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Farbfernsehbildröhre
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B.am Schirm in Streifen aufgetragen sind. Diese Farbgebestreifen wiederholen sich in Dreiergruppen periodisch. Bei bekannten Konstruktionen dieser Art weist der Schirm zur Lieferung von Signalen dienende leitende Anzeigestreifen auf, die mit einer unmittelbaren Zuführung versehen und immer dem gleichen Farbgebestreifen der Dreiergruppen zugeordnet sind. Hiebei löst der das Rasterbild beschreibende abgelenkte Elektronenstrahl an einzelnen Stellen des Schirmes entsprechende Signale aus.
Wenn nämlich der Elektronenstrahl bei den miteinander verbundenen Anzeigestreifen des Schirmes ankommt, entsteht infolge der besonderen Ausbildung der Anzeigestreifen an ihrem gemeinsamen Ausgang ein elektrischer Impuls, der verstärkt und geeignet verzögert wird und so zur Steuerung der Vorverstärker der Farbkomponenten und daher zur Steuerung des Elektronenstrahles ausgenützt werden kann, so dass der Elektronenstrahl jeweils beim entsprechenden Farbgebestreifen eine in dem betreffenden Zeitpunkt erforderliche Intensität aufweist. Der Elektronenstrahl wird hiebei z. B. mittels eines Gitters oder Wehneltzylinders in der Elektronenkanone in an sich üblicher Weise gesteuert.
Der Elektronenstrahl weist dann in jedem Augenblick eine Intensität auf, die jener Farbkomponente entspricht, deren entsprechender Leuchtpulverstreifen durch den Elektronenstrahl eben beaufschlagt wird, wobei der ganze Schirm kontinuierlich ohne Sprünge abgetastet wird.
Die vorliegende Erfindung setzt sich zur Aufgabe, diese bekannten Konstruktionen weiter zu verbes- sern. Es traten nämlich bei diesen bekannten Farbfernsehbildröhren Schwierigkeiten auf, wenn der Schirm einen Belag aus Aluminium oder einem ähnlichen Metall aufweisen soll. Ein derartiger Aluminiumbelag würde die leitenden Anzeigestreifen kurz schliessen und ihre Wirkung unmöglich machen. Anderseits ist jedoch die Anordnung eines derartigen Aluminiumbelages auf dem Bildschirm aus verschiedenen Gründen erforderlich. Beispielsweise wird durch einen derartigen Belag die Einhaltung der Hochspannung, eine
Verbesserung des Kontrastes und ein Schutz der Leuchtstoffschichten gegen Ionenbombardement erreicht.
Die Erfindung besteht nun im wesentlichen darin, dass der die Farbgebestreifen bedeckende Metall- überzug die Farbgebestreifen und das Netz der Anzeigestreifen zwischen sich und dem Bildteller einschliesst, indem er sich über den ganzen Schirm lückenlos erstreckt und vom Netz der Anzeigestreifen durch vorzugsweise nichtleuchtende Isolierstreifen getrennt ist.
Einerseits wird dadurch eine sichere Isolierung der die elektrischen Synchronisiersignale liefernden Anzeigestreifen vom Metallüberzug gewährleistet, anderseits bringt die Massnahme, dass sich der Metallüberzug lückenlos über den ganzen Schirm erstreckt, die Vorteile mit sich, dass ein derartiger Metallüberzug leichter auf den Schirm aufgebracht werden kann und die Verwendung höherer Spannungen ermöglicht, wodurch wiederum nicht nur die Bildgüte verbessert wird, sondern auch das System der Anzeigestreifen stärkere und daher leichter auszuwertende Impulse liefert.
Die Anordnung der Isolierstreifen, welche die Anzeigestreifen bedecken, bringt weiters den Vorteil, dass die störenden Sekundäremissions- und Elektronenreflexionserscheinungen in Wegfall kommen, welche bei den bekannten Konstruktionen häufig Anlass zu Störungen gaben, da die durch die Leiterstreifen reflektierten Elektronen oder Sekundärelektronen beim Erreichen der benachbarten Leuchtstreifen störende Lichterscheinungen hervorrufen können.
