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Pendeltür
Die Erfindung betrifft eine insbesondere durch Fahrzeuge aufstossbare zweiflügelige Pendeltür, beste- hend aus einem nachgiebigen, mehrschichtigen Türblatt und einem Rahmen, der aus mindestens einem einer Kante des Türblattes zugeordneten Stab, beispielsweise aus einem U-Profil gebildet ist.
In industriellen Anlagen werden vielfach zum Abschliessen von Räumen, in die Fahrzeuge gebracht werden, Pendeltüren verwendet, die ein eigenes Öffnen und Schliessen entbehrlich machen. Solche Türen werden häufig mit Abweiser, Rutschleisten od. dgl. versehen oder teilweise mit Blech beschlagen. Sie genügen insbesondere dann den Anforderungen, wenn die durchlaufenden Fahrzeuge entsprechende Abweiserleisten od. dgl. aufweisen und sehr stabil gebaut sind.
Trotzdem ist der Verschleiss an Türen und Fahrzeugen verhältnismässig gross. Mit zunehmender Mechanisierung des innerbetrieblichen Transportwesens und der Verwendung von Gabelstaplern genügen diese oben beschriebenen Pendeltüren nicht mehr. Man ist daher dazu übergegangen, sogenannte Gummitüren zu verwenden, die im wesentlichen aus einem nachgiebigen Teil, meist einem Gummigewebeteil, und einem starren Teil zusammengesetzt sind. Der als Gummigewebeteil bezeichnete Teil besteht aus mehreren Gummischichten, von denen die innere durch Gewebeeinlagen verstärkt ist. Im allgemeinen werden derartige Gummitüren nur längs derDeckenkante und längs der dem Türstock zugewandten Kante von dem Rahmen eingespannt, der selbst am Türstock über sogenannte Pendeltürbänder gelagert ist. Diese Gummitüren weisen verschiedene Nachteile auf.
So schleift das durchfahrende Fahrzeug an den Gummiblättern entlang ; lose aufgeschichtete Waren können dann infolge des Anstreifens heruntergeworfen werden und empfindliche Güter erhalten schwarze Streifen an den Berührungsstellen. Hinzu kommt, dass der nachgiebige Teil so elastisch ist, dass er verhältnismässig stark eingedrückt werden kann, ohne dass sich die Türe öffnet. Weiterhin ist es bekannt, dem Türblatt einer Pendeltür eine Art Schutzkorb zuzuordnen, der aus einer Stahlplatte gebildet ist, deren senkrecht verlaufende Kanten am Türblatt im Bereich der Lagerstellenverschweisstsind. Auf den im wesentlichen ebenen Flächen ist je eine weitere Metallplatte aufgeschweisst, die aus elastischerem Material besteht.
Wirkt man an einer Stelle auf diesen Schutzkorb ein, dann verformen sich die Metallplatten nicht, sondern der Schutzkorb versucht, sich um die Lagerzapfen der Pendeltür zu verschwenken und nimmt dabei den Pendeltürflügel mit. Das Anstossen gegen diesen Pendelkorb führt zu einer schlagartigen Verschwenkung des Pendeltürflügels.
Eingehende Untersuchungen haben ergeben, dass die Ausbildung der Türen gerade für den rationellen Einsatz von Gabelstapler und ähnlichen Transportgeräten Bedeutung hat. Die sich aus diesem Einsatz ergebenden Forderungen werden von den bekannten Türen nur teilweise erfüllt.
Um diese Nachteile zu vermeiden, wird gemäss der Erfindung vorgeschlagen, das Türblatt so auszubilden, dass es mindestens im unteren Bereich aus Platten verhältnismässig geringer Elastizität (wie Holz, Kunststoff, Metall) besteht, denen an sich bekannte, quer zur Ebene der Platte verformbare Federelemente, wie Stahlfedern, insbesondere Spiralfedern zugeordnet sind. Man ist dadurch in der Lage, das elastische Verhalten des nachgiebigen Teils abzustimmen. Die Türen sollen nämlich den ersten Stoss elastisch auffangen und die Stossarbeit in einer Art Federakkumulator speichern.
