AT209688B - Verfahren zum Instandsetzen von schadhaften Turbinenschaufeln - Google Patents

Verfahren zum Instandsetzen von schadhaften Turbinenschaufeln

Info

Publication number
AT209688B
AT209688B AT186657A AT186657A AT209688B AT 209688 B AT209688 B AT 209688B AT 186657 A AT186657 A AT 186657A AT 186657 A AT186657 A AT 186657A AT 209688 B AT209688 B AT 209688B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
welding
blade
turbine blades
cup
repairing damaged
Prior art date
Application number
AT186657A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Secheron Atel
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Secheron Atel filed Critical Secheron Atel
Application granted granted Critical
Publication of AT209688B publication Critical patent/AT209688B/de

Links

Landscapes

  • Hydraulic Turbines (AREA)
  • Butt Welding And Welding Of Specific Article (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Instandsetzen von schadhaften Turbinenschaufeln 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 ausschnitt, deren Oberfläche der gewünschten Form der Unterseite der Schweissstelle entspricht, c) Ausfallen des   Schaufelausschnittes   mittels Schweissgut bei wenigstens angenähert horizontaler Lage der Reparaturzone und der Oberfläche der Schweissunterlage durch Elektroschweissung,und d) Verwendung von Elektroden, die es gestatten, wenigstens zwei Lagen ohne Entfernung der Schlacke fehlerlosaufeiuanderzuschweissen. 
 EMI2.1 
 der   Scháufe1ausschnitt   über mehr als 50% der Länge der den Wasserstrahl schneidenden Kante eines bogen-   förmigen.   Becherausschnittes erstreckt. 



   Daraufhin bringt man bei   angenähert waagrechter   Schaufel bzw. Reparaturzone unter dem Schaufelausschnitt eine Unterlage aus Kupfer oder auch aus einem andern Metall an, das sich mit dem heissen   Schweissgut   nicht verschmilzt. Unter Umständen wird man für diesen Zweck auch Formen aus Lehm oder einem andern feuerfesten Material verwenden. Zweckmässigerweise soll der Abstand zwischen der Oberfläche   dieserForm und der gewünschten Schaufelform   wenigstens 0,5 mm betragen, was beim Schweissen eine kleine Bearbeitungszugabe ergibt, so dass die reparierte Stelle nach dem Abschleifen der Schlackenschicht die richtige Wandstärke annimmt. Die   Schweissunterlage     kann   man beispielweise bei mit der Höhlung nach unten gekehrtem Becher an der Innenseite der Schaufel befestigen. 



   Nun wird der Schaufelausschnitt mittels Schweissgut in der   gewünschten Dicke ausgefüllt,   u. zw. durch   Elektroschweissung.   Zu diesem Zwecke sind Elektroden zu verwenden, mit denen man in der Schlacke schweissen kann und die man nicht nach jeder Lage abschlacken muss. Die Oberfläche der Unterlage soll während der Schweissung wenigstens angenähert horizontal sein, so dass der Schaufelausschnitt leicht zu- 
 EMI2.2 
 ziemlich, stark gebogen ist, wird praktisch nur ein   ! deines Stück derselben horizontal   oder angenähert horizontal. sein. Immerhin ist zweckmässigerweise dafür Sorge zu tragen, dass die am stärksten geneigte Stelle der Schweissunterlage mit einer Horizontalebene einen Winkel von nicht über zirka 45  einschliesst.

   Nach der Befestigung der   Schweissunterlage   kannman dann in einem Zug oder mit kurzen Unterbrechungen 
 EMI2.3 
 Schweissen beginnt, genügend erwärmt. Dies erreicht man, indem   man zuerst während 5 - 10   Sekunden den Lichtbogen lokalisiert. Höchstens bei Schaufeln, die stark zur Aufhärtung neigen,kann es günstig sein, vor   Beginn   der Arbeit eine   Vorwärmung   in bekannter Weise vorzunehmen. Das erfindungsgemässe Verfahren ergibt ausserdem den Vorteil, dass sich die Schaufel während der Bearbeitung nicht verzieht. 



