AT220357B - Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Polyäthylen und Ruß - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Polyäthylen und Ruß

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AT220357B AT877459A AT877459A AT220357B AT 220357 B AT220357 B AT 220357B AT 877459 A AT877459 A AT 877459A AT 877459 A AT877459 A AT 877459A AT 220357 B AT220357 B AT 220357B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Polyäthylen und Russ 
Es ist bekannt, Formkörper der verschiedensten Art aus Polyäthylen herzustellen. Ebenso wird in er- heblichem Umfange zur Verbesserung der Beständigkeit gegen Licht und Sauerstoff Russ in Polyäthylen ein- gearbeitet, wobei man sich auf wenige   Grew.-%   Russ beschränkt. Höhere Russzusätze beeinflussen vor al- lem die mechanischen Eigenschaften der Mischungen in unerwünschter Weise ; man erhält dabei   bruchiges   und sprödes Material. 



   Um auch bei höheren Füllungsgraden eine noch ausreichende Flexibilität zu behalten, wurde bereits vorgeschlagen, die entsprechenden Formkörper durch elektromagnetische oder korpuskulare Bestrahlung zu verändern. Dieses Verfahren ist jedoch nicht in allen Fällen der   Polyäthylenverarbeitung   anwendbar. 



   Ferner wurde bereits vorgeschlagen, neutral bis alkalisch reagierende Füllstoffe,   z. B.   alkalisch rea- gierende Russe, in Polyäthylen einzuarbeiten und die Mischungen dann durch geeignete Mittel zu ver- netzen. 



   Es ist auch bekannt, dass sauer reagierende Russe in Verbindung mit organischen Peroxyden zur Ver- netzung von Polyäthylen nicht geeignet sind, da sie angeblich zu einem andern Zerfallsmechanismus des
Peroxyds und der Vernetzung führen. 



     Überraschenderweise   wurde nun gefunden, dass man ausgezeichnete Ergebnisse erhält, wenn man   Hochdruckpolyäthylenoder im   wesentlichen aus   Hochdruckpolyäthylen   bestehende Mischungen mit einem
Russ, der sauer reagiert, versetzt, das Gemisch homogenisiert, in an sich bekannter Weise verformt und während oder nach der Formgebung vernetzt. Als sauer reagierende Russe werden solche bezeichnet, de- ren wässerige Suspension einen pH-Wert unter 7, vorzugsweise unter 5 hat. Mit besonderem Erfolg ver- wendet man als Vernetzungsmittel ein organisches Peroxyd, beispielsweise Dicumylperoxyd. Die Ver- 
 EMI1.1 
 von 130 bis 2000C undgeführt. 



   Das Verfahren der Erfindung ermöglicht es, sehr grosse Mengen, beispielsweise   20-300 Gew.-Teile   Russ in 100   Gew.-Teile   Polyäthylen, einzuarbeiten, ohne dass die mechanischen Eigenschaften der Formkörper darunter leiden. 



   In der nachstehenden Tabelle sind die Eigenschaften von nach dem   erfindungsgemässen   Verfahren hergestellten Platten wiedergegeben u. zw. bei Verwendung verschiedener Russe in verschiedenen Mengen und verschiedenen Mengen von Dicumylperoxyd. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Zusammensetzung 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Poly- <SEP> Russ <SEP> Russ <SEP> Dicumyl-Reissfestigkeit <SEP> Bruchdehnung <SEP> 
<tb> äthylen <SEP> Durex <SEP> C <SEP> CK <SEP> 3 <SEP> peroxyd <SEP> bei <SEP> 22 C
<tb> (PH <SEP> 4) <SEP> (PH <SEP> 5)

   <SEP> 2 <SEP> 
<tb> kg/cm <SEP> %
<tb> 200 <SEP> - <SEP> - <SEP> 8 <SEP> 205 <SEP> 590
<tb> 200 <SEP> 200-8 <SEP> 272 <SEP> 85
<tb> 200-ZOO <SEP> 8 <SEP> 251 <SEP> 42
<tb> 200 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 8 <SEP> 240 <SEP> 23
<tb> 200 <SEP> 200 <SEP> - <SEP> 2 <SEP> 240 <SEP> 65 <SEP> 
<tb> 200 <SEP> 200-4 <SEP> 247 <SEP> 69
<tb> 200 <SEP> 200-6 <SEP> 257 <SEP> 75
<tb> 200 <SEP> 200-10 <SEP> 274 <SEP> 86
<tb> 200 <SEP> 200-12 <SEP> 278 <SEP> 86
<tb> 200 <SEP> - <SEP> 50 <SEP> - <SEP> 132 <SEP> 24
<tb> 200 <SEP> 50'--145 <SEP> 60
<tb> 
 
 EMI2.2 
 man die Knetorgane in. Tätigkeit setzt und die Mischung homogenisiert. Die Temperatur wird dann auf etwa 110 C gesenkt und 4 Gew.-Teile Dicumylperoxyd werden hinzugefügt. Bei dieser erniedrigten Temperatur wird nochmals homogenisiert, die Masse nach dem Erkalten herausgenommen und auf bekannte Weise zerkleinert. 



   Anschliessend wird mittels eines   auf 1200C   geheizten Extruders die fertige Mischung zu einem Rohr von etwa 32 mm   Aussendurchmesser   und etwa 1, 5 mm Wandstärke verarbeitet. Teile des Rohres werden im Trockenschrank oder in einem zum Teil mit Wasser gefüllten Autoklaven auf Temperaturen zwischen 135 und 2100C gebracht und nach   5 - 60   Minuten herausgenommen. Das Rohr ist nun vernetzt und in organischen Lösungsmitteln auch bei Siedetemperaturen weitgehend unlöslich. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung mit Russ gefüllter Formkörper aus Polyäthylen, dadurch gekennzeichnet, dass man Hochdruckpolyäthylen oder im wesentlichen aus Hochdruckpolyäthylen bestehende Mischungen mit einem Russ, der sauer reagiert, versetzt, das homogenisierte Gemisch dann verformt und während oder nach der Formgebung vernetzt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man auf 100 Gew.-Teile Polyäthylen 20-300 Gew.-Teile sauer reagierenden Russ verwendet.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Russes, dessen wässerige Dispersion einen pH-Wert unter 5 hat.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man als Vernetzungsmittel ein organisches Peroxyd, vorzugsweise Dicumylperoxyd, verwendet.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Vernetzung bei Temperaturen von 130 bis 220 C und vorteilhaft unter Drucken über 1, 5 atü durchführt.
AT877459A 1958-12-17 1959-12-03 Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Polyäthylen und Ruß AT220357B (de)

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