AT209977B - Abspannklemme, insbesondere für Freileitungen - Google Patents

Abspannklemme, insbesondere für Freileitungen

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AT209977B
AT209977B AT204259A AT204259A AT209977B AT 209977 B AT209977 B AT 209977B AT 204259 A AT204259 A AT 204259A AT 204259 A AT204259 A AT 204259A AT 209977 B AT209977 B AT 209977B
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AT
Austria
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lever
cable
double
short arm
clamp according
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AT204259A
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Inventor
Friedrich Dipl Ing Knill
Original Assignee
Mosdorfer K G Weiz
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Abspannklemme, insbesondere für Freileitungen 
Die Erfindung bezieht sich auf eine Abspannklemme, insbesondere für Freileitungen, bei welcher eine das Seil aufnehmende Seilmulde im Zusammenwirken mit einem doppelarmigen Hebel eine die   Seilklemmung   hervorxufende Zange bildet,
Abspannklemmen haben die Aufgabe, den Seilzug zu übernehmen und an die   Abspannstelle   einer tragenden Konstruktion, z. B. an einen Leitungsmast, zu übertragen. 



   Die Klemmung des Seiles wird im allgemeinen durch Reibung hervorgerufen, die von der Grösse des
Seilzuges unabhängig oder abhängig gemacht ist. 



   Soll die Reibung und damit der Anpressdruck von der Grösse des Seilzuges unabhängig sein, dann muss dieser schon von vornherein so gross gewählt werden, dass die Reibung auch im   äussersten   Belastungsfalle zum Festhalten des Seiles ausreicht. Bei Seilen, welche ganz oder teilweise Drähte aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen aufweisen, ist die Wahl eines maximalen Anpressdruckes ungunstig, da diese Materialien zum Fliessen neigen und der einmal   eingeleitete Fliessvorgang   nicht mehr so leicht zum Stillstand kommt. 



   Unter der Wirkung eines hohen Anpressdruckes fliesst das Seil im Klemmbereich unter Kontraktion des Querschnittes so lange, bis eine hinreichende, durch die Kontraktion bedingte Senkung des   Anpressdruckes   dem Fliessvorgang ein Ende setzt. Dadurch hat sich aber auch die Reibung an der Klemmstelle sehr vermindert. Bei Eintreten einer Ausnahmsbelastung ist dann die erforderliche Reibung nicht mehr vorhanden. 



  Man sah sich daher genötigt, bei   Abspannklemmen   mit vorgegebenem, vom Seilzug unabhängigen Anpressdruck, zusätzliche Sicherungen vorzusehen. 



   Das Bestreben geht aus diesem Grunde dahin, bei Anwachsen des Seilzuges auch eine Vergrösserung des Anpressdruckes zu   erreichen. Es ist eine Abspannklemme   bekannt geworden, bei der ein doppelarmiger Hebel mit dem Seilauflager eine die   Seilklemmung   hervorrufende Zange bildet. Da bei dieser Konstruktion beide Hebelarme nahezu senkrecht zur Seilzugrichtung liegen, wird der Anpressdruck dem Seilzug annähernd proportional sein. Weil aber die   unvermeidlicheReibung   in den Bolzen usw. dem Anpressdruck entgegenwirkt, ist diese Losung unbefriedigend. -
Eine den Anforderungen entsprechende Abspannklemme ergibt sich nur, wenn der Anpressdruck mit dem Seilzug überproportional zunimmt.

   Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der doppelarmige Hebel im wesentlichen senkrecht zur Seilzugrichtung angeordnet und der Steg der   SeUmu1de   zu ihm unter einem spitzen Winkel, von vorzugsweise etwa 300 bis   450,   gestellt ist. Insbesondere kann der Hebel mit einem längs der   Seilmulde   verschiebbaren Klemmschuh gelenkig zusammenwirken. 



   In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen dargestellt, an Hand derer die Erfindung im folgenden näher beschrieben wird. Es zeigt Fig. 1 die Abspannklemme nach der ersten   Ausführungs-   form in Seitenansicht teilweise geschnitten und Fig. 2 eine   scheml. tis1erte Darstel1ungderzweitenAul-     fübr1mgsform.   



   Das von der   Abspa. nnklemme   zu haltende Seil 1 liegt zwischen den Wangen 2 eines als Seilmulde ausgebildeten Auflagers, dessen Steg 3 mit einem im wesentlichen senkrecht zur   Setizugrichtung   angeordneten doppelarmigen Hebel 5, 6 einen spitzen Winkel einschliesst und in der Richtung des   Seilauslaufes   
 EMI1.1 
 zen 4 schwenkbar gelagert. Ein am Ende des langen Hebelarmes 5 sitzender Bolzen 7 dient zum   Anschluss   an die Abspannkette. Das freie gerundete Ende des daumenartig gekrümmten kurzen Hebelarmes 6 wirkt   genkart1g   mit einer Ausnehmung des Klemmschuhe ! 8 zusammen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   In der   Spannstelung   des Systems nimmt die   Abspanifidemme die   Gleichgewichtslage ein, in welcher der   Seilzug S'mit   der gleich grossen entgegengesetzt gerichteten Abspannkraft S in eine gemeinsame Wirkungslinie   fällt.     Seilmulde   und Hebel 5,6 bilden in der Ausführungsform nach Fig. 1 eine Zange, deren kurze Arme das Seil 1 zwischen dem Muldensteg 3 und dem Klemmschuh 8   einklemmen.   Es gilt 
 EMI2.1 
 in deS. a=W.b, wobei W die der   Anpref (leaft   D entgegengesetzt gleiche, am   lrurzen   Hebelarm angreifende Kraft und a bzw. b die   Achsabstände der Kräfte   S bzw. W bedeuten.

