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Verband von hochkantgestellten Trägern zur Bildung von Tragfachwerken, Decken, Verkehrsflächen, insbesondere Strassendecken
Das Bauen von Strassendecken, Tragwerken od. dgl. aus fabriksmässig hergestellten Betonfertigteilen ist bekannt, ebenso wie deren Verbindung durch schwalbenschwanzförmige od. dgl. Verzahnung.
Die Erfindung betrifft eine Weiterentwicklung solcher Trägerverbände, vorzugsweise zur besonders vorteilhaften Herstellung von Strassendecken, wobei letztere pfützen- und eisfrei sowie leuchtend anordenbar und leichter, einfacher und billiger herzustellen und auszubessern sind, als bisher bekannt.
Die Erfindung betrifft einen Verband von hochkantgestellten Trägern zur Bildung von Tragfachwerken, Decken, Verkehrsflächen, insbesondere Strassendecken, und besteht im wesentlichen darin, dass der Verband aus etwa in gleicher Höhe angeordneten Trägern besteht, die, an den Enden und in Abständen über ihre Länge verteilt, mit seitlich vorragenden Verbindungsteilen versehen sind, welche gegen oben offene Einschubprofile, vorzugsweise mit keilförmigem und schwalbenschwanzförmigem Querschnitt, und eine in Trägerlängsrichtung gerichtete, zur Abstützung dienende Endfläche aufweisen, durch welche Einschubprofile zur Bildung von Flächentragwerken, in gleicher Ebene liegende Träger verbunden und vorzugsweise benachbarte parallele Träger in Abstand voneinander gehalten sind.
Hiebei ist zur Bildung von Flächentragwerken, insbesondere Verkehrsflächen dem Träger mit seitlich vorragenden Verbindungsteilen, welche gegen oben offene Einschubprofile aufweisen, ein etwa paralleler Träger zugeordnet, dessen vorragende keilartige Verbindungsteile den Querschnitt der offenen Einschubprofile aufweisen, sie wie Feder und Nut ergänzen und in sie von oben einzuschieben sind. Oder es ist dem Verband zur Bildung von Kassettenod. dgl. Decken dem Träger mit seitlich vorragenden Verbindungsteilen, welche offene Einschubprofile aufweisen, ein benachbarter, von ihm etwa senkrecht wegragender Träger zugeordnet, dessen endseitige Abschlüsse von je einem in Längsrichtung vorragenden keilartigen Verbindungsteil gebildet ist, dessen Querschnitt jenem des offenen Einschubprofiles entspricht, dieses wie Feder und Nut ergänzt und in dieses einzuschieben ist.
Die Erfindung betrifft ferner Einzelheiten an einem solchen Verband.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise Ausführungen der Erfindung. Fig. 1 stellt im Aufriss, Fig. 3 im Grundriss einen Träger dar, dem bei Strassendecken der in Fig. 2 im Aufriss und in Fig. 4 im Grundriss dargestellte zugeordnet ist. Fig. 5,6 und 7 zeigen die Seitenansicht dieser Träger bei einer Strassendecke, die in Fig. 8 in Draufsicht dargestellt ist und den Beginn einer Strassenkurve veranschaulicht. Die Fig. 9 ist der Querschnitt einer mit Entwässerungsrohr und Revisionsschacht versehenen Strassendecke. In Fig. 10 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Strassendecke im Schnitt dargestellt. Fig. 11 stellt in Drunter- und Fig. 12 in Seitensicht als weiteres Ausführungsbeispiel eine Kassettendecke dar.
Der an sich bekannte Verband zur Bildung von Tragfachwerken, Decken, Verkehrsflächen, insbesondere Strassendecken, besteht aus hochkantgestellten, miteinander verbundenen Trägern. Der in Fig. 1 und 3 dargestellte erfindungsgemässe Träger 1 zur Bildung von Verbänden aus etwa in gleicher Höhe angeordneten Trägern hat, an den Enden und in Abständen über seine Länge verteilt, seitlich vorragende Verbindungsteile 2 abgeordnet, welche gegen oben offene Einschubprofile 2", vorzugsweise mit keilförmigem und schwalbenschwanzförmigem Querschnitt, bilden. Diese Profile 2" weisen eine in Trägerlängsrichtung gerichtete, zur Abstützung benachbarter Träger dienende Endfläche 2'auf. Durch die Einschubprofile 2" werden zur Bildung von Verbänden von in gleicher Ebene liegenden Trägern 1', 13 diese aneinander festgehalten, so dass z.
