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Kaffeemaschine
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kaffeemaschine mit einem über ein Drosselorgan an eine Druck- wasserquelle angeschlossenen Brühwasserbehälter, der eine von einem Thermostaten gesteuerte Heizvor- richtung besitzt, wobei in den Behälter mindestens eine Ausgabevorrichtung eingebaut ist, welche aus einer mit einer Bohrung versehenen Trennwand, einer unterhalb dieser Bohrung angeordneten Glocken- fassung zurAufnahme des Filterträgers und einem vorzugsweise von Hand zu betätigenden Verschlussorgan für die Bohrung besteht.
Die bisher bekanntgewordenen, z. B. in der Schweizer Patentschrift Nr. 317394 beschriebenen Kaffee- maschinen der angeführten Art konnten vor allem deshalb nicht voll befriedigen, weil die Verschluss- organe einer sehr starken Abnützung unterworfen und daher bereits nach verhältnismässig kurzer Zeit un- dicht wurden.
Es sind zwar, vor allem durch die österr. Patentschrift Nr. 193561, Kaffeemaschinen bekanntgewor- den, bei denen der zur Steuerung des Brühwasseraustrittes vorgesehene Kolben an seiner Unterseite mit einer Dichtung versehen ist, welche mit der in der Glockenwand angeordneten Verbindungsbohrung zusam- menwirkt. Besonders nachteilig wirkt sich bei diesen Kaffeemaschinen allerdings die exzentrische An- ordnung des Verschlussorganes aus, da diese ständig zu ungünstigen Spannungsverhältnissen führt. Nachdem die Dichtung nahezu in einer Ebene mit der Kolbenunterseite abschliesst, zeigt sich auch bei dieser Konstruktion, dass eine verlässliche Abdichtung bereits nach einer verhältnismässig geringfügigen Abnützung der Dichtung nicht mehr erreicht werden kann.
Ziel der Erfindung ist es, die aufgezeigten Mängel zu vermeiden und eine wirklich verlässlich Ab- dichtung des Verschlussorganes herbeizuführen.
Erreicht wird dies erfindungsgemäss dadurch, dass das Verschlussorgan als zentraler Vorsprung eines in an sich bekannter Weise in einer Bohrung des Behältergehäuses geführten Kolbens ausgebildet ist, wobei der von der Bohrung, dem Kolben und der Trennwand gebildete Raum über einen an sich bekannten, mit einem Rückschlagventil ausgestatteten Kanal mit dem Innern des Brühwasserbehälters verbunden ist.
Zur Verbesserung der Temperaturverhältnisse bei Kaffeemaschinen ist bereits durch die österr. Patentschrift Nr. 194096 vorgeschlagen worden, die Glockenfassung In das Innere des Behälters zu verlegen. Diese bekannte Kaffeemaschine unterscheidet sich von der erfindungsgemässen Maschine vor allem dadurch, dass die Ausgabevorrichtung keine Trennwand besitzt, welche die Glocke von der im Brühwasserbehälter vorgesehenen Bohrung für den Kolben trennt.
Eine Verminderung der Wärmeabfuhr wird gemäss einem weiteren Merkmal bei der erfindungsgemä- ssen Kaffeemaschine dadurch erreicht, dass die Trennwand im Abstand von der Bodenfläche des Brühwasserkessels im Innern desselben angeordnet ist.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand von zwei Ausführungsbeispielen, die in der Zeichnung dargestellt sind, näher erläutert. In dieser zeigen die Fig. 1 und 2 je eine schematisch dargestellte Ausführungsform im Querschnitt und Fig. 3 eine Einzelheit im Schnitt.
Ein druckdicht geschlossener, im wesentlichen einen rechteckigen Querschnitt aufweisender Behälter 1 ist in an sich bekannter Weise über ein nicht dargestelltes Drosselventil mit einer Druckwasserquelle verbunden, sowie mit einer über einen Thermostaten gesteuerten Heizvorrichtung versehen.
