AT21859B - Vorrichtung zur Regelung der Zuführung von Sekundärluft bei Feuerungen. - Google Patents
Vorrichtung zur Regelung der Zuführung von Sekundärluft bei Feuerungen.Info
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Description
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Vorrichtung zur Regelung der Zuführung von Sekundärluft bei Feuerungen.
Ein grosser Teil der Saugkraft des Schornsteines wird bekanntlich durch den Widerstand aufgezehrt, welchen der Rost und der auf demselben lagernde Brennstoff dem Ein- dringen von Luft in den Feuerraum entgegensetzt. Dieser Widerstand wächst mit der Höhe der den Rost bedeckenden Brennstoffschichte. Ist also grösser-der Nutzeffekt dos Sclornsteinzuges somit, geringer-hei hoher Beschickung, zu deren Verbrennung gerade ein grösseres Luftquantum erforderlich ist und ist geringer-der Nutzeffekt des Schornstein- zuges. somit grösser-bei niedriger Beschickung, zu deren. Verbrennung ein geringeres Luftquantum genügt.
Dieser Widerstand ist anderseits am grössten - der Nutzeffekt des Schornsteinzuges somit am geringsten - unmittelbar nach der Neubeschickung des Rostes, wo gerade der grösste Luftbedarf vorhanden ist ; und dieser Widerstand verringert sich in dem Masse - der Nutzeffekt dos Schornsteinzuges vergrössert sich-je mehr die Schichte niederbrennt, also je geringer der Luftbedarf wird.
Diese Missverhältnisse auszugleichon ist Zweck vorliegender Vorrichtung, durch welche der Feuerungsanlago Sekundärluft zugeführt wird, in einer Menge, welche der jeweiligen Grösse des Unterdruckos im Feuerraum gegenüber dem Druck aussen und daher möglichst angenähert, der Grösse des jeweiligen momentanen Luftbedarfes entspricht.
Die Erreichung dieses Zweckes wird in der Weise angestrebt, dass Flüssigkeit, die in einem kommunizierenden Gefässe sich befindet, in bekannter Weise in dem einen Schenkel
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im Fenerraum vorhanden ist (wie dies bei den sogenannten Zugmessern in mehrfacher Art geschieht) und dass die so hervorgebrachten,-aus der stetigen Änderung des Unterdruckes im Feuerraume sich ergebenden-im Verlaufe des Verbrennungsprozesses auftretenden Niveauschwankungen der Flüssigkeit im kommunizierenden Gefässe zur Regelung der Grösse des freien Querschnittes für die Sekundärluft-Zuströmung ausgenützt werden.
Dies kann nun auf mehrere Arten erfolgen. Nach Fig. 1 steht der linke abgeschlossene Schenkel A eines kommunizierenden
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in Verbindung ; die Flüssigkeit ins steht somit unter dem dort herrschenden Drucke, die Flüssigkeit im rechten offenen Schenkel B unter dem Aussendruck. In den Schenkel B reicht eine Glocke G hinein, an we ! cho die ekundärluftleitung L angeschlossen ist, die beliebig wo im Feuerraume - vorne, seitlich, rückwärts, in der Feuerbrücke etc. - ausmünden kann.
Je grösser der Unterdruck im Feuerraume gegenüber dem Aussendruck ist,
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dem unteren Rande der Glocke G und dem Flüssigkeitsspiegel in B, durch welchen stand. x die Grosse des freien Querschnittes für den Zutritt von Sekundärluft in die (ilockc und durch die Leitung L in den Feuerraum bestimmt wird.
Um die absolute Grösse dieses Abstandes x für einen bestimmten Unterdruck regeln
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Verstellung des Wagebalkens kann eventuell durch Verkürzung bezw. Verlängerung dos Hebelarmes c und d bezw. der Zugstange e geregelt werden..
Nach Fig. 3 steigt und fällt mit dem Flüssigkeitsspiegel im Schenkel B des kommunizierenden Gefässes A C B ein Schwimmer D und verstellt unter Vermittlung des Gestänges f und g, die, in die Sekundärluftleitung L eingesetzte Klappe K.
Nach Fig. 4 erfolgt die Verstellung der Klappe K durch eine auf der Flüssigkeit im Gefässe E schwimmende Glocke F. Durch die Kombination des Gefässes E und der auf der Flüssigkeit in E schwimmenden Glocke F wird wieder das kommunizierende Gefäss mit den beiden Schenkeln A und B und der Verbindung C geschaffen.
Während nun auf der Flüssigkeit im offenen Schenkel B - um die Glocke F herum-der Aussendruck lastet, wird der Schenkel A, der Innenraum der Glocke F,. durch das in F hineinreichende zentrale Rohr a mit angeschlossenen Schlauch b wieder mit dem Feuerraum in Verbindung gebracht ; die in A befindliche Flüssigkeit steht somit unter dem im Feuerraum herrschenden
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und die Glocke F und desto grösser ist die Verdrehung der Klappe K durch die Glocke F.
