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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr 20889.
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UND LORENZ KOTTMAIR IN MÜNCHEN.
Drehschalter für elektrische Leitungen.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Drehschalter für elektrische Leitungen. Sie bezweckt, eine Verbesserung derjenigen Schalter herbeizuführen, bei welchen eine Schnellung des Griffes und damit eine rasche Stromunterbrechung dadurch herbeigeführt wird, dass der Griff mit einem Vieleck, gewöhnlich einem Vierkant, versehen ist und unter Federwirkung steht, wobei die Federn derart angeordnet sind, dass sie den aus seiner Ruhelage gebrachten Griff in eine andere Ruhelage hineinschnellen. Bei solchen Schaltern macht sich
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Federn das Vieleck, auch wenn es aus seiner Ruhelage gebracht ist, infolge der beträchtlichen Reibung und der konkaven Gestalt der angespannten Blattfedern. nicht unter allen Umständen in seine Ruhelage zurückschnellen.
Bei den gebräuchlichen Schalterkonstruktionen geht dies so weit, dass manchmal eine Verdrehung des Vieleckes um etwa 4f1o möglich ist, ohne dass in diesem Bereiche das erforderliche Schnellen eintritt.
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zwischen den Federn und dem Vielkant angeordnet sind. Iliebei ist zweierlei wichtig : Erstens müssen diese Drehkörper frei zwischen den Federn und dem Vielkante lagern, da eingeschaltetes Hebelwerk oder dgl. zu einer Bauart führen würde, die unmöglich für die kleinen Drehschalter, wie sie in Lichtleitungon gang und gäbe sind, angewendet worden kann und ausserdem muss der Umfang des Drehkörpers gegen seitliches Ausweichen al)gestützt sein.
Der Druck wird also unmittelbar durch den Drehkörper hindurchgeleitet, so dass dieser in zweckentsprechender Weise nach Art der Rollen oder Kugeln bei Rollenund Kugellagern beansprucht wird. Diese Abstütxung und der Umstand, ass die Seiten des Vieleckes an den Drehkörpern nur mit sehr geringer Reibung schleifen, hat auch zur Folge, dass die die Drehung herbeiführenden Kraftkomponenten sehr gross, die dazu senkrechten Komponenten sehr klein sind, was für die gute Wirkungsweise des Schnellgriffcs von wesentlicher Bedeutung ist.
Wenn die seitliche Abstützung der Kugeln bei sehr spröden Isoliermaterial nicht gut durch die Isoliormasse selbst vorgenommen werden kann, ist es unter Umständen von Wichtigkeit, eine besondere Lagerung für die Kugeln zu schaffen und dieselbe so auszubilden, dass sie bei Anordnung zweier Kugeln eine feste Brücke bildet. Die Schnellwirkung des Griffes wird noch wesentlich dadurch unterstützt, dass man die Kantenwinkel des Vieleckes möglichst spitz macht.
Wegen des Fehlens der toten Punkte eignet sich der Schnellgriff des neuen Schalters in ganz besonderer Weise für solche Vorrichtungen, bei denen um Achsen drehbare, federnde Kontaktzungen verwendet werden, die derart angeordnet sind, dass sie gleichzeitig mit dem Schnellgriffe oder kurz nach diesem ausschnellen, so dass für die Ausschaltgeschwindigkeit die Summe der Schnell- gschwindigkeiten des Schnellgriffes und der Kontaktzungen in Betracht kommt. Die bisherigen derartigen Vorrichtungen zeigten wegcn der toten Stellungen den Nachteil, dass die Kontaktzungen durch den Schaltstern beim Einschalten berührt wurden, bevor der Griff einschnellte und dass das Ausschalten der Kontaktzungen vor dem Ausschalten des Schnellgriffes eintrat.
Dieser Nachteil ist bei der neuen Anordnung vermieden.
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Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des neuen Schalters dargestellt, und zwar dienen hier Kugeln als Zwischenlagen. Fig. 1 stellt einen Mittelschnitt nach E-F der Fig. 2 eines Schalters mit um Achsen drehbaren Kontaktzungen dar. Fig. 2 ist eine Draufsicht auf den Schalter, wobei der Griff fortgelassen ist. Fig. 3 zeigt den Schnellgriff und die federnde Lagerung der Kugeln nach teilweisem Schnitt C-D der Fig. 1. Fig. 4 ist ein teilweiser Horizontalschnitt nach °ff der Fig. 3. Fig. 5 und 7.... zeigen im teilweisen Horizontalschnitt andere Ausführungsformen und Fig. 6 stellt einen Schnitt A-B der Fig. 1 dar, um das der Handhabe am Schaltstern gegebene Spiel zu veranschaulichen.
Auf dem Isolierkörper a des Schalters sind die Kontaktzungen b gelagert. Dieselben worden in ihrer Mittelstellung durch ein (oder mehrere) Spiralfedern c gehalten, welche einerseits an der Achse d, andererseits an den leitenden Stützteilen e befestigt sind, so dass der Strom, da die Kontaktzungen b fest auf den Achsen d sitzen, bei eingeschaltetem Schalter seinen Weg den Stützteil e, die Feder c, die Achse d, die Kontaktzungen 6, über den Schattstora/zur anderen Kontaktzunge & und in gleicher Weise zu deren Stützteil e nimmt. Der Scha1tstern f ist fest mit dem den Vierkant g tragenden Körper verbunden, welcher auf der im Isolierkörper a festgeschraubten Achse h drehbar ist. Die Seiten des Vierkante sind mit Vertiefungen oder Rillen versehen (Fig. 4), so dass die Kantenwinkel desselben spitz werden.
Die Druckfedern ! c sind bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform U-förmig gebogen und umgeben einen U-förmigen Träger 1, der mit Löchern versehen ist, in denen Stahlkugeln i frei drehbar gelagert sind. Die Verhältnisse sind so gewählt, dass die Kugol n durch die Federn k in die Rillen des Vierkante hineingepresst werden. Dreht man das Viereck, so werden die Kugeln nach aussen bewegt und die Federn werden auseinander gepresst und gespannt, so dass der Schnellgriff heftig in seine Ruhelage geschnellt wird. Hat man den Handgriff m nicht weit genug gedreht, so erfolgt das Rückschnellen des Griffes in die alte Lage ; ist man aber mit den Kanten des Viereckes bis zu den am weitesten hervorragenden Punkten der Kugeloberfläche gelangt, so erfolgt ein heftiges Einschnellen des Griffes in die neue Ruhelage.
Damit der Schnellgriff hierin nicht durch die Hand des Schaltenden aufgehalten wird, ist in bekannter Weise ein gewisser Spielraum zwischen dem Handgriff und dem Schattstern vorgesehen, was in Fig. 6 angedeutet ist, wo der Handgriff m den Schaltstern f erst mitnehmen kann, wenn der zwischen den Stiften n und dem Handgriffe m befindliche Spielraum durch den Handgriff durchlaufen ist.
In der Ausführungsform der Fig. 5 sind gewöhnliche Blattfedern k'zum Anpressen der Kugeln i verwendet, weiche in einem besonderen Boci (e l'gelagert sind. Vorteilhaft kann man auch den federnden Teil als uhrfederförmige Spiralfeder (Fig. 7) ausbilden, die im Isolierkörper eingebettet ist und gleichzeitig auf beide Kugeln drückt.
Die Vorteile der neuen Vorrichtung bestehen im folgenden : Tote Punkte für die Drehung des Schaltgriffes sind ausgeschlossen, da die Kugeln, statt welcher übrigens auch Rollen verwendet worden könnten, sich leicht drehen und ihre Oberfläche glatt ist. Dies
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