<Desc/Clms Page number 1>
Nadelinstrument für die intravenöse Anwendung
Die Erfindung bezieht sich allgemein auf Nadelinstrumente für intravenöse Injektionen oder Infusionen und betrifft im besonderen ein verbessertes Nadelinstrument, das sich vor allem zur intravenösen Einführung einer Flüssigkeit in eine Kopfvene bei Kindern eignet.
Bekannte Nadelinstrumente der angegebenen Art weisen eine Hohlnadel auf, die an ihrem Schaftende flüssigkeitsdicht mit einem aus geschmeidigem Metallblech bestehenden Ansatzstück verbunden ist, welches einen durch eine Blechfalte gebildeten, nach oben ragenden starren Griffteil und nach beiden Seiten abstehende, geschmeidige Flügel für die Fixierung des Instrumentes an der Haut aufweist. Der bei diesem Nadelinstrument vorgesehene Griffteil ist nun aber nicht nur kostenerhöhend, sondern auch störend.
Er erhöht nämlich den Platzbedarf bei der Aufbewahrung des Instrumentes und bringt insbesondere bei einem am Körper des Patienten angehefteten Nadelinstrument die erhebliche Gefahr mit sich, dass durch unbeabsichtigtes Anstreifen am Handgriffteil die Nadel aus der Vene gerissen oder, was noch gefährlicher ist, im Blutgefäss verdreht oder gar durch die Gefässwand durchgestossen wird.
Diese Nachteile werden im Rahmen der Erfindung dadurch vermieden, dass bei einem Nadelinstrument der geschilderten Art das Ansatzstück für die Hohlnadel zwar mit Flügelteilen für die Fixierung des Instrumentes an der Haut, aber ohne starren, nach oben vorstehenden Griffteil ausgebildet wird, wobei erfindungsgemäss die erwähnten Flügel durch einen Flachstreifen aus biegsamem Kunststoff gebildet sind, der quer zum Ansatzstück verlaufend an diesem befestigt ist, und dessen Flügelteile oberhalb des Ansatzstückes zur vorübergehenden Bildung eines Handgriffteiles bis zur gegenseiten Berührung in der durch die Nadelachse gehenden Vertikalebene zusammenbiegbar sind.
Durch die Verwendung von Flügeln aus sehr geschmeidigem Kunststoff kann also der nur vorübergehend benötigte Griffteil mit der erforderlichen Steifigkeit durch Einwärtsbiegen der Flügel bis zur satten gegenseitigen Berührung gebildet werden. Nach dem Einstechen der Nadel werden die Flügel zurückgebogen und zur Fixierung der Nadel am Körper verwendet, so dass kein den Patienten gefährdender Teil vom Körper absteht.
Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung von in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispielen der Erfindung hervor.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 in perspektivischer Ansicht ein erfindungsgemässesNadelinstrument mit einem Rohransatzstück zur Verbindung mit einer nur teilweise dargestellten Flüssigkeitsquelle. Fig. 2 ist eine Draufsicht auf das in Fig. 1 dargestellte Nadelinstrument und zeigt die Flügel des Ansatzstückes in nach aussen gerichteter Lage. In Fig. 3 ist eine Ausführungsform des Nadelansatzstückes, teilweise geschnitten, in Seitenansicht dargestellt. Fig. 4 zeigt das in Fig. 3 veranschaulichte Nadelinstrument in Stirnansicht. Fig. 5 ist ein Vertikalschnitt durch das Nadelinstrument mit nach aussen ragenden Flügeln und Fig. 6 zeigt in einem Vertikalschnitt das Nadelinstrument mit in eine Vene des Patienten eingestochener Nadel.
Das erfindungsgemässe Nadelinstrument 10 umfasst eine Hohlnadel 11, vorzugsweise kleinen Durchmessers, mit einem abgeschrägten Spitzenende 12 und einem Schaftende 13, welches in das Ende eines
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
vorzugsweise mit dem biegsamen Rohr 14 zu einem Stück verbunden ist.
In der oberen Fläche des Flügel- streifens 16 sind vorzugsweise zwei parallele Rillen 17, 17'oder Zonen mit verringerter Dicke, u. zw. an jeder Seite der anliegenden Nadel eine, ausgebildet; diese Rillen teilen den Flügelstreifen 16 in zwei
Flügelabschnitte 18, 18'und ermöglichen, dass die Flügelteile 18, 18'einerseits beim Einsetzen der Na- del leicht nach oben in die vertikale Lage, anderseits aber auch nach unten gebogen werden können, so dass sie an eine konvexe Oberfläche, an welcher das Instrument befestigt werden soll, angepasst werden können. Der Flügelstreifen 16 ist vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial, z. B. Polyvinylchlorid, her- gestellt, welches halbbiegsam ist und durch Hitze an den Rohrabschnitt angeschweisst werden kann.
