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Wäscheschleuder
Die Erfindung bezieht sich auf eine Wäscheschleuder mit einem um eine vertikale Achse innerhalb eines Aussengehäuses drehbaren Schleuderkorb, der mit einem Riemen durch einen im Gehäuseunterteil gelagerten Motor antreibbar ist, gegebenenfalls mit einem innerhalb des Aussengehäuses gelagerten Waschbehälter und einem durch einen eigenen Motor angetriebenen Flügelrad.
Erfindungsgemäss sind ein Schalter im Schleudertrockner-Motorstromkreis nächst dem Schleudertrocknermotor und handbetätigte Steuerorgane am Aussengehäuse im Abstand vom Schalter vorgesehen, die durch eine mechanische Verbindung mit isolierendem Zwischenstück mit dem Schalter verbunden sind, dass der Schalter und der Motor von einer gemeinsamen, vom Gehäuse isolierten Grundplatte getragen sind bzw.
der durch einen Anschlag auf der Grundplatte betätigbare Schalter von einem als isolierendes Zwischenstück der mechanischen Verbindung zwischen dem Schalter und den Steuerorganen ausgebildeten Hebel getragen ist, durch den bei Schliessen des Deckels des Schleudertrockners der Motor eingeschaltet wird und umgekehrt, wobei vorzugsweise an einem Ende des Hebels über mechanische Verbindungsglieder ein Bremshebel zum Anhalten des Schleudertrockners angelenkt ist, wenn der Deckel zum Abschalten des Motors geöffnet wird, und dass gegebenenfalls auf der Grundplatte ein zweiter, im Flügelradmotorstromkreis liegender und vorzugsweise als Zeitschalter ausgebildeter Schalter angeordnet ist, der durch ein oben am Aussengehäuse befindliches Steuerorgan mittels einer weiteren mechanischen Verbindung mit isolierendem Zwischenstück betätigbar ist.
Auf diese Weise sind die wesentlichen elektrischen Aggregate in einfacher und sicherer Art auf einer einzigen Grundplatte angeordnet und besitzen eine eigene Isolierung von dieser Grundplatte, die ihrerseits wieder vom Aussengehäuse isoliert ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen schematisch dargestellt, u. zw. ist Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht eines aus Waschmaschine und Schleudertrockner bestehenden Gerätes, Fig. 2 ist eine Rückansicht, wobei einige Teile weggelassen sind, Fig. 3 ist eine Druntersicht und Fig. 4 eine Draufsicht.
In manchen Einzelheiten entspricht die dargestellte Maschine jener, welche im österr. Patent Nr. 182094 beschrieben ist. Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Erfindung auf einen Zentrifugaltrockner und eine Waschmaschine angewendet. Dieses Aggregat besitzt ein im wesentlichen rechteckiges Ge- häuse M, das in seinem oberen Teil den Waschmaschinenbehälter 11 an einer Seite und eine Schleuder 12 auf der andern Seite aufweist.
Der Waschmaschinenbehälter 11 ist an seiner Rückwand mit einem ständig umlaufenden, über Scheiben 16 und 17 und einen Riemen 18 von einem Elektromotor 15 aus angetriebenen scheibenartigen Flügelrad 13 ausgestattet. Der unter dem Behälter befindliche Motor ruht auf vier Füssen 20, die an Querträgern 21, 22 des Maschinenunterrahmens angeschraubt sind. Wo die Füsse die Querträger durchsetzen, sind sie von isolierenden und stossdämpfenden Kautschukbüchsen 23 umgeben, so dass das Gehäuse des Motors 15 vom Gehäuse 10 der Maschine vollständig isoliert ist. Der Motor 15 dient über Friktionsräder 28 und 29 auch zum Antrieb einer Pumpe 27, die zur Entleerung des Behälters 11 bestimmt ist.
Der Schleudertrockner besteht aus einem Aussengehäuse 30 von allgemein zylindrischer Gestalt, das in seinem unteren Teil konisch zuläuft, und aus einem im Wesen zylindrischen Korb 31 aus gelochtem Blech, der unten ebenfalls konisch ist.
Der Korb sitzt auf einer lotrechten Welle 32, deren Unterende in einem selbsteinstellenden Kugellager ruht, das auf einem Querglied 34 der Maschinenbasis aufliegt. Die Welle 32 ist mit einer verstärkten Riemenscheibe 35 mit einer versetzten Nabe 36 verbunden, so dass der Lagermittelpunkt in der Ebene des zugehörigen Riemens 37 liegt. Die Scheibe 35 wird von einem Reihenschlussmotor 40 der Kommutatortype angetrieben, dessen lotrechte Achse im Mittelpunkt des Maschinenunterteiles angeordnet ist.
Das Gehäuse des Motors 40 ist auf einer waagrechten Metallgrundplatte 41 mittels Bolzen 42 befestigt. Diese Grundplatte 41 ist an den Querträgern 21 und 34 mit Hilfe zweier isolierende,
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stossdämpfende Büchsen 44 durchsetzender Bolzen 43 ? (Fig. l) sowie mit Hilfe eines der Füsse 20 des andern Elektromotors 15 (Fig. 2 und 3) befestigt. Das untere Ende der Welle des Motors 40 trägt eine kleine Riemenscheibe 45, deren Riemen 37 von der viel grösseren Riemenscheibe 35 des Trocknerkorbes kommt. Dieser Riemen 37 treibt auch eine Riemenscheibe 46 an, die mit der Scheibe 47 zum Antrieb der zur Entleerung des Trocknergehäuses dienenden Pumpe 48 mit HiIfeeineselastischenRiemens4fest verbundenist.
