AT216380B - Durch ein gasförmiges Druckmittel betriebene Hilfskraftbremse für Fahrzeuge - Google Patents

Durch ein gasförmiges Druckmittel betriebene Hilfskraftbremse für Fahrzeuge

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AT216380B
AT216380B AT511659A AT511659A AT216380B AT 216380 B AT216380 B AT 216380B AT 511659 A AT511659 A AT 511659A AT 511659 A AT511659 A AT 511659A AT 216380 B AT216380 B AT 216380B
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brake
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Bosch Gmbh Robert
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  Durch ein gasförmiges Druckmittel betriebene   Hilfskraftbremse für Fahrzeuge    
Die Erfindung betrifft eine durch ein gasförmiges Druckmittel betriebene Hilfskraftbremse für Fahr- zeuge, insbesondere eine Druckluft-Hilfskraftbremse für Kraftfahrzeuge. Sie geht aus vom üblichen, sehr vorteilhaften Aufbau solcher Hilfskraft- (Servo-) Bremsen, bei denen die am Bedienungshebel ausgeübte Muskelkraft über einen Waagebalken zu einem Teil auf das zu den Bremsgliedem führende Bremsgestänge wirkt, das mit einem die Bremswirkung verstärkenden Arbeitskolben verbunden ist, und zu einem andem Teil das mit einem Rückführkolben versehene Stellglied eines   Steuerventil : bewegt,   das dem Arbeitskolben Druckmittel zuleitet.

   Diese   Hilfskraftbremsen   haben den Vorteil, dass der Fahrer fein abgestuft,   gefühlsmässig   und mit geringem Kraftaufwand bremsen kann. Wenn jedoch die unterstützende Hilfskraft z. B. durch einen Leitungsbruch ausfällt, muss der Fahrer die volle Bremswirkung allein durch eigene Muskelkraft   herbeiftihren,   wobei unter   Umständen   ein längerer Bremsweg und auf alle Fälle eine stärkere und unerwartete Belastung des Fahrers eintritt. Man hat deshalb schon zur sicheren Entlastung des Fahrers Zweikreisanlagen vorgeschlagen mit je einer Hilfskraftbremse oder, mit andern Worten, mit je einem eigenen   Hilfskraftverstärker   in jedem Kreis, wobei der eine Kreis   z. B.   auf die Bremsglieder der Vorderachse, der andere auf die Bremsglieder der Hinterachse wirkt.

   Diese Anordnung bringt aber einen Aufwand der sich bei den meisten Fahrzeugen nicht lohnt. Ausserdem macht häufig die Unterbringung der beiden baulich   vollständig selbständigen. Aggregate Im   Fahrzeug Schwierigkeiten, besonders wenn beide Aggregate-nahe beim gemeinsamen Bedienungshebel liegen sollen. 



   Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, mit einfachen Mitteln und ohne wesentliche Verteuerung der bisherigen, einkreisigen Hilfskraftanlagen auch bei Ausfall des üblichen Verstärkers eine Ent-   lastung desFahreKund sichere Bremsungzugewährleisten. Diese Aufgabe wird emäss der Erfindung   dadurch gelost, dass auf das mit dem Arbeitskolben verbundene Bremsgestänge im Bremssinn ein insbesondere gleich wieder   Arbeitskolben bemessener Hilfskolben einwirkt, sobald bei ausfallender   oder unzureichender Druckmittelzufuhr zum Arbeitskolben   das Stellglied de :

   Steuerventils über   seine Vollbremsstellung hinaus bewegt und der Hilfskolben über ein   Hilfsventil vom Druckmittel im Bremssinn   belastet ist. 
 EMI1.1 
 
Ausführungsbeispiellinder 9 einer   Einkammer-Druckluft-Servobremse   hindurch. Die Bohrung 6 ist durch eine Dichtung 10 gegen die mit der Aussenluft (bei 11) verbundene   Hebe1kammer   8 abgedichtet. Auf die Kolbenstange 5 ist lose ein Kolben 12 aufgeschoben, der in gleicher Richtung wie die Zwischenwand 7 an der Kolbenstange durch eine Dichtung 13 abgedichtet Ist. Hinter dem Kolben 12 ist noch ein Kolben 14 angeordnet, der jedoch starr z. B. durch Schweissen mit der Kolbenstange 5 verbunden ist. Der Kolben 14 wird durch eine am Deckel 15 des Zylinders 9 sich abstützende Feder 16 nach links gedrückt.

   Der Kolben 14 erfasst dabei mit einer Kegelfläche 17 eine entsprechend ausgebildete Nabe 18 am Kolben 12, der sich seinerseits mit einer Kegelfläche 19 an eine kegelig endende Nabe 20 an der Zwischenwand 7 legt. Die Kolben 12 und 14 sind daher in ihrer linken Endstellung, der Fahrstellung, allein durch den Rückdruck der Feder 16 mit Hilfe der Kegelanlagen   schüttelsicher   zentral in ihrem Zylinder 9 gehalten. Der Kolben 12 bildet mit der Wand   7,   der Kolben 14 mit dem Kolben 12 je eine Kammer 21 bzw. 22 im Zylinder 9. In die Naben 20 

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 EMI2.1 
 

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24 gebohrt.mer 21 zwischen der Wand 7 und dem   Hilfskolben   12.

