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Schmierpresse Die. Erfindung betrifft eine Schmierpresse, bestehend aus einem zylindrischen Rohr mit Stirnwänden, von denen die eine einen transversal gelagerten, hebelbetätigten Hochdruckkolben enthält, um an der erwünschten Sehniierstelle Fett einzupressen, das über eine axialss Bchnmg in der genannten Stirnwand dem Hochdruckkolben von einem Niederdruckkolben zugespeist wird, die am Ende einer durch die andere Stirnwand sich erstreckenden, von aussen betätigbaren und verriegelbaren Kolbenstange befestigt ist.
Bei einer bekannten ähnlich ausgebildeten Einrichtung muss zum Auswechseln der als beidseitig offenes Rohr ausgebildeten Patrone der Hochdruchteil abgeschraubt werden, was ungünstig ist.
Die Erfindung ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstange aus einem von dem Kolben sich erstreckenden Stangenteil besteht, der in einen in der andern Stirnwand gleitbar gelagertiea Rohrteil. einragt, zwecks Druckzusammenwken mit einer zwischen dem Stangenende und dem geschlossenen Aussenende des Rohrteiles eingelegten Schraubendruckfeder, wobei die Zusammendrückung der somit erhaltenen Teleskopfederung durch den Anschlag des Rohrteiles gegen die Rückseite des Kolbens begrenzt ist.
Die Erfindung wird unten an Hand der beigefügten Zeichnung beschrieben, die eine Schmierpresse In geschnittener Seitenprojektion zeigt.
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Stirnwänden U nnd 12.ten.
Im Zylinder 10 ist eine Niederdruckpumpe angeordnet, die ein Rohr 21 aufweist, das am einen Ende mittels einer Schraube 22 verschlossen ist. Im Rohr sind eine Scbraubenfeder 23 und eine mit einer Press- glatte 25 versehene Stange 24 angeordnet.
Das Rohr 21 erstreckt sichdurch die Stirnwand 12, die am Zylinder 10 schraubbar angebracht ist. Zwecks
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desRohres in den erwünschtenUm ein gleichzeitiges Entfernen der Patrone sowie ihres ausgedrückten Bodens zu ermöglichen, ist in ier Stirnwand 11 eine Schraubenfeder 30 angebracht.
Die Stirnwand 11 ist schliesslich innen mit einer Abschrägung 31 versehen, damit eine Abdichtung zwischen der Fettpatrone 28 und dem Zylinder 10 erhalten wird.
Die beschriebene Schmierpresse wirkt auf folgende Weise :
Wenn die Presse geladen werden soll, wird die Stirnwand. 12 abgeschraubt und entfernt, wobei die niederdruckpumpe mitt'o1gt. Dann wird der Deckel einer Fettpatrone abgenommen und die Patrone wird, nit dem freigelegten Fett gegen die Stirnseite U gerichtet, in den Zylinder 10 eingeschoben.
Ehe die Stirnwand 12 aufgeschraubt wird, wird die Verrlegelungsplatte 28 eingedrücld, sowie die chraube 22 ganz ausgeschraubt, so dass das Rohr 21 in der Stirnwand 12 und die Stange 24 in dem Kehr 21
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freibeweglichsind. HiedurchKarmdiePlatte25zumAnliegengegendieStirnwand12spanmmgsloszurückgezogen werden. Wenn die Stirnwand 12 aufgeschraubt ist, wobei sie den Umkreis des offenen Patronenendes zum Dichten gegen die Abschrägung 31 drückt, wird die Schraube 22 eingeführt und festgeschraubt, wodurch die Feder 23 eine geeignete Vorspannung erhält. Danach wird die Feder 27 zusammengedrückt und das Rohr 21 weiter eingeschoben, wodurch auch die Feder 23 weiter zusammengedrückt wird, bis die Pressplatte 25 am Fett genügend fest anliegt.
In dieser Lage wird das Rohr 21 durch Klemmwirkung automatisch von der Verriegelungsplatte z gesperrt, wenn die Feder 27 entlastet wird. Die Schmierpresse ist jetzt geladen und fertig zur Anwendung.
Je nachdem Fett aus der Presse durch die Hochdruckpumpe 13 ausgepresst wird, wird neues Fett zu dieser durch die von der Feder 23 betätigte Pressplatte 25 über die Bohrung 34 der Stirnwandung 11 gespeist. Wenn erforderlich, kann das Rohr 21 uanch einem gewissen Verbrauch desFettes wieder gegen die Press- platte eingedrückt und wieder verriegelt werden. Dies kann z. P. notwendig sein, wenn die Schmierpresse im Freienbei starker Kälte verwendet wird und das verwendete Fett aus diesem Grunde besonders trägflüssig ist.
Wenn alles Fett aus der Patrone entleert ist, ist ihr Boden 29 teilweise aus der Patroneselbstausge- presst und die Feder 30 zusammengepresst. Beim Drücken der Ver : riegelungsplatte 26 wird der Patronenboden durch die Feder 30 in die Patrone zurückgepresst, wonach die Stirnwand12 abgeschraubt und die Patrone mit dem Boden zusammen entfernt sowie eine neue Patrone eingesetzt werden kann.
Das Zurückdrücken des Bodens in die Patrone hinein wird durch die exzentrische Anbringung der Fe
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liegen des Bodenflansches gegen die Ringabschrägung 31 hiedurch allmählich auf gehoben und gleichzeitig das Vakuum durch das Schrägstellen des Bodens eliminiert wird.
Verschiedene Modifikationen der Erfindung sind innerhalb des Rahmens der Erfindung möglich durch Austausch verschiedener Einzelelemente durch äquivalente mechanische Elemente. Was die Ausbildung der Patrone selbst anbelangt, so kann die Umbördelung ihres verschiebbaren Bodens auch in zu der gezeigten Richtung entgegengesetzter Richtung gekehrt sein, d. h. rückwärts im Verhältnis zur Verschiebrichtung. Hiedurch würde auch die Festkeilgefahr bei verbrauchter Patrone geringer werden und folglich könnte auch die zusätzliche Rückpressfeder entbehrt werden, insbesondere da die Verformung der Bodenkante gegen die Abschrägung 31 mehr oder weniger elastisch ist.
Wie aus der obenstehenden Beschreibung hervorgeht, ist die Schmierpresse gemäss der Erfindung von äusserst stabiler, unempfindlicher und einfacher Konstruktion mit leicht austauschbaren Teilen. Ein spezieller Vorteil der Schmierpresse ist ausserdem, dass auch eine teilweise verbrauchte Patrone leicht ausgetauscht bzw. bei Bedarf herausgenommen werden kann, beispielsweise zwecks Erwärmung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schmierpresse, bestehend aus einem zylindrischen Rohr mit Stirnwänden, von denen die eine einen
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Fett einzupressen, das über eine axiale Bohrung in der genannten Stirnwand zu dem Hochdruckkalben von einem Niederdruckkolben zugespeist wird, der am Ende einer durch die andere Stirnwand sich erstreckenden und von derenaussenseite betätigbaren undverriegelbarenKolbenstange befestigt ist. dadurch gekenn- zeichnet, dass die Kolbenstange aus einem von dem Kolben (25, 29) sich erstreckenden Stangenteil (24)
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der andern Stirnwand gleitbar gelagerten Rohrteilsammenwirken mit einer zwischen dem Stangenende und dem geschlossenen Aussenende des Rohrteiles eingelegten Schraubendruckfeder (23).
wobei die Zusammendrückung der Teleskopfederung durch den Anschlag des Rohrteiles (21) gegen die Rückseite des Kolbens (25, 29) begrenzt ist.