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Elektrisch beheizter Heisswasserspeicher
Im Patent Nr. 207970 ist ein elektrisch beheizter Heisswasserspeicher für vorzugsweise mehrere Zapfstellen mit zwei verschieden grossen, umschaltbaren Heizleistungen mit einem von aussen einstellbaren Temperaturwähler unter Schutz gestellt, der derart ausgebildet ist, dass der Heisswasserspeicher und die Heizkörper im Betriebszustand mit der kleineren Heizleistung für einen Speicherbetrieb dimensioniert sind und dass die Umschaltung auf die grössere Heizleistung, welche die Erwärmung der nachfliessenden Wassermenge während der Auslaufzeit bewirkt, mit dem Temperaturwähler zwangsläufig in der Weise gekuppelt ist, dass die höhere Heizleistung selbsttätig in der höchsten Temperaturstufe oder durch Weiterverstellung über diese hinaus eingeschaltet wird.
Zweckmässigerweise wird gemäss dem Stammpatent der Umschalter für die zwei verschieden grossen Heizleistungen von der Welle des Temperaturwählers aus zwangsläufig verstellt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine besonders zweckmässige Ausgestaltung des für die Umschaltung der verschieden grossen Heizleistungen und für die Einstellung der gewünschten Temperatur vorgesehenen Schaltgerätes.
Das Wesentliche der Erfindung ist darin zu sehen, dass das Schaltgerät zwei mit mindestens je einem Schalter verbundene Wippen besitzt, von denen die eine, deren Schalter dem Stromkreis mit der kleineren Heizleistung zugeordnet ist, dauernd und die andere, deren Schalter dem Stromkreis mit der grösseren Heizleistung zugeordnet ist, nur in einem vorbestimmten, einstellbaren Betriebszustand an einem vom Temperaturfühler gesteuerten Anschlagglied anliegt, wobei eine drehbar gelagerte Welle vorhanden ist, die mit einem Handbedienungsorgan, einer dem Anschlagglied zugeordneten Einstellscheibe und einer eine Aussparung aufweisenden Kurvenscheibe ausgestattet ist, welche mit einem Gestänge gekoppelt ist, das bei Eingriff in die Aussparung die zweite Wippe zum Anschlag an das Anschlagglied freigibt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt.
Die Fig. 1 und 2 geben zwei verschiedene elektrische Schaltungen des Heisswasserspeichers wieder.
Die Fig. 3 zeigt in schematischer Darstellung das als Umschalter dienende Schaltgerät in Verbindung mit dem Temperaturwähler.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellten Schaltungen für den Heisswasserspeicher sind für den Anschluss an ein Drehstromnetz RST bestimmt. In beiden Schaltungen sind zwei Schalter verwendet, u. zw. der
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Wirddem Schalter SI der Doppelschalter S/Sg eingeschaltet, so wird der Heisswasserspeicher mit einer grösseren Heizleistung erwärmt.
Zu dem Umschalten von der kleineren Heizleistung zu der grösseren Heizleistung und umgekehrt dient das erfindungsgemässe Schaltgerät, das mit dem Temperaturwähler vereinigt ist. Wie die Fig. 3 zeigt, ist 1 ein Gestänge des Temperaturfühlers, welcher die Temperatur des Wassers im Heisswasserspeicher abfühlt. Dieses Gestänge wirkt auf den doppelarmigen Hebel 2, der um die feste Achse 3 drehbar ist. Das
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eine Ende dieses doppelarmigen Hebels trägt eine Einstellschraube 4, während das andere Ende über eine Zugfeder 5 mit einem doppelarmigen Hebel 6 zusammenwirkt. Der doppelarmige Hebel 6 ist um die feste Achse 7 drehbar. Das der Zugfeder 5 gegenüberliegende Ende des doppelarmigen Hebels 6 ist gelenkig mit dem Glied 8 verbunden, an welches wiederum ein Glied 9 angelenkt ist.
Dieses Glied 9 findet seine Auflage an der Einstellschraube 4 des doppelarmigen Hebels 2. In der Nähe des Gliedes 9 sind zwei Wippen 10,11 um die feste Achse 12 drehbar gelagert. Die eine Wippe 10 ist mit dem Schalter SI verbunden. Die andere Wippe 11 steht in Verbindung mit dem Doppelschalter S/Ss. Zweckmässig sind die Schalter, wie auch in der Zeichnung angedeutet, Quecksilberschaltröhren, die in einer waagrechten Stellung einen Stromschluss und in einer schrägen Stellung eine Stromkreisöffnung herbeiführen. Die Wippen 10,11 wirken mit dem Glied 9 zusammen, das als Anschlagglied dient.