  Diese erstaunlich Tatsache ist darauf zurückzuführen, dass die aufgeschweisste Stelle wegen der hohen Arbeitsgeschwindigkeit während der ganzen Schweissphase heiss bleibt, so dass sie während dieser Zeit keine Schrumpfkraft auf die Schaufel ausübt. Zudem wird die Schaufel selbst durch die zugeführte Wärme   gleichmässig   erhitzt, sie weitet sich demzufolge während des Schweissvorganges von selbst auf und zieht sich beim Erkalten gleichzeitig mit dem Schweissgut zusammen. Schrumpfspannungen an den Schaufelkanten, die das Entstehen neuer Ermüdungsrisse fördern könnten, verschwinden automatisch. Man kann daher auch auf eis Nachglühen der Schaufeln verzichten. In der Praxis durchgeführte Versuche haben bewiesen, dass die   Ermüdungsfestigkeit einer derartig   geschweissten Stelle grösser ist, als diejenige des ge- 
 EMI2.4 
 



   Die erfindungsgemässe Schweissmethode gestattet es, auch die Form ungeeigneter Schaufeln ohne besondere Schwierigkeiten so zu   verändern,   dass die gefürchtete Kavitation auf der Rückseite der Schaufel vermieden wird. 



   Es wird noch vorgeschlagen, zwecks Erhöhung der Korrosionsfestigkeit und damit Verringerung der 
 EMI2.5 
 Verfahren nach der Erfindung als   Schweissmaterial   einen Stahl mit einer Zugfestigkeit von wenigstens 90   mm   zu verwenden. Es sollen dabei mit Vorteil die   angeschweissten Ränder aus nicht rostendem   Stahl an der Verbindungsstelle mindestens doppelt so dick sein wie die Schaufeln in zirka 5 mm Abstand von der   zugescharften   Schaufelkante. Mit Vorteil sind die angeschweissten Streifen wenigstens 20 mm. breit. Damit   seil   verhindert werden, dass die oft zwischen dem aufgetragenen Schweissgut und dem Rand 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 des Schaufelausschnittes entstehenden Mikrorisse zu nahe an die den Wasserstrahl schneidende Kante zu liegen kommen. 



   Es hat sich als günstig erwiesen, die Schnittränder vor dem Schweissen durch Hämmern od. dgl. auf- 
 EMI3.1 
 beim nachträglichenstelle eventuelle Einbrandkerben automatisch entfernt. 



   Wie bereits eingangs erwähnt, eignet sich das Verfahren nach der Erfindung vor allem für die Instandsetzung von Peltonschaufeln. Diese bestehen bekanntlich aus einem Doppelbecher, der durch einen Mittelgrat in zwei Teile getrennt ist und der eine der Form des Wasserstrahles angepasste Ausnehmung besitzt. Es hat sich nun gezeigt, dass an den wasserstrahlschneidenden scharfen Kanten der bogenförmigen Becherausschnitte die meisten Beschädigungen auftreten. Ferner ist der scharfe Mittelgrat stark der Abnutzung unterworfen. Die im Laufe des Betriebes auftretenden Risse beginnen meist an der scharfen Kante,   u. zw. in dernähe dermitte   zwischen dem Aussenrand der Ausnehmung und dem Mittelgrat. Die Eintrittskanten sind bis zum Mittelgrat scharf.

   Dieser läuft spitz aus und verdickt sich nach hinten in einem Winkel von etwa 600 und vermindert seine Dicke seitlich nach den beiden Bechern hin. In einem Abstand von 30 mm von der Spitze in Richtung der Schaufelachse gerechnet, ist er also bereits   ungefähr 30   dick. Wenn nur der eine Becher der Schaufel gerissen ist, führt man den Schnitt mit Vorzug bis auf mindestens 30 mm oder sogar bis auf 20 mm an den Mittelgrat heran, weil an dieser Stelle die Biegungsbeanspruchung des Materials dank der   grossen Materialstärke   nur gering ist. Der   äussere,   freiliegende Rand der Schweissung ist daher nicht gefährdet, obschon er scharfkantig zugeschliffen wird.

