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Einpun1ctsehubtrennschalter mit Schraubbetätigung
Es ist bekannt, für die Betätigung von Einpunktschubtrennschaltern ein flüssiges Medium, vornehmlich Öl, oder Druckluft zu verwenden. Diese bisher bekannten Ausführungen haben aber folgende Nachteile : Der eingangs erwähnte Einpunktschubtrennschalter mit Betätigung durch ein flüssiges Medium (Öl- gestänge) erfordert besondere Massnahmen für die Abdichtung der gesamten hydraulischen Einrichtungen.
Darüberhinaus ist eine verhältnismässig komplizierte Steueranlage erforderlich, da das Ölgestänge wiederum mit Druckluft betätigt wird.
Ein Einpunktschubtrennschalter, der mit Druckluft allein betätigt wird, d. h. ohne Zwischenschaltung eines Ölgestänges, muss mindestens in der "EIN" -Stellung eine einwandfreie Verriegelung aufweisen, die verhältnismässig kompliziert ist und ausserdem noch den Nachteil hat, dass sie, da sie im Bereich der Hochspannung liegt, nur schwer zugänglich ist und sich daher einer regelmässigen Wartung entzieht.
Auch der vorher erwähnte Einpunktschubtrennschalter mit Ölgestänge erfordert im"E. IN"-Zustand eine Verriegelungseinrichtung, die dort wohl auf Erdpotential angebracht werden kann, aber dessen ungeachtet die ganze hydraulische Einrichtung entsprechend verkompliziert und damit verteuert. Zudem sind für die hydraulische Einrichtung erhebliche Dichtungsprobleme zu überwinden.
Zur Vermeidung dieser denflüssigkeits-und druckluftangetriebenen Schubschalter anhaftenden Nachteile wurden schraubbetätigte Schubschalter entwickelt, bei welchen eine gegen Verdrehen gesicherte Schaltstange entweder eine Gewindespindel oder-mutter trägt, die durch eine in Drehung versetzbare Mutter bzw. Spindel vorgeschoben wird.
Bei den bisher in dieser Form bekanntgewordenen Einrichtungen bereitet jedoch die Isolierung der Spannung führenden Konstruktionselemente gegenüber nicht Spannung führenden Teilen (Erde) erhebliche Schwierigkeiten, weshalb Schalter dieser Art bisher stets nur in Hohlisolatoren untergebracht ausgeführt wurden, wodurch die Konstruktion sehr kompliziert und kostspielig war.
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131. 135)punktschubtrennschalter bekanntgeworden, bei welchem ein auf einem Stiitzer aufgebautes teleskopartig ineinanderschiebbares Rohr vorgesehen ist, wodurch aber beim Auffalten dieses Mantelrohres die an der Schaltstange sitzende Gewindemutter jeglichen Eingriff mit der Antriebsspindel verliert, was unter Umständen zum Zusammenfallen des ausgefahrenen teleskopartigen Schaltstilckträgers Anlass geben kann. Ein weiterer.
Nachteil dieser bekannten Anordnung ist der, dass durch das sich teleskopartig ineinanderschiebende Mantelrohr die Stromübertragung über eine Vielzahl von Kontaktübergangsstellen erfolgen muss und ausserdem für jeden Rohrteil eine spezielle Lagerstelle im anschliessenden Rohrteil erforderlich ist.
Die erfindungsgemässe Lösung vermeidet all diese Nachteile und macht dieses bekannte Prinzip für Hoch- und Höchstspannungen erst geeignet. Dies dadurch, dass bei einem gewindespindelangetriebenen Einpunktschubtrennschalter zur Überbrückung einer freien Trennstrecke für Hoch-und Höchstspannungen erfindungsgemäss innerhalb eines in seiner Länge ungeteilten Mantelrohres eine in ihrer Länge ebenfalls ungeteilte Schaltstange verschiebbar gelagert ist.
In der Zeichnung sind AusfUhrungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Auf einem entsprechend ausgeführten Sti1tzisolator, der entweder als Mehrbockstützer oder als Einsäulenstlitzer ausgeführt werden kann, ist der gesamte Schaltmechanismus aufgebaut. Dieser besteht aus einem Mantelrohr 3, das mit Längsführungen 15 versehen ist. Innerhalb dieses Mantelrohres 3 ist die
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Schaltstange 1 mit der nur beispielsweise angeführten Schaltstiftspitze 7 koaxial angeordnet. Amisola- torseitigen Ende der Schaltstange ist mit dieser eine Gewindemutter 4 fest verbunden, die mit der im
Innern der Schaltstange 1 drehbar angeordneten Gewindespindel 2 in Verbindung steht.
Für die Stromübertragung von der Schaltstange r bzw. dem Schaltstift 7 auf das Mantelrohr 3 und da- mit auf die dort abgespannte Sammelschiene oder Verbindungsleitung, dient der im oberen Ende des
Mantelrohres 3 eingebaute Ringkontakt 6. Die Gewindespindel 2 ist nun über ein Kupplungsglied 9 bzw. über ein Zahnradgetriebe 14 mit dem Antriebsisolator 5 gekuppelt. Dieser kann entweder bei Ausführung des Stützers in Form eines Mehrbockstützers, in dessen Mitte angeordnet werden Fig. l, oder aber bei Verwendung eines Einsäulenstützers parallel zu diesem, wie in Fig. 3 angeführt.
Der Antriebsisolator 5 wird seinerseits über ein Stirnrad oder Schubkurbelgetriebe 11 von einem Druckluft- oder Motorantrieb 10 bewegt. Wird von diesem Antrieb aus der Antriebsisolator 5 in Drehung versetzt, so schraubt sich die Schaltstange 1 in Richtung Stützerachse nach oben und erreicht in eingeschaltetem Zustand die in Fig. 2 dargestellte Lage.
Das durch die Drehung auf die Schaltstange 1 einwirkende Drehmoment wird durch die Zapfen 12, die in Führungen 15 laufen, übernommen und die Schaltstange dadurch am Verdrehen gehindert.
Wird der Antriebsisolator 5 im verkehrten Drehsinn angetrieben, schraubt sich die Schaltstange 1 zurück und erreicht wieder die in Fig. 1 dargestellte"AUS"-Stellung.
Für die Verriegelung in der"EIN"-bzw."AUS"-Stellung gegen unbeabsichtigte Betätigung von der Schaltstange 1 her, kann entweder eine Verriegelungseinrichtung im Getriebe 14 oder im Getriebe 11 (z. B. Überdrehen der Schubkurbel über einen Totpunkt) vorgesehen werden, oder aber es kann die "EIN"-Verriegelung gegen unbeabsichtigtes Zurückfallen des Trenners in die" AUS !' -Stellung dadurch erreicht werden, dass das Gewinde auf der Gewindespindel 2 im oberen Ende in einer Ringnut bzw. Ringfläche endet, auf die die Gewindemutter 4 einläuft, so dass sie auf der ringförmigen letzten Fläche der Gewindespindel im"EIN"-Zustand aufsitzt und dadurch nur durch Drehen der Gewindespindel 2 wieder mit deren Gewinde in Eingriff gebracht und damit zurückgeholt werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gewindespindelangetriebener Einpunktschubtrennschalter zur Überbrückung einer freien Trennstrecke für Hoch- und Höchstspannungen, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb eines in seiner Länge ungeteilten Mantelrohres eine in ihrer Länge ebenfalls ungeteilte Schaltstange verschiebbar gelagert ist.