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Vorrichtung zum Zusammenbringen von festen und flüssigen Stoffen, insbesondere zur Gewinnung von Zucker durch Diffusion
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zusammenbringen von festen und flüssigen Stoffen, insbesondere zur Gewinnung von Zucker durch Diffusion, die mit einer annähernd horizontal gelagerten Trommel ausgerüstet ist, in der eine Förderschnecke angeordnet ist, deren axialer Teil durch ein den Durchtritt der festen Stoffe verhinderndes StUck begrenzt ist, ferner mit an der Eintrittsöffnung der Förderschnecke vorgesehenen Mitteln zur Zufuhrung der Flüssigkeit und an der Austrittsöffnung vorgesehenen andern Mitteln zur ZufUhrung der festen Stoffe ausgestattet ist, sowie mit der Förderschnecke verbundene,
in den für die Flüssigkeit bestimmten Kammern angeordnete Gitter zum Anheben der in jeder Kammer befindlichen festen Stoffe und mit den Gittern verbundene Leitwände aufweist, die die angehobenen festen Stoffe in eine Kammer fördern, die im Sinne der Förderschnecke vor der Kammer liegt, in der die festen Stoffe angehoben werden.
Eine solche Vorrichtung kann nicht nur zur Gewinnung von Zucker, sondern auch zur Behandlung anderer fester Stoffe als Zuckerrüben durch Diffusion mittels einer Flüssigkeit dienen. Man kann diese Vorrichtung auch für andere physikalische oder chemische Verfahren zur Behandlung fester Stoffe mittels Flüssigkeiten gebrauchen oder auch im umgekehrten Sinne zur beispielsweisen Gewinnung von Zusatzprodukten aus den festen Stoffen, zum Austausch von Ionen oder selbst zum Kalorienaustausch zwischen einem festen Stoff und einer Flüssigkeit.
Vorrichtungen dieser Art sind insbesondere für die Gewinnung von Zucker bekannt und in den deutschen Patentschriften Nr. 578025, Nr. 579726 und Nr. 815638 beschrieben. Bei den beiden in Rede stehenden Vorrichtungen werden die zu behandelnden festen Stoffe durch ein Gitter in einer durch die Förderschnecke bestimmten Kammer angehoben und durch zwischen den beiden Reihen der axialen Gitter angeordnete geneigte Trennwände in eine andere Kammer befördert.
Dies schafft jedoch Schwierigkeiten bei der Konstruktion, die sich bei einer Vorrichtung gemäss der Erfindung dadurch vermeiden lassen, dass jedes in einer Axialebene der Trommel angeordnete Gitter, sofern es keinen beweglichen Teil aufweist, sich nur teilweise über den Zwischenraum erstreckt, der einerseits durch den axialen Teil der Förderschnecke und die Innenwand der Trommel, anderseits durch gegenüberliegende Wandteile der Förderschnecke begrenzt ist und den übrigen Zwischenraum freilässt, wobei Mittel angeordnet sind, damit ein Gitter die von dem im Sinne der Förderschnecke ihm folgenden Gitter angehobenen festen Stoffe hindurchtreten und auf das vorhergehende Gitter gelangen lässt, ohne dass die festen Stoffe zwei Gitter auf
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destens zwei aufweisende Anzahl der Gitter je Gang der Förderschnecke darstellt,
und die Leitwände durch die Teile der Förderschnecke gebildet werden, die sich zwischen dem Gitter, das dem offenen Gitter folgt, und dem diesen vorhergehenden Gitter befinden.
