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Röhrenträger für Hochspannung, insbesondere für
Fernsehempfänger
Die Erfindung betrifft einen Röhrenträger für hohe Spannung, insbesondere für die Hochspannungsgleichrichterröhre in einem Fernsehempfänger, mit einer Röhrenfassung, die in einem an oder in der Nähe der Unterseite mit Montagemitteln versehenen isolierenden Behälter lösbar befestigt ist, wobei die Anschlussdrähte über den Behälterrand hinweg herausgeführt sind.
Ein solcher Röhrenträger bietet den Vorteil, dass die Kriechstrecke von den metallischen Montagebolzen, die den Behälter auf einem im allgemeinen geerdeten Chassisteil halten, zu den unter einer Spannung vonz. B. 20 kV stehenden Kontakten der Röhrenfassung nahezu doppelt so gross wie die Höhe des Behälters ist und daher leicht eine solche Länge aufweisen kann, dass das Eingiessen der Röhrenfassung in ein Isoliermaterial nicht erforderlich ist. Die Röhrenfassung muss dazu aber möglichst niedrig in einem verhältnismässig tiefen Behälter angebracht werden, was Probleme hinsichtlich der leicht lösbaren und sol- chenBefestigung der Röhrenfassung im Behälter dadurch schafft, dass die Anschlussdrähte zur Röhrenfassung nicht mit der Gleichrichterröhre in Berührung kommen dürfen.
Die Erfindung bezweckt, eine zweckmässi- ge und billige, zur Massenherstellung geeignete Bauart einer Befestigung der Röhrenfassung im Isolierbehälter zu schaffen, die den erwähnten Anforderungen entspricht.
Nach der Erfindung wird dieses Ziel dadurch erreicht, dass der Rand der im wesentlichen flachen Röhrenfassung gegen einen im Behälter geformten Rand oder Kragen mittels eines im wesentlichen rohrförmigen, koaxial im Behälter angebrachten Andruckelementes aus nachgiebigem Isoliermaterial gedrückt gehalten wird, welches am oberen Ende über einen Teil seines Umfanges mit einem Kragen versehen ist, der eine flanschförmige Verdickung des oberen Randes des Behälters umgreift, wobei die Anschlussdrähte derRöhrenfassung durch den Raum zwischen der Innenseite des Behälters und der Aussenseite des Andruckelementes zum Rand des Behälters laufen.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert, in der in Fig. 1 ein Axialschnitt und in Fig. 2 eine Draufsicht eines Ausführungsbeispiels dargestellt sind.
Die Figuren zeigen einen fräger für die Hochspannungsgleichrichterröhre eines Fernsehempfängers, mit einem Behälter 1 aus isolierendem, vorzugsweise unbrennbarem Material, z. B. aus löschendem Polyäthylen, welcher mit Hilfe von an oder in der Nähe der Unterseite angebrachten Montagemitteln, im dargestellten Falle zwei Ansätzen 3, auf einer vorzugsweise geerdeten Chassisplatte 5 montiert werden kann. Im Behälter 1 ist eine Röhrenfassung lösbar befestigt, die im dargestellten Falle aus zweiIsolierplatten 7 und 9, z.
B. aus Hartpapier, besteht, in denen in an sich üblicher Weise Öffnungen 11 zum Durchlass der Stifte einer Gleichrichterröhre (Diode) 13 (übersichtlichkeitshalber gestrichelt dargestellt) vorgesehen und weiterhin zwischen diesen Platten rechteckig umgebogene Kontaktfedern 15 angebracht sind.
Die beiden Isolierplatten 7 und 9 können, zusammen mit einem Distanzring 17 und einer noch näher zu beschreibenden Kontaktfeder 19, mittels einer Flanschbuchse 21 zusammengehalten werden. Die'rechteckig abwärts gebogenen Enden der Kontaktfedern 15 reichen durch die untere Platte 9 hindurch und bilden in üblicher Weise Anschlusszungen, mit denen die stark isolierten Zuleitungsdrähte 23 der Diode 13 und ein im Glühstromkreis der Diode angebrachter Widerstandsdraht 25, der um die Kontakte 15 herum gleichfalls zwischen den Platten 7 und 9 liegt, verbunden sind. Die obere Platte 7 der Röhrenfassung, die etwas grösser ist als die untere Platte 9, ruht an ihrem Rand auf einem umlaufenden Kragen 27, der an
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der Innenseite des Behälters 1 geformt ist.
