AT219182B - Schlackenlösch- und Austragvorrichtung für Kesselfeuerungen od. dgl. - Google Patents

Schlackenlösch- und Austragvorrichtung für Kesselfeuerungen od. dgl.

Info

Publication number
AT219182B
AT219182B AT312860A AT312860A AT219182B AT 219182 B AT219182 B AT 219182B AT 312860 A AT312860 A AT 312860A AT 312860 A AT312860 A AT 312860A AT 219182 B AT219182 B AT 219182B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
slag
piston
extinguishing
discharge device
trough
Prior art date
Application number
AT312860A
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt Sauer
Original Assignee
Kohlenscheidungs Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kohlenscheidungs Gmbh filed Critical Kohlenscheidungs Gmbh
Application granted granted Critical
Publication of AT219182B publication Critical patent/AT219182B/de

Links

Landscapes

  • Jigging Conveyors (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Schlackenlösch- und   Austragvorrichtung für Kesselfeuerungen   od.   dgl. 



   Die Erfindung bezieht sich auf eine   Schlackenlösch- und   Austragvorrichtung für Kesselanlagen od. dgl., bestehend aus einem wassergefüllten Trog, aus dem die in ihn durch einen Schacht einfallende
Schlacke mittels eines Stössels ausgestossen wird. 



   Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art wird über eine bogenförmige Wanne ein verhältnismässig niedriger Schieber hin-und herbewegt, wobei der Schieber selbst als Bogenschieber ausgebildet sein kann. 



  Diese Vorrichtungen haben den Nachteil, dass sie umfangreicher Antriebsmechanismen bedürfen und bei grobstückiger Schlacke versagen, da die Schlackenbrocken dem Schub des Schiebers ausweichen und sich auf bzw. hinter diesem ablagern, Es ist daher schon vorgeschlagen worden, oberhalb der Bogenschieber Brechwalzen anzuordnen, die die Schlacke auf eine Maximalgrösse zerkleinern. Diese Brechwalzen stellen eine zusätzliche Störungsquelle dar und verteuern die Gesamteinrichtung erheblich. 



   Nach der Erfindung werden wesentliche Verbesserungen erreicht, indem der Trog als Rohr und der
Stössel als im Trog   vor-und zuruckschiebbarer,   den Trogquerschnitt etwa ausfüllender Kolben ausgebildet werden, dessen Mantellänge mindestens dem Maximalschubweg des Kolbens entspricht. Der den Trogquerschnitt etwa ausfüllende Kolben ermöglicht es, auch grosse Schlackenbrocken sicher auszutragen, ohne dass die Gefahr besteht, dass Schlacke hinter den Kolben gelangt. Wahrend der Schubbewegung des Kolbens dichtet der Kolbenmantel den Trog gegen den   Schlackenfallschacht   ab, so dass auch aus ihm keine Schlacke hinter den Kolben gelangen kann. 



   Um zu verhindern, dass aus dem Schlackenfallschacht niederfallende bzw. bei der Bewegung innerhalb des Trogs entstehende, feinkörnige Schlacke zwischen Trogwandung und Kolbenmantel rutscht, wird erfindungsgemäss der Trog im Bereich des Förderweges des Kolbens in Schubrichtung abwärts geneigt. Es wird sich indessen nicht vermeiden lassen, dass der Kolbenmantel beim Rücklauf feinkörnige Schlacke mitnimmt. Damit diese Schlacke den Kolbenmantel nicht verschleissen bzw. nicht in das Innere des Kolbens eindringen kann, ist in weiterer Ausbildung der Erfindung der Löschwasserzulauf auf der dem Austragende abgewandten Seite des Trogs angeordnet, so dass das frisch eintretende Löschwasser die feinkörnige Schlacke zwischen Kolbenmantel und Trogwandung hinausspült.

   Diese Wirkung wird verstärkt, wenn ge-   mäss   der Erfindung der Löschwasserzulauf mit einer Verschlussvorrichtung versehen wird, die die Zulauföffnung nur beim Rücklauf des Kolbens freigibt. 



   Der Antrieb des Kolbens erfolgt erfindungsgemäss hydraulisch, vorzugsweise mit Öl, so dass keine beweglichen Teile durch den Trogmantel hindurchgeführt werden müssen und jegliche Dichtungen überflüssig sind. Der Antrieb erfolgt durch einen Kolben, der am rückwärtigen Ende der Kolbenstange des Förderkolbens angeordnet ist und mittels einer Druckflüssigkeit innerhalb eines feststehenden Zylinders vor-und zurückgeschoben wird. 



   Zur Steuerung der Bewegungsrichtung des Kolbens wird die hydraulische Antriebsvorrichtung mit einem selbsttätig arbeitenden Steuerventil ausgestattet, das bei Erreichen eines   vorbestimmten Förder-   druckes der Pumpe die Druckflüssigkeit vor bzw. hinter dem Kolben in den Zylinder eintreten lässt. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass grosse Schlackenbrocken, die bei einem Vorschub nicht genügend zer- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 kleinert sind, um ausgetragen werden zu können, erneut dem Kolbendruck ausgesetzt werden, auch wenn der Förderweg dabei nicht vollkommen ausgenutzt wird. 



