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IN TURIN (ITALIEN)
Die Erfindung betrifft einepresse zumprüfen der Druckfestigkeit von in ihr zu lagernden Rohren jener Bauart, die mit zwei, zu je einem Rohrende hin-und von diesem weg beweglichen Anschlussköpfen, die zusammen mit dem Rohr einen geschlossenen, unter den Druck eines Prüfmittels setzbaren Raum einschliessen können, zu welchem Zwecke sie mit auf die Rohrenden passenden Dichtungen ausgestattet sind, ausgerüstet ist. Zweck der Erfindung ist es, diese Bauweise so zu verbessern, dass man zu einer weitgehend automatischen Arbeitsweise kommt, indem das zu prüfende Rohr, wenn es einmal in die Presse eingesetzt ist, weitgehend selbsttätig dem Prüfvorgang unterworfen wird.
Bei einer Presse der eingangs genannten Bauweise ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussköpfe je einen mit einem Transportgewinde versehenen Ansatz aufweisen und innerhalb dieses Ansatzes je eine Stützstange verschieblich ist, die an ihrem Ende je einen Stützflansch trägt, der an je eine der Stirnflächen des Rohres angepresst werden kann, wobei die Stützstange unter der Wirkung einer Feder steht, damit das Rohr zwischen den beiden Stützstangen, und von deren Federn geklemmt, in der Presse axial gesichert ist und dass zwecks Verstellung jeder dieser Stützstangen der Ansatz des Anschlusskopfes, wenn er mittels des Transportgewindes in eine vom Rohr entfernte Grenzlage gebracht und weiterbewegt wird, auf einem Ansatz der Stützstange einwirken kann, um letztere entgegen der Wirkung ihrer Druckfeder nach aussen in eine Lage zu stellen,
in der sich der vor die rohrseitige Begrenzung des betreffenden Anschlusskopfes geschobene Stützflansch zufolge entsprechender Längenbemessung von Anschlusskopf und dessen Ansatz einerseits und der Stützstange anderseits von der Stirnfläche des Rohres abhebt.
Ein Ausführungsbeispiel einer solchen Presse ist der schematischen Zeichnung zu entnehmen und wird im folgenden erläutert. Es zeigt Fig. 1 eine Ansicht der Presse, teilweise im Schnitt ; die Fig. 2 und 3 stellen Einzelheiten dieser Presse in etwas grösserem Massstab und in zwei verschiedenen Arbeitsstellungen dar.
Eine Grundplatte 1 weist nach oben ragende, feststehende Stirnteile 2 auf, die durch Längsanker 3 miteinander verbunden sind und die Reaktionskräfte des Prüfdruckes aufnehmen.
Das zu prüfende Rohr T ruht auf zwei Mittelstützen 7 und befindet sich zwischen zwei axial verschiebbaren Schlitten 4, die Führungsrollen 5 besitzen und je einen glockenförmigen Anschlusskopf 4a aufweisen, mit dem das Rohr T gleichachsig ist. Die Anschlussköpfe 4a der beiden Schlitten tragen an ihrem zum Rohrende gerichteten Rand Ringdichtungen 6, die beim Vorschub der Anschlussköpfe 4a das Rohr T dichtend umgreifen.
Die beweglichen Anschlussköpfe 4a setzen sich in Ansätze 8 fort, die Gewinde tragen, das in je eine Mutter 9 eingreift, welche in dem feststehenden Stirnteil 2 drehbar gelagert ist. jede der Muttern 9 wird über ein Zahnradpaar 10 und einen Riementrieb 11 von Antriebs-Motoren 12, deren Drehrichtung umkehrbar ist, angetrieben, um die Anschlussköpfe 4a zum Rohr T bzw. von diesem weg axial verschieben zu können.
Jeder der Ansätze 8 und der Anschlussköpfe 4a wird von einer zylindrischen Stange 14, Stützstange genannt, durchsetzt, die an ihrem dem Rohr zugewendeten Ende einen Flansch 13 trägt, der den gleichen Durchmesser wie das Rohr besitzt und letzteres stützt. Der Zufluss des Druckmittels aus dem Anschlusskopf 4a in das Rohrinnere ist frei, weil der Flansch 13 über Speichen od. dgl. mit der Stützstange 14 verbunden ist. Am andernEnde sind die Stützstangen 14 mit einem Ansatz 15 versehen, auf den von aussen Federn 16 wirken, die sich gegen eine feststehende Brille 17 abstützen.
In der Ruhestellung der Schlitten 4,
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die Fig. 1 zeigt, liegen die Stützen 17 mit ihrer Innenseite am Ende der Ansätze 8 an, wodurch auf Grund einer besonderen Längenbemessung der Stützstange 14 erreicht wird, dass der Stützflansch 13 vom Ende des Rohres T in einem Abstand"A", Fig. l, gehalten wird.
DasRohr wird in der Prüfstellung auf folgende Weise festgespannt : Nachdem das Rohr auf die Mittelstützen 7 aufgelegt worden ist, werden die beiden Motoren 12 in Gang gesetzt, wodurch die Schlitten 14 mit ihren Anschlussköpfen 14a an die Rohrenden herangeführt werden. Sobald der Ansatz 8 infolge der Drehung der Mutter 9 sich axial nach einwärts zu verschieben beginnt, werden die mit den Stützstangen 14 und damit auch die fest mitihnen verbundenenFlanschen 15 sich unter der Wirkung der Federn 16 gegen das Rohr bewegen, wodurch die Flanschen 13 sich unter dem Druck der Federn 16 an die Rohrenden anlegen. Die Anpresskraft kann durch Einstellung der Federn 16 geregelt werden.
Bei weiterer Einwärtsbewegung der Schlitten 4 übergreifen die in den Anschlussköpfen 4a vorgesehenen Packungen 6 die Enden des Rohres T unter Abdichtung des Rohrinneren nach aussen. Nun wird das Druckmittel durch die Zuleitung 4b, die in der Wandung 4a vorgesehen ist, eingeleitet und der gewünschte Prüfdruck hergestellt. Nach erfolgter Prüfung des Rohres wird letzteres aus der Presse dadurch entnommen, dass die Motoren 12 nun ihren Drehsinn gegen früher ändern, wodurch zunächst die ringförmigen Dichtungen 6 von den Rohrenden abgleiten, worauf die Flanschen 13 vom Rohr gelöst werden, indem das Aussenende des Ansatzes 8 sich gegen den Flansch 15 der Stangen 14 legt.
Das Rohr unterliegt unter dem Einfluss der sich bewegenden. Anschlussköpfe, die mit ihren Dichtungen über denRohrmantel gleiten, keiner Axialverschiebung, weil es durch die Flanschen 13 so lange gehalten wird, bis die Dichtungen 6 vom Rohr vollständig abgezogen sind. Beim Verschieben und Zurückziehen treffen die ringförmigen Dichtungen 6 auf das abgestumpfte Aussenprofil der Flanschen 13, ohne mit den scharfen Kanten der Rohrenden in Berührung zu kommen.