Eine andere Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel, in der die Förderschnecke angeordnet ist, sich mit dieser Förderschnecke dreht, wobei diese Trommel sich an der Austrittsseite dieser Förderschnecke bis zu einer Endwand durch eine zylindrische, mindestens teil-
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weise perforierte Trennwand verlängert, die von einem durch diese Endwand begrenzten Gehäuse grösse- ren Durchmessers umgeben ist, dass das Beschicken mit festen Stoffen unter Zwischenschaltung minde- stens einer in das Gehäuse, ausser der zylindrischen perforierten Trennwand mündenden Leitung in einem axialen Teil des Gehäuses erfolgt, dass in einer axialen Ebene ein Beschickungsgitter angeordnet ist,
das sich von der Innenfläche des Gehäuses her bis zu dessen Axialteil erstreckt und zwischen der Förder - schnecke und der abschliessenden Trennwand untergebracht ist, dass der Spreizwinkel zwischen diesem
Beschickungsgitter und dem letzten Gitter der Förderschnecke gleich ist dem Spreizwinkel zweier einan- der folgender Gitter der Förderschnecke, dass in die zylindrische perforierte Trennwand eine sich maximal von dem Beschickungsgitter bis zum letzten Gitter der Förderschnecke erstreckende Beschickungsöffnung eingebracht ist und zur Verbindung mit diesem letzten Gitter entweder an der Endwand oder dem Be- schickungsgitter eine vorzugsweise perforierte Begrenzungswand vorgesehen ist, die gegebenenfalls in die
Endwand übergeht.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der Beschreibung der beigefügten Zeichnungen zu entneh- men. die eine beispielsweise Ausführungsform der Vorrichtung gemäss der Erfindung darstellen.
Es zeigen Fig. 1 eine schematische, teilweise geschnittene Seitenansicht eines Teiles der Vorrich- tung gemäss der Erfindung, Fig. 2 einen stark vereinfachten Schnitt der Fig. 1, Fig. 3 - 8 den Schnitt nach Fig. 2 mit entsprechend andern Winkelstellungen der Vorrichtung, Fig. 9 - 15 eine andere Ausfüh- rungsform der Vorrichtung in den Fig. 2 - 8 ähnlicher Darstellung, Fig. 16 eine perspektivische Ansicht in teilweiser Schnittdarstellung einer erfindungsgemässen Vorrichtung mit erfindungsgemäss ausgebildeter
Zuführungseinrichtung, Fig. 17 eine Seitenansicht der gemäss Fig. 16 ausgebildeten Vorrichtung, Fig. 18 eine Ansicht der Vorrichtung von der für den Austritt der Flüssigkeit vorgesehenen Seite her gesehen,
Fig. 19 eine schematische schaubildliche Darstellung des Förderschneckenanfanges, Fig.
20 einen teil- weisen Längsschnitt der in der Fig. 16 dargestellten Vorrichtung, Fig. 21 eine Seitenansicht einer Kam- mer der Vorrichtung, das Trommeläussere und die seitlichen Wände der Kammer im Schnitt, Fig. 22 einen Schnitt nach der Linie XXII-XXII der Fig. 21, Fig. 23 eine Ansicht eines Teiles der Vorrichtung von der für den Eintritt der Flüssigkeit vorgesehenen Seite her gesehen, Fig. 24 einen Schnitt nach der
Linie XXIV-XXIV der Fig. 23.
Die Fig. 25 ist ein schematischer Vertikalschnitt durch eine Vorrichtung gemäss der Erfindung, die Fig. 26 eine Endansicht von der Seite des Eintrittes der Schnitzel mit teilwei- sem Schnitt, die Fig. 27 ein Schnitt gemäss den Linien XXVII-XXVII der Fig. 25, die Fig. 28 ein Schnitt gemäss den Linien XXVIII-XXVIII der Fig. 25 und die Fig. 29 ein Schnitt gemäss den Linien XXIX-XXIX der Fig. 25.
Die dargestellte Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer drehbaren Trommel 1 mit einer Förderschnecke 2, die an ihrem Anfang mit Flüssigkeit, beispielsweise Wasser, und an ihrem Ende mit festen Stoffen, beispielsweise Zuckerrübenschnitzel, beschickt wird. Die Förderschnecke 2 ist in eine Anzahl Abteile 3 für die sich nach und nach mit Zucker anreichernde Flüssigkeit unterteilt, die sich in dem unteren Teil der Abteile 3 befindet, ohne dass sich ihre einzelnen Mengen untereinander vermischen.
