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Betonstrassenfertiger für die Herstellung möglichst planebener
Fahrbahndecken
Die augenblickliche Entwicklung im Betonstrassenbau ist-wie die praktischen Erfahrungen zeigen- weitestgehend durch Bestrebungen zur Verbesserung der Planebenheit der Decken gekennzeichnet. Eine ge- naue Prüfung dieses Problems ergibt, dass die Planebenheit einer Strassendecke hauptsächlich durch drei
Faktoren bestimmt bzw. beeinflusst wird, nämlich durch die Schalungsschienenverlegung, durch die Art und das Verhalten des Betons und durch die Arbeitsweise des Betonstrassenfertigers bzw. dessen Glätteinrich- tung.
In diesem Zusammenhang lehrt die Baustellenerfahrung, dass weder eine genauere Schalungsschienen- verlegung noch eine bessere Anpassung des Betons erreichbar ist, so dass eine Lösung des vorgenannten
Problems nur durch Verbesserungen am Betonstrassenfertiger selbst erreicht werden kann.
Dieser Weg ist auch schon beschritten worden und es sind eigens zu diesem Zweck mit eigenem Fahr- antrieb ausgerüstete, mit dem bekannten Ungenauigkeitsausgleich, der sich aus der Anordnung mehrerer
Fahrwerke pro Bahnseite und deren Verbindung ergibt, ausgestattete Maschinen mit einer quer oder diagonal bzw. auch in Längsrichtung der Bahn liegenden Glätteinrichtung entwickelt worden.
Die Möglichkeit mit derartig aufwendigen und infolge ihres Eigenantriebes sehr teuren Maschinen die gewünschte Planebenheit der Fahrbahndecken zu erzielen, ist nur gegeben, solange es mit Hilfe des sich hin-und herbewegenden Glätters gelingt, die Unebenheiten der Oberfläche der verdichteten Decke plastisch zu verreiben. Ist dies infolge eines zu steifen und harten Betons nicht mehr möglich, so kann auch diese Maschine keine planebene Decke herstellen. Dies ist aber oft der Fall, weil der Beton in den meisten Fällen eine zu steife Konsistenz besitzt.
Die Erfindung zeigt einen Weg auf, diese Nachteile zu beheben und das gesteckte Ziel mit einfacheren Mitteln zu erreichen.
Ausgehend von den bereits skizzierten Maschinen wird auch im Rahmen der Erfindung zur Lösung des gestellten Problems der an sich bekannte Ungenauigkeitsausgleich für die Anbringung der Glätteinrichtung benutzt, u. zw. derart, dass die als Halterung für die Glätteinrichtung bestimmten Lenker des Ungenauigkeitsausgleichs mit ihren in Arbeitsrichtung vorn liegenden Endstücken kardanisch an einem, auf den Achsen der Fahrwerksräder eines Fertigers üblicher Bauart liegenden Rahmens und mit ihren in Arbeitsrichtung hinten liegenden Endstücken ebenfalls kardanisch an einem besonderen Nachlaufrahmen angeschlossen sind.
Mit andern Worten werden also die auf jeder Seite des normalen Betonstrassenfertigers sitzenden, also ohnehin vorhandenen Fahrwerksräder als ein Radpaar für den Ungenauigkeitsausgleich benutzt ; die beiden zur Ausgleichsvorrichtung noch fehlenden Radpaare bilden hingegen das Fahrwerkeines besonderen Nach- laufrahmei. s, wobei beide Fahrwerke wie üblich durch Lenker od. dgl. miteinander gekoppelt sind. Da das Fahrwerk des Fertigers bereits einen Antrieb besitzt, so entsteht gemäss der Lehre der Erfindung in Verbindung mit diesem Fahrwerk samt Antrieb, dem Nachlaufrahmen und den zugehörigen Koppelgliedern ein relativ einfaches und billiges Aggregat, das man als Halterung für die Glätteinrichtung verwenden kann.
