AT213356B - Eisenstab als Gewicht für Jacquardlitzen - Google Patents

Eisenstab als Gewicht für Jacquardlitzen

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AT213356B
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iron bar
iron
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Otto Flemmich
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Otto Flemmich
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  Eisenstab als Gewicht für Jacquardlitzen 
Bei den bekannten Jacquardwebstühlen sind die die Fäden tragenden Litzen mit Gewichten beschwert. 



   Diese als Eisenstäbe ausgebildeten Gewichte hängen gemäss der Verteilung der Bohrungen des Chorbrettes neben und hintereinander und sind in einen Kasten versenkt, der, oben und unten offen, in Abteilungen geteilt und dazu bestimmt ist, während der Bewegung der Litzen durch die Platinen in der Vertikalen ein Pendeln zu verhindern. 



   Durch die Platinenbewegung reiben während des Auf- und Niedergehens zur Bildung des Faches die Eisenstäbe aneinander, was zu einem mikroskopisch feinen Abrieb der Eisenstäbe führt. 



  Dieser Abrieb wird durch die vertikale Platinenbewegung von den Stäben immer weiter hinaufgeschoben, steigt entlang der Litzen bis zu den Kettfäden und verunreinigt dort das Gewebe, das teilweise unbrauchbar wird bzw. zwingt dazu, erhebliche Kosten für die Reinigung der Jacquardeisen und Litzen aufzuwenden. 



   Man hat deshalb bereits verschiedene Vorschläge gemacht, diesem Übelstand abzuhelfen, z. B. die Eisenstäbe in eine reinigende Flüssigkeit einzutauchen oder andere Materialien für diese Stäbe zu verwenden, insbesondere z. B. Buntmetalle. 



   Da die Luftfeuchtigkeit im Webraum relativ hoch ist und etwa 65% beträgt, daher Eisenstäbe bei stehenden Stühlen zu rosten anfangen, so werden oft die Stäbe galvanisch mit einer Kupferschicht überzogen. Dieser Überzug schützt wohl gegen Rost, doch in keinem Falle gegen Abrieb, sondern fördert diesen zum Teil, da Kupfer leichter abreibt als Eisen. 



   Der Nachteil wird besonders dann sehr spürbar, wenn die Kette besonders dicht eingestellt ist, z. B. für die Herstellung von Seidenbrokat, wenn also z. B. pro cm Chorbrettlänge 100 und mehr Fäden kommen und damit auch 100 und mehr Stäbe unterzubringen sind. Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, diesen Nachteil auszuschalten. Es darf dabei die Beweglichkeit der Eisenstäbe, die beibehalten werden, nicht beeinträchtigt und das Aneinanderreiben muss möglichst verhindert werden ; es soll erreicht werden, dass sich kein verschmutzender Abrieb mehr bildet, der durch die Bewegung der Litzen und Eisenstäbe in die Höhe wandert und das Gewebe verunreinigt. 



   Die Erfindung bezieht sich auf einen Eisenstab als Gewicht für Jacquardlitzen, wobei das wesentliche Kennzeichen der Erfindung darin besteht, dass der Eisenstab, und gegebenenfalls auch die Vereinigungsstelle des Gewichtskopfes mit dem unteren Litzenende, mit einem harten, glatten, jedoch Unebenheiten aufweisenden Überzug aus Kunststoff, z. B. aus Polyamid, Polyäthylen, Polypropylen oder Polyurethan versehen ist, welcher vorzugsweise im Flammspritzverfahren oder im Sinterverfahren aufgebracht wird. 



   Durch diesen glatten, aber Unebenheiten aufweisenden Überzug wird die Reibung stark herabgesetzt, wobei die kleinsten Unebenheiten besonders dazu beitragen, dass die Stäbe nur im Bereiche dieser Unebenheiten miteinander in Berührung kommen und daher sehr leicht ihre Bewegung ohne Reibung aneinander ausführen können. Ein Abrieb wird daher ausgeschlossen, und es wird durch den Überzug eine Schutzschichte erzielt, die die oben geschilderten Nachteile zum Verschwinden bringt. Es wird daher eine Verunreinigung des Gewebes vermieden und dieses geschont und geschützt. 



   Bei Litzenrahmen für Webstühle ist es bekannt, die Rahmenholme, welche aus sehr dünnen Hohlprofilen bestehen, mit einem Kunststoffüberzug an den Seiten, die aneinanderliegen und sich abreiben, zu versehen, um den Nachteil des Entstehens von Abrieb und die Gefahr des dadurch hervorgerufenenen Bruches der Holme aus Hohlprofilen zu vermeiden. Die Voraussetzungen bei diesen Litzenrahmen sind andere als bei den Gewichtsstäben bei Jacquardwebstühlen, weil bei den letzteren ein Brechen der Gewichtsstäbe nicht eintreten kann, hingegen der Abrieb das Gewebe verunreinigt, bei den Litzenrahmen ein Brechen eintritt, wenn sie nicht an den aneinanderliegenden Seiten mit einem Überzug versehen sind, hingegen im Falle des Fehlens eines solchen der Abrieb eine Verunreinigung des Gewebes nicht verursachen kann. 



   Die Zeichnung zeigt schematisch die Teile der wesentlichen Einzelheiten knapp oberhalb und unterhalb des Chorbrettes. 



   Die Gallierschnüre 1 führen über dem Chorbrett 2 zu den Platinen 3 und sind unten mit den Litzen 4 für die Kettfäden versehen, wobei unten die Eisenstäbe 6 hängen und die Gallierschnüre straffhalten. 

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MannEisenstäben geschehen, wie vordem ausgeführt wurde. In Ergänzung der Erfindung können in gleicher Weise auch die Vereinigungsstellen des Gewichtskopfes mit dem unteren Litzenende mit dem Kunststoff überzogen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Eisenstab als Gewicht für Jacquardlitzen, dadurch gekennzeichnet, dass der Eisenstab (6) und gegebenenfalls auch die Vereinigungsstelle des Gewichtskopfes mit dem unteren Litzenende mit einem harten, glatten, jedoch Unebenheiten aufweisenden Überzug aus Kunststoff, z. B. aus Polyamid, Polyäthylen, Polypropylen, Polyurethan versehen ist, welcher vorzugsweise im Flammspritzverfahren oder im Sinterverfahren auf- EMI2.2
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