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Steckerkontaktfe der
Die Erfindung betrifft eine Steckerkontaktfeder, deren den Gegenkontakt klauenartig umfassendes Ende U-förmig ausgebildet ist und unter dem Einfluss eines zusätzlichen, den Kontaktdruck verbessernden,
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Fernmelde-, insbesondere Fernsprechtechnik.
Es ist bereits ein Sockelkontakt bekannt, bei welchem das den Gegenkontakt klauenartig umfassende Ende U-förmig ausgebildet ist und unter dem Einfluss eines zusätzlichen, den Kontaktdruck verbessernden, U-förmigen Federelementes steht. Bei dieser Ausführung liegt das U-förmige Federelement Im wesentlichen zwischen den Schenkeln des den Gegenkontakt klauenartig umfassenden Endes ; weiters besteht dieses Federelement aus einer Drahtfeder, welche durch Alterung ihre Federkraft verliert. Schliesslich ist das den Gegenkontakt klauenartig umfassende Ende nicht mit einem langen Schlitz versehen, so dass kein Doppelkontakt möglich ist (s. brit. Patentschrift Nr. 689, 922).
Es sind ferner Federkontakte zur Aufnahme messerförmiger Kontaktteile in sogenannten Steckerleisten bekannt, deren kontaktgebendes Ende U-förmig ausgebildet ist. Die beiden so gebildeten freien Enden sind weiterhin nach innen zueinander abgebogen. Der Kontaktdruck wird durch eine zusätzliche Uförmige Blattfeder dadurch erreicht, dass sie mit ihren Enden die kontaktgebenden Enden der Kontaktfeder zusammenpresst. Die Blattfeder ist innerhalb der beiden Gabelenden angeordnet. Beim Einführen eines leitenden Messerkontaktes ergeben sich dabei zwei Kontaktstellen, die zu beiden Seiten des Messerkontaktes liegen. Bei gedruckten Schaltungen, bei denen die zu verbindenden Leitungen jedoch nur auf einer Seite der Isolierstoffplatte angeordnet sind, würde sich nur eine einzige Kontaktstelle ergeben.
Bekanntlich ist aber eine einzige Kontaktstelle stets störanfälliger. Diese Tatsache führte in der Relaistechnik zur Bildung der sogenannten Doppelkontakte.
Zu diesen Nachteilen der Federkontakte bei der Anwendung auf gedruckte Schaltungen ergibt sich ausserdem, dass die Isolierstoffplatten wesentlich dicker sind als die für die Federkontakte besonders ausgebildeten Messerkontakte. Die zwischen den Gabelenden der Federkontakte angeordnete Blattfeder erweist sich dabei als hinderlich. Die bekannten Federkontakte sind daher bei gedruckten Schaltungen nicht mehr zu verwenden.
Es wurden daher für gedruckte Schaltungen Gabelfedern entwickelt, die aus einem Stück gestanzt sind.
Da diese Gabelfedern nicht gebogen werden, wie dies bei der Blattfeder der bekannten Federkontakte der Fall ist, ergibt sich ein Kontaktdruck, der sich nur in sehr geringen Toleranzen im Laufe der Zeit ändert. Nachteilig ist jedoch die grosse Rauhigkeit in der Gabelöffnung, also an den beiden Kontaktstellen, bedingt durch den Stanzvorgang. Zur Schonung der Kontaktstelle auf den gedruckten Leitungen müsste die Rauhigkeit der Gabelfedern durch zusätzliche Arbeitsgänge beseitigt werden.
Bei U-förmig gebogenen Blattfedern als kontaktgebende Feder sind die beiden Kontaktstellen glatt.
Der Kontaktdruck ist jedoch nicht nur von den Materialeigenschaften abhängig, sondern auch von den Biegetoleranzen, die eine verschieden grosse Gabelöffnung erzeugen. Schon kleine Unterschiede im Kontaktabstand der Federenden ergeben starke Schwankungen im Kontaktdruck. Dies ist durch die verhältnismässig grossen Kontaktkrlfte bedingt.