Sowohl bei dieser Ausführungsform, so. wie bei der nach Fig. 3, kann die relative Stellung der Klappe K und damit die absolute Grösse des bei irgendeiner Stellung von D bezw. F von der Klappe K freigelassenen Querschnittes für den Durchtritt von Sekundärluft durch Änderung der Länge des Gestänges oder durch Verstellung des Hebels 9 ge-
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bezw. F kann durch eine passende Übersetzung bestimmt werden.
Da nun der Luftbedarf in der ersten Phase des Verbrennungsprozesses ein unverhältnismässig höherer ist als während des weiteren Verlaufes, so entspricht eine in demselben Verhältnisse wie die Unterdrücke im Feuerraume sich ändernde Verstellung der Klappe K' bezw. Zuführung von Sekundärluft nicht der Grösse der gleichzeitigen Änderung des Luftbedarfes. Die Grösse der Verstellung von JC und damit die Menge der zugeführten Sekundärluft muss vielmehr viel rascher wachsen bezw. abnehmen als der Unterdruck im Feuerraume,
Dies wird dadurch erreicht, dass zwischen Wage A C B (Fig. 2), Schwimmer D (Fig. 3) bezw.
Glocke F (Fig. 4) und Klappe K eine Übersetzung eingescháltet wird, welche bei wachsender Verstellung der Wage des Schwimmers bezw. der Glocke, die Klappe K nicht in gleichem Verhältnisse, sondern in stets grösser werdendem Verhältnisse verstellt. Um dies zu erreichen. kann die Übersetzung der Verstellung der Wage des Schwimmers bezw. der Glocke auf die Klappe in der Weise erfolgen, dass diese Elemente ihre Verstellung mittels des Hebels y vorerst auf eine Schnurscheibe s übertragen (Fig. 5), von der eine Schnur (Kette etc.) zu einer auf der Achse der Klappe K sitzenden Schnurrolle f mit spiralförmig gewundener Schnurrille t geht.
Praktisch kann bei sämtlichen Ausführungsarten auch eine Einrichtung zur Ablesung der Grösse dos momentanen Unterdruckes im Feuerraum getroffen werden, sowie eine der zahlreichen bekannten Registriervorrichtungen mit Uhrwerk zum Verzeichnen der Unterdruckschwankungen bezw. auch der Verstellungen der Klappe K angeordnet werden.
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organ verwendet worden.
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Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zur Regelung der Zuführung von Sekundärluft bei Feuerungen, dadurch gekennzeichnet, dass die durch sich im Verlaufe des Verbrennungsprozesses ergebende Druckdifferenzen hervorgerufenen Niveauschwankungen einer in einem kommunizierenden Geftsso befindlichen Flüssigkeit, dessen einer Schenkel in bekannter Weise mit dem Feuer- raume und dessen anderer mit der Aussenluft in Verbindung steht, zur Regelung der Grösse des freien Durchgangsquerschllittes der Sekundärluftleitung ausgenützt wird. <Desc/Clms Page number 3>2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den mit Aussenluft in Verbindung stehenden Schenkel (B) des kommunizierenden Ge- EMI3.1 hineinragt, so dass durch die Schwankungen des Flüssigkeitsniveaus in diesem Schenkel der freie Durchgangsquerschnitt zwischen diesem und dem Unterrand des glockenförmig erweiterten Endes der Sekundarluftleitung entsprechendem sich ändernden Drucke im Feuerraum geregelt wird.8. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch die infolge der Niveauschwankungen der Flüssigkeit in dem als Wage ausgebildeten kommunizierenden Gefäss (A 0 B) hervorgerufene Verdrehung desselben eine in der Sekundärluftleitnng (L) eingeschaltete Klappe (E) den Zutritt der Luft regelt.4. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch die infolge der Niveauschwankungen hervorgerufene Verstellung des in dem mit der Aussenluft in Verbindung stehenden Schenkels (B) des kommunizierenden Gefässes (A CB) vorgesehenen Schwimmers (D) die in der Sekundärluftleitung zur Regelung des Zutrittes der Luft dienende Klappe (K) verstellt wird.5. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als kommunizierendes Gefäss (A C B) ein zum Teil mit Flüssigkeit gefülltes Gefäss (E) dient, in welches eine in achsialer Richtung verstellbare Glocke (F) eintaucht, deren Innenraum durch ein Rohr (a b) mit dem Feuerraum verbunden ist, wobei durch die infolge der Niveauschwankungen hervorgerufene Verschiebung der Glocke (F), die in die Sekundärluftleitung (L) eingebaute Klappe (E) verstellt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT21859T | 1904-02-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT21859B true AT21859B (de) | 1905-10-25 |
Family
ID=3529537
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT21859D AT21859B (de) | 1904-02-18 | 1904-02-18 | Vorrichtung zur Regelung der Zuführung von Sekundärluft bei Feuerungen. |
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1904
- 1904-02-18 AT AT21859D patent/AT21859B/de active
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