Im Rahmen der Erfindung kann in vorteilhafter Weise die Anordnung so getroffen sein, dass zwischen den einzelnen Dreiergruppen je eine Lücke vorgesehen ist, in welcher sich ein auf dem Bildteller der Bildröhre aufgetragener Anzeigestreifen befindet, wobei die Isolation-durch einen Vakuumspalt gebildet ist. Es kann jedoch auch erfindungsgemäss die Anordnung so getroffen sein, dass zwischen den einzelnen Dreiergruppen je eine Lücke vorgesehen ist, in welcher sich ein auf dem Bildteller der Bildröhre aufgetragener Anzeigestreifen befindet, wobei die Isolation durch einen Streifen aus Isoliermaterial gebildet ist.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsmöglichkeit der Erfindung besteht darin, dass die einzelnen Dreiergruppen lückenlos aneinander gereiht sind und bei jeder Dreiergruppe zwischen dem die gleiche Farbkomponente bildenden Leuchtstoffstreifen und dem Bildteller ein durchsichtiger leitender Anzeigestreifen vorgesehen ist und dass die einzelnen Anzeigestreifen miteinander verbunden sind.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch veranschaulicht. Die Fig. 1 - 4 zeigen vier verschiedene Ausführungsbeispiele des Schirmes einer erfindungsgemässen Farbfernsehbildröhre, während die Fig. 5 und 6 zwei Blockschaltbilder von Schaltungen zeigen, welche zur Ausnützung der von den Anzeigestreifen gelieferten Signalen dienen. In allen Figuren bezeichnen gleiche Bezugszei- chen gleiche Bauteile.
In Fig. 1 bezeichnet 20 den aus Glas bestehenden Bildteller der Farbfernsehbildröhre, während mit 21 der rote, mit 22 der grüne und mit 23 der blaue Farbgebestreifen bezeichnet ist. Die Farbgebestreifen 21,22, 23 sind jeweils in Dreiergruppen zusammengefasst, welche sich periodisch wiederholen. Mit 24 ist der Metallüberzug bezeichnet, welcher vorzugsweise aus Aluminium besteht. Dieser Aluminium- überzug 24 bedeckt die Farbgebestreifen 21,22, 23 und die zwischen den von den Farbgebestreifen 21,
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22,23 gebildeten Dreiergruppen befindlichen leitenden Anzeigestreifen 26, welche durch nichtleuchten- de Isolierstreifen 25 vom Aluminiumüberzug 24 getrennt sind.
Es erstreckt sich somit der Aluminiumüber- zug 24 lückenlos über den Schirm und schliesst die Farbgebestreifen 21,22, 23 sowie das Netz der An- zeigestreifen 26 und Isolierstreifen zwischen sich und dem Bildteller 20 ein. Die Anzeigestreifen 26 können aus durchsichtigem oder undurchsichtigem Leitermaterial bestehen. Alle Anzeigestreifen 26 sind mit unmittelbaren Zuführungen versehen und sind miteinander verbunden, so dsss sie alle das gleiche elektrische Potential aufweisen. Durch die Isolierstreifen 25 ist das Netz der Anzeigestreifen 26 vom Alu- miniumüberzug 24 elektrisch vollkommen isoliert. Die Isolierstreifen 26 können beispielsweise aus Zink- sulfid mit einem Kobaltgehalt bestehen.
Die Ausführungsform nach Fig. 2 ist jener nach Fig. 1 ähnlich. Der wesentliche Unterschied besteht jedoch darin, dass gemäss Fig. 2 zwischen den leitenden Anzeigestreifen 26 und dem Aluminiumüber- zug 24 keine Isolierstreifen aus einem besonderen Isoliermaterial angeordnet sind, sondern dass gemäss
Fig. 2 die Isolierung durch das im Kolben der Farbfernsehbildröhre herrschende Vakuum erfolgt.
Gemäss den Ausführungsbeispielen nach Fig. 1 und 2 war zwischen den einzelnen Dreiergruppen je- weils eine Lücke vorgesehen, in welcher sich die Anzeigestreifen bzw. gegebenenfalls auch besondere
Isolierstreifen befanden. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die einzelnen Dreiergruppen lückenlos aneinander anschliessen zu lassen. Fig. 3 zeigt eine derartige Ausbildung, wobei die Anzeigestreifen 26 in diesem Falle von einem durchsichtigen leitenden Material gebildet sind und unterhalb jedes roten
Farbgebestreifens 21 angeordnet sind. Es ist jedoch genau so gut möglich, die Anzeigestreifen 26 unter- halb der grünen Farbgebestreifen 22 oder der blauen Farbgebestreifen 23 anzuordnen.
Fig. 4 stellt eine Ausführungsvariante der Ausbildung nach Fig. 3 dar. Gemäss Fig. 4 weisen die roten Farbgebestreifen 21, unter welchen sich die Anzeigestreifen 26 befinden, die doppelte Breite als die grünen 22 bzw. blauen Farbgebestreifen 23 auf. Die Anzeigestreifen 26 erstrecken sich jedoch nur über einen Teil der Breite der roten Farbgebestreifen 21, wobei die Anzeigestreifen aus einem undurchsichti- gen leitenden Material bestehen können. Wie bei den andern Ausführungsbeispielen sind auch hier die
Anzeigestreifen 26 miteinander verbunden und befinden sich auf dem gleichen elektrischen Potential.