Bei der Kaffeemaschine gemäss Fig. 1 besitzt das Behältergehäuse 20 zwei nach aussen offene zylindrische Kammern 2 und 3, deren gemeinsame Achse zur Wand 24 des Behälters 1 senkrecht angeordnet ist. Die beiden Kammern 2 und 3 sind durch eine Trennwand 4 getrennt, stehen aber durch eine in der Trennwand vorgesehene Bohrung 17 miteinander in Verbindung.
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In der Kammer 2 ist ein Kolben 5 verschiebbar geführt. Die Kammer 2 wird durch einen, der Kolbenstange 6 eine Führung bietenden Deckel 7 abgeschlossen.
Der über den Deckel 7 vorragende Teil der Kolbenstange 6 ist mit einem am einen Ende gegabelten, am Deckel 7 schwenkbar gelagerten Handhebel 8 gelenkig verbunden. Durch Schwenken des Handhebels 8 wird der Kolben 5 gegen die Wirkung der zwischen der Kolbenoberseite und dem Deckel 7 untergebrachten Schraubenfeder 9 angehoben. Der Kolben 5 weist einen axialen Vorsprung 10 auf, der unter der Wirkung der Feder 9 gegen das Ende der Bohrung 17 dichtend angedrückt wird.
Die Kammer 3 ist als Glocke für die Aufnahme des üblichen, nicht dargestellten Filterträgers samt Filter ausgebildet. Die Trennwand 4 besitzt einen Vorsprung 11, der in die Kammer 3 hineinragt und dessen'Stirnseite eine von einem Randwulst 13 abgegrenzte Ausnehmung 18 aufweist, an welchem ein Verteilungssieb 14 befestigt ist. Die Trennwand 4 ist im Abstand von der Bodenfläche 24 des Brühwasserbehälters 1 im Inneren desselben angeordnet.
In der Seitenwand 15 des Vorsprunges 11 ist eine Nut vorgesehen, in welcher eine elastische Dichtung 16 zum Teil untergebracht ist, die zwecks Dichtung mit der Innenwand des nicht dargestellten Filters in radialer Richtung zusammenwirkt. Beim Anbringen schiebt sich der Filter, vom Träger unterstützt, über den Vorsprung 11 bis gegen das Verteilungssieb 14 bzw. die Trennwand 4.
Der zwischen der Trennwand 4 und der unteren Kolbenstirnseite gebildete Hohlraum 18 steht mit dem Behälterinneren 20 über einen an sich bekannten, mit einem Rückschlagventil 19 ausgestatteten Kanal 23 in Verbindung. Der Raum 18 befindet sich somit unter dem Einfluss des im Behälter 1 herrschenden Druckes sowie der Temperatur des darin befindlichen Wassers.
Wird nun der Kolben 5 in seine obere Stellung durch Drücken des Handhebels 8 nach unten gehoben, so öffnet sich die Bohrung 17 und das im Raum 18 enthaltene Brühwasser dringt sofort durch diese Bohrung in das im Filter festgepackte Kaffeepulver ein, während anderes Brühwasser aus dem Behälter 1 nachströmt.
Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der vorstehend beschriebenen Ausführungsform dadurch, dass der Deckel des Hahnzylinders 2 als Hilfszylinder 21 ausgebildet ist, indem ein von der Druckflüssigkeit beaufschlagter Hilfskolben geführt ist, der mit dem Kolben 5 der Ausgabevorrichtung starr verbunden ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kaffeemaschine mit einem über ein Drosselorgan an eine Druckwasserquelle angeschlossenenBrUh- Wasserbehälter, der eine von einem Thermostaten gesteuerte Heizvorrichtung besitzt, wobei in den Behälter mindestens eine Ausgabevorrichtung eingebaut ist, welche aus einer mit einer Bohrung versehenen Trennwand, einer unterhalb dieser Bohrung angeordneten Giockenfassung zur Aufnahme des Filterträgers und einem vorzugsweise von Hand zu betätigenden Verschlussorgan für die Bohrung besteht, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussorgan als zentraler Vorsprung (10) eines in an sich bekannter Weise in
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rung (2), dem Kolben (5) und der Trennwand (4) gebildete Raum (18) über einen an sich bekannten, mit einem Rückschlagventil (19) ausgestatteten Kanal (23)
mit dem Inneren des Blühwasserbehälters (l) verbunden ist.