   Falls beide Becher einer Peltonschaufel reparaturbedürftig sind, empfiehlt es sich, den Schnitt vom Rand der Ausnehmung des einen Bechers bis zum Rand der Ausnehmung es andern Bechers zu führen und auch die Spitze des Grates abzuschneiden. Die Verbindungsstelle der Schweissung mit der Schaufel ist dann an keiner Stelle hoch beansprucht. Das erfindungsgemässe Verfahren eignet sich auch zur Instandsetzung von Turbinenschaufeln, die infolge von Gussfehlern oder Bearbeitungsfehlern defekt sind. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zum Instandsetzen von   schadhaften Turbinenschaufeln, insbesondere von Peltonschaufeln,   die im Bereiche der bogenförmigen   Becherausschnitte   angerissen sind, gekennzeichnet durch die Kombination folgender an sich bekannter Merkmale : Entfernen des die schadhafte Stelle umgebenden, rissverdächtigten Teiles der Schaufel unter Bildung eines Ausschnittes Anbringen einer mit heissem   Schwe1ssgut   
 EMI3.2 
 usschnitt,Form der Unterseite der Schweissstelle entspricht ;

   Ausfüllen des   Schaufelausschnittes   mittels Schweissgut bei wenigstens angenähert horizontaler Lage der Reparaturzone und der Oberfläche der Schweissunterlage durch   ElektMtchweissung ; und Verwendung von   Elektroden, die es gestatten, wenigstens zwei Lagen ohne Entfernung der Schlacke fehlerlos aufeinander zu schweissen.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Instandsetzung nur eines Bechers einer Peltonschaufel der Schnitt bis auf wenigstens 30 mm an den die beiden Schaufelbecher trennenden Mittelgrat herangeführt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, dass die den Wasserstrahl schneidenden Kanten durch einen wenigstens 20 mm breiten Streifen aus nicht rostendem Schweissgut ersetzt werden.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, dass der Schnittrand vor dem Schweissen aufgestaucht wird.
AT186657A 1956-04-10 1957-03-20 Verfahren zum Instandsetzen von schadhaften Turbinenschaufeln AT209688B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH209688X 1956-04-10

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT209688B true AT209688B (de) 1960-06-25

Family

ID=4446603

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT186657A AT209688B (de) 1956-04-10 1957-03-20 Verfahren zum Instandsetzen von schadhaften Turbinenschaufeln

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT209688B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2124595C3 (de) Verfahren zum Herstellen von Leicht metallkolben mit einer im Kolbenboden an geordneten Brennraummulde
AT209688B (de) Verfahren zum Instandsetzen von schadhaften Turbinenschaufeln
CH355112A (de) Verfahren zum Instandsetzen von im Bereich der Eintrittskanten schadhaften Wasserturbinenschaufeln
DE2231956A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum lichtbogenschweissen
DE952293C (de) Verfahren zum Beseitigen des Schweissrates an abbrenngeschweissten Werkstuecken
DE585396C (de) Schraempicke
DE468563C (de) Schraemmaschine mit Schraemkette oder Schraemrad
DE102014224986A1 (de) Verfahren zum Reparieren eines Bauteils
DE2541022A1 (de) Verfahren zum entgraten von stumpfgeschweissten werkstuecken
AT249099B (de) Herzstück für Weichen und Kreuzungen
DE2743892A1 (de) Ruderherz sowie verfahren und vorrichtung zu dessen herstellung
DE446452C (de) Herstellung eines Verbundstahlwerkzeugs
DE737065C (de) Verfahren zum Ausrichten und Verschweissen alter Schienenstoesse mit abgebogenen Schienenenden
DE608449C (de) Pressform oder Gesenk mit scharfen Kanten
DE384988C (de) Abflussgesperre fuer Schmelzoefen
CH224693A (de) Schweissverbindung und Verfahren zur Herstellung einer solchen Verbindung.
DE406939C (de) Befestigung von Brechbacken in Steinbrechern oder aehnlichen Zerkleinerungsvorrichtungen
DE2540955C2 (de) Sinterbrecher
AT94128B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Turbinenschaufeln mit Fuß.
DE453844C (de) Schweissmittel
DE528137C (de) Pressscheibe
DE956159C (de) Spritz-Schutzvorrichtung bei elektrischen Widerstands-Abbrennschweissmaschinen
DE745139C (de) Verfahren zum elektrischen Widerstandsschweissen, insbesondere Punkt- und Nahtschweissen, von Leichtmetallen oder Leichtmetallegierungen
DE659749C (de) Verfahren zum Befestigen von verschleissfesten Platten auf metallischen Maschinenteilen
DE808000C (de) Hobeleisen mit auswechselbarer Messerklinge