AT209392B - Fernsprechapparate einschließlich Handapparate aus Kunststoffpreßmassen - Google Patents

Fernsprechapparate einschließlich Handapparate aus Kunststoffpreßmassen

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AT209392B
AT209392B AT369859A AT369859A AT209392B AT 209392 B AT209392 B AT 209392B AT 369859 A AT369859 A AT 369859A AT 369859 A AT369859 A AT 369859A AT 209392 B AT209392 B AT 209392B
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Fernsprechapparate einschliesslich Handapparate aus
Kunststoffpressmassen 
Wie durch Untersuchungen festgestellt wurde, werden insbesondere durch Femsprechapparate, u. zw. speziell durch die von den Benutzern vielfach berührten Teile, wie den Griff des Handapparates, der Hörmuschel und der in die Nähe von Mund und Nase geführten Sprechmuschel Krankheitskeime übertragen. 



   Insbesondere die durch viele Hände gehenden Apparate der öffentlichen Sprechstellen können so zu Krank-   heitsüberträgern   werden. 



   Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, Fernsprechapparaten einschliesslich den Handapparaten, die heute ausschliesslich aus Kunststoffpressmassen gefertigt werden, auf einfache Weise eine dauerhafte keimtötende Wirkung zu verleihen. Von einer derartigen Desinfizierung hat man bisher abgesehen, da die bisher für solche Zwecke bekannten Mittel nur für eine begrenzte Zeit in hinreichender Konzentration vorhanden bleiben und das ständige Erneuern einen zu grossen technischen Aufwand bedeuten würde. Versuche zur dauerhaften Desinfizierung sind bisher fehlgeschlagen. 



   Erfindungsgemäss enthalten die zur Herstellung der Apparate verwendeten Pressmassen eine geringe Menge Carbaminsäure oder deren Salze. 



   Die Erfindung wird an Hand eines in der Zeichnung dargestellten   Ausführungsbeispieles erläutert.   Bei einem Telephonapparat 1 werden von dem Benutzer insbesondere die Wählscheibe 2 und am zugehörigen Handapparat ein Handgriff 3, eine Sprechmuschel 4 mit Einsprache und eine Hörmuschel 5 berührt. An diesen Teilen 2,3, 4, 5 ist also die Gefahr einer Infektion am grössten. Erfindungsgemäss enthalten daher insbesondere diese aus Kunststoffpressmassen gefertigten äusseren Teile 2,3, 4,5 eine geringe Menge Carbaminsäure oder deren Salze, die bei der Fertigung der Pressmasse zugefügt werden und eine dauernde Desinfektionswirkung gewährleisten. 



   Versuche haben ergeben, dass den so imprägnierten Teilen 2,3, 4,5 eine dauernde bakterientötende Wirkung zu eigen ist, obwohl dies bei der geringen Oberflächenkonzentration des beigefügten Mittels und dessen anscheinend zu erwartenden Konzentrationsabnahme nicht vorauszusehen war. Ferner wurde festgestellt, dass die erfindungsgemässen Desinfizierungsmittel vollkommener sind, als die bisher üblichen, da bisher keine Existenz von gegen diese resistenten Bakterienstämme festgestellt werden konnte. Auch sind erfindungsgemäss imprägnierte Gegenstände frei von Gerüchen und sonstigen Nebenwirkungen und führen nicht zu Hautreizungen od. dgl. Ausserdem lässt sich die so erzeugte desinfizierende Wirkung weder durch ein mehrtägiges Wasserbad noch durch ein mehrmaliges Behandeln mit Waschmitteln beseitigen. 



   Für den erfindungsgemässen Zweck eignen sich beispielsweise auch Thiocarbaminsäure und Dithiocarbaminsäure oder deren Salze. Ihre Wirkung lässt sich aber noch steigern, wenn diese Substanzen aktivierende Radikale wie die Äthyl-, Methyl- oder Phenylgruppe enthalten. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Carbaminsäure oder deren Salze am Stickstoffatom zwei einwertige Radikale enthält. 



   Neben diesen Stoffen eignen sich auch Metallsalze oder solchen entsprechende Salze einer Carbaminsäure, wie   z. B. Zink-, Cadmium-,   Kupfer-, Eisen-, Ammonium- oder Natriumsalze   oder deren Sub-   stitutionsprodukte für den vorgesehenen Zweck. 



   Der erstrebte Effekt der dauerhaften Desinfizierung tritt stets ein, wenn der Kunststoffpressmasse die Carbaminsäure oder deren Salze in einer Menge von etwa 2   Vol.-b zugefügt   wird. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Da die Carbaminsäure und ihre Salze preiswerte handelsübliche Chemikalien sind, stellt ihre Verwendung keinen grossen technischen Aufwand dar. Nach bisherigen Feststellungen werden von dieser Säure bzw. deren Salzen grammpositive und grammnegative Keime und praktisch alle Pilze vernichtet. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Fernsprechapparate einschliesslich Handapparate aus Kunststoffpressmassen, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Herstellung der Apparate verwendeten Pressmassen eine geringe Menge Carbaminsäure bzw. deren Derivate oder deren Salze enthalten.

Claims (1)

  1. 2. Apparate nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass in den Pressmassen Thiocarbaminsäure oder Dithiocarbaminsäure oder deren Salze enthalten sind.
    3. Apparate nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Carbaminsäure oder deren Salze am Stickstoffatom Radikale wie die Äthyl-, Methyl- oder Phenylgruppe enthält.
    4. Apparate nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Carbaminsäure oder deren Salze am Stickstoffatom zwei einwertige Radikale enthält.
    5. Apparate nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressmassen Metallsalze oder solchen entsprechende Salze einer Carbaminsäure wie z. B. Zink-, Cadmium-, Kupfer-, Eisen-, Ammonium-oder Natriumsalze oder deren Substitutionsprodukte enthalten.
    6. Apparate nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Carbaminsäure oder deren Salze in den Pressmassen in einer Menge von etwa 2 Vol. -'10 enthalten sind.
AT369859A 1958-09-09 1959-05-19 Fernsprechapparate einschließlich Handapparate aus Kunststoffpreßmassen AT209392B (de)

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