   Dieser Kolben verschiebt sich somit unter dem in der Kammer 21 sich. aufbauenden Druck auf der Kolbenstange 5 nach rechts bis er den Kolben 14 erreicht und über diesen an der Kolbenstange 5 eine Bremskraft ausübt. Mit den einfachen zusätzlichen Mitteln des
Hilfskolbens 12, des HilfsventUs   53/58   und des zweiten Behälters 49 ist also dem Fahrer die Möglichkeit   gegeben, nachAusfall des   ersten Kreises Behälter 43 bis Kolben 14 noch mit dem zweiten Kreis Behälter 49 bis   Hilfskolben   12 zu bremsen und dabei den vollen Behälterdruck des zweiten Kreises auszunutzen, da die in diesem Fall dichtend vor dem Kanal 41 liegende Scheibe 34 das Abströmen von Druckluft aus der sich vergrössernden Bremszylinder-Kammer über den Kanal 41   und Undichtstellen   des ersten Kreises verhindert. 



   Der Ausfall des ersten Kreises macht sich dem Fahrer durch das Nachlassen des. RUckdruckes des Ven-   tilkolbens   31 bemerkbar, ebenso wie er dann auf das Einsetzen des zweiten Kreises durch den zu überwindenden Widerstand der Federn 35 und 28 aufmerksam wird. Es ist daher sehr sinnvoll, die Steuerung des ersten Kreises in der bei Servobremsen üblichen Weise mit einem abstufbaren   Reaktionsventil,   die des zweiten Kreises mit einem rasch voll öffnenden Wegventil ohne   Rückffihrkolben   durchzuführen. 



   In der Zeichnung sind die beiden Ventile untereinander liegend gezeichnet. In Wirklichkeit wird man diese Ventile in eine senkrecht zur Schwingachse des Waagebalkens 4 gerichtete Ebene verlegen, weil dann beide Ventile vom gleichen Waagebalkenende aus erfasst werden können. Es kann dann leicht auch eine Anordnung zum Umändern   Üblicher Einkreis-Servo bremsen   durch seitliches Ansetzen des zweiten Ventils geschaffen werden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Durch ein   gasformiges Druckmittel betiiebene Hilfskraftbremse für Fahrzeuge, insbesondere   Druck-   luft- Hllfskraftbremse für   Kraftfahrzeuge, bei der die am Bedienungshebel ausgeübte Muskelkraft über einen Waagebalken zu einem Teil auf das zu den Bremsglieder führende Bremsgestänge wirkt, das mit einem die Bremswirkung verstärkenden Arbeitskolben verbunden ist, und zu einem andern Teil das mit einem Rückführkolben versehene Stellglied eines Steuerventils bewegt, das dem Arbeitskolben Druckmittel zuleitet, dadurch gekennzeichnet, dass auf das mit dem Arbeitskolben (14) verbundene Bremsgestänge (5, 25) 
 EMI3.1 
 bei ausfallender oder unzureichender Druckmittelzufuhr zum Arbeitskolben (14) das Stellglied (31) des Steuerventils (31/39) über seine Vollbremsstellung hinaus bewegt und der Hilfskolben (12)

   über ein Hilfsventil (53/58) vom Druckmittel im Bremssinn belastet ist. 
 EMI3.2 


Claims (1)

  1. kolben (12) führt.
    4. Hilfskraftbremse nach den Ansprüchen. 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfskolben (12) lose auf die Kolbenstange (5) des Arbeitskolbens (14) aufgesetzt und zwischen dem Arbeitskolben (14) und dem Boden des für den Arbeitskolben vorgesehenen Bremszylinders (9) angeordnet ist, wobei der Raum (22) zwischen den beiden Kolben mit dem Steuerventil (31/39), der Raum (21) zwischen dem Hilfskolben (12) und dem Bremszylinderboden mit'dem Hilfsventil (53/58) verbunden ist.
    5. Hilfskraftbremse nach den Ansprüchen 1 bis 4. dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungskanal (41) zwischen dem Steuerventil (31/39) und dem Zylinderraum (22) zwischen den beiden Bremskol- ben (12 und 14) abgesperrt wird, ehe der Einlass (53,54) des Hilfsventil (53,58) geöffnet wird.
    6. Hilfskraftbremse nach den Ansprüchen l bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückführfeder (36) desSteuerventilkolbens (31)sich an einem von einer sehr steifen Feder (35) in Ruhelage gehaltenen Federteller (34) abstützt, der vom Stellglied (31) des Steuerventils in eine die Verbindung (41) zum BremszyUnder (9) absperrende Lage gebracht wird, wenn am Stellglied- (31) eine den Widerstand der steifen Feder (35) überwiegende Kraft ausgeübt wird. EMI3.3
    8. Hilfskraftbremse nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass beide Ventile (31/39 und 53/58) mit ihren Achsen in einer zur Bewegungsebene des Waagebalkens (4) senkrechten Ebene und parallelachsig zueinander angeordnet sind. <Desc/Clms Page number 4>
    9. Hilfskraftbremse nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfsventil (53/58) ein an das Gehäuse der Hilfskraftbremse seitlich ansetzbarer, besonderer Bauteil ist.
AT511659A 1958-07-16 1959-07-14 Durch ein gasförmiges Druckmittel betriebene Hilfskraftbremse für Fahrzeuge AT216380B (de)

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