AT21068B - Elektrischer Strahlungsofen. - Google Patents

Elektrischer Strahlungsofen.

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AT21068B
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Metallurg Electro Thermique Sa
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Österreichische 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 



   Die vorliegende Erfindung betrifft einen elektrischen Strahlungsofen, in dessen Kammer zu beiden Seiten geneigte Beschickungskanäle einmünden und horizontale Elektroden durch die Seitenwände hineinreichen. Zweck der Erfindung ist, den thermischen Wirkungsgrad des Ofens zu erhöhen. Der Erfindung gemäss wird das Gefälle der beiden nach oben sich ver-   engenden, geradlinigen Beschickungskanäle dem   Reibungswinkel des zu verarbeitenden Materiales derartig angepasst, dass letzteres in dem Masse nachgleitet, als es am unteren Ende der Kanäle niedergeschmolzen wird. Die Elektrodenpaare werden an den Einmündungsstellen der Beschickungskanäle in die möglichst niedrige Ofenkammer angeordnet, deren doppeltes Gewölbe alls einer inneren Graphitlage, einer äusseren Lage aus feuerfestem Material und einer Zwischenschicht aus inertem Gase besteht.

   An jenen Stellen des Ofens, wo verschiedene Materialien zusammen stossen, wird eine Graphitlage mit eingesetztem   Kühlrohr   angebracht. 



   In der beigefügten Zeichnung ist ein der Erfindung gemäss eingerichteter Ofen durch Fig.   I   im vertikalen Längenschnitt (nach   V V der   Fig. 2) und durch Fig. 2 teilweise im 
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 einem entsprechenden Unterbau B.   Die Ofenkammer a   wird von der Sohle   b, der Decke c   und den beiden vertikalen Seitenwänden   d,   d umschlossen.

   An den beiden offenen Seiten ist die   Kammer   a mit den beiden geneigten, geradlinigen und nach oben sich verengenden Beschickungskanälen e, e verbunden, welche somit Verlängerungen der Kammer a bilden.   f ist   eine vorzugsweise aus Kalkstein hergestellte äussere Sohle für die Beschickungs-   kanäle   e, e und h ist deren eigentliche geneigte Sohle, welche in der Regel aus feuer- beständigen Platten hergestellt wird. Die ebene Sohle b der Ofenkammer a besteht vorzugs- 
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 durch in den Seitenwänden d angebrachte Öffnungen in die Ofenkammer hineinragen.   j   sind Schlangenrohre, welche vorzugsweise aus gezogenen Stahlrohren hergestellt sind und während des Betriebes des Ofens von kaltem Wasser durchflossen werden, um die Öffnungen in ihrer Form zu erhalten.

   Die Decke c der Ofenkammer a besteht aus zwei
Gewölben, einem inneren cl aus Graphitziegeln und einem äusseren   02   aus feuerfesten
Ziegeln, und zwischen beiden Gewölben ist eine isolierende Luftkammer c3 vorgesehen. Die   Decke A :   der Kanäle e besteht aus zwei Gewölben, einem inneren kl aus feuerfesten
Ziegeln und einem äusseren k2 aus gewöhnlichen Ziegeln, und dazwischen ist wieder eine   Luftkammer   angeordnet. Die in der Kammer a entwickelten Gase und Dämpfe steigen durch die   Kanäle ss   auf und können durch Essen l abziehen, welche mit Drosselklappen m zum Regulieren des Zuges versehen sind und auf gemauerten Sockeln n sitzen.

   Die
Mündungen der Beschickungskanäle sind durch mit Gegengewichten versehene Schieber o zu   verschliessen.   p sind Tische zum Auflegen der Beschickung. Das Abstichloch q im
Niveau der Sohle b dient zum Ablassen der geschmolzenen Masse. Das zweite in einem höheren Niveau liegende Abstichloch r kann zum Ablassen der Schlacken verwendet werden. 



   An dfr Stelle, wo das   Deckengewölbe   k mit dem Schornsteinsockel n zusammenstosst, ist   ein Graphitbalken s eingebaut, welcher von einem Stahl-Kühlrohre sl durchzogen ist. 



  Dieses Rohr wird während der Arbeit von kaltem Wasser durchflossen, um diesen Gewölbe-   stoss   unverändrtich   in seiner Form zu halten. 

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    Die Erfahrung lehrt, dass zur günstigen Ausnutzung der Wärme der Vo1tabögen die Ofenkammer so nieder gebaut werden muss, als es der Durchmesser der Elektroden und die Rücksicht auf die Vermeidung von Kurzschlüssen gestatten. Unter diesen Verhältnissen ist keine Decke aus feuerbeständigem Material widerstandsfähig genug, ausser Kohlenstoff in der Form von Graphit, aus welchem daher auch die innere Decke cl hergestellt wird. 



