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Pflug mit auswechselbaren Teilen der Wendeflächen.
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schematisch dargestellt ; die Kanten A B und B L haben den zu bearbeitenden Erdbalken nach horizontaler nnd vertikaler Ebene vom festen Boden abzutrennen, worauf er durch die Wendefläche gewendet und gekrümmelt und durch die Kante A 11 zur Seite gestrichen wird. Es erhellt hieraus, dass die Kanten A B und B L schneidend wirken müssen. Aus
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Pflügen meist B L scharfkantig abgeschrägt ist, wobei jedoch der Zuschärfungswinkel). oft nicht kleiner ist als der Schneidewinl, el p. (vgl. R R'). T T ? kennzeichnet den Schnitt durch die senkrechte Furchenwand und der Pfeil deutet die Bewegungsrichtung des Pfluges an.
Wegen der ungleichen Abnützung pflegte man bisher den Teil ABC D (Pflugschar oc)
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noch einen Schneidekantenteil E G, der sich stark abnützt. Deshalb wird manchmal neuer- dings eine Abtrennung vorgenommen, um den mehr beanspruchten unteren Teil E F H G (die Mittelplatte ss) gesondert von dem oberen Teil. J K M L (die Oberplatte γ) durch einen neuen ersetzen zu können.
Nebst anderen Nachteilen hatte die bisherige Teilung der Wendefläche besonders den Übelstand, dass nach Abnützung auch nur eines Teiles derselben, stets ein neues Stück gekauft und an Stelle des abgentitzten Stückes gesetzt werden musste. Die vorliegende Erfindung bezweckt, diese Übelstände zu vermeiden oder doch zu vermindern, indem die Wendefläche derart geteilt wird, dass ein oder mehrere Teile derselben derartig gekrümmt und begrenzt sind, dass sie in ihrer gegenseitigen Lage und Anordnung verändert, d. h. an Ort und Stelle gedreht oder an eine andere Stelle der Wendefläche gebracht werden können, zum Zwecke, einen Ersatz der abgenützten Teile ohne Hinzufügung neuer Teile zu erzielen.
Nachstehend sollen einige Ausführungen des Erfindungsgegenstandes beschrieben werden. Fig. 4 bis 6 : Die Wendefläche zeigt mehrere gleiche Teile x von Form und Grösse des Schares A B C D. Ist das unterste Schar abgenützt, so tauscht es den Platz mit einem
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wird in Stellung a b c d die frühere Abstreichkante A D nunmehr als Schneidekante a d wirken müssen : es sind daher auch die Kanten E G und K ilff der anderen Schare (nach A D) einwärts gebogen und scharfkantig (vgl. Querschnitt nach H v, dargestellt in Fig. ), w .d D in Fig. I gerade und normalkantig erscheint. nrn Querschnitt : t y,
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parallel zur senkrechten Furchenwand, zeigt Fig, 5.
Es können die Schare entweder bloss aneinander gereiht angeordnet werden, oder auch sich teilweise überdeckend, um die inaktiven Scharschneiden besser zu schonen.
Wenn die Scharspitze B abgenutzt oder gebrochen ist, so wird in einer der neuen Stellungen dieses Scharteilos (Scharspitze in H oder J) die Ackerung durch diesen Übelstand nicht leiden. Das Schar kann sogar entzwei gebrochen sein und dennoch seine Funktion in den letzterwähnten Stellungen, wo es überwiegend als Streichbrett wirkt, ganz gut erfüllen.
Man wird das unterste Schar in etwas anderer Form und grösseren Dimensionen anfertigen können, als das obere oder die oberen ; denn wenn es an deren Stelle zu treten hat, wird es durch Abnützung ohnehin Material verloren haben.
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und kann überdies, wenn abgenützt, nachgeschmiedet werden, so dass keine Lücke in der Arbeitsfläche. bleiben muss. Fig. 7 bis 9 : Man verwendet im Streichbrett nicht nur Schare a, wie in Fig. 4 (vom Ergänzungsteil S soll abgesehen werden), sondern auch einen an Ort und Stelle drehbaren Plattenteil ss (F G J L M H). Sind die Kanten G J und H F abgenützt, so wird p gedreht, wodurch F nach f, G nach g usw. gebracht wird.
G J gelangt nach g i, H F nach h f, während die bisher geschonten Kanten M H und J L an den Ort der grösseren Abnützung gelangen, nämlich nach m 11 und i l. Fig. 9 zeigt den Durchschnitt u v durch die beiden Schneidekanten G J und HM. Wenn das untere Schar ! 1. abgenützt ist, vertauscht man es mit dem oberen und es gelangt A nach a, B nach b usw.
Eine Trennung der beiden Schare x (durch die Linie A E D C angedeutet) muss nicht vorgenommen werden, sondern ABC N A kann aus einem Stücke bestehen und nach Abnützung der Scharspitze B wird das ganze Stück gedreht, wodurch A nach a, B nach b usw. gelangt.
Der Vertikalschnitt durch die Streichfläche nach x y ist in Fig. 8 dargestellt. Man ersieht, dass die Kanten A B = C N, A X = C B, J G H M durchaus Schneidekanten sind ; alle übrigen Kanten können normalkantig, F G= L M kann sogar stumpfkantig sein, vgl. I, I'und II, Il'in Fig. 8.