Dreht sich die Förderschnecke 2 im Sinne des Pfeiles 4, so wird die Flüssigkeit, die sich nicht etwa zusammen mit der Förderschnecke 2 dreht, in der Längsrichtung gemäss Pfeil 5 wie eine auf einer sich drehenden Schraube sitzende, an ihrer Drehung verhinderte Schraubenmutter verschoben. Zwei einander benachbarte Abteile 3 sind um einen Gang der Förderschnecke 2 versetzt.
In Axialebenen der Trommel 1 sind radiale Gitter 6 angeordnet, die sich von der Trommel 1 bis zur Achse 7 der Förderschnecke 2 erstrecken und durch die einander folgenden Wände der Förderschnecke 2, zwischen denen sie sich befinden, begrenzt sind. In einem Gang der Förderschnecke 2 sind vier Gitter 6 angeordnet, die miteinander Winkel von annähernd 900 einschliessen und die Kammern 8, von denen je vier pro Gang der Förderschnecke 2 angeordnet sind, begrenzen.
Jedes Gitter 6 weist zwei Teile auf, wie dies an dem Gitter a der Fig. 2 dargestellt ist. Der der Trommelwand benachbarte, mit 9 bezeichnete Teil ist fest, während der der Achse 7 benachbarte, mit 10 bezeichnete Teil beweglich ist.
Zur Darstellung der Bewegung der Flüssigkeit und der Zuckerrübenschnitzel sind in den Fig. 2 - 8 sieben aufeinanderfolgende Winkelstellungen der Vorrichtung bei einer Winkelverschiebung um 450 gezeigt.
Es ist vorausgesetzt, dass im Zeitpunkt 0 die durch zwei aufeinanderfolgende, mit a und b bezeichnete Gitter 6 begrenzte Kammer 8 mit Zuckerrübenschnitzeln angefüllt ist (Fig. 2). Die beiden andern, den Gittern a und b folgenden Gitter sind mit c und d bezeichnet. Die Dauer einer Umdrehung sei mit t bezeichnet. In der Zeit t/8 (Fig. 3) hat sich die Kammer (a/b) mit der Förderschnecke 2 um einen Winkel von 45 gedreht, ohne sich in der Längsrichtung zu verschieben, während die Flüssigkeit, die sich
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nicht mitgedreht hat, in der Längsrichtung um die Strecke x/8 verschoben wurde, wenn x gleich der
Länge eines Ganges der Förderschnecke 2 ist.
In der Zeit t/4 (Fig. 4) sind die Koordinaten a, x der Kammer 900 und 0 geworden, während die
Flüssigkeit um eine weitere Länge x/8 verschoben worden ist. Ausserdem hat sich das Gitter b geöffnet und die ganze in der Kammer a/b befindliche Füllung Rübenschnitzel in die Kammer b/c entleert, wo- bei sie jedoch in der Längsrichtung der Förderschnecke 2 im Gegensinn zur Verschiebung der Flüssigkeit um die Länge eines Viertel-Ganges, also um-x/4, verschoben wurde. Die Koordinaten der mit Rüben- schnitzeln angefüllten Kammer haben sich also von 900 und 0 auf 1800 und-x/4 geändert. Die Verschie- bung der Schnitzel in Längsrichtung der Vorrichtung wird sonach durch die Neigung der Wände der Transportschnecke bewirkt.
