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Wertespeicher für Buchungs- oder Lochkartenmêschinen
Die Erfindung betrifft einen Wertespeicher, der nach dem Koordinatenauswählprinzip einstellbar ist, für Buchungs- oder Lochkartenmaschinen oder sonstige datenverarbeitende Maschinen.
Wertespeicher sind Einrichtungen, in die irgendwelche Werte, wie Zahlen, Buchstaben od. dgl. eingeführt werden, um nach einer endlichen Zeit wieder entnommen zu werden. Zum Einstellen der Speicherglieder wird meist das Koordinatenprinzip angewendet, welches so arbeitet, dass das Speicherglied in Wirkstellung gebracht wird, welches im Schnittpunkt der angesteuerten Reihe mit der angesteuerten Spalte einer Matrix liegt. Diese Wertespeicher arbeiten auf elektrischer, magnetischer oder rein mechanischer Grundlage. Elektrisch wirkenden Speichereinrichtungen, z. B. der Ferritkernmatrix, haftet der Nachteil an, dass durch die Speicherstellung nicht unmittelbar entsprechende mechanische Bewegungen ausgelöst werden können, wie sie z. B. bei Kartenlochmaschinen zum Setzen der Lochstempel erforderlich sind.
Den mechanischen Einrichtungen haften die Mängel an, dass sie zu träge sind und einem relativ hohen Verschleiss unterliegen. Des weiteren sind diese Einrichtungen in ihren Abmessungen für verschiedene Zwecke zu gross im Verhältnis zur Speicherkapazität, sie sind aus diesem Grund als Speicherwerke, z. B. für Buchungsmaschinen, ungeeignet.
Aufgabe der Erfindung ist es, eme schnellarbeitende, räumlich sehr kleine und geräuschlose Speichereimichtung mittlerer Speicherkapazität für Buchungs- oder Lochkartenmaschinen oder sonstige datenverarbeitende Maschinen zu schaffen, die das Einstellen einer Zahl in einer Spalte oder das gleichzeitige Einstellen in mehreren Spalten gestattet.
Die erfindungsgemässe Lösung besteht darin, dass die Einstellung der wertedarstellenden Speicherglieder durch ein flüssiges oder gasförmiges Druckübertragungsmittel erfolgt, das durch den Spalten und den Reihen zugeordnete Steuerkolben dem zu speichernden Wert entsprechend gesteuert wird.
Weitere kennzeichnende Merkmale ergeben sich aus einem Ausführungsbeispiel, an Hand dessen die Erfindung erklärt wird.
In der Zeichnung bedeutet : Fig. l einen Schaltplan der Matrix, Fig. 2 eine Ausführung des Speichers.
Von der im Dauerbetrieb arbeitenden Zahnradpumpe 17 (Fig. 1) wird nach dem Einschalten Öl aus dem Ölbehälter 16 über die Leitung 20 angesaugt. Der somit erzeugte Druckölstrom fliesst durch die Leitung 21 in den Verteiler 18, an dem die Steuerkolben S 1-13 über die Verbindungsleitungen 22 angeschlossen sind. Bekommen die Magnete 14/1 - 13, welche die Steuerkolben S 1 - 13 betätigen, keine Impulse vom Rechenwerk, dann fliesst der Druckölstrom über die Leitung 23 in den Behälter 16 zurück. Die Steuerkolben S 1 - 13 dienen zur Vorsteuerung des Druckölstromes für die Spalten, und die Steuerkolben R 1 - 0 bewirken das Fliessen oder Sperren des Druckölstromes für diezahlendarstellendenReihen deshydraulischen Speichers 24. Wird z.
B. die Zahl 00077722227, 20 aus einem nichtdargestellten Rechenwerk ausgegeben, und sie soll für irgendeinen Zweck gespeichert werden, dann müssen die in Fig. 1 gezeigten Steuervorgänge durchgeführt werden. Die Magnete 14/1 - 3 und 14/13 für die Spalten, in denen im angeführten Beispiel eine Null steht, bekommen vom Rechenwerk den ersten Impuls und ziehen die zugehörigen Steuerkolben S 1 - 3 und S 13 in die linke Endlage. Beim zweiten Impuls ziehen die nächsten Magne- te 14/4-6 und 11 derSpalten, indenen die Sieben gespeichert werden soll, und beim dritten werden die Magnete 14/7, 8, 9, 10, 12 erregt, in welchen die Zwei gespeichert werden muss.
