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Dreiteiliger Phonokoffer für stereophonische Wiedergabe
Die Erfindung betrifft einen dreiteiligen Phonokoffer für stereophonische Wiedergabe, von dem ein Teil das Phonogerät und die beiden andern Teile die Lautsprecher eines Wiedergabekanals enthalten.
Es ist bekannt, zum Zwecke einer stereophonischen Wiedergabe neben einem Koffer mit Phonogerät und eingebautem Lautsprecher für den Lautsprecher des zweiten Tonkanals ein zusätzliches Gehäuse zu ver- wenden. Diese Anordnung hat den Nachteil, dass sie umständlich zu transportieren ist und viel Raum beansprucht.
Es ist ferner ein Phonokoffer bekannt, dessen Deckel in zwei Hälften geteilt ist, wobei jede Deckelhälfte den oder die Lautsprecher eines Kanals enthält. Diese Anordnung hat den Nachteil, dass die als Schallwand dienende Fläche verhältnismässig klein ist, so dass die tiefen Tonfrequenzen nur unbefriedigend abgestrahlt werden können.
Diese Nachteile werden erfindungsgemäss dadurch behoben, dass die beiden grössten, einander gegen- überliegenden Wände des Koffers den oder die Lautsprecher je eines Kanals enthalten und abnehmbar oder aufklappbar mit dem das Phonogerät enthaltenden Mittelteil verbunden sind.
Gegenüber dem bekannten Phonokoffer mit geteiltem Deckel werden bei sonst gleichen Kofferabmessungen die Schallwände doppelt so gross, wodurch die Wiedergabe der tiefen Frequenzen verbessert wird.
Durch Einbau der Lautsprecher eines Kanals in den Kofferboden ist eine besonders günstige Ausnutzung des Kofferraums möglich. Phonogeräte haben häufig einseitig zu ihrer Grundplatte gelegene, nach oben md unten vorspringende Baugruppen, wie z. B. die Tonabnehmer und Motoren bei Plattenspielern. Die Lautsprecher eines Kanals lassen sich im Kofferdeckel verschachtelt mit den-Ausbauten des Phonogerätes anordnen, so dass sie nebeneinander liegen. Das ist aber bei Halbierung des Deckels für die Unterbringung der Lautsprecher der beiden Kanäle praktisch nicht mehr möglich, weshalb dann der Koffer verhältnismä- ssig hoch wird. Durch die erfindungsgemässe Anordnung kann der sonst nicht genutzte Raum hinter dem Kofferboden für die Lautsprecher des zweiten Kanals ausgenutzt werden.
Durch die erfindungsgemässe Anordnung ist ferner die untere Abdeckfläche des Phonogerätes nicht mehr gleichzeitig Kofferaussenwand. Hiedurch ist eine intensivere Wärmeableitung mittels Luftdurchzug von der unteren zur oberen Abdeckfläche des Phoriogerätes möglich, ohne dass hiefür in den Aussenwänden des Koffers für den Transport nachteilige Durchbrüche oder zusätzliche Abdeckungsmittel oder statt dessen, um die gleiche Kühlwirkung zu erzielen, relativ grosse Luftdurchtrittsflächen neben der Deckplatte des Phonogeräts erforderlich sind, die den Koffer über die Mässe der Deckplatte hinaus vergrössern.
Ferner können auf der unteren Abdeckfläche federnde und kratzfreie Aufstellfüsse angebracht werden, ohne dass diese beim Transport einer Beschädigung ausgesetzt sind. Ebenso können seltener zu bedienende Einrichtungen, wie Spannungsumschalter oder Sicherungen, leicht zugänglich angebracht werden, ohne Raum neben der Deckplatte des Phonogeräts zu beanspruchen.
Um den Raum unterhalb des Phonogeräts auch zum Zwecke der Mitnahme von. Schallplatten. ausnutzen zu können, wird nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung vorgeschlagen, in der den Kofferboden bildenden-Lautsprecherwand neben dem Lautsprecher ein Schallplattenmagazin unterzubringen.
Da in den meisten Fällen die Schallplatten ebenfalls nur einen Teil der grössten Kofferfläche einnehmen, sind auch diese durch eine mit dem Unterteil des Phonogeräts verschachtelte Anordnung mit optimaler Raumausnutzung unterbringbar.
An Hand einer Zeichnung soll nun ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben werden.
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Die Zeichnung zeigt einen dreiteiligen Phonokoffer in perspektivischer Darstellung. In dem Koffermittelteil l sind ein Verstärker A und ein Phonogerät B, welches mit seiner Deckplatte die Oberseite des Koffermittelteils 1 abdeckt, untergebracht. Der Unterteil 2 sowie der Oberteil 3 des Koffers sind für den Transport mit dem Mittelteil l mineis Einhangescharnieren 4,5 lösbar verbunden (strichpunktierte Darstellung). Im Oberteil 3 und im Unterteil 2 ist je ein Lautsprecher 6,7 eines Kanals untergebracht. Der Konus der Lautsprechermembraneistmit seiner Öffnung jeweils zum Kofferinnern gerichtet. Im Unterteil 2 befindet sich neben dem Lautsprecher ein Plattenmagazin 8.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Dreiteiliger Phonokoffer für stereophonischewiedergabe, von dem ein Teil das Phonogerät und die beiden andern Teile die Lautsprecher je eines Wiedergabekanals enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden grössten, einander gegenüberliegenden Wände des Koffers den oder die Lautsprecher je eines Kanals enthalten und abnehmbar oder aufklappbar mit dem das Phonogerät enthaltenden Mittelteil verbunden sind.