Der Rand der Platte 7 wird gegen den Kragen 27 mittels eines im wesentlichen rohr- oder ringförmigen, koaxial im Behälter 1 angebrachten Andruckelementes 29 aus nachgiebigem Isoliermaterial, z. B. löschendem Polyäthylen. gedrückt gehalten, welches am oberen Ende über einen Teil seines Umfanges mit einem Kragen 31 versehen ist, der eine passende flanschförmige Verdickung 33 des oberen Randes des Behälters 1umgreift. Das Material des Elementes 29 ist hinreichend nachgiebig, um den Kragen 31 über die Verdickung 33 drücken zu können. Das Rohr 29 hat eine solche Länge, dass sein Unterrand gerade auf der Platte 7 zur Auflage kommt und diese gegen den Kragen 27 gedrückt hält. Auf diese Weise ergibt sich eine äusserst einfache lösbare Befestigung der Röhrenfassung 7,9.
DerBehälter lhatvorzugsweisadie Form eines Zylinders mit wenigstens einer, im dargestellten Falle zwei seitlichen Ausstülpungen 35, in denen die mit den Kontakten 15 der Röhrenfassung verbundenen Zuleitungsdrähte 23 aufwärts laufen und die an der Oberseite je durch ein radiales Verlängerungsstück 37 des Kragens 31 des Andruckelementes abgedeckt sind (s. Fig. 2, in der ein Teil des Flanschrandes 31 weggebrochen dargestellt ist) Jn den Verlängerungsstücken 37 ist je eine Aussparung 39 zumDurchlass der Zuleitungsdrähte 23 geformt. Eine solche Aussparung 40 (ill Fig. 1 gestrichelt dargestellt) kann auch im oberen Rand der Aus- stülpungen 35 vorgesehen sein.
Die Drähte 23 sind durch Öffnungen 41 in der Isolierplatte 7 hindurchgeführt ; der aufwärts verlaufende Teil dieser Drähte wird durch den rohrförmigen Teil 29 des Andruckelementes von einer Berührung mit der Diode 13 abgehalten.
Der Bodenteil des Behälters 1, der direkt unter den spannungsführenden Metallteilen, d. h. den Kon- takten 15 der Röhrenfassung, dem Widerstandsdraht 25 und den Zuleitungen 23 liegt, ist an der Innenseite im wesentlichen mit einer leitenden Schicht bedeckt, die im dargestellten Falle aus einem flachen Me- tallgefäss 43 besteht. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, bedeckt dieses Gefäss vorzugsweise auch die Seitenwände des Behälters 1 auf eine geringe Höhe. Das z. B. aus Kupferblech gepresste Gefäss 43 ist vorzugsweise beim
Spritzen des Behälters 1 in diesem angebracht und gegen dessen Boden gepresst. Das Gefäss 43 ist mittels der Feder 19 mit einem der Kontakte 15 verbunden und weist also das gleiche Potential von etwa 20 kV auf wiedies Kontakte.
DieAtmosphäreimInneren des Behälters 1 ist demnach völlig feldfrei und Sprühen ist mit Sicherheit vermieden, da sich zwischen der vom Gefäss 43 gebildeten Metallschicht und dem Iso- liermaterial des Bodens de. s Behälters 1 keine Luft befindet. Die volle Spannung von 20 kV liegt dabei zwischen der Ober- und Unterseite des Bodens des Behälters 1. Der Isolierwert des Materials des Behälters 1 ist so hoch, dass ein verhältnismässig dünner Boden bereits ausreicht, um der Spannung von
20 kV widerstehen zu können, vorausgesetzt, dass sich zwischen der Schicht 43 und dem Boden, wie gesagt, keine Luft befindet, die zu Sprüherscheinungen Anlass geben könnte. In der Praxis ergibt sich, dass für die normalen Fernsehempfänger eine Bodenstärke von 3 bis 4 mm bereits genügt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Röhrenträger für hohe Spannung, insbesondere für die Hochspannungsgleichrichterröhre in einem Fernsehempfänger mit einer Röhrenfassung, die in einem an oder in der Nähe der Unterseite mit Motagemitteln versehenen isolierenden Behälter lösbar befestigt ist, wobei die Anschlussdrähte über den Behälterrand hinweg herausgeführt sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand der im wesentlichen flachen Röhrenfassung gegen einen im Behälter geformten Kragen mittels eines im wesentlichen rohrförmigen, koaxial im Behälter angebrachten Andruckelementes aus nachgiebigem Isoliermaterial gedrückt gehalten wird, welches am oberen Ende über einen Teil seines Umfangs mit einem Kragen versehen ist, der eine flanschförmige Verdickung des oberen Randes des Behälters umgreift,
wobei die Anschlussdrähte der Röhrenfassung durch den Raum zwischen der Innenseite des Behälters und der Aussenseite des Andruckelementes zum Rand des Behälters laufen.