AT21701B - Verfahren zum Kämmen von Seidenabfällen und Textilfasern. - Google Patents

Verfahren zum Kämmen von Seidenabfällen und Textilfasern.

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AT21701B
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Jean Villy
Arthur Mellor
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Jean Villy
Arthur Mellor
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Kämmen von   Seiqenabfällen   und Textilfasern. 



   Das Kämmen von Seidenabfällen wird gegenwärtig mittels zwei verschiedener Arten von Vorrichtungen durchgeführt, nämlich mittels Kettenkämmen und Zirkularkämmen. Nach dem   Verteilen   gemäss vorliegender Erfindung werden die Vorteile beider Systeme vereinigt, ihre Nachteile aber grösstenteils vermieden. 



   Der allgemein bekannte Kettenkamm bietet die Vorteile einer grossen Kämmfläche und des langsamen   Kämmens.   Demzufolge wird die Faser geschont, was einer erhöhten 
 EMI1.1 
   Ubcistände   : Da das kämmende Organ oberhalb der zu kämmenden Masse angeordnet ist, können die Puppen und andere vorkommende Verunreinigungen durch den   Kardenhesatz   nicht entfernt werden, sondern sie werden im Gegenteil in die Seide eingedrückt, und das durch das Kämmen erhaltene Material ist daher nicht rein genug. Die Kämmlinge haben auch das Bestreben, sich an die Bänder anzulegen und können von den   Kämmen   schwer 
 EMI1.2 
 zustellen. Dann ist   diese   Vorrichtung nur wenig ergiebig, und es wird dadurch der Kostenpreis der Kämmlinge ein sehr hoher. 



   In der Zeichnung ist in Fig. 1 schematisch die Arbeitsweise eines derartigen Ketten- 
 EMI1.3 
   l'russe a   auf ihrer oberen Fläche b die einzelnen Bündel des zu kämmenden Materials und wird zu einer wagerechtell Bewegung im Sinne des Pfeiles c veranlasst. Die kardierenden   oder kämmenden   Organe   d   sind an einer Kette ohne Ende angeordnet und verändern ihre 
 EMI1.4 
 grösser als die der Presse a, damit ein Kämmen erzielt wird, und es sind die angeführten Tatsachen an Hand dieses Schemas leicht einzuschen. 



   Die bekannten Zirkularkämme bieten die folgenden Vorteile : Sie besitzen eine grössere Ergiebigkeit als die Kettenkämme. Da das Kämmen unterhalb der Presse erfolgt,   hängen   die Fasern herab und sind bestrebt, leichter in die Häkchen des zirkulierenden Kammorganes   einzndringen. Es werden daher   die   Kämmlinge   reiner sein und nicht den Übelstand   aufweisen,   dass Puppen in   denselben zurückgeblieben sind. Dagegen   ergeben sich die 
 EMI1.5 
   zerreisst und geht auf Kosten der Ergiebigkeit   in den Abfall. 



   Um die   Vorzüge   der beiden vorerwähnten alten Systeme zu vereinigen und ihre Fehler so weit als möglich zu vermeiden, genügt es, die bei den   Kettenkämmen   bisher unten angebracht gewesene Presse oberhalb anzuordnen, so dass die sie beim Kämmen umgebenden Fasernbänder nach abwärts gerichtet sind und von unten gekämmt werden, anstatt dieselben, wie es bisher   gebräuchlich   war, von oben zu   kämmen. Darin besteht   der neue, den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildonde Grundsatz, der bei der Konstruktion eines Kammes berücksichtigt, ein langsames   Kämmen   mit grosser Oberfläche und reineren Kämmlingen erreichbar macht.

   Da die Fasern das natürliche Bestreben besitzen, in die   Kämmorganc   
 EMI1.6 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
In Fig. 2 ist schematisch der Arbeitsvorgang nach dem neuen Verfahren veranschaulicht.   Die Presse a'ist dieselbe wie die frühor erwähnte   und sie bewegt sich in der Richtung des Pfeiles c'; der Fasernbart hängt nach abwärts. Das kämmende Organ d' stimmt mit dem früher beschriebenen überein, kann aber auch anders gestattet sein und befindet sich unterhalb der Fasern auf einer endlosen Kette angeordnet, welche sich in der Richtung des Pfeiles e'bewegt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Kämmen von Seidenabfällen und Textilfasern mit Kettenkämmen, dadurch gekennzeichnet, dass durch Anordnung der Pressen oberhalb der Kämme der nach abwärts gerichtete Fasernbart von unten gekämmt wird. EMI2.1
AT21701D 1904-08-23 1904-08-23 Verfahren zum Kämmen von Seidenabfällen und Textilfasern. AT21701B (de)

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