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Druckschalter, Schaltfassung od. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Druckschalter, eine Schaltfassung od. dgl. mit einem als dreh- bare und im Gehäuse verschiebbare Rolle ausgebildeten, durch unmittelbare Einwirkung auf eine Schalt- feder einen Stromkreis schliessenden oder öffnenden Schaltglied.
Drehbare Rollen als Schaltglieder für durch Druck zu beeinflussende Schalter, Schaltfassungen od. dgl.
! sind in der Technik vielfach gebräuchlich, weil sie einmal eine Betätigung durch in radialer und in tan- gentialer Richtung auf sie einwirkende Kräfte zulassen, also beispielsweise sowohl durch eine Dreh- als auch durch eine Schiebetür betätigt werden können und zum andern, weil bei der rollenden Reibung der
Reibungskoeffizient im Vergleich zu andern Reibungswerten den geringsten Wert hat, was sich günstig auf die Lebensdauer der zusammenwirkenden Teile auswirkt.
Auch die unmittelbare Einwirkung der drehbaren Rolle auf eine Schaltfeder bringt an sich Vorteile mit sich, weil hiedurch zusätzliche Zwischenglieder wie sie bei andern bekannten Ausführungsformen von
Druckschalter gebräuchlich sind, eingespart werden können.
Anderseits treten aber bei bekannten Ausführungsformen derartiger Druckschalter, Schaltfassungen od. dgl. beim Gebrauch in manchen Fällen Schwierigkeiten auf, beispielsweise dann, wenn der Spalt zwi- schen einer Schiebetür und der drehbaren Rolle so gross ist, dass der absolute Hub der Rolle nicht mehr aus- reicht, um-wie gewollt-den Stromkreis zu beeinflussen. Unter dem "absoluten Wert" des Hubes ist da- bei das Verhältnis zwischen dem bis zum Berühren der Kontakte erforderlichen Hub der Rolle und dem während dieses Hubes zurückgelegten Weg des freien Endes der Schaltfeder zu verstehen.
Sofern die Druckschalter od. dgl. mit aus Holz gefertigten Teilen, wie Türen, zusammenwirken, tritt der vorerwähnte Mangel besonders häufig auf, weil, wie bekannt, Holz, vor allem frisches Holz, noch lan- ge arbeitet. Dadurch kann es zu Änderungen des zunächst richtig eingestellten Abstandes zwischen der
Rolle und der Tür od. dgl. kommen, die so gross werden können, dass der D. ruckschalter od. dgl. unwirk- sam wird.
Ein grosser absoluter Hub der drehbaren Rolle ist auch erwünscht, um den mannigfache Ausführungs- formen von Musikschränken od. dgl. gerecht zu werden. Denn bei den auf dem Markt befindlichen un- terschiedlichen Typen ist der Schaltereinbau oft recht unterschiedlich, wobei ein grosser absoluter Hub eine bessere Anpassungsmöglichkeit an die verschiedenen Gegebenheiten bietet.
Bei den bekannten Druckschaltem, Schaltfassungen od. dgl. der eingangs erwähnten Art wirkt die Rol- le meist auf den mittleren Bereich der Schaltfeder ein. Der Abstand zwischen Lagerstelle und einwirken- der Stelle ist also verhältnismässig gering, was sich auch ungünstig auf den Wert des absoluten Hubes aus- wirkt. Man könnte nun daran denken, bei den bekannten Druckschalter od. dgl. die Schaltfeder stärker als bisher durchzubiegen, um eine Hubvergrösserung zu erzielen. Einer solchen Lösung steht aber die Tat- sache entgegen, dass dadurch die Schaltfeder wesentlich stärkeren mechanischen Beanspruchungen ausge- setzt ist, die die Lebensdauer bzw. die Anzahl der möglichen Schaltungen nicht unwesentlich herabsetzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Druckschalter, Schaltfassungen od. dgl. der eingangs er- wähnten Art zu schaffen, bei denen mit einfachen und wohlfeilen Mitteln die Nachteile bekannter Aus- führungsformen beseitigt werden sollen und bei denen die von der drehbaren Rolle beeinflusste Schaltfe- der keinen zu starken Durchbiegungen ausgesetzt ist, um deren Lebensdauer zu verlängern. Dieses Ziel
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ist erfindungsgemäss im wesentlichen dadurch erreicht, dass der Angriffspunkt der als Schaltglied wirkenden Rolle aus der Mitte der Schaltfeder heraus gegen deren freies Ende hin verlegt ist. Zweckmässig ist die Rolle ausserhalb der Längsmittellinie des Schaltergehäuses im Bereich des freien Endes der Schaltfeder angeordnet.