Durch das Handbedienungsorgan 18 ist eine Welle 13 drehbar, auf der zwei Kurvenscheiben 14,15 sitzen. Die Kurvenscheibe 14, die zur Temperatureinstellung dient, hat eine stetig verlaufende Kurvenfläche und wirkt auf den doppelarmigen Hebel 6 ein. Mit Hilfe dieser Kurvenscheibe kann das von den Hebeln 2,6 und den Gliedern 8 und 9 gebildete System verstellt werden. Vor allem ändert sich hiedurch die Lage des Anschlaggliedes 9. Werden tiefere Temperaturen mit Hilfe der Kurvenscheibe 14 eingestellt, so nimmt das freie Ende des Anschlaggliedes 9 höhere Lagen ein. Werden dagegen höhere Temperaturen eingestellt, so befindet sich das freie Ende des Anschlaggliedes 9 in tieferen Lagen. Die Kurvenscheibe 15 besitzt eine Kreiszylinderfläche mit einer Aussparung 16. Sie wirkt über einen Mitnehmer, z. B. ein Gestänge 17 auf ein verlängertes Ende der Wippe 11 ein.
Berührt das Gestänge 17 die Kurvenscheibe 15 ausserhalb der Aussparung 16, so befindet sich die Wippe 11 zwangsläufig in einer schrägen Lage, ohne eine Anlage an dem Anschlagglied 9 zu finden. Greift das Gestänge 17 in die Aussparung 16 der Kurvenscheibe, so wird die Wippe 11 zur Anlage an das Anschlagglied 9 freigegeben.
Die Wirkungsweise des Schaltgerätes gemäss der Erfindung ist folgende :
Dient der Heisswasserspeicher nur zur Belieferung kleiner Entnahmestellen, so genügt die Einschaltung der kleineren Heizleistung. Diese Entnahmestelle wird mit dem Speicherinhalt in ausreichendem Masse mit ausreichender Wassertemperatur versorgt. Bei Einschaltung der kleineren Heizleistung lässt sich das Wasser je nach Einstellung des Handbedienungsorgans 18 innerhalb des Bereiches "Warm" bis "Heiss" von etwa 300 bis 850C erwärmen. Die kleinere Heizleistung wird durch den Schalter SI eingeschaltet, dessen Wippe 10 sich an das Anschlagglied 9 anlegt.
Erreicht das Wasser in dem Heisswasserspeicher die jeweils eingestellte Temperatur, so wird durch das Gestänge 1 des Temperaturfühlers der doppelarmige Hebel 2 und damit das Anschlagglied 9 so weit bewegt, dass eine Stromunterbrechung in dem Schalter S, stattfindet. Sinkt die Temperatur des Wassers, so bewegen sich der doppelarmige Hebel 2 und das Anschlagglied 9 zurück, so dass der Schalter SI wieder den Stromkreis schliessen kann.
Soll eine grössere Entnahmestelle, z. B. das Bad, mit Wasser beliefert werden, so wird die grössere Heizleistung eingeschaltet. Es geschieht durch Drehen des Handbedienungsorgans 18 in eine besondere, u. zw. in die z. B. mit"Wanne"gekennzeichnete Stellung (t = 850C). In dieser Stufe greift das Gestänge 17 in die Aussparung 16 der Kurvenscheibe 15. Ist dies der Fall, so wird die Wippe 11 für ihre Anlage an das Anschlagglied 9 freigegeben und damit der Doppelschalter S /Ss eingeschaltet. Die Wippe 10 mit dem Schalter Si für die kleinere Heizleistung bleibt dauernd in der Anlage an dem Anschlagglied 9.
Wird bei Einschaltung der grösseren Heizleistung der Höchstwert der Temperatur überschritten, so werden beide Wippen 10,11 mit Hilfe des Anschlaggliedes 9 derart bewegt, dass die mit ihnen verbundenen Schalter SI und S./S den Stromkreis unterbrechen. Bei Sinken der Temperatur unter den Höchstwert der Temperatur dreht sich das Anschlagglied 9 wieder zurück, so dass die Schalter SI und S/S wieder. einschalten können.