahrzeugen mit Behältern aus Gummi oder gummiartigem Werkstoff zu versehen, die sich im gefüllten Zustand an der Tankwandung abstützen, so dass die Wände des Tanks verhältnismässig dünn und somit leicht ausgebildet werden können, ohne ein Leckwerden des Tanks befürchten zu müssen. Dabei handelt es sich aber um Fahrzeuge, die hauptsächlich dem Löschwassertransport dienen, somit kaum weitere Ausrüstungen mitzuführen brauchen und die einen in mehrere hellen unterteilten Flüssigkeitstank aufweisen. Die Zellen selbst sind für sich aus Blech in einer entsprechenden Rahmenkonstruktion hergestellt, haben also immer noch zu viel Gewicht für ein leichtes, für sich allein einsatzfähiges Feuerwehrfahrzeug, das zusätzliche Ausrüstung mitnehmen muss.
Die Gummibehälter sind bis auf die Öffnungen für die Anschluss-und Überlaufleitungen geschlossen, so dass es nicht möglich ist, Schlingerbleche od. dgl. vorzusehen, um das Hin- und Herfluten der Flüssigkeit zur Erhöhung der Fahrsicherheit zu verhindern. Auch ist es schwierig, die geschlossenen Gummibehälter zu reinigen, falls Verstopfungen im Leitungssystem auftreten.
Die Erfindung bezweckt die Beseitigung aller dieser Mängel und die Schaffung eines Feuerwehrfahrzeuges, dessen Löschwasserbehälter bei guter Zugänglichkeit das geringst mögliche Eigengewicht aufweist, so dass das Fahrzeug selbst leicht und wendig ausgeführt werden kann, ohne auf die Mitnahme notwendiger Ausrüstung verzichten zu müssen.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass zwischen den Fahrzeugaufbauten, beispielsweise einer vorderen Mannschaftskabine, einem hinteren Pumpenraum und zwei seitlichen Gerätekästen, ein durch eine Bodenplatte abgeschlossener Schacht ausgespart ist, der einen an sich bekannten, sich im gefüllten Zustand an die umgebenden Wände der Aufbauten bzw. die Bodenplatte anlegenden Behältersack aus Kunststoff od. dgl. aufnimmt. Es sind also überhaupt keine eigenen Tankwände mehr vorhanden, es übernehmen vielmehr die ohnehin notwendigen Wände der Aufbauten die Aufgabe der Abstützung des Behältersackes, der selbst im Verhältnis zu den übrigen Teilen kaum Eigengewicht hat. Dennoch ist ein Leckwerden nicht zu befürchten, da der Behältersack aus Kunststoff gegenüber allen auftretenden Verwindungen nachgiebig ist.
Die Anordnung des Schachtes in der Mitte der Aufbauten ergibt überdies eine günstige Gewichtsverteilung für das Gesamtfahrzeug. Korrosionsschäden an den Wänden der Aufbauten sind zufolge des Behältersackes nicht zu befürchten.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist der Behältersack oben offen ausgebildet und am oberen
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Schachtrand ein Rahmen zur Anbringung eines Deckels vorgesehen, an dem ausser der Saugleitung alle Leitungen und Armaturen sowie Schlingerbleche und gegebenenfalls eine Heizeinrichtung befestigt sind.
Der Deckel ergibt eine für die Montage und allfällige Reparaturen günstige Zusammenfassung aller wesentlichen Einrichtungen, wobei durch die oben offene Ausbildung des Behältersackes auch die Anordnung der Schlingerbleche gewährleistet ist. Die Saugleitung kann am Boden des Behältersackes mit einer Schelle od. dgl. leicht und einfach dicht angeschlossen werden.
Der gefaltete, den Rahmen übergreifende Rand des Behältersackes kann zugleich die Dichtung zwischen Deckel und Rahmen bilden, so dass hiefür keine eigenen Elemente erforderlich sind.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel schematisch im Teilschnitt dargestellt.
Die wesentlichen Aufbauten des Feuerwehrfahrzeuges bestehen aus einer vorderen Mannschaftskabine 1, einem hinteren Pumpenraum 2 mit der Pumpe 3 und einer Haspel 4 für den Hochdruckschlauch und aus zwei (nicht sichtbaren) seitlichen Gerätekästen für weitere Schläuche und sonstige Ausrüstungsgegenstände. Zwischen diesen Aufbauten ist ein Schacht 5 ausgespart, so dass die Wände der Aufbauten zugleich die vier Schachtseiten bilden. Der Schacht 5 ist unten durch eine Bodenplatte 6 abgeschlossen, während an seinem oberen Rand ein Rahmen 7 zur Anbringung eines Deckels 8 vorgesehen ist. Der Deckel 8 trägt Schlingerbleche 9 ; ferner sind an ihm die Zulaufleitung 10, die Überlaufleitung 11 und sonstige Armaturen befestigt.
Im Schacht 5 hängt ein Behältersack 12 aus Kunststoff od. dgl., der sich im gefüllten Zustand an die umgebenden Wände der Aufbauten bzw. an die Bodenplatte anlegt. Der Behältersack 12 ist oben offen, wobei sein gefalteter, den Rahmen 7 übergreifender Rand 13 die Dichtung zwischen dem Deckel 8 und dem Rahmen 7 bildet. Mit 14 ist die am Boden des Behältersackes 12 mittels einer Schelle 15 dicht angeschlossene, zur Pumpe 3 führende Saugleitung bezeichnet. Aus der besonderen Anordnung des Schachtes 5 bzw. des Behältersackes 12 in der Mitte der Aufbauten ergibt sich eine günstige Gewichtsverteilung für das Gesamtfahrzeug.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Feuerwehrfahrzeug mit Löschwasserbehälter, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Fahr- zeugaufbauien, beispielsweise einer vorderen Mannschaftskabine (1), einem hinteren Pumpenraum (2) und zwei seitlichen Gerätekästen, ein durch eine Bodenplatte (6) abgeschlossener Schacht (5) ausgespart ist, der einen an sich bekannten, sich im gefüllten Zustand an die umgebenden Wände der Aufbauten bzw. die Bodenplatte anlegenden Behältersack (12) aus Kunststoff od. dgl. aufnimmt.