Statt des bevorzugten Polyvinylchlorids können selbstverständlich auch andere entweder hitzeschweissbare oder lösliche Kunststoffe, z. B. Polyäthylen oder Polypropylen, verwendet werden.
Das Nadelinstrument gemäss der Erfindung kann auf verschiedene Arten hergestellt werden. Eine der einfachsten Herstellungsmethoden besteht jedoch darin, dass die Nadel 11 in das Ende eines Längs- abschnittes eines biegsamen Polyvinylchloridrohres kleinen Durchmessers eingesetzt wird, dessen Innen- durchmesser nur sehr wenig grösser ist als der Aussendurchmesser der Nadel, wonach die Verbindungsstelle des Rohres mit der Nadel mit einem kurzen Streifen aus flexiblem Polyvinylchloridkunststoff so überdeckt wird, dass der Streifen quer zur Nadel liegt. Die so aufeinandergelegten Teile werden hierauf zwischen hochfrequent beheizten Stempeln gepresst, wobei die Fläche des oberen Stempels Profilleisten zwecks
Ausbildung der parallelen Rillen 17, 17' im Flügelstreifen beim Erhitzen und Pressen zwischen den Stem- peln aufweist.
Auf diese Weise wird das Rohr an der Nadel angeschweisst und gleichzeitig wird der Flügel- streifen mit der Nadel und vorzugsweise auch mit dem Rohr zu einem Stück verbunden, so dass das Rohr und der Flügelstreifen eine Einheit bilden.
Wenn eine sehr dünne Kanülennadel verwendet wird, dann wird auf die Kanülennadel eine vorzugs- weise durchsichtige Hülse 20 aufgekittet, die aus ähnlichem Material wie das biegsame Rohr besteht und einen Innendurchmesser hat, der nur wenig grösser ist als der Aussendurchmesser der Kanülennadel, wonach das biegsame Rohr über die Kunststoffhülse aufgeschoben wird. Hierauf wird der Flügelstreifen in der be- reits beschriebenen Weise mit dem Rohr zu einem Stück verbunden. Auf diese Art kann ein biegsames
Rohr verwendet werden, dessen Durchmesser genügend gross ist, um den Durchfluss einer entsprechenden
Flüssigkeitsmenge zu erlauben.
Bei der Verwendung des Nadelinstrumentes werden zunächst die biegsamen Flügel 18, 18'nach oben bis in eine Lage gebogen, in welcher sie im wesentlichen aneinander und in der Vertikalebene durch die
Nadel liegen, wobei sie gleichzeitig die Lage der Abschrägung der Nadel anzeigen ; in dieser Lage können die Flügel mit einer Pinzette oder mit der Hand erfasst werden, um die Nadel, wie Fig. 6 zeigt, in eine
Vene einzustechen. Nach dem Einstechen der Nadel werden die biegsamen Flügel 18, 18'seitlich von der
Nadel nach unten gebogen, bis sie, wie dies in Fig. 6 in strichlierten Linien angedeutet ist, an der Ober- fläche des Körperteiles, in den die Nadel eingestochen worden ist, anliegen.
In dieser Lage kann das Na- delinstrument durch einen Heftpflasterstreifen 22 an der Haut fixiert werden, indem der Heftpflasterstrei- fen, ungehindert durch andere Teile des Nadelinstrumentes, direkt über die Flügel 18, 18'und die Nadel gelegt wird. Ein weiterer wichtiger Vorteil des erfindungsgemässen Nadelinstrumentes besteht darin, dass keinerlei Verlängerungen der Kanülennadel oder an das Ende der Nadel anschliessende Teile vorhanden sind, welche die Beobachtung eines beim Einstechen der Nadel in die Vene allfällig auftretenden Blutrückschla- ges verhindern oder verzögern würden.
Um die Spitze und den Kanülenteil der Nadel zu schützen, empfiehlt es sich, über dem Kanülenteil und der Spitze der Nadel eine Nadelhülle 23 anzubringen, die wie in Fig. 2 mit strichlierten Linien ange- deutet ist, mit ihrem inneren Ende an der Aussenfläche des Rohres oder des Flügelstreifens anliegt.
Das beschriebene Nadelinstrument kann im Rahmen der Erfindung selbstverständlich verschiedenen
Verwendungszwecken angepasst werden.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.