Die Glätteinrichtung selbst ist nach bekannten Regeln und Vorbildern diagonal zur Fahrbahn angeordnet und führt im Falle der Erfindung gleichfalls hin-und herbewegende Bewegungen aus. Sie unterscheidet sich aber von den bisher bekannten Glättern dadurch, dass sie auseiner kombinierten Glätt- und Vibra-
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torbohle besteht. Auf Grund dieser Massnahme wird sie, im Gegensatz zu bekannten Glättern, dadurch in die Lage versetzt, die Oberfläche des verdichteten Betons so weit in den plastischen Zustand zu versetzen, dass er sich planeben abstreifen und glätten lässt. Das bedeutet aber, dass auch solche Decken, die eine zu steife Konsistenz besitzen, mit Hilfe der erfindungsgemässen Einrichtung planeben gefertigt werden können.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht des neuen Fertigers, Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf die Maschine,
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nen 7, die die seitliche Begrenzung der Betondecke 8 bilden.
Die den Ungenauigkeitsausgleich betreffenden Teile am Fertiger sind die Rahmenteile, die mit ihren Aussparungen 10 die Achsen 11 und 12 der Laufräder 5 umfassen und sich auf diesen abstützen.
Mittig zwischen diesen Laufrädern ist in jedem der Rahmen 9 ein waagrecht liegendes Lager 13 mit dem Lagerzapfen 14 angeordnet. Die Köpfe dieser Lagerzapfen sind rechtwinklig zum Zapfen durchbohrt und bilden zusammen mit den Gabelköpfen der Verbindungsträger bzw. Lenker 15 und den Bolzen 16 senkrecht liegende Gelenke, so dass aus den beiden Lagerstellen dieser Lenker sogenannte Kardangelenke entstehen.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, sind die Lenker 15 durch ebensolche Kardangelenke mit einem Nachlaufrahmen 17 verbunden. Dadurch ergibt sich nicht nur für die etwa mittig an den Verbindungsträgern befestigten Plattformen 18, auf die die Glätteinrichtung 4 mit den Rollen 19 läuft, der Ungenauigkeitsausgleich zu den Schalungs-bzw. Fahrschienen, sondern es wird dadurch das Durchfahren von Kurven ermöglicht.
Die bereits erwähnte und als Ganzes mit 4 bezeichnete Glätteinrichtung besteht aus der eigentlichen Glättbohle 20 und der Vibratorbohle 21. Beide sind durch geeignete Mittel 22 elastisch und höhenverstellbar miteinander verbunden bzw. gekoppelt und werden durch die Schubstange 23 in hin-und hergehende Bewegungen versetzt. Dabei rollen, wie bereits erwähnt, die Tragrollen 19 auf den Plattformen 18 ab und geben der Einrichtung die gewollte Höhenlage, die ebenfalls veränderbar ist. Die diagonale Lage zur Bahn ergibt sich aus der Anordnung der Plattformen und der Zugstangen 24. Sie beschränkt sich nicht nur auf die gezeichnete Lage, sondern sie kann auch die entgegengesetzte oder auch eine andere sein.
Die auf der Vibrationsbohle 21 angeordneten Vibratoren 25 werden in geeigneter Weise von einem Antriebsmittel 26 angetrieben und versetzen die Bohle in Schwingungen, deren Frequenz etwa 3200 pro Minute beträgt. Dadurch wird diese Bohle, wie bereits erwähnt, in die Lage versetzt, die Oberfläche des verdichteten Betons wieder so weit in den plastischen Zustand zurückzuführen, dass er sich durch das Zusammenwirken beider Bohlen planeben abstreifen und glätten lässt. Dabei bildet die dem Ungenauigkeitsausgleich unterworfene Plattform 18 die Basis für die höhenmässige Führung der Glätteinrichtung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Betonstrassenfertiger zur Herstellung möglichst planebener Fahrbahndecken mit einem sogenannten Ungenauigkeitsausgleich für die höhenmässige Führung der Glätteinrichtung, wobei diese an Lenkern sitzt, die ihrerseits kardanisch mit zugehörigen Fahrwerken gekoppelt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die als Halterung für die Glätteinrichtung (20, 21) bestimmten Lenker (15) mit ihren in Arbeitsrichtung vorn lie- genden Endstücken (13, 14, 16) kardanisch an einem auf den Achsen der Fahrwerksräder eines Fertigers üblicher Bauart angeordneten Rahmen (9) und mit ihren in Arbeitsrichtung hinten liegenden Endstücken ebenfalls kardanisch an einem besonderen Nachlaufrahmen (17) angeschlossen sind.