Die verschiedenen Bewegungsstadien der Flüssigkeit und der Rübenschnitzel sind in der folgenden
Tabelle zusammengefasst :
Tabelle I
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<tb>
<tb> Figur <SEP> Zeit <SEP> Rübenschnitzel <SEP> Flüssigkeit
<tb> a <SEP> x <SEP> x
<tb> 2000 <SEP> 0 <SEP>
<tb> 3 <SEP> t <SEP> 450 <SEP> 0 <SEP> x <SEP>
<tb> 8 <SEP> 8 <SEP>
<tb> - <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4
<tb> 5 <SEP> ## <SEP> 225 <SEP> -# <SEP> ##
<tb> 6 <SEP> # <SEP> 270 <SEP> -# <SEP> #
<tb> 2 <SEP> 4 <SEP> 2 <SEP>
<tb> 8 <SEP> 4 <SEP> 8
<tb> 8 <SEP> ## <SEP> 360 <SEP> -# <SEP> ##
<tb>
Man sieht, dass die RUbenschnitzel, nachdem sie aus der Kammer a/b in die Kammer b/c gelangt sind, sich mit der sie enthaltenden Kammer b/c verschieben,
jedoch keiner Längsverschiebung unterwor-
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3/4-Umdrehung der Trommel haben sich die Schnitzel um eine Kammer entgegen der Transportrichtung der Schnecke weiterbewegt und befinden sich in der gleichen Winkellage. Die absolute Längsverschiebung der Schnitzel hinsichtlich der Stelle, welche sie am Anfang der Umdrehung in Anbetracht der Trommel haben, ist gleich x/4 für eine 3/4-Umdrehung der Trommel. Diese Längsverschiebung findet entgegengesetzt zur Transportrichtung der Schnecke statt. Die absolute Längsverschiebung der Flüssigkeit hinsichtlich der Stelle, welche sie am Anfang der Umdrehung in Anbetracht der Trommel einnimmt, ist gleich 3/4x für eine 3/4-Umdrehung der Trommel. Diese Längsverschiebung findet in der Transportrichtung der Schnecke statt.
Die relative Längsverschiebung der Schnitzel und der Flüssigkeit für eine 3/4-Umdrehung der Trommel ist daher gleich 3/4x + x/4 = x der Steigung der Schnecke.
Zwischen zwei aufeinanderfolgenden Überführungen der Rübenschnitzel verschieben sich die Schnitzel einer bestimmten Kammer 8 gegenüber der Flüssigkeit um ein Abteil 3, d. h. so, dass sie mit der Flüssigkeit desjenigen Abteils in Kontakt kommen, das in der im Sinne der Förderrichtung der Schnecke (Pfeil 5) dem Abteil 3, das sie verlassen haben, vorangeht.
Die Rübenschnitzel bewegen sich also im Gegensinne zu der Richtung der Flüssigkeit. Die Vorrich-
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tung funktioniert also nach dem Gegenstromprinzip. Darüber hinaus fällt jede Füllung Rübenschnitzel nacheinander durch jede Flüssigkeitskammer. Das Anheben, das Entwässern und die Überführung der Rü-
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Es wurde bisher unterstellt, dass die Rübenschnitzel eine Kammer 8 vollkommen ausfüllen. Das ist jedoch nicht immer der Fall, da der Apparat auch mit einer geringeren Füllung arbeiten oder auch für andere Behandlungen gebraucht werden kann, bei denen die festen Teile die Kammern 8 nicht vollkommen anfüllen und sich in der in dem Abteil 3 befindlichen Flüssigkeit bewegen können.
Wenn man den in Fig. 9 dargestellten extremen Fall betrachtet, in dem ein einziger Rübenschnitzel A vor dem Gitter a liegt, und man einen Gleitwinkel für die RUbenschnitzel von 450 zulässt, so kann man wie vorher die folgende Tabelle aufstellen, die den Fig. 9-15 entspricht.
Tabelle II
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<tb> Figur <SEP> Zeit <SEP> Rübenschnitzel <SEP> Flüssigkeit
<tb> αx <SEP> x
<tb> 9 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 10 <SEP> # <SEP> 45 <SEP> 0 <SEP> #
<tb> 11 <SEP> # <SEP> 90 <SEP> 0 <SEP> #
<tb> 12 <SEP> ## <SEP> 135 #315 <SEP> -# <SEP> ##
<tb> 13 <SEP> # <SEP> 360 <SEP> -# <SEP> #
<tb> 14 <SEP> ## <SEP> 360 <SEP> -#+# <SEP> ##
<tb> 15 <SEP> ## <SEP> 360 <SEP> -#+#+# <SEP> ##
<tb>
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seine unterste Lage gelangt ist (Fig. 13), bewegt er sich in dieser Lage bei jeder Längsverschiebung im selben Sinne wie die Flüssigkeit (Fig. 14 und 15).