Fig. 10. Man kann eine drehungsfähige Platte ss auch zwischen die tauschbaren
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filr Reservematerial bei VII', die nur bei Scharen üblich ist. Fig. 11 und 12. Man kann die der Abnützung vorwiegend ausgesetzten Teile von Schar und Streichbrett in ein einziges Stück αzusammenfassen, welches nur Schneidekanten besitzt und nach Abnützung von B gedreht wird, so dass A nach a, B nach b etc. gelangt. Auch das Seitenstück ss ist drehbar. Den Querschnitt x y durch x zeigt Fig. 12. Der Querschnitt u v würde bei V und VI spitzkantig, bei 111 und 7F komplementär stumpfkantig erscheinen, ähnlich den Punkten J und 1I in Fig. 8 oder Spi in Fig. 17. Fig. 13.
Man kann statt eines Stückes oc (A B CD), wie in Fig. 11, deren mehrere gleiche anordnen, welche den Platz tauschen können und von denen jedes durch Drohung zweimal zur Verwendung gelangen kann ; die Schneidekanten A Bund Bekommen an jedem Teil Cl. zweimal, jede derselben also im ganzen viermal vor. Aber auch der übrige Teil von Schar und Streichbrett kann so geteilt werden, dass tauschbare und drehbare Stücke entstehen, z.
B. zwei und zwei γ ; erstere beiden sind Scharteile, von denen einer als Streichbrett dient, letztere beiden sind meist Streichbretteile. Jeder der sechs Teile (zwei IX, zwei P, zwei'0 ist überdies an Ort und Stelle drehbar.
Man kann auch je zwei nebeneinander liegende Teile zu einem einzigen Stück
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angeordnet werden. Fig. 15. Man kann von Tausch und Drehung des Schares (oder Scharteiles oder von Scharteilen) absehen und nur das Streichbrett verbessern : ABC D E F ist an Ort und Stelle drehbar, es gelangt A nach a, B nach b usw. B C und F E wirken als Schneidkanten. Fig. 16 und 17. Man kann auch die sogenannte Mittelplattoss (vgl.
Fig. l) drehbar konstruieren, wie oc in Fig. 16 zeigt ; sie unterscheidet sich sonach von der in
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Fig, 1 dargestellten dadurch, dass die obere Kante G H nunmehr kürzer wurde, da sie gleich sein muss der unteren Kante E F, ferner dass die Kante F H konkav wurde, während sie früher konvex war, dass sie eine Schneidekante, d. h. im Querschnitt scharfkantig wurde, während sie früher als. Abstreichkante normalkantig war und dass E F = N J überhaupt nicht geradlinig verlaufen muss, was vordem fast immer der Fall war. Der obere Tei ! ss des Streichbrettes ist ebenfalls an Ort und Stelle drehbar. Das Stück F K H ist ein eventuelles Ergänzungsstück des Streichbrettes.
Der Querschnitt u v (Fig. 17) zeigt die Kanten desselben, sowie die der Mittelplatte bei S, P und R. Fig. 18. Der rechte Teil oder der linke Teil des Streichbrettes oder beide Teile können an Ort und Stelle drehbare Stücke et und ss werden. Die Kante D C kann auch ganz oder teilweise höher reichen als in der Zeichnung dargestellt, nämlich näher zum Grindel empor, oder niedriger liegen 3. G D. Dasselbe gilt für H G in Fig. 18, ferners für D C in Fig. 11,13, 14 und 19.
Das Mittelstück A F G D ist weder dreh-noch tauschbar ; es wird aber fast keine Kantenabnützung erleiden. Fig. 19 und 20. Das in Fig. 18 verbleibende Mittelstück kann zum Teile wieder drehbar gemacht sein (ss in Fig. 19), wodurch die Abstreichseite y ein wenig in der Form geändert wird, aber ebenso wie x drehbar bleibt. Ein Querschnitt u v in Fig. 20 zeigt, dass die Kanten D A = B C, und K J= M L schneidend (Punkte V, VI
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Sämtliche bisherigen Darstellungen bezogen sich auf rechtsseitig wendende Wende- flächen ; aber ohneweiters kann alles bisher Gesagte auch auf linksseitig wendende ausgedehnt werden, wenn alle Figuren im Spiegelbild betrachtet werden, da auch die linkswendenden Pflugwendeflächen nur im Spiegelbilde zu den rechtswendenden gebaut sind.
Bei allen bisherigen Ausführungen waren konkave Formen der Wendefläche angenommen ; sie konnten selbstredend ebensogut konvexe oder gemischte Formen besitzen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Auswechselbare Teile der Wendeflächen (Schar und Streichbrett) von Pflügen, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Teile derselben derart gekrümmt und begrenzt sind, dass sie in ihrer gegenseitigen Lage und Anordnung verändert, d. h. an Ort und Stelle gedreht oder an eine andere Stelle der Wcndefläche gebracht werden können, zum Zwecke, einen Ersatz der abgenützten Teile ohne Hinzufügung neuer Teile zu erzielen.