B. bei etwa parallelen Trägern, siehe Fig. 8, benachbarte 1, l'im Abstand aneinander gehalten sind, wodurch zwischen zwei benachbarten Trägern ein Sickerschlitz 4 gebildet wird. Dieser kann der Höhe nach gleich weit durchlaufen, Fig. 5, oder oben, Fig. 6, oder oben und unten Fig. 7, konisch verjüngt sein. Der dem Träger 1 etwa parallel zugeordnete Träger l'hat entsprechend dem oben offenen Profil der seitlich vorragenden Verbindungsteile 2 des erstgenannten Trägers 1 einen vorragenden keilartigen, diesem Profil entsprechenden Verbindungsteil3 ? angeordnet, so dass sich beide wie Feder und Nut ergänzen, wobei der Keil von oben in die Nut einzuschieben ist.
Die Balken 1, l'weisen sie der Quere nach durchsetzende Löcher 5 auf, welche beispielsweise an den etwa parallelen Balken 1, l'eines Verbandes koaxial, d. h. fluchtend, angeordnet sind, zur Bildung von Kanälen und Revisionsbehältern, oder es sind etwa in Balkenhöhenrichtung verlaufende Entwässerungskanäle 6, Fig. 9, vorgesehen oder feine Kanäle 7,
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Fig. 1, 2,10, zur Anordnung von Elektroleitungen. Die etwa parallelen Balken 1, l'werden bei Bildung von geraden Strassendecken eine prismatische Form aufweisen, Fig. 8 links, oder bei Bildung von Decken in Strassenkurven konisch ausgebildet sein, Fig. 8 rechts. Die Balken 1, T sind vorzugsweise endseitig durch einen Randbalken 8 verbunden, Fig. 10, der einen Schneestab 9 tragen kann.
Die erfindungsgemässe, von den Balken 1, l'gebildete Strassendecke, die im wesentlichen aus Fertigteilen gebildet ist, kann schnell und leicht verlegt und durch Ersetzen dieser Teile ausgebessert werden.
Die Balken können gewähltenfalls auch ohne Fundament verlegt werden, da jeder Balken für sich einen Träger bildet. Da die Balken in Abstand voneinander angeordnet sind, rinnt zwischen ihnen das Regenwasser stets ab, sodass die Strassendecke pfützenfrei und eisfrei bleibt. Das Wasser rinnt in den Deckenkanälen weiter, durch welche auch die Decke durchzuspülen, zu reinigen, eventuell sogar zu erwärmen ist. Einen besonderen Vorteil bildet die Möglichkeit, die Decke, für das Auge abgedeckt, in Höhe der Balkenoberkante oder auch über dieser Fläche oder insbesondere unter ihr zu beleuchten, sodass eine für das Auge selbstleuchtende Strassen- od. dgl. Decke gebildet wird.
Der Verband kann die Beleuchtung für vorzugsweise Strom niedriger Spannung im Randbalken angeordnet haben, Fig. 10, die das Licht 10 durch Schlitze 11 ausstrahlt, oder sie in Balkenmitte vorgesehen haben, oder an sonstiger beliebig gewählter Stelle. Zur Beleuchtungsanordnung sind beispielsweise Metall-, Plexiglas- oder sonstige Knöpfe oder Abdeckkörper 12 etwa in der Fläche der Balkenoberkanten angeordnet, versehen mit Schlitzen 11 zum Ausstrahlen des Lichtes. Es kann die Beleuchtung auch unter der Balkenoberkante vorgesehen sein, zur Beleuchtung der Balkenzwischenräume. Die in diesem Fall selbstleuchtend erscheinende Decke eignet sich daher insbesondere als Strassen- oder Flugplatzdecke, ganz besonders in nebeligen Gebieten.
Der Balken 1 kann auch zur Bildung von Kassetten- od. dgl. Decken Verwendung finden oder sonstigen verschiedensten Zwecken dienen. Bei der in Fig. 11 dargestellten Kassettendecke sind in den vorragenden Verbindungsteilen 2 des Trägers 1 zu ihm etwa senkrechte Träger 13 eingefügt. Deren end-
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M' ge-vorgesehen sind, u. dgl. Variationen mehr.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verband von hochkantgestellten Trägern zur Bildung von Tragfachwerken, Decken, Verkehrsflächen, insbesondere Strassendecken, dadurch gekennzeichnet, dass der Verband aus etwa in gleicher Höhe angeordneten Trägern (1) besteht, die, an den Enden und in Abständen über ihre Länge verteilt, mit seitlich vorragenden Verbindungsteilen (2) versehen sind, welche gegen oben offene Einschubprofile (2"), vorzugsweise mit keilförmigem und schwalbenschwanzförmigem Querschnitt, und eine in Trägerlängsrichtung gerichtete, zur Abstützung dienende Endfläche (2') aufweisen, durch welche Einschubprofile (2") zur Bildung von Flächentragwerken, in gleicher Ebene liegende Träger (1', 13) verbunden und vorzugsweise benachbarte parallele Träger (1, 1')
in Abstand voneinander gehalten sind.