Während einer 3/4-Umdrehung erfolgt nur eine Überführung des Schnitzels A. Diese absolute Ver-
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auch gleich bei allen dazwischen liegenden Fällen. Darüber hinaus ist es möglich, dass, wenn die Rübenschnitzel oder die zu behandelnden festen Teile die Kammern 8 ausreichend anfüllen, die beweglichen Teile 10 einiger Gitter 6 fortgelassen werden können. Beispielsweise kann man vom Anfang der Förderschnecke 2 an gerechnet auf die beweglichen Teile des dritten Gitters und der folgenden ungeraden
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Gitter verzichten, wobei jedoch der bewegliche Teil des letzten Gitters erhalten bleiben muss.
Die RUbenschnitzelfüllungen fallen im vorschriftsmässigen Augenblick durch die den weggelassenen beweglichen Teil ersetzende Öffnung des beteiligten Gitters und werden ausserhalb der Periode des Sturzes und der Überführung der Schnitzel entweder durch das Gitter, das mit dem beteiligten Gitter die betrachtete Kammer begrenzt, oder durch die benachbarte RUbenschnitzelfullung festgehalten. Man erreicht auch beim Hindurchlassen der Rübenschnitzel durch die besagte Öffnung, dass die von dem (in der Transportrichtung der Förderschnecke) dem mit der Öffnung versehenen Gitter folgenden Gitter angehobenen Rubenschnitzel auf das vorhergehende Gitter befördert werden, ohne dass sie zwei Gitter mit einemmal überspringen oder in die Kammer zurückkehren können, die sie gerade verlassen haben.
Diese Rübenschnitzel können also während der Dauer ihres Anhebens durch das den Transport bewirkende Gitter keine Bewegung im umgekehrten unerwünschten Sinne durchführen.
Es wurde vorausgesetzt, dass die Gitter gleiche Winkel miteinander einschliessen, und, wenn n Gitter je Gang der Förderschnecke 2 vorgesehen sind, die Zahl n ganzzahlig ist, d. h. dass der zwei einander folgende Gitter trennende Winkel 3600/n ein ganzes Teilvielfaches von 3600 beträgt. In diesem Fall jedoch erfolgt das Anheben der Rübenschnitzel auf einmal mittels mehrerer Gitter, wobei der Drehmomentenwiderstand der Vorrichtung n mal je Umdrehung einen sehr grossen Wert annimmt. Zur Regulierung dieses Drehmomentenwiderstandes ist der Winkelabstand zwischen zwei einander folgenden Gittern vorteilhaft etwas unterschiedlich gegenüber einem ganzen Teilvielfachen von 3600, wobei n also auch keine ganze Zahl mehr ist.
Vorzugsweise nimmt man damit vorlieb, dass das erste und das letzte Gitter sich
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h.barten Gitter B beträgt ständig etwa 930. Diese beiden Gitter 18 und B begrenzen die erste Kammer 8.
Das Gitter 18 ist etwa in der Flucht des ersten Gitters 6 der Vorrichtung angeordnet, d. h. dass das Gitter sich am Anfang der Förderschnecke 2 befindet.
Das Gehäuse 17 ist an seiner dem Begrenzungsblech 16 abgekehrten Seite durch eine ringförmige
Trennwand 19 begrenzt, die sich in der diametralen Ebene des Teiles 20 befindet, der das Beschickungsgitter 18 begrenzt und den vierten diametralen Teil der Förderschnecke 2 bildet, von deren Ende gerechnet. Das Gehäuse 17 ist hier also in axialer Richtung entlang des Beschickungsgitters 18 begrenzt, jedoch kann es sich aber auch Über dieses Gitter hinaus erstrecken. Das Gehäuse 17 muss ein ausreichendes Volumen aufweisen, um die in die erste Kammer 8 einzufüllende Schnitzel bis zu einem angemessenen Niveau zu speichern. Die Linie 21, die die perforierte Trennwand 15 von der Kammer 1 trennt, folgt dem äusseren Umriss des Endes der Förderschnecke 2.