Wenn auch in den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen lediglich solche Konstruk- tionen dargestellt sind, bei welchen jeder Dreiergruppe von Farbgebestreifen ein Anzeigestreifen zuge- ordnet ist, kann jedoch ohne weiteres hievon abgegangen werden. Es ist z. 0B. bei Anordnung einer ge- eigneten Schaltung durchaus möglich, nur nach jeder fünften oder jeder zehnten Dreiergruppe einen der- artigen leitenden Anzeigestreifen anzuordnen.
In Fig. 5 ist eine Schaltung zur Auswertung der von den Anzeigestreifen gelieferten elektrischen
Impulse im Blockschema dargestellt. Hiebei ist die Bildröhre 29 derart ausgebildet, dass zwischen jeder
Dreiergruppe ein leitender Anzeigestreifen 26 am Bildröhrenschirm angeordnet ist. 31 ist die Steuerelek- trode der Bildröhre, während die übrigen Röhrenbestandteile der Einfachheit halber nicht dargestellt sind, da sie für das Wesen der Erfindung ohne Belang sind.
Mit 32 ist der Videoendverstärker bezeichnet, welcher in der bei Farbfernsehbildröhren üblichen Art ausgebildet sein kann und die Intensität des einzigen Elektronenstrahles der Bildröhre 29 steuert. Dem
Videoendverstärker 32 sind in an sich bekannter Weise drei Videovorverstärker vorgeschaltet, welche den drei Grundfarben entsprechen. Gemäss Fig. 5 ist der Videovorverstärker für die rote Farbkomponente mit
33, jener für die grüne Farbkomponente mit 34 und jener für die blaue Farbkomponente mit 35 bezeich- net. Die drei Videovorverstärker 33,34, 35 werden durch elektrische Impulse, welche von den Anzeige- streifen am Bildröhrenschirm geliefert werden, gesteuert.
Dies erfolgt gemäss Fig. 5 derart, dass beim
Auftreffen des Elektronenstrahles auf einen der Anzeigestreifen 26 der von diesem Anzeigestreifen 26 ab- gegebene Impuls verstärkt, geeignet verzögert und schliesslich begrenzt wird und dann zur Aufsteuerung der einzelnen Videovorverstärker verwendet wird. Hiezu ist ein Verstärker 36 vorgesehen, an dessen Ein- gang das Netz der Anzeigestreifen 26 angeschlossen ist. Der Ausgang des Verstärkers 36 ist mit einem
Verzögerungsstromkreis 37 verbunden, durch welchen jedes ankommende Signal in drei zeitverschoben
Signale zerlegt wird.
Die zeitliche Verschiebung zwischen diesen drei Signalen entspricht hiebei der Zeitdauer, während welcher der Elektronenstrahl in der Bildröhre von einem Farbgebestreifen (bei- spielsweise dem roten Farbgebestreifen) zum nächsten Farbgebestreifen (beispielsweise dem grünen Farb- gebestreifen) gelangt. Die an den Ausgängen des Verzögerungsstromkreises 37 auftretenden drei Signale erhalten in einem Amplitudenbegrenzer 38 in an sich bekannter Weise eine zum Öffnen der Videovorverstärker 33 bzw. 34 bzw. 35 erforderliche Form.
Die Videovorverstärker 33,34, 35 sind im Ruhezustand gesperrt, und es wird jeweils einer von ihnen nur dann geöffnet, wenn ein von den Anzeigestreifen 26 gelieferter, verstärkter, zeitlich verschobener
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und amplitudenbegrenzter Impuls an den Eingang gelangt. Da die den Eingängen der Videovorverstärker 33, 34,35 zugeführten Impulse gegeneinander zeitlich verschoben sind, ist somit stets nur einer der
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zw.Farbgebestreifen der kontinuierlich bewegte Elektronenstrahl gerade bestreicht.
