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Dampfturbine.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Einrichtung an jenen Dampfturbinen, bei welchen das rundherum beaufschlagte Laufrad am Umfang mit zwei versetzt stehenden Reihen von Dampfaufnahmstaschen versehen ist. Diese Einrichtung, welche den Zweck hat, den Dampf möglichst auszunützen und Energieverluste durch Abkühlen des Dampfes zu vermeiden, besteht darin, dass jeder der beiden versetzt stehenden Taschenreihen auch eine Reihe von abwechselnden Ein- und Ausströmkanälen im Leitkranz entspricht, wobei auch hier die beiden Reihen oder Systeme von Kanälen versetzt zueinander angeordnet sind, wodurch erzielt'wird, dass eine ununterbrochene Triebkraft auf das Laufrad und die Turbinenwelle wirkt.
In den Fig. 1 und 2 der Zeichnung ist eine der Erfindung gemäss eingerichtete Dampfturbine in zwei senkrecht zueinander geführten Schnitten dargestellt. Die Fig. 3 und 4 zeigen Teile der Abwicklungen der einander berührenden Flächen des Leitrades und Laufkranzes.
Das auf der Turbinenwelle a aufgekeilte Laufrad b ist an seinem Umfang mit zwei versetzt stehenden Reihen von Dampfaufnahmstaschen c versehen, zwischen welchen in jeder Reihe volle Radteile d verbleiben. Der Leitkranz f, welcher das Laufrad ohne Zwischenraum umgibt, besitzt rundherum zwei den Taschenreihen entsprechende Reihen von abwechselnden Einströmkanmälen 1 und Ausströmkanilen 2, vor) denen die ersteren in der Bewegungsrichtung des Dampfes, also gegen das Laufrad hin immer enger werden.
Die inneren Mündungen te und m2 der Ei- bezw. Ausströmkanäle in der einen Reihe sind hinsichtlich der Mündungen in der anderen Reihe versetzt angeordnet, wobei jedoch die Einströmmündungen ml der einen Reihe den Ausströmmündungen 12 der anderen Reihe näher sind als den Einströmmündungen dieser anderen Reihe, wie Fig. 4 zeigt.
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Dampf umgibt in Form eines Hohlringes den gleichfalls ringförmigen, vorteilhaft mit dem Leitkranz. f in einem Stück hergestellten Sammelbehälter i für den bei k einströmenden Dampf, welcher daher an allen Seiten gegen Abkühlung geschützt ist.
Der durch die Kanäle 1 in den Leitkranz f einströmende Dampf bewirkt durch den Stoss auf die senkrecht oder annähernd senkrecht auf der Bewegungsrichtung des Dampfes stehende steilere Taschenwand eine Drehung des Laufrades. Bei der fortgesetzten Bewegung des letzteren gelangen die Taschen abwechselnd zu den Einström- und Ausström- kanälen 1 und 2 der Reiehe bezw. Turbinenhälfte, wobei das Absperren dieser Kanäle durch die zwischen den Taschen befindlichen vollen Radteile d erfolgt.
Da die in der Umfangsrichtung des Laufrades gemessene Weite it, (Fig. 3) der Taschen kleiner ist als die Entfernung e der Mündugnen m1, m2 zweier benachbarter Kanäle 1 und 2 einer Reihe, erfolgt die Absperrung der Einströmmündung w'bezw. des Einströmkanals 1 noch bevor die diesen Einströmkanal verlassende Dampftasche zu dem nächstfolgenden Auströmkanal 2 der Reihe gf) angt, wie sich dies aus Fig. 1 ohne weiteres ergibt. Bei bestimmten Mittelstellungen des Laufrades werden sowohl die Eisntröm- als auch die Ausströmkanäie geschlossen.
In der Zeit aber, während welcher beide Kanäle einer Reihe oder Turbinenhälfte geschlossen sind,
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jenen der ersten Turbiuenhälfte stehen, die Ein-und Ausströmung des Dampfes, so dass eine ununterbrochene Triebkraft auf das Laufrad und die Turbinenwelle ausgeübt wird.