Auch empfiehlt es sich, die Schaltfeder an einem in der Nähe der einen Gehäusewandung vorgesehenen Bolzen zu lagern, während ihr freies Ende bis in den Bereich der gegenüberliegenden Gehäu- sewandung ragt.
Durch die erfindungsgemässeAusbildung eines Druckschalters, einer Schaltfassung od. dgl. erhält man eine weiche Federung, da der Abstand zwischen dem Angriffspunkt der Rolle an der Feder und dem Drehpunkt möglichst gross gehalten ist. Darüber hinaus ist der erfindungsgemäss ausgebildete Druckschalter od. dgl. auch unempfindlicher gegen die einzuhaltendcnFertigungs-bzw. Einbautoleranzen. Dies mit Rücksicht auf die Vergrösserung des absoluten Wertes des Hubes. Auch kann die Rolle selbst im Gegensatz zu bekannten Ausführungsformen kleiner gehalten werden.
Es sei erwähnt, dass man in an sich bekannter Weise den Druckschalter oder die Schaltfassung so einrichten kann, dass bei hereingedrückter Rolle der0 Stromkreis geschlossen und damit beispielsweise eine Lampe zum Erleuchten gebracht wird oder aber in dieser Stellung den Stromkreis zu unterbrechen, was zum Erlöschen der Lampe führt.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung kann man das Schaltfederende seitlich in bezug auf die Schalterlängsmittellinie an der auf der Längsmittellinie des Schaltergehäuses angeordneten Rolle anliegen lassen. Dabei empfiehlt es sich, das freie Ende der Feder etwa halbkreisförmig zu krümmen, derart, dass bei geschlossenem Stromkreis eine Anschlussklemme und die Rolle an gegenüberliegenden Seiten am gekrümmten Ende der Feder anliegen.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung ist der an ihrem einen Schenkel den Mittelkontakt aufweisenden Feder eine zusätzliche, die Kontaktgebung bewirkende Feder zugeordnet. Diese ist zweckmässig aus einem dünnen, hochelastischen Werkstoff gefertigt und unterhalb der Schaltfeder an dem gleichen Lagerbolzen befestigt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind in der folgenden speziellen Beschreibung erläutert.
In der Zeichnung ist die Erfindung in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt, u. zw. zeigen :
Fig. 1 eine Schaltfassung von der Unterseite her bei geöffnetem Stromkreis, Fig. 2 die Schaltfassung nach der Fig. 1, jedoch bei geschlossenem Stromkreis, Fig. 3 eine andere Ausführungsform einer Schaltfassung bei geschlossenem Stromkreis, Fig. 4 die Schaltfassung nach der Fig. 3 bei geöffnetem Stromkreis, Fig. 5 eine Schaltfassung in einer dritten Ausführungsform, ebenfalls von der Unterseite her gesehen und bei ge- öffnetem Stromkreis, Fig. 6 die Schaltfassung gemäss der Fig. 5, jedoch bei geschlossenem Stromkreis und Fig. 7 einen Längsschnitt durch die Schaltfassung nach der Fig. 6.
Bei dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel einer Schaltfassung bezeichnet 8 ein aus einem in der Elektrotechnik gebräuchlichen Isolierstoff hergestelltes Gehäuse, welches auf diametral gegenüberliegenden Seiten angeformte Lappen 9 aufweist, die je mit einer Bohrung 10 zum Durchgriff von nicht dargestellten Befestigungselementen, wie Schrauben od. dgl. bestimmt sind. Das Gehäuse 8 ist einstückig mit einer Lampenfassung 11 gehalten, in der ein Schraubgewinde zur lösbaren Befestigung der Glühbirne angebracht ist. Eine in der einen Stirnfläche des Gehäuses 8 angebrachte, nicht näher bezeichnete Öffnung wird teilweise von einer drehbar gelagerten Rolle 12 durchgriffen, die ebenfalls aus einem Isolierstoff gefertigt ist.