Die Trommel 1 ist nicht nur durch die Linie 21, sondern überdies durch das an das Beschickungsgitter 18 angrenzende Gitter 6 und die ringförmige Wand M begrenzt, so dass der Eingang der ersten Kammer freigelegt ist und eine grosse Öffnung zum Beschicken dieser Kammer zur Verfügung steht.
Die Trennwand 22, die einen Teil der Förderschnecke 2 bildet und die erste Kammer 8 begrenzt, ist an ihrer der Begrenzungswand 16 zugekehrten Seite ebenfalls perforiert. Die drei Leitungen 13 sind derart angeordnet, dass keine von ihnen die Kammer 8 durchdringt.
Die Gitter 6 erstrecken sich axial zwischen zwei entsprechenden diametralen Flächen der Wand der Förderschnecke im Mittelbereich dieser Flächen.
Jedes Gitter 6 ist, wie bereits oben ausgeführt wurde, aus einem festen Teil 9 und einem beweglichen Teil 10 zusammengesetzt, der derart angeordnet ist, dass er sich gegen den entsprechenden festen Teil 9 legen kann. Zu diesem Zweck ist jeder Teil 10 in der Nähe der Achse 7 an einem der Enden 23 (Fig. 21 oder 22) zweier an einer Welle 25 befestigter Hebel 24 angelenkt. Die Welle 25 selbst weist einen Steuerhebel 26 auf, der an dem Ende 29 des Kolbens 27 einer Vorrichtung 35 angelenkt ist, deren Zylinder 28 wiederum an der Innenfläche der Trommel 1 befestigt ist.
Die Welle 25 ruht in Lagern 30,31, die an Stützen 32 und 33 befestigt sind, welche an den Teilen diametraler Ebenen 39 und 41 angeordnet sind, die einen Teil der zugeordneten Kammer 8 bilden. Aus Fig. 22 ist ersichtlich, dass die Stosskanten 34 und 44, die Teile der diametralen Ebenen 39 und 41 und die geneigte Ebene 42 miteinander eine der senkrechten Wände der beiden aneinander angrenzenden Kammern 8 bilden. In der Nähe der Aussenkante der beweglichen Teile 10 sind angrenzend an den festen Teil 9 zwei Kulissensteine 36 vorgesehen, deren wirksame Teile als Zapfen 37 ausgebildet sind, die in Führungen 38 eingreifen, welche an den Teilen der diametralen Ebenen 39 und 41 befestigt und in einer mit dem festen Teil 9 einen spitzen Winkel bildenden Fluchtlinie angeordnet sind.
Während der Verschiebung des beweglichen Teiles 10 können die Zapfen 37 sich in den Führungen 38 drehen, so dass eine richtige Lage der beweglichen Teile 10 in ihrer eingezogenen Stellung gewährleistet ist. Dank der Anordnung und der Steuerung verschiedener Elemente ist das gesamte Volumen zwischen dem festen Teil 9 und dem zugeordneten beweglichen Teil 10 in dessen eingezogener Stellung sehr klein und damit das übrige zur Verfügung stehende Volumen der Kammer so gross wie möglich.
Die Hebeeinrichtungen 35 sind mit Drucköl über die Verbindungsleitungen 46 und 47 gespeist, die an der Aussenseite der Trommel mit festen Leitungen 48 und 49 verbunden sind. Diese Leitungen 48 und 49 wiederum sind an Ventile 50 angeschlossen (Fig. 23 und 24), die auf einem von der Trommel 1 getragenen Ring 51 befestigt sind und durch eine feste, an ihrer Steuerseite entsprechend ausgekehlte Nokke 52 gesteuert werden. Die Nocke 52 ist auf einer festen, die Hohlwelle 7 umgebenden Hülse 53 angeordnet und wird an ihrem Umfang durch einen Arm 43 festgehalten.