Das Drucköl fliesst vom Verteiler 18 über die Leitungen 22 an die Eingänge eines oder mehrerer Steuerkolben S 1 - 13 und die Lei-
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tungen 25 an die Steuerkolben R 1 - 0, welche die Zahlenwerte darstellen. Vor, nach oder mit dem Anziehen der Magnete 14/1 - 3 und 13 für die ersten drei und die dreizehnte Spalte wird gemäss unserem Beispiel der Magnet 15/0 des Steuerkolbens RO, welcher der Null zugeordnet ist, erregt. Mit dem zwei- tenImpuls, derdienächstenSpaltenmagnete 14/4, 5, 6 und 11 wie vorherbeschrieben steuert, wird auch der Reihensteuerkolben 15/7, dem die Sieben zugeordnet ist, in Arbeitsstellung gebracht. Mit der Zahl Zwei, in den entsprechenden Stellenwerten unseres Beispiels, geschieht der gleiche Steuervorgang beim dritten Impulse vom Rechenwerk.
Die Steuerkolben R 1-0 sind parallel an die Leitungen 25 angeschlossen. Dadurch werden die Steuerkolben 15/0, 7, 2 nacheinander in die linke Endlage gebracht. Das Drucköl fliesst über die Steuerkolben 0, 7, 2 und die Leitungen 26 zu den Speichergliedern 0/1 - 3 und 13, 7/4 - 6 und 11, 2/7 - 10 und 12 des Matrixspeichers 24. Die Kolben dieser Speicherglieder werden nach oben gedrückt, und es werden nacheinander in den entsprechenden Spalten die Null, die Sieben und die Zwei gespeichert, so dass nach beendetem Vorgang die Zahl 00077722227, 20 im eigentlichen Speicherwerk 24 steht. Sämtliche Steuerkolben R 1-0 und S 1 - 13 werden jeweils nach dem Zusammenbrechen des Magnetfeldes in den Magneten 14/1-13 und 15/1-0 durch die Federn 28 in die Ruhestellung zurückgebracht.
Mit dem Hub der Speicherglieder können z. B. die Stempel einer nicht dargestellten Lochkartenmaschine eingestellt werden. Das Löschen des im Speicher 24 befindlichen Wertes wird z. B. dadurch erreicht, dass die kleinen Speicherglieder 0/1 - 3 und 13, 7/4 - 6 und 11, 2/7 - 10 und 12 nach dem Abfühlen derselben durch die Löschvorrichtung 29 in die Ruhestellung gedrückt werden, wodurch das Öl in den Behälter zurückfliesst. Beim Blockieren der Maschine fördert die Zahnradpumpe 17 das Öl über das auf Maximaldruck eingestellte Ventil 19 in den Behälter 16.
Fig. 2 zeigt eine Ausführung des erfindungsgemässen Speichers. Im Oberteil 1 sind in den Bohrungen 4 die kleinen Kolben oder Speicherglieder 5 sowie die Federn 6, welche die kleinen Kolben 5 in der Ruhestellung halten, gelagert. Zur Löschung der gestellten Kolben 5 kann auch das Druckübertragungsmittel verwendet werden. Dieses wird durch nichtdargestellte Bohrungen in die oberen Abschnitte der Bohrungen 4 gedrückt, in welchen sonst die Federn 6 angebracht sind. Dadurch werden die Kolben 5 nach unten bewegt, und ein vorhergespeicherter Wert ist somit gelöscht. Die Abdeckplatte 2 schliesst die Bohrungen 4 nach oben hin ab und begrenzt somit den Hub der kleinen Kolben 5.
In den grossen Bohrungen 7/1 - 9, die unterhalb der Speicherglieder 5 liegen, laufen die Steuerkolben R 1-9, welche die Zahlen von 1 - 9 in den jeweiligen Spalten darstellen. Die Null wird in diesem Beispiel unterdrückt. Die Steuerkolben S 1 - 13 und deren Bohrungen sind in der Fig. 2 nicht dargestellt, da sie in der Konstruktion genauso ausgeführt sind wie die Kolben R 1 - 9 und deren Bohrungen 7. Die Verbindungen mit dsm Verteiler 18 und dem Behälter 16 werden durch nichtdargestellte Leitungen hergestellt. Die Stutzen dieser Leitungen werden in die Gewinde 8 des Unterteils 3 eingeschraubt.
Die Spaltensteuerkolben S 1 - 13, die Reihensteuerkolben R 1 - 9 sowie die Speicherglieder sind durch die Bohrungen 9, durch die das Durck- übertragungsmittel gedrückt wird, verbunden. Diese Bohrungen entsprechen den im Schaltplan angegebenen Verbindungen 22, 23, 25, 26.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Wertespeicher, der nach den Koordinatenauswählprinzip einstellbar ist, für Buchungs- oder Lochkartenmaschinen oder sonstige datenverarbeitende Maschinen, der das Einstellen einer Zahl in einer Spalte oder das gleichzeitige Einstellen in mehreren Spalten gestattet, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung der wertedarstellenden Speicherglieder (5 bzw. 0/1-13... 9/1-13) durch ein flüssiges oder gasförmiges Druckübertragungsmittel erfolgt, das durch den Spalten und den Reihen zugeordnete Steuerkolben (S 1 - 13, R 1 - 0) dem zu speichernden Wert entsprechend gesteuert wird.