Zur Führung und Lagerung der Rolle 12 sind in der Gehäusewandung einseitig offene Langlöcher 13vorgesehen, ir. die der Rolle 12 auf gegenüberliegenden Seiten angeformte Achsstum- mel 14 eingreifen. Das geschlossene Ende der Langlöcher 13 begrenzt zugleich die Bewegung der Rolle 12 in der einen Richtung und verhindert deren völliges Austreten aus dem Gehäuse 8.
Die Rolle 12 wirkt mit einer Schaltfeder 15 zusammen, die an einem Ln Gehäuseinnern vorgesehenen Bolzen 16 gelagert ist, den sie derart umgreift, dass ihr längerer Schenkel 17 mit der Rolle 12 in Wirkverbindung treten kann, während der kürzere Schenkel 18 in einen Mittelkontakt 19 übergeht, der in den Bereich der Fassung 11 mit seinem vorderen Ende hineinragt und an den sich das freie Ende der Glühbirne anlegen kann. Mit 20 ist eine Anschlussklemme bezeichnet, die mit dem nicht näher bezeichneten Seitenkontakt in leitende Verbindung tritt. Die zweite AnschlussKlemme 21 wirkt mit dem längeren Schenkel 17 der Schaltfeder 15 zusammen.
Wie aus0 den Fig. 1 und 2 der Zeichnung ersichtlich, ist die Rolle 12 ausserhalb der Längsmittellinie des Schalters 8 im Bereich des freien Endes der Schaltfeder 15 angeordnet. Sie wirkt mit dem gekrümmten freien Ende des Schenkels 17 uer Schaltfeder 15 zusammen. Bei dieser Anordnung nimmt der längere Schenkel der Schaltfeder etwa die gesamte Breite des Gehäuses ein. Durch diese Anordnung erhält man einen grossen absoluten Hub der Rolle und eine weiche Federung.
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Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 ist bei geöffneter Tür 22 der Stromkreis geöffnet und die Lampe erloschen. Wenn man die Schiebetür 22 in den Bereich der Rolle 12 bringt, dann wird der Stromkreis geschlossen, weil sich bei der Bewegung der Rolle 12 in das Gehäuseinnere hinein, das freie Ende des Schenkels 17 der Schaltfeder 15 an die Anschlussklemme 21 legt und den Stromkreis für die Glühlampe schliesst. Es ist schon erwähnt, dass die Tür 22 als Schiebetür ausgebildet ist, so dass sie in Richtung der eingezeichneten Pfeile der Fig. 1 verschoben werden kann. Bei Bedarf wäre es selbstverständlich auch möglich, an Stelle einer Schiebetür eine bekannte schwenkbare Tür zu benutzen und diese in an sich bekannter Weise zum Betätigen der drehbaren Rolle 12 heranzuziehen.
Bei der Ausführungsform einer Schaltfassung gemäss den Fig. 3 und 4 der Zeichnung ist die drehbare Rolle 12, wie bei den bekannten Einrichtungen dieser Art, in der Längsmittellinie des Gehäuses 8 angeordnet, jedoch liegt das Schaltfederende seitlich in bezug : mf die Schalterlängsmittellinie an der auf der Längsmittellinie des Schalters angeordneten Rolle 12 an. Der Angriffspunkt ist mit 23 bezeichnet. Insbesondere aus der Fig. 3 der Zeichnung ist zu erkennen, dass das freie Ende der Feder 15 etwa halbkreisförmig gekrümmt ist, und dass bei geschlossenem Stromkreis eine Anschlussklemme 21 und die Rolle 12 an gegenüberliegenden Seiten am gekrümmten Ende der Feder 15 anliegen. Bei dieser Ausführungsform sind die Anschlussklemmen 20 und 21 des Druckschalters in diametral gegenüberliegenden Ecken des Schaltergehäuses angeordnet.
Ferner fehlen die seitlichen Lappen 9 zur Anbringung des Gehäuses 8 in einem Musikschrank od. dgl. An Stelle dieser Lappen sind Löcher 24 im Gehäuse vorgesehen, durch die Befestigungsmittel, wie Schrauben hindurchgreifen können. Unterschiedlich ist bei dieser Ausführungsform, dass bei geöffneter Tür der Stromkreis geschlossen ist, also die Lampe der Schaltfassung brennt.