Die beiden letztgenannten Federarten haben ausserdem den Nachteil gemeinsam, dass sie nur zwei gegenüberliegende Kontaktstellen besitzen. Für gedruckte Schaltungen müssten deshalb die geätzten Lei-
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tungen auf beiden Seiten der Isolierstoffplatte liegen, um eine Doppelkontaktwirkung zu erzielen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der bekannten Anordnungen zu vermeiden und eine Steckerkontaktfeder zu schaffen, deren Serienfertigung besonders einfach und billig ist.
Die erfindungsgemässe Steuerkontaktfeder, deren den Gegenkontakt klauenartig umfassendes Ende uni ter dem Einfluss eines zusätzlichen, den Kontaktdruck verbessernden, U-förmigen Federelementes steht, für elektrische Schalteinrichtungen mit gedruckten Schaltungen der Fernmelde-, insbesondere Fernsprech- technik, ist dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schenkel des U-förmigen kontaktgebenden Endes einen langen Schlitz aufweist, so dass zwei Paare gegenüberliegender Kontaktfedern entstehen, wobei jedes Paar von einem flachen, in Richtung seiner Ebene auf Biegung beanspruchten Bügel aussen umspannt ist, dessen freie Enden in Schlitzen oder Öffnungen der Kontaktfederenden eingreifen.
Bei einer solchen Kontaktfeder ist nach der weiteren Erfindung vorgesehen, dass die Bügel mit ihrem Mittelteil in Schlitzen an dem Lötösenteil der Kontaktfeder eingelegt sind und durch Lappen gesichert sind.
Es ist vorteilhaft, mehrere Kontaktfedern in Steckerleisten zusammenzufassen.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines in den Fig. 1-10 näher dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 die Steckerkontaktfeder in drei Ansichten, Fig. 2 die perspektivische Ansicht der Steckerkonraktfeder, Fig. 3 eine zweite Möglichkeit der Befestigung der Druckbügel, Fig. 4-6 drei Schaltmöglichkeiten für die Kontaktstellen an einer gedruckten Leitung, Fig. 7 die perspektivische Ansicht zweier auf eine mit gedruckten Schaltungen versehene Isolierstoffplatte aufgebrachten Stecker, Fig. 8-10 eine Anordnung mehrerer Stecker in einer Steckerleiste in drei Ansichten.
Der Kontaktstecker besteht aus einer kontaktgebenden, U-förmig gebogenen (gabelförmigen) Blattfeder mit Lötanschluss und zwei den Kontaktdruck erzeugenden Bügeln. Die Kontaktfeder ist an den kontaktgebenden Enden in vier Einzelfedem unterteilt. Die Druckbügel sind beispielsweise mit ihren freien Enden durch Löcher an den freien Enden der vier Federn gesteckt und mit ihren bügelförmigen Mittelteilen in Schlitze 10 der Kontaktfeder l eingelegt und durch die Lappen 3 der Kontaktfeder gegen Herausfallen gesichert. Die Kontakteder 1 kann aus zwei gleichen Teilen zusammengepunktet sein oder auch aus einem Teil bestehen, der an der Stirnkante l"gefaltet und verlappt oder verschweisstist. Mit 4 ist die teilweise dargestellte Isolierstoffplatte bezeichnet, auf deren einen Seite eine gedruckte Leitung 5 in an sich bekannter Weise aufgebracht ist.
Bei der Anordnung nach Fig. 2 sind die Druckbügel2 als U-förmig ausgestanzte flache Federblechbügel ausgeführt. Diese werden mit ihren freien Enden 2'seitlich in die Schlitze 11 der Kontaktfedernden l'eingelegt und durch die Lappen 3 gegen Herausfallen gesichert. Die gestanzten Druckbügel 2 können sehr genau hergestellt werden und gewährleisten eine gleichmässige Federsteifigkeit mit engen Toleranzen, da eine Änderung der Schenkelabstände nicht zu erwarten ist. Die Druckbügel 2 in diesem Ausführungsbeispiel sind auswechselbar, wenn die Lappen 3 zurückgebogen werden.