   Die Erfindung ist mit weiteren Einzelheiten in den Zeichnungen und der zugehörigen Beschreibung erläutert. Es zeigen die Figuren Schnitte durch Schlackenaustragvorrichtungen in zwei verschiedenen Aus-   führungsformen :   
An den Trog   l,   der aus einem handelsüblichen Stahlrohr besteht, ist der Schlackenfallschacht 2 und dieser mit dem Flansch 3 an den nicht gezeigten Aschentrichter der Feuerung   angeschlossen. Imrückwär-   tigen Teil des Trogs befindet sich der Förderkolben 4, dessen Mantel 5 in seiner Länge etwa der Tiefe des   Schlackenfallschachtes   2 entspricht. Die Kolbenstange 6 des   Förderkolbens4 trägt an   ihrem Ende den Antriebskolben 7, der in dem Zylinder 8 verschiebbar gelagert ist. 



   Bei Inbetriebnahme der Vorrichtung wird durch den Wasserzulauf 9 Löschwasser in den Trog geleitet. 



   Die zugeführte Löschwassermenge wird so bemessen, dass die Temperatur des durch die Schlacke ständig beheizten Wassers zirka 800 C nicht übersteigt. Das Überschusswasser läuft durch die Überlauföffnung 10 aus dem Entschlacker ab. Der Wasserzulauf wird selbsttätig in Abhängigkeit beispielsweise von der Temperatur des Überlaufwassers geregelt. Sobald Schlacke in den Trog 1 einfällt, wird die aus einer Ölpumpe, Ventilen und sonstigem Zubehör bestehende, nicht dargestellte hydraulische Antriebsvorrichtung in Betrieb genommen. Dabei wird durch die Leitung 11 das Öl vor dem Kolben 7 in den Zylinder 8 gedrückt, wodurch der Kolben 7 und damit auch der Förderkolben 4 vorgeschoben wird. Die vor dem Kolben 4 sich befindende Schlacke wird dabei in Richtung auf das Austragende des Trogs vorwärts geschoben.

   Sobald der Druck des Öls vor dem Kolben 7 eine vorbestimmte Höhe übersteigt, wird die Ölzufuhr durch die Leitung 11 unterbrochen und gleichzeitig die Ölzufuhr durch die Leitung 12 freigegeben, wodurch die Kolben 7 und 4 in entgegengesetzter Richtung bewegt werden. Grosse Schläckenbrocken werden mittels der Brechkante 13 an der Mündung des Schlackenschachtes zunächst soweit zerkleinert, dass sie in den Trog passen und gegebenenfalls anschliessend noch durch einen Brecheinsatz 14 weiter zerkleinert. 



   An der tiefsten Stelle des Trogs befindet sich der mit dem Absperrventil 16 versehene Wasserablass 15, durch den in Stillstandszeiten das Löschwasser aus dem Trog abgelassen wird. 



   Die in beiden Ausführungsbeispielen schematisch dargestellten Vorrichtungen unterscheiden sich im wesentlichen nur durch die Lage des Trogs und die Löschwasserzufuhr. Es ist jedoch selbstverständlich, dass die Löschwasserzufuhr bei der Vorrichtung nach Fig. 2 entsprechend Fig.   l   entlang des Kolbenmantels erfolgen bzw. dass der Brecheinsatz nach Fig. 2 auch bei der Vorrichtung nach Fig.   l   Anwendung finden kann. Darüber hinaus ist auch jede andere Lage des Trogs, beispielsweise die Horizontallage, möglich, ohne dass dadurch das Wesen der Erfindung beeinflusst wird. 



   An Stelle von Öl kann für die hydraulische Antriebsvorrichtung auch jede andere geeignete Flüssigkeit oder sogar das frisch zuzuführende Löschwasser selbst als   Druckflüssigkeit   benutzt werden. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1.   Schlackenlösch- und   Austragvorrichtung für Kesselfeuerungen od. dgl., bestehend aus einem wassergefüllten Trog, aus dem die in ihn durch einen Schacht einfallende Schlacke mittels eines Stössels ausgestossen wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Trog   (1)   als Rohr und der Stössel als im Trog   (1)   vor-und zurückschiebbarer, den Trogquerschnitt etwa ausfüllender Kolben (4) ausgebildet ist, dessen Mantellänge mindestens dem maximalen   Schubweg   des Kolbens (4) entspricht.