Die Ventile 50 sind nicht nur an eine einzige das Öl zuführende Speiseleitung, sondern an drei über Steuerorgane 57,58 und 59 mit einer Hauptspeiseleitung 60 verbundene Leitungen 54,55 und 56 angeschlossen. Eine unvollkommene Steuerung der Gitter 6 infolge zu grosser Schwankungen des Öldruckes wird dadurch vermieden, dass die Steuerzeiten mehrerer Ventile 50 mindestens teilweise zusammenfallen, wobei man natürlich auch eine andere Anzahl Leitungen wählen kann. Der Anschluss der Ventile 50 an die Leitungen 54,55 und 56 ist derart gewählt, dass dieses zeitliche Zusammenfallen auf ein möglichst geringes Mass beschränkt ist. Die Ventile 50 sind anderseits an eine mit der Leitung 62 verbundene Öldrucklaufleitung 61 angeschlossen.
Während die Hauptspeiseleitung 60 in axialer Richtung in die Hohlwelle 7 mündet, steht die Leitung 62 durch ein ringförmiges Verbindungsstück 63 mit dem ausserhalb befindlichen Ölreservoir in Verbindung.
Die Speisung mit Flüssigkeit erfolgt mittels einer festen Leitung 65, die über die Hohlwelle 7 mit
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einer Leitung 64 mit einem grossen Durchmesser verbunden ist, die sich am Anfang der Förderschnecke 2 befindet und in die erste Kammer mündet. In der Fig. 23 sind die Aufrisse der Mittellinien der Gitter dieser ersten Kammer mit 66 bzw. 67 bezeichnet.
Ferner sind zur periodischen Unterbrechung der Speisung mit Flüssigkeit solche an sich bekannte
Mittel vorgesehen, dass die Speisung etwa vom Zeitpunkt des Öffnens des GittersH bis fast zu dem Zeit- punkt dauert, in dem dieses Gitter die festen Stoffe anzuheben beginnt. Durch diese Steuerung wird ein
Vermischen der Flüssigkeit und der zu behandelnden festen Stoffe im Verlauf der Evakuierung vermieden.
Das Gitter I ist durch eine volle Wand ersetzt, die einen festen Teil 68 und einen beweglichen
Teil 69 (Fig. 19) aufweist. Dieser letztere Teil 69 wird wie die beweglichen Teile 10 der Gitter 6 gesteuert und dient der Evakuierung der zu behandelnden festen Stoffe. Alle andern zuvor geäusserten Erwägungen, wie die Anordnung der Gitter 6, gelten dabei ebenfalls für die das Gitter 66 ersetzende Wand.
Das Ablassen der Flüssigkeit erfolgt mittels einer Überlauföffnung 70, die in die axiale Zone der Begrenzungswand 16 eingearbeitet ist.
Die Trommel 1 wird mittels mit Führungsschienen 72 zusammenwirkenden Rollen 71 getragen, wie dieses aus den Fig. 17 und 18 ersichtlich ist.
Die Beförderung der RUbenschnitzel in der Vorrichtung geschieht folgendermassen :
Bei jeder Trommelumdrehung hebt das Gitter 18 im Gehäuse 17 eine im wesentlichen den Rauminhalt einer Kammer entsprechende Menge von Schnitzeln. Wenn sich das Gitter 18 in seiner oberen, im wesentlichen lotrechten Stellung befindet (Fig. 27), fallen die Schnitzel durch die zwischen den Gittern A und B am Umfang der Trommel 1 angebrachte Öffnung in das durch die Gitter A B begrenzte Abteil. In diesem Augenblick öffnet sich das Gitter B, um den Schnitzeln zu gestatten, sich im Abteil B C einzulagern (jedes Abteil trägt die Bezeichnung der Gitter, die es begrenzen).
