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Mikrophonanordnung
Gegenstand der Erfindung ist eine Mikrophonanordnung mit wenigstens einem in seiner Richtcharakteristik änderbaren Mikrophon, einer die Änderung der Richtcharakteristik bewirkenden Schalteinrichtung und einem Vorverstärker, wobei die Mikrophone auf Kugel-, Nieren- und Achtercharakteristik umschaltbar sind.
Es sind bereits Mikrophonanordnungen bekannt, bei welchen die vorgenannten Bestandteile-Mikrophon, Schalteinrichtung und Vorverstärker- zu einer Einheit in einem Gehäuse mit kleinen Abmessungen vereinigt sind. Diese Ausführung hat verschiedene Nachteile, insbesondere ist die Auswechselbarkeit und Prüfung der einzelnen Bestandteile erschwert.
Aus der deutschen Patentschrift Nr. 814461 ist auch ein Mikrophon, vorzugsweise Kondensatormikrophon, bekannt, bei dem das auswechselbare Mikrophon in ein flaschenartiges, vorzugsweise zylindrisches Gehäuse mit lösbar befestigtem gazeumhüllten Kopfteil eingeschlossen ist, und Zusatzeinrichtungen wie Verstärker und/oder Schaltmittel im Unterteil des Gehäuses vorgesehen sind.
Gemäss der Erfindung sind die Mikrophonkapsel und die Schalteinrichtung zu einer selbständigen Baueinheit vereinigt, die elektromechanische Kupplungseinrichtungen, wie schraub-oder steckbare Kontakt- anordnungen u. dgl. aufweist, um sie mit der ebenfalls als selbständiger Bauteil ausgebildeten Verstärkereinheit lösbar zu verbinden.
Durch die Ausbildung gemäss der Erfindung kann an die Verstärkereinheit jede Baueinheit mit Verstärkerkapsel leicht gekuppelt werden, so dass also nicht nur Mikrophone mit veränderbarer, sondern auch solche mit konstanter Richtcharakteristik bei entsprechender Grösse an die Vorverstärkereinheit angeschlossen werden können. Dadurch kann bei einer Störung die Überprüfung und das Suchen von Fehlerquellen rascher durchgeführt werden, da, ohne Ausbau, Vorverstärker und Mikrophon bzw. Schalteinrichtung geprüft werden können u. zw. in einfacher Weise durch blossen wechselseitigen Austausch der beiden Baueinheiten.
Weiters wird der Vorteil erreicht, dass die mechanischen Teile und die elektrischen Teile des Vorverstärkers zu je einer gesonderten Baueinheit zusammengefasst sind, wodurch auch die Herstellung der Mikrophonanordnung in gesonderter Werksabteilung rationeller durchführbar ist.
Gemäss weiteren Kennzeichen der Erfindung ist in der Baueinheit die Mikrophonkapsel und die Schalteinrichtung zur Änderung der Richtcharakteristik in an sich bekannter Weise (siehe z. B. die USA-Patentschrift Nr. 2, 328 ; 941) in einem kurzen zylindrischen Gehäuse angeordnet, das von einer drehbaren, die Umschaltung der Mikrophoncharakteristik bewirkenden Hülse umgeben ist. Koaxial zum Gehäuse ist das die Mikrophonkapsel enthaltende Schutzgitter angeordnet. Die Hülse weist eine Ausnehmung auf, durch die die am Gehäuse der Schalteinrichtung vorgesehenenMarken,Zeichen od. dgl.für die Schaltstellung sichtbar sind. Für die Verbindung mit der Vorverstärkereinheit weist das Gehäuse am freien Ende die elektrischen und mechanischen Kupplungsorgane auf.
Die Baueinheit für den Verstärker besteht in ebenfalls bekannter Weise aus einem diesen enthaltenden zylindrischen oder prismatischen Gehäuse, das an einer Stirnseite Kupplungsorgane zur Verbindung mit der die Mikrophonkapsel enthaltende ! ! Baueinheit und an der andern Stirnseite eine Steckerkupplung für den Kabelschluss aufweist.
Um mit dem Gegenstand der Erfindung auch stereophone Tonaufnahmen durchführen zu können, können alle an sich bekannten Anordnungen der Einzelmikrophone für das Intensität- (XY, MS) oder das A-BVerfahren angewendet werden. Dabei werden die Vorverstärker so zueinander angeordnet, dass die Baueinheiten mit den Mikrophonkapseln in der für das betreffende Stereoverfahren günstigsten Lage zueinander zu liegen kommen. Für XY-oder MS-Stereophone können die Einzelmikrophone, bestehend aus je
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einer Baueinheit, die Mikrophonkapsel und den Schalter enthalten, und einer Vorverstärkereinheit so nebeneinander angeordnet werden, dass die Mikrophonkapseln möglichst nahe zueinander zu liegen kommen.
Bei A-B-Stereophonie können die Mikrophone im entsprechenden Abstand auf getrennten Stativen oder an Auslegern an einem Stativ befestigt werden.
Es können aber auch in der Baueinheit des Vorverstärkers zwei getrennte Verstärkereinrichtungen angeordnet sein, welchen an jedem freien Ende des vorzugsweise zylindrischen Verstärkergehäuses Kupplungsorgane zum Anschluss je einer baulichen Einheit von Mikrophonkapsel und Schalteinrichtung zugeordnet. sind, wobei für den Anschluss der Kabel des Vorverstärkers bzw. der Schaltvorrichtung in der Mitte des Verstärkergehäuses eine Steckervorrichtung angeordnet ist.