Claims (1)

  1. 2. Schlackenlösch- und Austragvorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Trog (1) im Bereich des Förderweges des Kolbens (4) in Schubrichtung abwärts geneigt ist.
    3. Schlackenlösch- und Austragvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Löschwasserzulauf (9) auf der dem Austragende abgewandten Seite des Trogs (1) angeordnet ist.
    4. Schlackenlösch-und Austragvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Löschwasserzulauf (9) mit einer Verschlusseinrichtung versehen ist, die die Zulauföffnung nur beim Rücklauf des Kolben. ! (4) freigibt.
    5. Schlackenlösch- und Austragvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die in Schubrichtung des Förderkolbens (4) liegende Wandung des Schlackenfallschachtes (2) an ihrer Mündung in den Trog mit einer Brechkante (13) versehen ist.
    6. Schlackenlösch- und Austragvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Trog (1) ein Brecheinsatz (14) angeordnet ist. <Desc/Clms Page number 3>
    7. Schlackcnlösch-und Austragvorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass zum Antrieb des Kolbens (4) eine hydraulische, vorzugsweise mit Öl arbeitende Antriebsvorrichtung vorgesehen ist.
    8. Schlackenlösch- und Austragvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstange (6) des Förderkolbens (4) an ihrem rückwärtigen Ende einen weiteren Kolben (7) trägt, der innerhalb eines feststehenden Zylinders (8) mittels einer Druckflüssigkeit vor-und zurückgeschoben wird.
    . Schlackenlösch-und Austragvorrichtung nach den Ansprüchen 1, 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die hydraulische Antriebsvorrichtung mit einem selbsttätig arbeitenden Steuerventil ausgestattet ist, das bei Erreichen eines vorbestimmten Förderdruckes der Pumpe die Druckflüssigkeit vor bzw. hinter dem Kolben (7) in den Zylinder (8) eintreten lässt.
AT312860A 1959-05-20 1960-04-25 Schlackenlösch- und Austragvorrichtung für Kesselfeuerungen od. dgl. AT219182B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE219182T 1959-05-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT219182B true AT219182B (de) 1962-01-10

Family

ID=29592902

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT312860A AT219182B (de) 1959-05-20 1960-04-25 Schlackenlösch- und Austragvorrichtung für Kesselfeuerungen od. dgl.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT219182B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69217506T2 (de) Verfahren und vorrichtung zum zuführen von stückigem material zu einem behälter unter druck
AT365322B (de) Entschlackungseinrichtung fuer grossfeuerungen
DE1526061B2 (de) Einspeiseeinrichtung fuer einen wirbelschichtofen zur verbrennung von abwasserschlamm
AT219182B (de) Schlackenlösch- und Austragvorrichtung für Kesselfeuerungen od. dgl.
DE2024829A1 (de) Verschlußmechanismus für ein Gießgefäß mit Bodenausgußöffnung
DE1921876C3 (de) Nachstelleinrichtung für die Dichteinrichtungen eines Absperrschiebers
DE1157182B (de) Strebfoerderer
DE1729366B1 (de) Rueckfluss sperrventil fuer umlaufende plastifizier und foerderschnecken mit einspritzhub bei spritzgiessmaschinen
DE2101170A1 (de) Beschickungsvorrichtung fur Mull veraschungsanlagen
DE2612385C2 (de) Vorrichtung zum Entwässern von Schlamm
EP0151746B1 (de) Schlackenaustragseinrichtung für Grossfeuerungen
DE530377C (de) Hydraulisch betriebene, schwingbar gelagerte Vorrichtung zum Entleeren von Schacht- und anderen mit einem Herd versehenen OEfen, insbesondere Muellverbrennungsoefen
WO2007022867A1 (de) Vorrichtung zum fördern von dickstoffmaterial
AT383472B (de) Vorrichtung zum gleichmaessigen portionieren von teig
DE480980C (de) Vorrichtung zum Wegschaffen der Asche und Schlacken aus Feuerungen mit bewegten Rosten
AT137378B (de) Schlackenaustragvorrichtung.
DE2244532A1 (de) Vorrichtung zur ueberwachung des vorschubes an tunneloefen mit plattenfoerderung
DE3534302A1 (de) Aufgabevorrichtung zum beschicken eines wirbelbettes mit brenn- oder reaktionsmaterial
DE2539615C3 (de) Entschlackungseinrichtung für Großfeuerungen
DE1807499C (de) Fördervorrichtung zum schrittweisen Bewegen von gewalzten Stäben, Profilen u. dgl., insbes. durch ein Kühlbett
DE29822639U1 (de) Einrichtung für eine Wirbelschichtfeuerung zur Eintragung inhomogener Gemische
CH392059A (de) Kunststoff-Spritzgussmaschine
DE1729366C (de) Rückfluß-Sperrventil für umlaufende Plastifizier- und Förderschnecken mit Einspritzhub bei Spritzgießmaschinen
AT141919B (de) Vorrichtung zum Kühlen der Gußzeilen bei Matrizensetz- und Zeilengießmaschinen.
DE2128998C3 (de) Schlacken-Ausschubvorrichtung für GroBfeuerungen