Vom Trocknergehäuseboden führt ein Abzugsschlauch 50 zur Saugseite der Spülpumpe 48, die im Trockneraussengehäuse angesammeltes Wasser absaugt. Die Abflussseite dieser Pumpe sowie jene der Entleerpumpe für den Waschbehälter weisen je einen Schlauch 51 bzw. 52 auf, welche Schläuche auf der Maschinenrückseite zu einer Verbindungsstelle 53 führen, von der ein Schlauch 54 ausgeht, der zum Waschbehälter oder zu einem Abfluss geführt werden kann.
Der Schleudertrockner ist mit einem um die horizontale Welle 61 schwenkbaren Deckel 60 ausgestattet, der (gemäss Fig. 2) zwischen einer strichpunktiert gezeichneten, vertikalen Offenstellung und einer vollgezeichneten Schliessstellung über die Trockneröffnung geschwungen werden kann. An dem andern Ende der Welle 61 sitzt ein Kurbelarm 62, an den eine zur Maschinenbasis führende Stange 63 angelenktist. Am unteren Ende ist die Stange 63 bei 64 an einen Hebel 65 aus Kunstharz angelenkt, der an seinem freien Ende einen auf der Grundplatte 41 befestigten Arm 66 angreift. In dem rinnenförmig gestalteten Hebel 65 ist ein Mikroschalter 67 untergebracht, der in Serie mit dem Trocknermotor 40 liegt.
Unterhalb des Schalters 67 ist auf der Grundplatte 41 ein Anschlag 68 vorgesehen, der den Schalter zu betätigen vermag. Wird nämlich der Deckel 60 gesenkt, so wird die Stange 63 und damit der Hebel 65 samt dem Schalter 67 hinabbewegt, der durch Auftreffen auf den Anschlag 68 geschlossen wird. Bei der dargestellten Ausführung wird dem Motor 40 durch ein Kabel 69 direkt Strom zugeleitet.
Wenn der Schalter 67 den Motorstromkreis schliesst, läuft der Motor an und bringt den Trocknerkorb zum Umlaufen. Umgekehrt, wird der Deckel 60 geöffnet, so wird der Hebel 65 samt Schalter 67 angehoben und vom Anschlag 68 abgezogen, wodurch dieser Schalter geöffnet und damit der Motor stromlos wird.
Jenseits seines Gelenkes beim Arm 66 (Fig. 2 und 3) weist das Ende des Hebels 65 eine Verlängerung 73 auf, die mittels einer Stange 74 aus Nylon an einen auf der Unterseite der Grundplatte 41 angeordneten Bremshebel 75 angeschlossen ist. Dieser Bremshebel (Fig. 3) wird von einer Torsionsfeder 79 belastet und ist mit einem Bremsschuh 76 für eine Bremsscheibe 77 auf der Welle des Motors 40 versehen. In bezug auf den Mikroschalter 65 ist der Bremshebel 75 so angeordnet, dass bei Erregung des Motors durch Senken des Schalthebels die Verlängerung 73 und die Nylonstange 74 ein Schwenken des Bremsschuhes von der Scheibe 77 weg gegen die Kraft der Feder hervorrufen, damit der Motor ungehindert laufen kann.
Sobald der Deckel 60 des Schleudertrockners in die Offenstellung angehoben wird, wird durch das Anheben des Schalterhebels 65 der Bremshebel 75 unter der Wirkung der Feder 79 gegen die zugehörige Scheibe bewegt, trifft auf den Bremsschuh 76 auf und bringt diesen zum Anliegen an der Bremsscheibe 77 und verlangsamt damit rasch die Drehung des Trocknerkorbes.
Es hat daher während des Betriebes der Benützer nach Beendigung der Trockenperiode nicht auf den Stillstand des Korbes zu warten, da dieser nahezu augenblicklich durch die Bremswirkung erreicht wird.
Wie ersichtlich, ist zwischen dem Drehzapfen 64 des Hebels 65 und einem ortsfesten Punkt der Maschine eine schraubenförmige Zugfeder 78 vorgesehen, die bestrebt ist, den Hebel in gehobener Stellung sowie auch den Deckel in Offenstellung zu erhalten. In der Praxis zwingt diese Feder den Deckel, seine vollständige Offenstellung einzunehmen.
Die Grundplatte 41 des Motors 40 des Trockners besitzt auch einen Zeitschalter 80, der in den Stromkreis des Flügelradmotors 15 eingeschaltet ist. Dieser Zeitschalter ist vermittels einer isolierenden Kappe 81 aus Isolierstoff und einer vertikalen Welle 82 mit Knebel 83 verbunden, die in einer kleinen, den Kurbelarm 62 überdeckenden Abdeckplatte 54 vorgesehen ist. Dreht man den Knebel 83 auf eine Zahl, welche einen bestimmten Zeitbereich in Minuten anzeigt, wird der Waschmaschinenmotor 15 eingeschaltet und der Zeitschalter 80 gestartet ; nach einem der eingestellten Minutenzahl entsprechenden Intervall kehrt der Knebel in die Nullstellung zurück und schaltet selbsttätig den Motor 15 ab.
Die beschriebene Einrichtung ergibt eine doppelte Isolierung sämtlicher elektrischer Teile in einer besonders einfachen Weise. So ist der Zeitschalter 80 auf der isolierten Grundplatte 41 zusammen mit dem Trocknermotor 40 und dem Mikroschalter 67 montiert. Letzterer ist mit seinem Steuerorgan durch mechanische Glieder verbunden, die den aus Kunststoff bestehenden Hebel 65 enthalten ; der Zeitschalter ist mit seiner Skala durch einen Lenker verbunden, der die Kappe 81 aus Kunststoff enthält. Es sind daher sämtliche elektrischen Teile auf einer isolierten Platte am Maschinenboden untergebracht.