Sobald das Gitter A die obere lotrechte Stellung überschritten hat und die vom Gitter 18 gehobenen Schnitzel alle abgeglitten sind, schliesst sich das Gitter B wieder und die Schnitzel werden bei der Umdrehung mitgenommen und tauchen in den am meisten gesättigten Saft, für den es die letzte Berührung mit den Schnitzeln vor seinem Austritt aus der Vorrichtung ist. Sobald das Gitter B seine untere lotrechte Stellung überschreitet, werden die Schnitzel von diesem Gitter angehoben und der von den Schnitzeln mitgenommene Saft fällt durch das Gitter in den unteren Teil der Trommel zurück.
Wenn das Gitter C eine obere, im wesentlichen lotrechte Stellung einnimmt, dann öffnet sich sein beweglicher Teil und die Schnitzel fallen in das Abteil C D, wobei sie eine Längsverschiebung um ein Viertel der Ganghöhe der Förderschnecke in der entgegengesetzten Richtung zur Fortbewegung des Saftes ausführen. Dann schliesst sich das Gitter C wieder. Nach einer Verdrehung der Trommel um 1800 sind die Schnitzel im Abteil C D in Berührung mit einem neuen Teil des Saftes, der in der Förderrichtung der Förderschnecke eine Längsverschiebung um eine Ganghöhe der Förderschnecke bei einer Verdrehung der Trommel um 3600 ausgeführt hat. Die Schnitzel werden vom Gitter C zur gleichen Zeit angehoben, wenn ein neuer Teil von Schnitzeln durch das offene Gitter B in das Abteil B C fällt.
Wenn das Gitter D eine obere, im wesentlichen lotrechte Stellung einnimmt, öffnet sich sein beweglicher Teil und die Schnitzel fallen aus dem Abteil C D in das Abteil D E, wobei sie wieder eine Längsverschiebung um ein Viertel der Ganghöhe der Förderschnecke ausführen. Nach einer Verdrehung der Trommel um etwa 900 öffnet sich das Gitter C und die beim zweiten Mal vom Gitter 18 zusammengerafften Schnitzel fallen in das Abteil C D. Es sind daher sieben Umdrehungen der Trommel erforderlich, damit sich die vom Gitter 18 angehobenen Schnitzel im letzten Schneckenabteil H I befinden. Die Schnitzel werden dann mit einem reinen Teil der Flüssigkeit in Berührung gebracht, der eben aus dem Rohr 64 eingespritzt wurde und durch das Gitter H auf den Grund der Trommel herunterfällt.
Diese Flüssigkeit wandert gegen das Austrittsende der Förderschnecke hin, geführt durch die Wände dieser Schnecke, im Ausmass von einem Schraubengang bei jeder Trommelumdrehung und begegnet dabei immer zuckerreicheren Mengen von Schnitzeln. Sobald die Wand 1 des letzten Abteils die obere lotrechte Stellung erreicht, verschiebt sich ihr beweglicher Teil 69 (Fig. 29) und die Schnitzel des Abteils H I fallen durch eine in der unteren hinteren Wand der Trommel 1 angebrachte Öffnung (Fig. 24) aus der Trommel 1 heraus.
Die Gitter A und I sind in der gleichen Axialebene der Trommel angebracht ; unter diesen Umständen tritt eine neue Menge von Rübenschnitzeln dann in die Vorrichtung (vom Gitter 18 ins Abteil B C) ein, wenn die Menge von Schnitzeln die Vorrichtung verlässt. Auf diese Weise bleibt die Verteilung der Schnitzel in der Vorrichtung sehr gleichmässig.
Es ist selbstverständlich, dass die Erfindung nicht auf die beschriebene Ausführungsform beschränkt ist und auch weitere Abänderungen möglich sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Man kann insbesondere die beweglichen Teile gewisser Gitter fortlassen. Die Mittel zur Steuerung der beweg-
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