   Zufolge einer Kontraktion des Seilquerschnittes an der Klemmstelle beschreibt das freie Ende des kurzen Hebelarmes 6 einen kleinen Kreisbogen um den
Achsbolzen, wodurch der Hebel in die gestrichelte Lage gelangt. Die Gleichgewichtsbedingung lautetnun in dieser Stellung 
S.   a'=- W'. b'.   



   Weil die Achse des langen Hebelarmes erfindungsgemäss werrigstens annähernd senkrecht zur Richtung der   Abspannkraft   S liegt, bleibt bei solchen Verdrehungen das Drehmoment S. a weitgehend konstant, denn es gilt   a-a*. Daraus   folgt   W'. b'= W.   b bzw. D'.   b'= D.   b. Wegen des spitzen Winkels a, den dieRichtungen der Anpresskraft D bzw. der Abspannkraft S miteinander einschliessen, wird b'kleiner als b und infolgedessen   D'grösser   als D sein. Ersichtlich ergibt sich bei einer Zunahme des Seilzuges   S'eine   überproportionale Zunahme der Anpresskraft D, wenn das Seil nachgibt.

   Das Übersetzungsverhältnis der beidenArme   desHebels   wird bei beiden beschriebenen Ausführungsformen zweckmässig jeweils grösser gewählt als der Tangenswert des   RejLbungswinkels   von Seil und   Seilmulde.   



   Wenn eine Klemmstelle am Seil nicht ausreicht bzw. letzteres keinen hohen Klemmdruck   vertraagt,   können auch zwei mit Hilfe einer Parallelführung gekuppelte Hebel 9, 10 vorgesehen werden, wie dies Fig. 2 zeigt. 



   Ergänzend sei noch darauf hingewiesen, dass es zweckmässig erscheint, den Winkel a, der von dem im wesentlichen senkrecht zur Seilzugrichtung angeordneten doppelarmigen Hebel 5,6 und dem Muldensteg 3 eingeschlossen wird (Fig. 1 und 2) proportional zur Kontraktionsfähigkeit des   Seilqnerschnittes   zu   wählen,   um eine Verletzung weicherer   Se1Ia. dern   zu vermeiden. Es istzweckmässig, die Abspannklemme so zu dimensionieren, dass im unbelasteten Zustand der lange Hebelarm nicht senkrecht zur Seilzugrichtung, sondern etwas in Richtung des Seilzuges (S') geneigt zu liegen kommt.

   Wenn nun dieser Neigungswinkel   (B)   so gross angenommen wird, wie der Winkel   (B*), den   der lange Hebelarm im belasteten Zustand mit der Senkrechten auf die Seilzugrichtung in entgegengesetzter Richtung einnimmt, so bleiben die Achsabstände a bzw. a'exakt gleich. 



   Die erfindungsgemässe Abspannklemme lässt sich mit den gleichen Vorteilen nicht nur für Seile, sondern auch für volle Drahtquerschnitte, also für Leitungsdrähte, verwenden. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Abspannklemme, insbesondere für Freileitungen, bei welcher eine das Seil aufnehmende Seilmulde im Zusammenwirken mit einem doppelarmigen Hebel eine die Seilklemmung hervorrufende Zange bildet, dadurch gekennzeichnet, dass der doppelarmige   Hebel (5, 6)   im wesentlichen senkrecht zur Seilzugrichtung angeordnet und der Steg (3) der Seilmulde zu ihm unter einem spitzen Winkel   (a),   von vorzugsweise etwa   300   bis 450, gestellt ist.

Claims (1)

  1. 2. Abspannklemme nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende des der Seilmulde gegenüberliegenden kurzen Armes (6) des Doppelhebels (5, 6) mit einem längs der Seilmulde verschiebbaren Klemmschuh (8)gelenkigzusammenwirkt, 3. Abspannlkemme nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der kurze Arm (6) des Doppelhebels (5,6) mittels eines Bolzens mit dem Klemmschuh gelenkig verbunden ist.
    4. Abspannklemme. nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der kurze Arm (6) des Doppelhebels (5, 6) zu einem gelenkartigen Daumen ausgebildet ist, der mit der Gelenkpfanne des Klemmschuhes zusammenwirkt (Fig. 1).
    5. Abspannklemme nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der doppelarmige Hebel als ein mit seinem kurzen Arm in die Wirkrichtung der Anpresskraft abgebogener Winkelhebel ausgebildet ist..
    6. Abspannklemme nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der lange Hebelarm mit der Senkrechten auf die Seilzugrichtung im unbelasteten Zustand einen spitzen Winkel (ss) in <Desc/Clms Page number 3> Richtung des Seilzuges (S'), im belasteten Zustand den ungefähr gleichgrossen Winkel (ss') in entgegen- gesetzter Richtung einschliesst.
    7. Abspannklemme nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an den doppel- armigen Hebel (9) mit Hilfe einer Parallelführung wenigstens ein weiterer klemmender doppeltnniger Hebel (10) angeschlossen ist (Fig. 2).
AT204259A 1959-03-16 1959-03-16 Abspannklemme, insbesondere für Freileitungen AT209977B (de)

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