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Halteeinrichtung für Telephonhörer
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Halteeinrichtung für den Telephonhörer und hat den Zweck, beim Telephonieren die Hände zum Schreiben frei zu halten. Es sind verschiedene Einrichtungen bekanntgeworden, mit welchen ebenfalls eine solche Möglichkeit erzielt wird und die sich im wesentlichen dadurch voneinander unterscheiden, dass bei der einen Art ein Halter für den Hörer auf den Tisch gestellt wird und bei der anderen Art der Halter am Körper des Fernsprechteilnehmers angebracht werden kann. Die erstgenannte Art hat den Nachteil, dass der Teilnehmer örtlich gebunden ist und die Einrichtung nur angewandt werden kann, wenn eine Möglichkeit der Aufstellung vorhanden ist. Bei der zweiten Art, bei welcher dieser spezielle Nachteil nicht vorhanden ist, wird der Hörer mit einer Klammer auf der Schulter des Teilnehmers befestigt.
Dabei ist es jedoch nachteilig, dass die Kopfhaltung während des Gespräches ständig so sein muss, dass das Ohr und der Mund die richtige Lage zur Hör- bzw.
Sprechmuschel beibehalten müssen.
Es wurde deshalb auch schon vorgeschlagen, die Halteeinrichtung am Kopf anzubringen, u. zw. dadurch, dass ein geschlossener bzw. durch Rasteinrichtungen in seiner Weite verstellbarer, den Kopf umfassender Reifen mit Drahtbügel, zur Anwendung kommt.
Der Hörer selbst wird dabei in den Drahtbügel eingehängt und behält diese Lage unverstellbar bei. Derartige Halteeinrichtungen sind jedoch in ihrer Benützung nicht nur sehr umständlich und in der Herstellung teuer, sondern haben auch noch den grossen Nachteil, dass sie durch weitgehende Verwendung von Metallteilen eine Gewichtserhöhung bringen und unter Umständen den bei elektrischen Geräten vorgeschriebenen Schutzbestimmungen nicht genügen. Ausserdem kann die Lage des Hörers mit der Sprechmuschel im Metallbügel den verschiedenen Kopfgrössen und-formen nicht angepasst werden.
Demgegenüber ergibt der Vorschlag nach der Erfindung eine Halteeinrichtung, welche die oben genannten Nachteile nicht aufweist, in ihrer Handhabung einfach und in der Beschaffung billig ist. Dies wird dadurch erreicht, dass der Träger für den Telephonhörer an dem als offener
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des Schwerpunktes des in der Manschette eingesetzten Hörers verläuft, so dass die eingestellte Lage des Hörers auch bei Kopfbewegungen nicht wesentlich verändert wird.
Die neue Halteeinrichtung lässt sich in unbenütztem Zustand auf einen kleinen Raum zusammenlegen, so dass sie bequem mitgenommen werden kann und zeichnet sich vor allem durch geringes Gewicht aus. Sie kann leicht gereinigt werden und ist daher auch in der Verwendung hygienisch.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Halteeinrichtung dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 eine Gesamtansicht, Fig. 2 die Haltemanschette, geschnitten nach der Linie A-A der Fig. 3, welche eine Schnittansicht der Haltemanschette von oben darstellt und Fig. 4 eine Ansicht des Zwischenstückes.
Am elastischen Spannring 1, dessen Enden übereinandergehen, so dass er sich an verschiedene Kopfweiten anpasst, ist das Zwischenstück 2 befestigt. Dieses endigt in einer scheibenförmigen Erweiterung 3 (Einstellscheibe), an
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die Schraubenachse schwenkbar befestigt ist. Zum Einstellen der richtigen Lage der Haltemanschette und damit des Hörers ist die Einstellscheibe 3 mit radialen Ausbuchtungen 8 versehen, welche in entsprechende Rastnuten 9 an der Haltemanschette 4 einrasten und dadurch die eingestellte Schwenklage sichern. Da die Verbindungsschraube 6 eine gewisse Vorspannung der Innenwand der Manschette 4 und der Scheibe 3 erzeugt, erfolgt das Einrasten der Ausbuchtungen 9 federnd, so dass trotz der Verstellmöglichkeit eine genügende Fixierung der Schwenklage gesichert ist. Gleichzeitig wirken die Ausbuchtungen bzw.
Vertiefungen als Versteifungssicken.
Die Haltemanschette 4 hat die Aufgabe, den Griff 10 des Hörers so festzuhalten, dass noch ein Verschieben in Längsrichtung, welches ebenfalls zum Einstellen des Hörers dient, möglich ist. Ausserdem muss der Griff 10 rasch in die Manschette eingeschoben bzw. aus dieser herausgenommen werden können (Pfeilrichtung B).
Zu diesem Zweck sind die Enden 11 der vorzugsweise aus elastischem Kunststoff hergestellten Manschette etwa kreisförmig eingebogen, so dass der eingesetzte Griff des Hörers an drei Seiten über die ganze Länge der Manschette federnd und kraftschlüssig in dieser gehalten wird.
An der Innenseite der Manschette gegenüber den eingebogenen Enden 11 ist zur Schonung des Griffes sowie zur Unterstützung der Haltewirkung und zur Abdeckung der Verbindungsschraube 6 ein elastischer Schutzstreifen 12 (z. B. aus Schaumgummi) eingelegt, und durch Verkleben mit der Manschette verbunden. Auch der äussere Schraubenkopf ist durch einen Schaumgummistreifen 13 abgedeckt, so dass beim Tragen der Halteeinrichtung keine Belästigung durch Druckstellen entsteht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Halteeinrichtung für Telephonhörer, welche mit einem, den Kopf umfassenden Reifen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger für den Telephonhörer an dem als offener Spannring (1) ausgebildeten Reifen schwenkbar befestigt ist und aus einer elastischen Haltemanschette (4) besteht, deren Enden (11) eingebogen sind, derart, dass sie beim Einschieben und Herausnehmen des Hörers elastisch auseinanderfedern und den Hörergriff kraftschlüssig halten.