Ist die auftretende Kraft dann so gross, dass der Trägheitswiderstand der Tür überwunden worden ist, so geben die nachgiebig gestalteten Teile die gespeicherte Energie wieder ab ; die Tür öffnet sich also schneller als es der Geschwindigkeit des durchfahrenden Fahrzeuges entspricht, so dass vermieden wird, dass die Tür am Fahrzeug entlang
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streift. Man kann die Elemente des nachgiebigen Teils so aufeinander abstimmen, dass sich die Tür erst dann wieder selbsttätig schliesst, wenn das Fahrzeug die Tür passiert hat. Selbstverständlich kann man auch zusätzliche Mittel anbringen, die das Schliessen der Tür so steuern, dass diese langsamer zugeht als sie geöffnet wird.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen schematisch veranschaulicht, u. zw. ist jeweils nur der eine Flügel einer aus zwei verschwenkbaren Flügeln gebildeten Tür dargestellt worden. Es zeigt : Fig. 1 eine erfindungsgemässe Tür im Schaubild mit zweiDrehzapfen, Fig. 2 einen Schnitt durch das Ausführungsbeispiel in Fig. 1 nach der Linie 11-n, Fig. 3 eine Tür im Schaubild, deren eine starre Längskante in Pen- de1tUrbändern des Türstockes drehbar ist, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3, Fig. 5 eine ähnliche Tür wie in Fig. 3, deren elastischer Teil in einem starren um Drehzapfen beweglichen Teil festgehalten ist, Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 5, Fig. 7 eine Tür im Schaubild, deren Blatt ungleich stark ist, Fig.
8 einen Schnitt nach der Linie VIII-VIII der Fig. 7, Fig. 9 eine Tür, deren senkrecht übereinander angeordnete starre Teile elastisch verbunden sind, gleichfalls im Schaubild, Fig. 10 einen Schnitt nach der Linie X-X der Fig. 9, Fig. 11 die Ansicht einer in sich starren Tür mit nachgiebigen an ihr schwenkbar gelagerten Teilen, die mit einer Türentriegelungs-Vorrichtung zusammenwirken, Fig. 12 einen Schnitt nach der Linie XII-XII der Fig. ll, Fig. 13 die Tür nach Fig. 11, gesehen in Richtung des Pfeiles XHI.
Gemäss dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 besteht das Türblatt aus Schraubenfedern l, die durch Gummiplatten 2, 3,4, 5 abgedeckt sind. An den Schmalkanten der Tür sind zur Abdichtung gegen Boden, Decke und Türstock bzw. gegen den zweiten Türflügel elastische Stege 6 angeordnet. Die Oberund Unterkante ist mit je einem Zapfen 8 ausgestattet, der durch eine Platte 7 mit der Tür fest verbunden ist und in Lager 9 eingreift. Mindestens der obere Zapfen 8 ist so angeordnet, dass er aus dem Lager 9 nicht herausgezogen werden kann.
Man kann auch, wie dies aus den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, an Stel-
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Das U-Profil ist mittels bekannter Pendeltürbänder 12 am nicht dargestellten Türstock gelagert. Zwischen den einzelnen Blattfedern 10 kann ein Abstand a vorhanden sein. Die freien Endender Blattfedern 10 können durch eine Schiene oder Blattfeder 13 miteinander in Verbindung stehen. Auch kann man weitere, parallel zu den Blattfedern 13 verlaufende Federn über die Türfläche verteilt anordnen. Die übereinander angeordneten Blattfedern, die auch als Federpakete ausgebildet sein können, werden auf beiden Seiten durch je eine Gummimatte 14,15 abgedeckt. Zweckmässig ist es, in der Tür ein Sichtfenster 16 vorzusehen, das aus einer oder zwei durchsichtigen, gegebenenfalls elastischen Kunststoffplatten bestehen kann, die ihrerseits in Gummiprofilen 17 gehalten werden.
Die Ober- und Unterkante und die den Scharniergelenken abgewandte Kante des Türblattes ist mit je einer Dichtleiste versehen. Zweckmässig ist es, eine der beiden Gummimatten 14,15 grösser zu gestalten als die andere, so dass die überstehenden Flächen, beispielsweise der Gummimatte 14, die Dichtleisten bilden. Im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 5 und 6 sind Schraubenfedern 19 vorgesehen, die durch Gummimatten od. dgl. 20, 21 abgedeckt sind. Der Profilkörper 18 bildet mit den Rahmenteilen 22,23, 24 einen starren Rahmen, den die Gummimatten od. dgl. 20,21 umfassen. Auch hier sind Dichtleisten 25 vorgesehen. Das Sichtfenster 26 entspricht dem Sichtfenster 16 des Ausführungsbeispieles nach Fig. 3.
Selbstverständlich kann man an Stelle von Blattoder Spiralfedern 19 auch Schaumgummi zwischen den Gummiplatten 20,21 vorsehen, mit dem in dem gezeichneten Beispiel die Säule 23 ummantelt ist. Wenngleich man den Profil teil 18 gegenüber dem Türstock auch durch Pendelscharniere festlegen kann, empfiehlt es sich, an der Ober- und Unterseite dieses Teils Zapfen festzulegen, die in die Lager 27, 28 einfassen, so dass, genau wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. l, bereits beim geringsten Verschwenken des Türblattes ein Luftausgleich zwischen den aneinandergrenzenden Räumen erzielt wird.