Das Gehäuse der Vorverstärker muss nicht geradlinig ausgeführt sein : es kann aus zwei im Winkel zueinander angeordneten Teilen bestehen. von welchen im Winkelscheitel die Steckerkupplung angeordnet ist und an den freien Enden die Kupplungsorgane für die Mikrophonkapseleinheit vorgesehen sind oder das Gehäuse für die Vorverstärker kann U-förmig geformt sein und an den freien Enden die Kupplungsorgane sowie im Scheitel die Steckerkupplung für die Kabel aufweisen, so dass bei der letzteren Anordnung die Mikrophone nahe beieinander liegen.
In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch veranschaulicht.
We Fig. 1 zeigt in Ansicht die Baueinheit mit der Mikrophonkapsel, wogegen die Fig. 2 bis 5 Ausbildungen verschiedener Baueinheiten für den Vorverstärker in Ansicht darstellen.
Gemäss Fig. 1 ist im Gehäuse l der Schaltmechanismus für das Umschalten des Mikrophons vorgesehen, das in einer Kapsel 2 hinter einem Schutzgitter 3 in bekannter Weise aber einem Rahmen am Gehäuse 1 befestigt ist. Im Gehäuse 1 ist eine Schalthülse 4 drehbar angeordnet, die mit dem Schaltmechanismus in Verbindung ist und eine Ausnehmung 5 aufweist, durch die am Gehäuse 1 vorgesehene Zeichen 6 für die Schaltstellung des Mikrophons sichtbar sind. Mit 7 ist der Kupplungsteil zum Verbinden der Baueinheit "Mikrophonkapsel"mit der Baueinheit "Verstärker" bezeichnet, der mechanisch aus einer Schraubverbindung, Steckverbindung, bajonettartigeverbindung od. dgl. und elektrisch aus konzentrisch gefederten Kontaktringen, Steckerstifte, Buchsen od. dgl. bestehen kann.
Entscheidend nach der Erfindung ist die Kleinheit der Anordnung, nach welcher der grösste Durchmesser D kleiner als 28 mm ist, so dass die Aufstellung der Mikrophonanordnung ohne im Aufnahmeraum zu stören, an jeder Stelle desselben angeordnet werden kann.
Um diesen Zweck zu erreichen, ist auch das zylindrische Gehäuse 11 des Vorverstärkers nach Fig. 2 im Durchmesser d kleiner als 21 mm gemäss der Erfindung ausgeführt. Das Gehäuse 11 weist an einem Ende die sich zu den Kupplungsteilen 7 ergänzenden Kupplungsteile 12 und am andern Ende die Steckerkupplung 13 für das Kabel auf. Die Länge des Gehäuses 11 wird auf das durch die elektrische Einrichtung erforderliche Mindestmass beschränkt.
Bei stereoakustischen Aufnahmen werden zwei Richtmikrophone verwendet. Für diesen Zweck können zwei Mikrophonanordnungen, bestehend aus je einer Baueinheit nach Fig. 1 und 2. in der bereits beschriebenen Weise zueinander angeordnet werden. Es können aber auch in einer Baueinheit zwei getrennte Ver- stärkereinrichtungen vorgesehen sein. So sind gemäss Fig. 3 in einem Gehäuse 15 zwei Vorverstärker angeordnet und an jedem Ende des zylindrischen Gehäuses, das gleichfalls einen Durchmesser von kleiner als 21 mm aufweist, sind die erforderlichen Kupplungsteile 12 für die Verbindung mit je einer Baueinheit nach Fig. 1 vorgesehen. Die Steckerkupplung 16 für den Kabelanschluss ist in der Mitte des Gehäuses 15 angeordnet.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 sind zwei zylindrische, je einen Vorverstärker enthaltende Gehäuse 18 im Winkel zueinander angeordnet und verbunden. An den freien Enden der Gehäuse 18 sind die Kupplungsteile 12 und im Scheitel die Kabelstecker 19 vorgesehen. Auch die Gehäuse 18 weisen kleinere Durchmesser als 21 mm auf.
Die Fig. 5 zeigt ein U-förmig gebogenes Rohr mit einem Durchmesser kleiner als 21 mm als Gehäuse 21 für die Vorverstärker. In jedem Schenkel des Gehäuses ist ein Vorverstärker eingebaut und jedes Schenkelende des Gehäuses 21 weist die Kupplungsteile 12 für die Baueinheit nach Fig. l auf. Die Kabelstecker 22 sind am Scheitel des Gehäuses 21 vorgesehen.
Die Baueinheiten nach den Fig. 3 bis 5 dienen, wie bereits ausgeführt wurde, für stereophone Tonaufnahmen, wobei die Stellung der Baueinheiten nach Fig. 1 zueinander durch die Ausbildung der Kupplungsteile gegeben ist. Es können die Baueinheiten nach Fig. 1 in jedem Kupplungsteil der Vorverstärkergehäuse in veschiedenem Winkel einkuppelbar sein, um die Schallrichtung der Mikrophone zueinander ändern zu können.