<Desc/Clms Page number 1>
Sicherungselement bei einer aus Nippel und Kupplungsteil bestehenden Schlauchverbindung
Bei Schweissbrennern erfolgt die Zuführung des Wasserstoffes und des Sauerstoffes über eine Schlauch-
Zuleitung. Dabei muss mit absoluter Sicherheit verhindert sein, dass eine Verwechslung der beiden Schläu- che beim Zusammenkuppeln eintreten kann, um jede Explosionsgefahr zu vermeiden. Zu diesem Zweck sind diekupplungsteile derschläuche mit dem Schweissbrenner oder die Kupplungsteile der Schläuche un- tereinander mit Rillen am Nippel bzw. mit Nocken an der Bohrung des Kupplungsteiles versehen. Als Nok- ken dienen Stifte, die in der Bohrungswand eingesetzt sind und in die Bohrung hineinragen. Verwendet man zwei solche Rillen bzw.
Nocken, die am Umfang um unterschiedliche Zentriwinkel versetzt sind, so ist ein Zusammenstecken nur unter einander zugehörigen Nippeln und Kupplungsteilen möglich, so dass dadurch eine Verwechslung der Sauerstoffleitung mit der Wasserstoffleitung beim Zusammenkuppeln ausgeschlossen ist.
Beim Entkuppeln solcher Verbindungen zeigt es sich, dass durch unsachgemässe Behandlung infolge Unkenntnis der Kupplungsbauart versucht wird, die Kupplungsteile gegeneinander zu verdrehen. Da dies aber infolge der Führung der Nocken in den Längsrillen nicht möglich ist, wird oft Gewalt angewendet, wozu Sechskantmuttern, die natürlich für einen andern Zweck am Nippel und am Kupplungsteil angebracht sind, zu dieser Behandlungsweise verleiten. Dabei besteht die Gefahr, dass die Nocken an der Bob" rungswand abgeschert werden, wodurch gerade die Sicherheitsmassnahme gegen das vertauschte Zusam- menstecken derSauerstoffleitung und derWasserstoffleitung hinfällig und eine Vertauschung der Anschlussschläuche beim Wiederzusammensteckennicht mehr verhindert wird.
Dieser schwerwiegende Nachteil wird nun gemäss der Erfindung beseitigt.
Die Erfindung betrifft ein Sicherungselement bei einer aus Nippel und Kupplungsteil bestehenden Schlauchverbindung, welche zur Vermeidung von falschen Schlauchverbindungen mit Rillen auf dem Nippel und mit Nocken an der Bohrung des Kupplungsteiles versehen sind.
Die Erfindung besteht aus einer in der Stirnseite des Kupplungsteiles verdrehbar eingesetzten kreisrunden Scheibe, welche eine Bohrung entsprechend dem Nippeldurchmesser aufweist und in welche Nokken hineinragen, die nach Form und Verteilung den auf dem Nippel angebrachten Rillen entsprechen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Fig. l zeigt den Kupplungsteil von der Stirnseite, Fig. 2 zeigt das Sicherungselement, und Fig. 3 zeigt den Schnitt durch den Kupplungsteil und den eingesteckten Nippel.
Am zylinderförmigen Kupplungsteil l ist, wie Fig. l zeigt, auf der Stirnseite das Sicherungselement 2 eingesetzt. Gemäss Fig. 2 ist das Sicherungselement eine kreisrunde Scheibe mit einer Bohrung 3. Diese Bohrung entspricht dem Nippeldurchmesser an der Stelle d... d in Fig. 3. In die Bohrung 3 ragen Nocken 4 und 5. Ihre Form und Verteilung am Bohrungsumfang entspricht den auf dem Nippel 6 an der Stelle d... d angebrachten Rillen 14 und 15 in Fig. 3. Der Zentriwinkel a ihrer gegenseitigen Lage entspricht der Winkellage der Nocken auf dem Nippel. Der Nippel 6 an der Stelle d... d passt mit geringem Spiel in die Öffnung des Sicherheitselementes 2. Um die Unverwechselbarkeit der beiden Anschlüsse zu erreichen, sind die Winkel a für die Zuleitung von Sauerstoff bzw. Wasserstoff verschieden gewählt.
Ein verwechseltes Zusammenkuppeln ist dadurch ausgeschlossen.
Für das Einsetzen des Sicherungselementes ist in der Stirnseite 1 eine Ausdrehung vorhanden. Diese Ausdrehung weist einen erhöhten Rand 7a auf. Nach Einsetzen des Sicherungselementes wird der Rand 7a
<Desc/Clms Page number 2>
umgebördelt, wodurch das Sicherungselement eingefasst wird. Die Umbördelung erfolgt zweckmässig durch sorgfältiges Pressen, so dass das kreisförmige Sicherungselement mit einer gewissen angemessenen Kraft noch verdrehbar ist. Diese Kraft, welche bei der bereits genannten unsachgemässen Zwangsverdrehung beim Öffnen der Kupplung über die Nocken 4 und 5 übertragen wird, darf nur so gross sein, dass mit Sicherheit die Nocken nicht abgeschert werden.
EMI2.1
ein Verwechseln beim Zusammenkuppeln ausgeschlossen ist.
Darüber hinaus gibt die Erfindung eine weitere Sicherheit für den Fall, dass bei unsachgemässem Entkuppeln und bei dem dabei oft vorkommenden Versuche, den Kupplungsteil gegen den Nippel zu verdrehen, kein Abwürgen des Sicherheitsnockens erfolgen kann, indem dann das unbeschädigte Sicherungselement sich am Kupplungsteil einfach verdreht.
Das Sicherungselement ist zweckmässig ein Stanzstück. Dabei wird eine hohe Präzision bei gleichzeitiger Billigkeit der Herstellung gewährleistet. Die scharfen Schnittkanten am Umfang werden zweckmässig gerundet, womit die Verdrehmöglichkeit nach der Umbördelung des Ansatzes 7a erleichtert wird.
Es ist zweckmässig, das Stanzstück zu härten, um eine Abnützung der Bohrung und eine Verformung beim Umbördeln zu vermeiden, wodurch die Verdrehbarkeit ebenfalls verbessert wird.
Die Verdrehbarkeit des Sicherungselementes kann auch zwangsfrei ausgeführt werden, so dass eine gegenseitige Verdrehung der beiden gekuppelten Schläuche erreicht wird. Es muss dann eine einwandfreie Drehlagerung des Sicherheitselementes geschaffen werden, um ein Anfressen zu vermeiden.
Es ist klar, dass auch mehr als zwei Rillen und Nocken angewendet werden können. Auch die Zentriwinkel können dabei unterschiedlich gewählt werden. Auf diese Weise ist es möglich, mehr als zwei Schlauchverbindungen unverwechselbar zusammen zu kuppeln. Die Anwendung ist ebenfalls nicht auf Verbindungsleitungen für Wasserstoff und Sauerstoff beschränkt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Sicherungselement bei einer aus Nippel und Kupplungsteil bestehenden Schlauchverbindung, welche zur Vermeidung von falschen Schlauchverbindungen mit Rillen auf dem Nippel und mit Nocken an der Bohrung des Kupplungsteiles versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass in der Stirnseite des Kupplungsteiles eine kreisrunde Scheibe verdrehbar eingesetzt ist, welche eine Bohrung entsprechend dem Nippeldurchmesser aufweist und in welche Nocken hineinragen, die nach Form und Verteilung den auf dem Nippel angebrachten Rillen entsprechen.