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Elektromotor
Es ist aus der franz. Patentschrift Nr. 1. 056. 567 bereits bekannt, einen Elektromotor für geringere Leistungen aus zwei symmetrischen Hälften aufzubauen, zwischen denen der Rotor und der Stator mittels Bolzen zentriert werden. Die Hälften sind überdies mit Höhlungen zur Aufnahme der Lager des Rotors versehen.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Elektromotor und bezweckt, eine solche Bauart desselben zu schaffen, dass sowohl die Anzahl der Bauteile als auch das zum Zusammenhalten dieser Teile erforderliche Befestigungsmaterial auf ein Mindestmass herabgesetzt wird, und dass auch eine gute Zentrierung gewährleistet wird.
Gemäss der Erfindung wird dieser Zweck dadurch erzielt, dass der Rotorteil des Motors von einem aus zwei Hälften bestehenden Rahmen abgestützt wird, dessen Hälften von dem Statorteil klemmend zusam- mengehalten werden.
Dabei werden den beiden, vorzugsweise aus Isoliermaterial bestehenden Rahmenhälften vorzugsweise genau dieselbe Form und Bemessung erteilt und sie gegenüber der Axialebene senkrecht zur Berührungfläche der beiden Hälften symmetrisch ausgebildet, in der. Weise, dass die Hälften mittels derselben Ma- trize hergestellt werden können.
Eine nähere Erläuterung der Erfindung wird nachstehend an Hand eines in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispieles gegeben.
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zeigt einen Schnitt längs der Linie V- V der Fig. 1, Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie VI- VI der Fig. 2, Fig. 7 einen Schnitt längs der Linie VII- VII der Fig. 6 und Fig. 8 ist eine perspektivische Darstellung in vergrössertem Massstab von einer der Rahmenhälften.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht der Motorrahmen aus zwei gleichen Hälften 1, 2 aus Isoliermaterial, das sich leicht in eine Form pressen lässt, z. B. Harnstoffharz. Die Form jeder dieser Hälften ist aus Fig. 8 deutlich ersichtlich. Werden die zwei Hälften mit ihren flachen Seiten gegeneinander gedrückt, so fallen die Stifte 3 einer Hälfte in die Höhlung 4 der andern Hälfte, so dass eine gegenseitige, seitliche Verschiebung der Teile verhütet wird.
Die Teile l, 2 haben eine rechtwinklige, zentrale Öffnung 5, innerhalb deren der Rotor 6 mit dem Kommutator 7 zur Anlage kommt. Weiter sind sie an beiden Enden mit Querhöhlungen 8 bzw. 9 versehen, die zur Aufnahme der beiden sphärischen Achsenlager 10 dienen, wobei in der Höhlung 9 ausserdem die Lager 11,12 von zwei vom Rotor angetriebenen Belastungsachsen 13 bzw. 14 zur Anlage kommen. Ein sphärisches Lager 10 wird in der Höhlung 8 durch eine Platte 15 zentriert, die in Rillen 16 des Rahmens passt, während das andere sphärische Lager, gemeinsam mit den Lagern für die Achsen 13 und 14, innerhalb der Höhlung 9 durch eine Platte 17 zentriert wird, die in Rillen 18 des Rahmens eingreift.
An dem über den Rahmen vorstehenden Ende der Rotorwelle ist ein Zahnritzel 19 befestigt, das mit Zahnrädern 20 und 21 zusammenwirkt, die auf den Belastungsachsen 13 bzw. 14 sitzen.
Sobald die geschilderten Teile in einer der beiden Rahmenhälften untergebracht sind, kann die zweite Rahmenhälfte auf die erste gelegt werden, wodurch die erwähnten Teile in ihrer richtigen gegenseitigen Lage fixiert werden.
Die beiden Rahmenhälften 1, 2 werden darauf durch den Statorteil zusammengeklemmt, indem letz-
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terer über die aufeinander liegenden, schmalen Teile 22 des Rahmens gegen den erweiteten Teil 23 (Fig. 2 und 8) desselben geschoben wird.
Der Statorteil, der aus einem Eisenkern 24 und einer darauf angebrachten Feldwicklung 25 besteht, gleitet in Nuten 26 (Fig. l) auf den Aussenseiten der Rahmenhälften und hält letztere durch Federkraft gegeneinander gedrückt, wobei der Stator selber durch Reibung längs der Nuten nicht zurückgleiten kann.
Die Bürsten 27, von denen eine in Fig. 1 zu sehen ist, werden durch die rechtwinklige Spalte 28 in zwei halbkreisförmigen Platten 29 (Fig. 5) geführt, die von aussen her in Nuten 30 der Rahmenhälften geschoben und darauf durch Abbiegen eines Zungenpaares um (in der Zeichnung nicht sichtbare) Nocken der Rahmenhälften fixiert werden. An jeder dieser Platten 29 ist ein Federkontakt 31 befestigt, der auf der betreffenden würste aufruht und diese gegen den Kommutator 7 drückt. Durch diese Federkontakte, d. h. mit den Platten 29 können die gewünschten elektrischen Verbindungen mit dem Rotor gemacht werden.
Infolge der symmetrischen Anordnung der Stifte 3 und der Höhlungen 4 gegenüber der Axialebene senkrecht zur Berührungsfläche der beiden Rahmenhälften können letztere in derselben Matrize gepresst werden, wodurch eine absolute Ähnlichkeit gewährleistet ist. Da Nacheinstellung der Teile, wenn der Motor einmal zusammengesetzt ist, nicht mehr möglich ist, bildet diese Ähnlichkeit eine notwendige Bedingung zum Erzielen von guten Resultaten.
Die Gesamtzahl der Einzelteile ist im Vergleich zu bekannten Konstruktionen gering, z. B. etwa 30, während nur eine einzige Schraubenverbindung hergestellt zu werden braucht, u. zw. zur Befestigung des Zahnritzel 19 auf der Rotorwelle.