In Fig. 3 ist eine Sicherung gegen Herausfallen der Druckfedern dargestellt, bei der die Druckbügel 2 durch Anstauchen des Kontaktfedermaterials an den mit 6 bezeichneten Stellen zu beiden Seiten des Auf- nahmeschlitzes 10 in diesen gehalten werden. Durch Fortfall der Lappen3 wird die Ausgangsmaterialbreite kleiner gehalten und der Materialabfall verringert.
In Fig. 4 ist die Isolierstoffplatte 4 mit einer gedruckten Schaltung 5 einseitig versehen. Die elektri- sehe Verbindung von der gedruckten Schaltung 5 zur Steckerseite geht also nur über einen Doppelkontakt der Federenden 10.
Für besondere Fälle, bei denen eine äusserst sichere Kontaktgabe gefordert wird, kann die in Fig. 5 gezeigte Anordnung getroffen werden. Die Kontaktstellen der gedruckten Leiter 5 und 5'werden z. B. durch einen Stift 7 miteinander verbunden und verlötet. Die Kontaktgabe erfolgt dann über vier Kontaktstellen l'. Ebenso kann in nicht dargestellter Weise eine leitende Schicht von dem Leiter 5 zum Leiter 5' über die schmale Seite der Isolierplatte 4 gezogen werden.
Mit der beschriebenen Kontaktfeder 1 können auch die voneinander getrennten Leiter 5 und 5' (Fig. 6) einer geätzten Schaltung über je zwei Doppelkontakte l* miteinander verbunden werden. Der Stift 7 in Fig. 5 oder die leitende Schicht an der Stirnseite der Isolierstoffplatte 4 ist also nicht unbedingt erforderlich.
Die schmale Bauweise der Kontaktfeder 1 lässt eine geringe Teilung (a in Fig. 7) von 4 mm zu.
Die einzelne Kontaktfeder 1 wird in eine einteilige Steckerleiste (8 in Fig. 8) mit der Lötfahne zuerst hineingesteckt. Danach wird die herausragende Lötfahne der Kontaktfeder 1 umgebogen oder verdreht, um die Feder 1 gegen Herausfallen bzw. Herausziehen aus der Steckerleiste 8 zu sichern. Die Steckerleiste 8 ist in Fig. 8 von der Kontaktseite l'die Federn 1 her gezeigt.
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In Fig. 9 ist die Steckerleiste 8 teilweise seitlich geschnitten gezeichnet. Die Isolierplatte 4 mit der gedruckten Schaltung 5 wird in die Steckerleiste eingeschoben. Eine Sicherung gegen Vertauschen der Anschlüsse (Verdrehen der Platte um 1800) kann in nicht dargestellter aber bekannter Wiese durch Aussparungen an der Isolierplatte 4 und entsprechender Ausformung der Steckerschale 8 vorgenommen werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Steckerkontaktfeder, deren den Gegenkontakt klauenartig umfassendes Ende unter dem Einfluss eines zusätzlichen, den Kontaktdruck verbessernden, U-förmigen Federelementes steht, für elektrische Schalteinrichtungen mit gedruckten Schaltungen der F'. rnmelde-, insbesondere Fernsprechtechnik, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schenkel des U-förmigen kontaktgebenden Endes einen langen Schlitz aufweist, so dass zwei Paare gegenüberliegender Kontaktfedern (1') entstehen, wobei jedes Paar von einem flachen, in Richtung seiner Ebene auf Biegung beanspruchten Bügel (2) aussen umspannt ist, dessen freie Enden (2') in Schlitzen (11) oder Öffnungen der Knntaktfederenden (l*) eingreifen.