Gegebenenfalls kann dem Verzögerungsstromkreis 37 noch ein Phasendiskriminator vorgeschaltet werden. Diese Schaltung arbeitet wie folgt : Die einzelnen Videovorverstärker 33,34, 35 erhalten aus der nicht dargestellten Antenne über in üblicher Weise ausgebildete Vorkreise den einzelnen Farben entsprechende Videosignale. Dementsprechend erhält der Elektronenstrahl durch diese Videosignal, sofern
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Bildröhre 29 weitergegeben werden, eine Intensität, welche dem Videosignal der entsprechenden Farbkomponente in dem betreffenden Augenblick entspricht. Damit jeweils nur jener Teil des gesamten Videosignales zur Steuerung des Elektronenstrahles herangezogen wird, welcher dem gerade vom Elektronenstrahl bestrichenen Farbgebestreifen entspricht, werden die Videovorverstärker 33, 34, 35 in Abhängigkeit von der Bewegung des Elektronenstrahles gesteuert.
Dies erfolgt durch die von den Anzeigestreifen 26 abgegebenen Impulse, welche über die oben beschriebene Schaltung den Videoverstärkern 33, 34. 35 zugeführt werden und beispielsweise den der roten Farbkomponente zugeordneten Videovorverstärker 33 nur dann öffnen,. wenn der Elektronenstrahl den roten Farbgebestreifen bestreicht. Analog erfolgt eine Öffnung des der grünen Farbkomponente zugeordneten Videovorverstärkers 34 nur in jenen Zeitpunkten, zu welchen der Elektronenstrahl über grüne Farbgebestreifen streicht usf. Sollte die Farbe eines durch den Elektronenstrahl gerade beaufschlagten Farbgebestreifens im Bild nicht vorhanden sein, so wird zwar der dieser Farbe zugeordnete Videovorverstärker durch den von dem Anzeigestreifen gelieferten Impuls geöffnet.
Da jedoch von der Antenne kein Signal geliefert wird, weist der Elektronenstrahl eine so geringe Intensität auf, dass die dem betreffenden Farbgebestreifen zugeordnete Leuchtpulverschicht nicht erregt wird. Es wird somit in diesem Falle kein Lichtpunkt erhalten.
Fig. 6 zeigt eine Schaltung, welche dann verwendet wird, wenn nicht nach jeder Dreiergruppe von Farbgebestreifen ein Anzeigestreifen am Bildröhrenschirm angebracht ist. Wie bereits erwähnt, kann ja beispielsweise lediglich nach jeder fünften oder sogar bis zu jeder zehnten Dreiergruppe ein Anzeigestreifen angeordnet sein. In diesem Falle kommt gemäss Fig. 6 zu der Schaltung nach Fig. 5 noch ein zwischen dem Verstärker 36 und dem Verzögerungsstromkreis 37 angeordnetes Synchronisierglied 39 hinzu, wobei in diesem Falle der Verzögerungsstromkreis 37 so ausgebildet ist, dass er ausser den drei Signalen, die den Videovorverstärkern33, 34,35 über die Amplitudenbegrenzer 38 zugeführt werden, noch ein viertes Signal erzeugt, welches auf das Synchronisierglied 39 zurückgeführt wird.
Hiedurch ergibt das Synchronisierglied 39 Impulse ab, deren Frequenz jener Frequenz entspricht, welche die von den Anzeigestreifen 26 abgegebenen Impulse dann aufweisen würden, wenn nach jeder Dreiergruppe ein Anzeigestreifen angebracht wird. Das Synchronisierglied 39 muss hiebei so gebaut werden, dass es diese Impulse so lange abgibt, bis der Elektronenstrahl wieder einen Anzeigestreifen beaufschlagt, worauf über den Verstärker 36 erneut ein Impuls dem Verzögerungsstromkreis 37 zugeführt wird und hiedurch das Synchronisierglied 39 von neuem angestossen wird.
Die Erfindung kann in mannigfaltiger Weise von den geschilderten Ausführungsbeispielen abweichen.
Es kann z. B. sowohl die Bildröhre als auch die in den Fig. 5 und 6 dargestellte Schaltung ohne Schwierigkeiten an jene Systeme angepasst werden, welche mit weniger oder mit mehr Farbkomponenten als den drei Grundfarben rot, grün, blau arbeiten. Soll die Bildröhre als eine Schwarz-weiss-Bildröhre arbeiten, so ist dies ohne jegliche Umgestaltung möglich. In jenem Fall treten zwar an den Anzeigestreifen Impulse auf, welche jedoch einfach nicht ausgewertet werden.
Soll jedoch die Bildröhre bzw. eine in Fig. 5 bzw. 6 dargestellte Schaltung bei Geräten verwendet werden, welche sowohl zum Farb- als auch zum Schwarz-weiss-Empfang geeignet sind, so werden im Falle des Schwarz-weiss-Empfanges die Videovorverstärker einfach überbrückt bzw. die von den Anzeigestreifen gelieferten Impulse nicht ausgenützt bzw. es wird das ganze Farbsystem ausgeschaltet.
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