AT215880B - Verfahren zum Herstellen von Hohlkörpern aus Beton od. dgl. - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Hohlkörpern aus Beton od. dgl.

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AT215880B
AT215880B AT862258A AT862258A AT215880B AT 215880 B AT215880 B AT 215880B AT 862258 A AT862258 A AT 862258A AT 862258 A AT862258 A AT 862258A AT 215880 B AT215880 B AT 215880B
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Josef Ing Schaffenberger
Klaus Dr Ing Weirich
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Josef Ing Schaffenberger
Klaus Dr Ing Weirich
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Herstellen von   Hohlkörpern   aus Beton od. dgl. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Hohlkörpern aus Beton   od. dgl.   mit einer Druckfestigkeit von über 1000   kg/cm2   und einer Biegefestigkeit von über 150   kg/cm2.   Die Werkstücke können hiebei unbewehrt hergestellt oder auch mit schlaffer oder vorgespannter Bewehrung versehen werden. 



   Es ist bereits ein Verfahren zur Herstellung von Betonkörpern aus Schwerbeton bekannt, bei dem Pressdrücke, Rütteln unter Auflast, Dampfbehandlung und andere Massnahmen angewendet werden, um hohe 
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 Zuschlagstoff bestehende, im Verhältnis Zement : Zuschlagstoff von 1 : 0, 5 bis 1 : 3 vorgemischte Trokkenmischung mit einem der jeweiligen Zusammensetzung entsprechenden Wasserzusatz vermengt und dieses Gemenge bei Drücken von etwa   400 kg/cm2 zu Formlingen   verpresst wird, welche alsdann einer kombinierten Luft- und Wasserlagerung und anschliessend in einem Härtekessel gespanntem Dampf von 9 bis 15 at ausgesetzt werden, wobei gegebenenfalls eine an sich bekannte Verschleissschicht aufgebracht wird. (vgl. die österr. Patentschrift Nr. 196773). 



   Man vertritt die Ansicht, dass bei diesem Verfahren die Zuschläge aus feinst gemahlenen, kieselsäurehaltigen und möglichst trockenen Stoffen die Rolle eines chemisch hochaktiven Agens spielen, indem durch das genannte Verfahren die bei normalen Erhärtungsverfahren verhältnismässig inaktiven Quarze aktiviert werden und mit den Bindemitteln die verschiedensten Verbindungen ergeben und dadurch die erreichbaren guten Eigenschaften des Betons verursachen. 



   Es wurde nun gefunden, dass unter Erreichung befriedigender Festigkeitseigenschaften des Betons dieses bekannte Verfahren wesentlich vereinfacht werden kann, indem man erfindungsgemäss an Stelle der nur mit relativ grossem Aufwand durchführbaren Anwendung der hohen Pressdrücke von etwa 400 kg/cm2 das an sich bekannte Schleuderverfahren anwendet, das gegebenenfalls nur diskontinuierlich, d. h. mit zeitlichen Unterbrechungen durchgeführt zu werden braucht. Man kann hiebei beispielsweise bei einem mittleren Schleuderwerkstückdurchmesser von etwa 400 mm mit einer Drehzahl von etwa 400 bis 600 Umdr/min arbeiten. Beim Schleudern, das ohne besonderen apparativen Aufwand durchgeführt werden kann, treten im allgemeinen zwar nur Zentrifugalkräfte von mehreren kg/cm2 auf. Diese genügen aber zur Erreichung der erforderlichen Verdichtung.

   Diese Verdichtung kann gemäss der Erfindung rascher und intensiver erreicht werden, wenn zu dem Schleuderverfahren noch ein weiteres Verdichtungsverfahren,   z. B. Rüttelung,   zur   Anwendung kommt. Auch geringe, z. B. mittels Dampf erzeugte Drücke, kön-   nen neben dem Schleudern wirksam angewendet werden. Auch die Anwendung dieser zusätzlichen Verdichtung kann zeitweilig ausgesetzt werden. 



   Es muss als ausserordentlich überraschend angesehen werden, dass nach der Erfindung ein Beton resultiert, der eine Druckfestigkeit von etwa 1100 bis 1300   kg/cm2   aufweist. Ebenso ergaben sich sehr gute Resultate bei der Erprobung des erfindungsgemäss erhaltenen Betons auf Biegezugfestigkeit, wobei Werte 
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   Ein weiterer   überraschender Vorteil   des erfindungsgemässen Verfahrens liegt darin, dass im Gegensatz zu dem bekannten Verfahren als Zuschlagstoff auch kieselsäurearmes und sogar kieselsäurefreies Material, wie z. B. Kalkstein, eingesetzt werden kann, und dennoch die oben angegebenen Festigkeitswerte erreicht werden. 

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   Dem Schleudern schliesst sich in an sich bekannter Weise eine Vorhärtung wie z. B. Luft- und bzw. oder Wasserlagerung bzw. eine   Niederdruck-Dampfhärtung   an. Auf diese   Verhärtung   folgt dann die Hochdruck-Dampfhärtung im gespannten Dampf von 9 bis 15 at. 



   Bei dem vorliegenden Verfahren kann   an Stelle von Hochwert-Zement   auch Normal-Zement zur Verwendung gelangen, was einen weiteren Vorteil gegenüber dem oben geschilderten bekannten Verfahren bedeutet. 



   Nach Abschluss der Hochdruck-Dampfhärtung sind die nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Betonkörper fertig und damit versandbereit, weshalb die bisherigen 28 Tage-Festigkeiten nicht mehr abgewartet werden brauchen. Dadurch verringern sich ganz wesentlich die Lieferzeiten, weiters wird der Lagerplatz kleiner und ebenso der Lagervorrat, der bisher viel Kapital des Betonwerkes gebunden hat. 



   Der Beton nach dem vorliegenden Verfahren bleibt massgerecht und weist auch keine sonstigen Ver- änderungen auf. Die Wasseraufnahme ist auffallend gering, weshalb dieser Beton gegen atmosphärische Einwirkungen überaus widerstandsfähig ist, in gleicher Weise aber auch gegen chemische Angriffe von aggressiven Wässern, Gasen, Dämpfen und Rauch, zufolge seiner starken Sulfatbeständigkeit. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zum Herstellen von Hohlkörpern aus Beton od. dgl. mit einer Druckfestigkeit von über 1000   kg/cm2   und einer Biegefestigkeit von über 150 kg/cm2, wobei man eine aus einem Normal- oder Hochwert-Zement und aus einem trockenen, feinstkörnig gemahlenen,   kieselsäurehaltigen   Zuschlagstoff 
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 die gegebenenfalls zusätzlich kieselsäurefreie oder kieselsäurehaltige, grobkörnige Zuschlagstoffe enthalten kann, nach Wasserzusatz unter Druckanwendung zu Formlingen verdichtet, welche alsdann einer Vorhärtung,   z.

   B.   mit Niederdruckdampf oder durch Luftlagerung und bzw. oder Wasserlagerung, unterworfen und anschliessend zur Hochdruckhärtung in einem Härtekessel gespanntem Dampf von 9 bis 15 at ausgesetzt werden, dadurch   gekennzeichnet,'dass   die Verdichtung in an sich bekannter Weise durch Schleudern erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleudern diskontinuierlich erfolgt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass beim Schleudern der Werkstükke eine zusätzliche Verdichtung durch Rütteln oder mittels Dampfdruck angewendet wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Verdichtung beim Schleudern zeitweilig zur Anwendung gelangt.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Aussendurchmesser des Schleuderwerkstückes von etwa 400 mm, eine Schleuderdrehzahl von etwa 400 bis 600 Umdr/min benützt wird.
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