Will man die Elastizität des Türblattes erhöhen, so kann man an einem dem Profilkörper 18 entsprechenden Rahmen 29 je einen im Querschnitt beispielsweise U-förmigen Rahmen 30 an der Unter- und Oberkante der Tür befestigen und die freien Enden der Rahmenteile 30 über einen gekrümmten Rahmenteil 31 verbinden und zwischen diesen und einem parallel zu ihnen verlaufenden U-Profilteil 32 ausser Blattfedern 33 eine Gummimatte 34 so anordnen, dass die sich in senkrechter Richtung erstreckenden Kanten beider Teile 33,34 am Rahmen 29 festgelegt werden können. Zwischen den Schenkeln des U-Profils 32 wird in geeigneter Weise, beispielsweise mittels Gummiklötzchen, eine Dichtleiste 35 angeordnet.
Selbstverständlich kann man an Stelle der Blattfedern 33 auch Spiralfedern in dem von der Gummikante 34 umschlossenen Raum vorsehen. Man kann auch zusätzlich am Rahmen, u. zw. längs seiner Kanten, Dichtstreifen 36 anordnen.
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Eine andere Ausführung, die in den Fig. 9 und 10 dargestellt ist, zeigt eine dem äusseren Aufbau nach den Fig. 5-8 ähnliche Tür, an derem die Lagerzapfen 37 tragenden Profil 38 mit Abstand übereinander Federblätter 43 vorgesehen sind, die starre Platten 45, aus Metall, Kunststoff od. dgl., einspannen. Jeder der zwischen übereinander liegenden Platten 45 gebildete Schlitz wird zweckmässigerweise durch gewellte, längs zweier übereinanderliegender Kanten festgelegter, z. B. vernieteter Gummielemente 46 überbrückt. In diesem Beispiel ist der nachgiebige Teil aus Blattfedern, gewellten Gummiprofilen und an den Blattfedern elastisch gelagerten, in sich jedoch starren Blechtafeln zusammengesetzt. Der Stoss erfolgt beispielsweise auf ein vorstehendes Gummiprofil, das im Nachgeben die beiden benachbarten, mit ihm verbundenen Tafeln mitnimmt.
Die Lagerung und Bemessung der Blattfedern, die auch als Federpakete ausgebildet sein können, ergibt die Abstimmung des Federsystems.
Man kann auch eine in sich starre Tür 47, die bei 48 und 49 gelagert ist, mit mehreren nachgiebigen Teilen verschiedener Elastizität so versehen, dass die gleiche Wirkung erreicht wird, wie bei den vorbeschriebenen Türen. Eine solche in den Fig. 11-13 dargestellte Tür hat aen Vorteil, dass sie die Verbindung mit einer Entriegelungseinrichtung ermöglicht. Hier sind um senkrechte Achsen 50,51 schwenkbare Platten vorgesehen, die je aus einem Rahmen 52 bestehen, in dem beispielsweise Schraubenfedem 53 angeordnet sind, die nach aussen durch Gummimatten od. dgl. 54 abgedeckt wurden. Jede der beiden Platten steht über einen Arm 55 bzw. 56, die bei 57 bzw. 58 gelagert sind, mit einem heb-und senkbaren Glied 59 bei 60 bzw. 61 in Verbindung, an dem ein unter Wirkung einer Feder 62 stehender Sicherungsstift 63 angeordnet ist.
Wirkt man auf eine der beiden Platten ein, die am Türrahmen. zweckmässigerweise so angeordnet sind, dass auf die Tür einwirkende Punkte oder Flächen von Fahrzeugen auf jeden Fall mit den schwenkbaren Platten in Berührung kommen, so hebt sich das Glied 59 in Richtung des Pfeiles 64, wodurch der Stift 63 aus der im Boden vorgesehenen Hülse 65 herausgezogen wird. Hiedurch wird die Tür 47 entriegelt, kann sich also infolge der Stosseinwirkung öffnen. Da die Feder 62 zur Wirkung kommt, sowie die auf die Platten einwirkende Druckkraft nicht mehr ausgeübt wird, schiebt sich der Stift 63 wieder aus der Tür heraus und wirkt so lange abbremsend auf die geöffnete Tür, bis er wieder in die Hülse 65 einfasst, wenn man Mittel vorsieht, die die Tür selbsttätig wieder in die Schliesslage bringen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Insbesondere durch Fahrzeuge aufstossbare zweiflügelige Pendeltür, bestehend aus einem nachgiebigen, mehrschichtigen Türblatt und einem Rahmen, der aus mindestens einem einer Kante des Türblat- tes zugeordneten Stab, beispielsweise aus einem U-Profil, gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Türblatt mindestens im unteren Bereich ausplatten verhältnismässig geringer Elastizität (wie Holz, Kunststoff, Metall) besteht, denen an sich bekannte, quer zur Ebene der Platten verformbare Federelemente (1, 10), wie Stahlfedern, insbesondere Spiralfedern, zugeordnet sind.