  Anderseits würde der glühende Kohlenstoss verbrennen, wenn er mit der freien Luft in Berührung käme, und sein gutes Leitungsvermögen würde, wenn die Decke nicht ent-   
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 Gasen eingeschlossen wird, welche das Verbrennen und die Wärmeverluste hindert. Diese Herstellung der Ofenkammerdecke aus den drei Schichten : Graphit, indifferentes Gas und feuerbeständiges Material bildet eine der wesentlichsten   Eigentümlichkeiten   des Erfindunggegenstandes. 



   Eine weitere wesentliche   Eigentümlichkeit   des Erfindungsgegenstandes liegt in der wechselseitigen Anordnung der Ofenkammer, der Lichtbogenelektroden und der Beschickungskanäle. Die Beschickungskan le müssen natürlich so lange als möglich sein, um die strahlende Wärme auf einer möglichst grossen Heizfläche direkt auszunützen und um einen grossen Teil der Wärme, welche die aus der Ofenkammer entweichenden und dem Strome von Beschickungsmaterialien entgegenziehenden Gase und Dämpfe mitführen, wiederzugewinnen.

   Der Neigungswinkel der Beschickungskanäle   muss   in jedem besonderen Falle ein derartiger sein, dass je nach Dichte und Form (Körner, eiförmige Körper, Briketts) des Beschickungsmateriales, dasselbe in dem Masse auf der Sohle   nachgleitet,   als das dem Lichtbogen zunächst liegende Material niederschmilzt. Auf diese Weise muss sich ein beständiges Abfliessen der Beschickungsmaterialschicht bis zur Ofenkammer hin ergeben. 



   Der Ofen besitzt zwei zwischen wagrechten Elektroden gebildete   Voltabögen,   wobei diese Elektroden wie die Kohlenstifte einer Bogenlichtlampe angeordnet sind. Die beiden Voltabögen sind in der Nähe der beiden offenen Enden der Ofenkammer angebracht, so dass etwa die Hälfte der von jedem Voltabogen ausgehenden Strahlen und der von den glühenden Elektroden ausgesendeten Wärme direkt auf die Wände des benachbarten Be- schickungskanales und auf das darin enthaltene, zu verarbeitende Material einwirkt, während die andere Hälfte auf die zwischen den beiden   Voltabögen   liegende, eigentliche
Ofenkammer wirkt. Die Länge der Ofenkammer hängt von der Stärke des verwendeten elektrischen Stromes und von der Natur des verarbeiteten Materiales ab. 



   Die Dimensionen der   Deschickungskanä ! e   werden so gewählt, dass die von den   ent-   weichenden Gasen und   Dänlpten   mitgeführte Wärme für das Vorwärmen der in den
Kanalen berabgelitenden Materialien verwertet wird, ohne das Entweichen der Gase zu   hemmen.     Die Beschicknngskanä ! e werden durch   die Sockel der Essen gegen Abkühlung   geschlitzt.   Die in den Essen angebrachten Drosselklappen ermöglichen im Ofen einen   gewissen Überdruck   zu erzeugen, so dass keine Luft in den Ofen eintreten und ihn ab- kohlen oder die Elektroden und die aus Kohlenstoff bestehenden Wandteile verbrennen oder das in Verarbeitung befindliche Material nachteilig beeinflussen kann Die Ein- richtungen zum automatischen Vorschieben der Elektroden,

   zum Zuführen des Stromes und zum Kühlen der ausserhalb des Ofens befindlichen Teile sind auf der Zeichnung nicht dargestellt. Sie können nach irgendeinem geeigneten Systeme hergestellt sein.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Elektrischer Strahlungsofen, in dessen Kammer zu beiden Seiten geneigte Be- EMI2.2 reichen, mit besonderen Vorrichtungen zur Erhöhung des thermischen Wirkungsgrades, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefälle der beiden nach oben sich verengenden, geradlinigen Beschickungskanäle dem Reibungsweinkel des zu verarbeitenden Materiales angepasst ist und die Elektrodenpaare an der Mündungsstelle der Beschickungskanä.
    le in die möglichst niedrig geformte Ofenkammer angeordnet sind, deren inneres Deckengewölbe aus Graphit und deren äusseres aus gewöhnlichem feuerfestem Material besteht, welche durch eine Zwischenschicht aus inertem Gas getrennt werden, und dass schliesslich an den Berührungs- stellen verschiedener Materiale eine Graphitschicht mit eingesetztem liühlrohr angebracht ist.
AT21068D 1904-03-08 1904-03-08 Elektrischer Strahlungsofen. AT21068B (de)

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