Die Ausführungsform einer Schaltfassung nach den Fig. 5,6 und 7 hat mit derjenigen nach den Fig. 3 und 4 gemeinsam, dass die Rolle 12 in der Längsmittellinie des Schaltergehäuses 8 gelagert ist. Jedoch ist abweichend von dem letztgenannten Ausführungsbeispiel die Anschlussklemme 21 in Richtung auf die Fassung 11 versetzt. Die Versetzung erfolgt im Hinblick auf die Anordnung einer zusätzlichen Feder 25.
Da die Feder bei den beiden erstgenannten Ausführungsbeispielen in der Regel zu starr ist, um einen stärkeren Druck der Rolle 12 bei guter Kontaktgabe mit der Anschlussklemme 21 auszugleichen, ist die zusätzliche Kontaktfeder gewählt, die aus einem dünnen, hochelastischen Werkstoff hergestellt ist. Sie ist auf dem gleichen Zapfen 16 wie die Schaltfeder 15 gelagert.
Wie aus der Fig. 5 der Zeichnung ersichtlich ist, wird bei geöffneter Tür 22 durch die Feder 15 die Rolle 12 aus dem Gehäuse 8 herausgedrückt. Dabei wird die zusätzliche Kontaktfeder 25 von der Anschlussklemme 21 abgehoben. Dadurch ist der Stromkreis geöffnet und die Lampe der Schaltfassung erloschen. Nach dem Verschieben der Tür 22 in die in der Fig. 6 gezeichneten Lage ist die Rolle 12 in das Gehäuseinnere hinein verschoben. Dadurch wird der Schenkel 17 der Schaltfeder 15 nach innen bewegt und zugleich die zusätzliche Kontaktfeder 25 an die Anschlussklemme 21 gedrückt, so daR der Stromkreis geschlossen ist.
Aus der Fig. 7 ist ersichtlich, dass der Achsstummel 14 der Rolle 12 einerseits in eine Nut 26 eingreift, die verhältnismässig lang gehalten und in der Wandung des Gehäuses 8 vorgesehen ist, und dass anderseits der gegenüberliegende, zweite Achsstummel der Rolle 12 in einen Schlitz in einer im Gehäuseinnern vorgesehenen Rippe eingreift. Die Rolle 12 durchgreift die Öffnung 28 mit Teilen und liegt somit in der Bewegungsbahn der Schiebetür 22. Mit 29 ist ein Schraubgewinde bezeichnet, welches im Fassungsteil 11 der Schaltfassung vorgesehen ist, in das die der Einfachheit halber nicht dargestellte Glühbirne eingeschraubt werden kann, die dann mit Teilen im Aufnahmeraum 30 liegt.
Wie bereits erwähnt, sind die dargestellten Ausführungen nur beispielsweise Verwirklichungen der Erfindung und diese nicht darauf beschränkt. Vielmehr sind noch mancherlei andere Ausführungen und Anwendungen möglich. So können insbesondere an Stelle der dargestellten Schaltfassungen auch reine Druckschalter Verwendung finden. An Stelle der in den Ausführungsbeispielen dargestellten Schiebetür kann auch eine schwenkbare Tür Verwendung finden, um die Rolle 12 zu betätigen. Darüber hinaus können an Stelle von Türen auch in an sich bekannter Weise andere verschiebbare Einrichtungen auf die Rolle 12 einwirken, wobei auch eine Betätigung der Rolle 12 von Hand aus möglich ist. Ferner kann die Gestalt der Schaltfeder 15 abweichend vom dargestellten Ausführungsbeispiel gewählt werden.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Druckschalter, Schaltfassung od. dgl. mit einem als drehbare und im Gehäuse verschiebbare Rolle ausgebildeten, durch unmittelbare Einwirkung auf eine Schaltfeder einen Stromkreis schliessenden oder öffnenden Schaltglied, dadurch gekennzeichnet, dass der Angriffspunkt der als Schaltglied wirkenden Rolle (12) aus der Mitte der Schaltfeder (15) heraus gegen deren freies Ende hin verlegt ist.