AT212939B - Gittergesteuerter Glasgleichrichter - Google Patents

Gittergesteuerter Glasgleichrichter

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AT212939B
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AT
Austria
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grid
controlled glass
vessel according
glass rectifier
rectifier
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AT319959A
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English (en)
Inventor
Annemarie Dipl Ing Melhardt
Original Assignee
Elin Union Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Gittergesteuerter Glasgleichrichter 
Bei gittergesteuerten   Quecksilberdampf-Glasgleichrichterkolben   kann es vorkommen, dass eine der Anoden versagt,   d. h.   stromlos wird. Als Ursache hiefür wurde erkannt, dass sich auf der Innenseite des Glaskolbens eine meist unsichtbare, aber zusammenhängende leitende Schicht bildet, die das Steuergitter der betreffenden Anode mit der Kathode (oder gegebenenfalls mit einer andern Elektrode) verbindet und so verhindert, dass an diesem Gitter die von der Gittersteuereinrichtung erzeugten Steuerimpulse wirksam werden. Diese Störung tritt insbesondere dann verhältnismässig oft ein, wenn der gittergesteuerte Kolben auch bei starker Aussteuerung bzw. bei stark lückenhaftem Betrieb doch mit Höchststromstärke betrieben wird.

   Der Effektivwert der Anodenströme ist dann nämlich wegen des schlechten Formfaktors aussergewöhnlich hoch, was die Entstehung des wahrscheinlich durch Elektrodenzerstäubung bzw. Ionenwanderung zustandekommenden Belages anscheinend begünstigt. 



   Nach der Erfindung wird die beschriebene störende Erscheinung durch Schirme verhindert, die so angeordnet bzw. gestaltet sind, dass sie den sonst vom Gitter bis zur Kathode reichenden zusammenhängenden leitenden Belag durch wenigstens eine belagfreie der auftretenden Spannung entsprechend dimensionierte Zone unterbrechen, indem sie vor dieser die belagbildenden, z. B. von einer Zerstäubung der Anode oder des Gitters selbst herrührenden, gegen die Wand bzw. die Einschmelzung fliegenden Partikel oder etwa sich dort sonst absetzende, den Belag bildende oder mitverursachende leitende Teilchen auffangen. 



   Die Fig. 1-4 der Zeichnung zeigen vier Ausführungsbeispiele der Erfindung. Dargestellt ist jeweils ein ins Glas eingeschmolzener Gitterzuführungsstab. Dieser steht senkrecht zur Achse des Anodenarmes, dem er angehört, und trägt an seinem Ende das in diesem Arm der Anode vorgelagerte Gitter. Ein Teil des letzteren sowie der die Gittereinschmelzung bildende Wandungsteil des Anodenarmes sind in den Fig. l und 2 mitgezeichnet. Um im Sinne der Erfindung die Entstehung eines vom Gitter bis zur Kathode ununterbrochenen leitenden Belages zu verhindern, ist z. B. in der die Einschmelzung bildenden Wandausstülpung (Fig. l) oder vor dieser Ausstülpung (Fig. 2) ein kreisrundes Glasscheibchen vorgesehen, das einen   belagbildenden Niederschlag auf die rechts von ihm   liegende Innenfläche der Einschmelzung einschliesslich seiner eigenen Rückseite verhindert.

   Statt eines ebenen Scheibchens kann nach Fig. 3 auch ein konkaver oder konvexer Schirm verwendet werden. Nach Fig. 4 braucht die Abschirmung nicht aus einem Stück mit der Gefässwandung bzw. mit der Einschmelzung zu bestehen, sie kann vielmehr z. B. auf letztere aufgeschoben und etwa durch zwei aus deren Glas gebildete Wülste in ihrer Lage gehalten werden. Die Abschirmung kann statt aus Glas auch aus fremdem Material, vorzugsweise aus Keramik, bestehen. Statt je eines Scheibchens können natürlich auch deren zwei oder mehrere hintereinander in gleichen oder verschiedenen Ausführungsformen angeordnet werden. 



   Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsvariante. Es ist hier zusätzlich zu einem gemäss Fig.   l   geformten und angeordneten Schirmscheibchen zwecks Verstärkung seiner Wirkung eine nahe seiner Peripherie verlaufende, kreisförmig in sich geschlossene Einbuchtung der Aussenwand des Gittereinschmelzstutzens vorgesehen. Diese Anordnung setzt allerdings voraus, dass der Einschmelzstutzen des Gitters schräg steht, wie es Fig. 5 zeigt, so dass im Stutzen kondensierendes Quecksilber trotz der Einbuchtung abfliessen kann. 



   Gegebenenfalls können die Schirmkörper bzw. Scheibchen auch durch Einstülpungen bzw. Einbuchtungen der Gefässwand ganz ersetzt werden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Aus den Patentschriften Nr. 131010, 131021 und 152237 ist es bekannt, bei Eisengleichrichtern die Gitter gegen die sie umschliessenden metallischen Anodenschutzrohre durch kleine keramische Isolatoren zu isolieren, die verlängerte bzw. zur Hintanhaltung leitender   Überzüge   abgeschirmte Kriechstrekken aufweisen. Da aber bei Glasgleichrichtern die Gitter nicht durch kurze keramische Isolatoren, sondern durch die Gefässwand selbst von den andern Elektroden isoliert sind, u. zw. wegen der grossen Distanzen bzw. langen Kriechstrecken scheinbar in einem unter allen Umständen ausreichenden Masse, konnten die genannten Patentschriften es nicht nahelegen, dem Versagen einzelner Anoden eines gittergesteuerten Glasgleichrichters in der geschilderten Weise vorzubeugen. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Gittergesteuertes, vorzugsweise mehranodiges Glasgleichrichtergefäss, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Steuergitter ein in das Gefäss eingebauter oder mit diesem aus einem Stück bestehender Schirmkörper solcher Anordnung bzw. Form zugeordnet ist, dass ein etwa entstehender leitender Wandbelag durch Schirmwirkung wenigstens in einer bestimmten Zone mit Sicherheit hintangehalten wird, derart,   dass   ein solcher Belag das Gitter keinesfalls mit der Kathode oder einer andern Elektrode elektrisch verbinden kann.

Claims (1)

  1. 2. Gittergesteuertes Glasgleichrichtergefäss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Gittereinführung bzw. jedem Gitter-Ansatzstutzen an der Innenseite des Gefässes ein vorzugsweise scheibenförmiger Schirmkörper vorgelagert ist.
    3. Gittergesteuertes Glasgleichrichtergefäss nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein vorzugsweise kreisscheibenförmiger Schirmkörper auf der gläsernen Gittereinschmelzung sitzt, wobei er mit dieser auch aus einem Stück bestehen kann (Fig. 1 und 2).
    4. Gittergesteuertes Glasgleichrichtergefäss nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schirmkörper aus Keramik besteht.
    5. Gittergesteuertes Glasgleichrichtergefäss nach Anspruch 3 oder nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schirmkörper ein auf die Gittereinschmelzung aufgeschobenes und etwa durch zwei Wülste der letzteren gegen Verschiebung geschütztes Scheibchen ist (Fig. 4).
    6. Gittergesteuertes Glasgleichrichtergefäss nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schirmkörper gewölbt (konkav bzw. konvex) ist (Fig. 3).
    7. Gittergesteuertes Glasgleichrichtergefäss nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeich- net, dass zwei oder mehrere, vorzugsweise scheibchenförmige Schirmkörper in gleichen oder verschiedenen Ausführungsformen hintereinander oder gestaffelt angeordnet sind.
    8. Gittergesteuertes Glasgleichrichtergefäss nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle von Schirmkörpern bzw. Scheibchen, oder zusätzlich zu diesen, Einbuchtungen in der Gefässwand vorgesehen sind.
    9. Gittergesteuertes Glasgleichrichtergefäss nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Gittereinschmelzstutzen eine Schirmscheibe und eine in sich geschlossene Einbuchtung der Gefässwand benachbart angeordnet sind, und dass die Achse des genannten Stutzens so gegen die Horizontale geneigt ist, dass im Stutzen kondensierendes Quecksilber trotz der Einbuchtung abfliessen kann (Fig. 5).
AT319959A 1959-04-28 1959-04-28 Gittergesteuerter Glasgleichrichter AT212939B (de)

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